﻿{"id":3296,"date":"2019-11-20T15:24:41","date_gmt":"2019-11-20T14:24:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/?p=3296"},"modified":"2020-01-27T16:06:40","modified_gmt":"2020-01-27T15:06:40","slug":"der-daemon-von-warunk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/der-daemon-von-warunk\/","title":{"rendered":"Der D\u00e4mon von Warunk"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Helden brechen noch am selben Tag in Richtung Warunk auf. Sie folgen der Herzogenstra\u00dfe nach Norden. Die Sonne steht hoch am Himmel und das weite Tal des Flusses Radrom steht in saftigem Gr\u00fcn. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei ihrer ersten Rast stellt sich der Hesindegeweihte als Hexander Scherenschleifer vor. Er ist Mitte Vierzig und Mitglied jenes Ordens der Hesindekirche, der versucht, jeden Mi\u00dfbrauch von Magie notfalls mit Gewalt zu unterbinden.<br>Auch er hat von den Ger\u00fcchten aus Warunk geh\u00f6rt und wollte in der Akademie zur Spektabilit\u00e4t vorgelassen werden um den Pfeilen des Lichts seine Unterst\u00fctzung anzubieten. Als er auf Rakorium und die Helden traf, entschloss er sich sie zu begleiten.<br><strong>&#8220;\u00dcblicherweise&#8221;<\/strong>, so erkl\u00e4rt Hexander, <strong>&#8220;ist es im Interesse aller Beteiligten, selbst des \u00dcbelt\u00e4ters, da\u00df ihn die Draconiter stellen \u2013 ehe es die Inquisitoren der Praioskirche tun.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Wo ein D\u00e4mon ist, mu\u00df auch ein Beschw\u00f6rer sein&#8221;<\/strong>, erkl\u00e4rt Hexander kategorisch.<br><strong>&#8220;Die ganze Welt, die wir sehen, geh\u00f6rt der Dritten Sph\u00e4re an: Aventurien, G\u00fcldenland, Riesland, der blaue Himmel \u00fcber uns und die zwergischen H\u00f6hlen unter uns. Es ist die Sph\u00e4re der Sterblichen, denen die zwei wundersamen Geschenke des Todes und der Geburt gegeben sind. Nur wir k\u00f6nnen unser Wissen und unser Blut weitergeben und Platz machen f\u00fcr unsere Nachfahren, die mehr Kraft haben als wir.&#8221;<\/strong><br>F\u00fcr Hexander scheint es tats\u00e4chlich eine Gnade zu sein, sterben zu k\u00f6nnen.<br><strong>&#8220;Unsere Lebenskraft ist fl\u00fcchtig, weil sie als der Atem der sterbenden Urriesin Sumu entweicht. Unsere Seelen aber sind unsