DSA Sonnenstraße

Der Hoftag von Gareth

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Der Hoftag von Gareth
Gareth, Mittelreich

Silbrig-weiß schimmert das Land, gleißend schön hat sich über Nacht Ifirns Liebeswunder auf Sumus Leib gelegt und Äcker, Felder, Bäume, Straßen und Dächer in ein weißes Kleid gewandet: Die Goldne Au um die kaiserliche Metropole scheint wie ein einzig strahlend Rund, das silbrig-gülden glänzt und strahlt wie das Praios-Gestirn selbsten.

Alawin geht auf die Turnierwiese und sucht den Turniermarschall auf. Wie er herausfindet wurde ihm eine Parzelle direkt neben dem prunkvollen Zelt des Fürsten Cuanu ui Bennain zugeteilt. Als er dort sein Turnierzelt aufstellt wirkt dieses wenig auffällig und es bedarf schon des Wappenschildes um es von den Gesindezelten des Fürsten zu unterscheiden. Da beim Turnier die Gegner durch Herausforderung (dreifacher Schlag mit der Turnierwaffe gegen den Wappenschild des Gegners) gewählt werden ist dieses unauffällige Plätzchen vielleicht sogar ein Vorteil.
Wie die Helden herausfinden haben der Turniermarschall und sein Stab speziell zentrale Parzellen für Zelte Alt-Garether Garküchen und Gasthäuser frei gehalten. Während der Hochadel, die Fürsten, Herzöge, Markgrafen und Grafen in der Neuen Residenz, dem Schloss der Kaiserfamilie, Hof halten, ist der niedere Adel, die Barone, Ritter und Edlen des Reiches, in ihren Zelten auf der Turnierwiese untergebracht. Um diese große Zahl von Gästen zu verköstigen, so sie nicht sowieso mit ihrem Gesinde angereist sind und in ihren eigenen Zelten speisen, unterhalten die Garether Gasthäuser große Speise-Zelte in denen der Adel jederzeit ein warmes Menü, gutes Bier und edlen Wein gegen klingende Münzen erstehen kann.
Neowen von Windehag, Alawins Knappin, übernachtet nun im Turnierzelt, kümmert sich um Alawins Streitroß aus der Zucht der Amazonenfestung Kurkum, und ist jederzeit dort anzutreffen falls jemand das Zelt aufsucht um mit Alawin Kontakt aufzunehmen.

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Der Hoftag von Gareth
Gareth, Mittelreich

Alawin eskortiert hoch zu Pferd in vollem Gestech die Fürstliche Familie in die Kaiserthermen, wo diese den Nachmittag verbringen.

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Der Hoftag von Gareth
Gareth, Mittelreich

In den Morgenstunden zieht eine Schar von Herolden von vor der Stadt des Lichts Richtung Turnierwiese und ruft die siebentausend Gäste auf sich zum Praios-Tor zu begeben und in den Tempel der Sonne Einzug zu halten.
Im gewaltigen Rund des größten Tempels Aventuriens sind zwischen den Säulen hölzerne Bänke und Tribünen aufgebaut welche von den Wappen der Ländereien geziert werden die dort ihre Sitze haben. So findet ein jeder Ritter, Baron und Graf seinen Platz in Praios’ wohlgefügter Ordnung. Und auch die Helden finden ihren Platz in der Halle des Götterfürsten, nahe dem Albernischen Adel. Die Erhabenen Patriarchen der Zwölfgöttlichen Kirchen wohnen mit ihren höchsten Priestern dem heiligen Hoftag bei.

Nachdem alle Teilnehmer eingetreten und Platz genommen haben und Jariel Praiotin, der Bote des Lichts, und die Wahrer der Ordnung die Einleitung gesprochen haben beginnt nach altem Brauch die Verleihung der Kronlehen, die (durch Kriegswirren und Answinistischen Verrat) ohne einen Herren geblieben sind. Um den Adel zu belehnen, jedoch, bedarf es einem Herrscher. Und so beginnt der Hoftag mit der Abstimmung um die Zukunft des Reiches. Ein jeder Ritter, Edler, Junker, Baron, Graf, Reichsvogt, Herzog, Fürst, Markgraf und Bergkönig darf mit seiner Stimme an der Entscheidung teilnehmen.
So entscheiden die Adeligen des Reiches, dass Herr Brin der Reichsherr sein soll und alles Land und alle Ämter, die seinem kaiserlichen Vater waren, ihm zukommen sollen, jedoch nicht die Kaiserkrone, welche er ablehnt da er noch an das Leben seines Vaters glaubt und glauben will. ‘Es Lebe Brin! Reichsbehüter Brin von Gareth!’ jubeln die Edlen.

Cuanu ui Bennain, Fürst von Albernia und Vater von Brins Gemahlin Emer, wird für seine Treue im Kampf gegen die Orken mit der Delphinenkrone der Ui Bennain zum König von Albernia gekrönt.
Auch Raidri Conchobair, Graf von Winhall, wird für seine Treue zum Markgrafen erhoben.
Prinzessin Irmegunde von Rabenmund für ihren mutigen Angriff auf den Silkwiesen, bei dem sie mit ihren Mannen die Dämonenbrache durchquerte um dem Ork in den Rücken zu fallen, zur Reichs-Fürstin erhoben.
Herren Khorim Uchakbar, den Reichs-Vogt von Almada, erhebt Brin für seine Treue im Kampf gegen die Answinisten, zum Lieutenant der Grenzlande.
Zur Markgräfin von Beilunk bestellte der Prinz schließlich, auf Ratschluss des Boten des Lichts, die erleuchtete Geweihte Gwidûhenna von Faldahon. Eine Geweihte mit Adelstitel und Lehen zu bestallen ist jedoch seit Jahrhunderten durch die Ius Concordia verboten. Mit diesem Gesetzescodex trennte Rohal der Weise Reich und Kirche nachdem er die grausame Zeit der Priesterkaiser beendete. Auf Anraten Jariel Praiotins ist es nun Reichsbehüter Brin der dieses Gesetz teilweise außer Kraft setzt. Die Erleuchtete wird Markgräfin und den Geweihten von sowohl Praios- wie Rondrakirche wird das Recht eingeräumt einen Adelstitel bis zu dem des Barons zu führen und ein Lehen zu besitzen.

König Cuanu ui Bennain, der seinerseits die Lehen Albernias neu verteilen muss, erinnert sich daran, dass er Alvan von Elengart, für seinen Sieg gegen die Gordobai-Schlange im Schleiensee zum Baron von Yantibair machte. Alvan von Elengart stellte sich im albernischen Bürgerkrieg auf die Seite Isoras von Elenvina und kämpfte mit seinen Truppen von seiner Wasserburg aus gegen die rückkehrenden Loyalisten Cuanus. Alawin von Rabenstein gelang es schließlich nicht nur, in die Burg einzudringen und den Baron zu stellen, sondern ihn vor seinen Vasallen auf seine Ehre zum Kampf zu fordern da die Gordobai-Schlange, die er angeblich besiegt hatte, kürzlich wieder aufgetaucht war. Im Zuge seiner Taten gelang es Alawin nicht nur die Kämpfer Isoras ohne Anführer zu lassen sondern ausserdem den Betrug aufzudecken mit welchem Alvan von Elengart die Gordobai-Schlange vertrieben, und nicht etwa besiegt, hatte sondern besiegte die Seeschlange des Schleiensees zusammen mit seiner Gefährtin mit dem Drachentöter.
König Cuanu, für seine Vorliebe für Abenteuerer und Helden bekannt, belehnt somit Alawin von Rabenstein mit der Baronie Yantibair, welcher er das Rittergut Rabenstein im Braakenwald aus der Nachbarbaronie Ylvidoch hinzufügt.

Nach der Verteilung der Kronlehen kommt es am Nachmittag noch zu einer weiteren Überraschung.
Baron Dexter Nemrod, Baron von Ulmenhain, Reichsgroßgeheimrat und Großinquisitor der Heilige Inquisition, legt sein Amt als Großinquisitor nieder. Lang und treu habe er dem Herren Praios gut gedient mit all seinen Kräften, doch in Praiosläufen wie diesen sei des Königs Heil ihm lieb und teuer, denn zahlreich sind seine Feinde. Darum habe er beschlossen, das Amt des Groß-Inquisitorius in die Hände der Praioskirche zurückzugeben und sich ganz und gar seinen Aufgaben an der Königlich-Garethischen Informations-Agentur zu widmen.
Der Bote des Lichts, Jariel Praiotin, bestellt in der Folge nun Herren Rapherian von Eslamshagen, einen Ordensmeister des Bundes vom Bannstrahl, zum neuen Groß-Inquisitor.

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Gareth, Mittelreich

Ein Ritter prescht hoch zu Pferd in den Tempel der Sonne. Vor der Loge des Prinzen hält er sein Pferd an. Der versammelte Adel ist schockiert über die Anmaßung und Panthergarde und Tempelwachen stürzen herbei um den Prinzen zu schützen. Der Ritter stellt sich als Überbringer einer Nachricht des Hilberian Grimm von Greifenstein und vom Großen Fluss heraus. Er verkündet vor aller Augen und Ohren dass Hilberian, der die Erleuchtung durch den Götterfürsten erfuhr, von Praios selbst zum Heliodan, zum Boten des Lichts, berufen wurde, und in Elenvina nach Volkes Wort und Volkes Willen zum Herren der Praioskirche gekürt worden sei.
Jariel Praiotin, der amtierende Heliodan, wirkt zornentbrannt einen Bannfluch auf den Ritter und seinen Herren Hilberian. Der neue Großinquisitor, Rapherian von Eslamshagen, erschlägt den Ritter im Zorn und wird seinerseits schwerst verwundet durch das Schwert des Herzogs der Nordmarken, Jast Gorsam vom Großen Fluss, dem Halbbruder Hilberians. Der Herzog tritt umgehen die Rückreise nach Elenvina an während der Adel sich fragt wie es nun weitergehen soll. Die Praioskirche ist in zwei Teile gespalten. Praios hilf! Unheil dräut.

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Gareth, Mittelreich

In der Neuen Residenz herrscht früh am Morgen Aufruhr. Einem Meisterdieb, so scheint es, ist es des Nachts offenbar gelungen die Siegelringe aller Grafen und Fürsten die im Rahjaflügel untergebracht waren zu stehlen, darunter auch König Cuanu und Graf Danos von Luring.

Tagsüber kommt es am Hoftag im Tempel der Sonne zum Empfang der Gesandten Araniens und des Horasreichs. Eine Debatte über das Vorgehen gegen die Schwarzpelze entbrennt. Die Kriegsverbrechen in der Markgrafschaft Greifenfurt werden diskutiert. Markgraf Shazar wird aller Ämter enthoben und in die Verbannung geschickt. Als neue Markgräfin wird seine noch nicht mündige Tochter Irmenella von Wertlingen benannt. An ihrer Statt regiert die erfahrene Faduhenna von Gluckenhagen als Meisterin der Mark.
Die Rückeroberung Greifenfurts wird thematisiert, und es kommt zum Agendapunkt für den die Helden eigentlich ihre Einladung zum Hoftag erhalten haben, die Verleihung des Goldenen Greifensterns für ihre Verdienste an Reich und Krone im Kampf gegen den Schwarzpelz.

Abends dürfen die Helden auf dem Ball in der Neuen Residenz das Tanzbein schwingen, sich eloquent der Cau­se­rie der Edlen Damen und Herren zuwenden, oder sich an den köstlichsten Delikatessen und besten Weinen des Reiches erfreuen. Dabei bemerken sie unter den Anwesenden auch den Großgeheimrat Baron Dexter Nemrod, gekleidet in seinem prächtigsten und prunkvollsten Festgewande. Dieser begibt sich gerade zu seinem angestammten Platz, um seine geschundenen Beine zu schonen und sich mit einem erleichterten Seufzer darniederzulassen. — Es schmatzt gewaltig, der Baron springt auf, wirbelt herum, seinen Allerwertesten ziert der farbenfrohe Abdruck einer zermatschten und breitgesessenen Erdbeertorte, aus der zwei Stücklein herausgeschnitten wurden, — und dies, obgleich doch jedermann weiß, dass der Baron Erdbeertorte bis in die Niederhöllen hasst, weit mehr jedenfalls als deren übrige Bewohner (und auch die liebt er nicht eben).
So steht er weitlich beschmutzt und leidlich verdutzt und weiß nicht recht, ob er puterrot oder puderbleich werden soll, sein Maul steht ihm offen, als wolle er einen leibhaftigen Warunker verschlingen, obschon doch ein Esel viel besser zu seinem tumben Gesicht und seinen aufgerissenen Nüstern passen würde … Der schmierige Erdbeermatsch indes trieft ihm die Beine hinunter, was sich deutlich in seinen abwechselnd weit herfürtretenden und zu schmalen Schlitzen verengenden Froschaugen spiegelt, die allsogleich einen heranstürmenden jungen Pagen erspähen, dessen Gesichtsschmuck deutliche Ähnlichkeiten mit seinem Allerwertesten aufweist. Verlegen lächelt der Knabe und weiß nicht recht, wie ihm geschieht, — und itzo sieht er sich übers Knie gelegt und gezüchtigt, dass es nur so knallt und schallt und hallt und auch das Weinen und Greinen des Tortenschelms übertönt. Der junge Page jedenfalls verbringt den Abend in einem kühlen Wassereimer sitzend.

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Gareth, Mittelreich

Morgens erfahren die Helden dass eine Obristin die verlorenen Ringe unheimlicher Weise im Thronsaal gefunden hat, während ein für schuldig gehaltener Mann im Schuldturm saß, womit dessen Unschuld hinlänglich bewiesen scheint.

Vormittags wohnen die Helden wieder dem Hoftag bei wo der Reichsbehüter Brin den Königlichen Reichsfrieden erlässt. Von König Brin zu Gareth gesiegelt und von den Geweihten der Zwölfgötter beglaubigt schwören alle Adeligen des Reiches sich an denselben zu halten.

Danach sucht Alawin sein Zelt auf der Turnierwiese auf und trifft dort nicht nur seine Knappin Neowen sondern auch den Barden Odilbert, der den Helden vor einem Jahr dabei half den verschwundenen Dariyon wiederzufinden. Er bittet darum sich an die Fersen der Helden heften zu dürfen – in der Hoffnung, Stoff für eine neue Ballade zusammenzutragen. Denn während des Turniers findet gleichzeitig ein Wettbewerb in den höfischen Künsten statt. Hier wird nicht nur der beste Schwertkämpfer, sondern auch der begabteste Balladensänger des Mittelreichs ermittelt.
Begleitet von seinen Gefährten sowie Neowen und Odilbert geht Alawin zum Turniermarschall, zeigt brav Adels- und Kriegerbrief vor und klassifiziert sich für die Teilnahme an Tjost, Buhurt, Einhand- und Zweihandkampf sowie dem Gestampfe. Auch Idra schreibt sich für selbiges ein, Xolame für den Schusswettbewerb, der auch dem einfachen Volke offensteht, und Odilbert für den Bardenwettstreit.

Mittags essen die Helden im Gäste-Zelt das vom Wirt der Schenke Schwert und Panzer unterhalten wird.
Als sie zu Alawins Turnierzelt zurückkehren stürzt Odilbert aufgeregt herein und verkündet, er habe einen Liedstoff gefunden, der ihn unsterblich machen werde, auch wenn er mit den Helden gar nichts zu tun habe.
Die Helden wollen näheres erfahren, doch tut der Barde sehr geheimnisvoll und fordert sie auf abzuwarten, bis er sein Lied im Thronsaal vortragen wird. Diese Sensation solle ihm niemand streitig machen. Drum haben die Helden ihm seinen Willen gelassen und lieber die Pferde versorgt und sich im Zweikampf geübt.

Nachmittags begeben sich die Helden zum Stadion um dem Training der Imman-Spieler zuzusehen, denn selbstverständlich gehört auch ein Imman-Spiel – der Nationalsport des Kaiserreiches – zum Turnierprogramm. Unter den Zuschauern beim Training entdecken sie sogar den Reichsbehüter Brin, dessen Fröhlichkeit und jugendliche Frische auf seine Umgebung ausstrahlt. Als die Gruppe zum Zelt zurückkehrt wirkt Odilbert seltsam bedrückt und die Helden nehmen an er hat Probleme mit seiner Ballade. Ein paar Worte können der eine oder andere der Gefährten aufschnappen, doch schenken sie dem keine Aufmerksamkeit, immerhin wollte der Barde ihnen ja nichts verraten.

Inzwischen werden die letzten Vorbereitungen auf dem Turnierplatz getroffen, alle Zelte der Teilnehmer sind aufgebaut, morgen soll das Turnier beginnen.
Die Helden bewundern König Cuanu ui Bennain, der in Begleitung seiner Tochter Emer, der Gemahlin König Brins, und seinem Gefolge die Turnierwiese betritt. Plötzlich geht ein erschrecktes Raunen durch die Menge. Der junge Barde Odilbert wankt auf die Helden zu, das Gesicht vor Schmerz entstellt, die Hände gegen den Leib gepresst. Zwischen seinen Fingern quillt dunkles Blut hervor. Die Helden eilen ihm entgegen, aber jede Hilfe kommt zu spät. Sie hören seine letzten Worte: ‘Mein Lied … der Rabe … Mordkomplott … rettet …’. Dann haucht er in den Händen der Gefährten sein Sängerleben aus.

Die Helden versuchen die Fetzen die sie am Nachmittag von Odilbert aufgeschnappt haben zusammenzufügen:

Der Fuchs schickt an das Reich zu erben –
es lacht der Rab’ in seinem Nest.
Der junge Fuchs soll baldig sterben
auf seinem großen Ehrenfest.
Tanderadei …

 

 

 

 

 

 

Viel können sie damit nicht anfangen, nur wage Vermutungen.

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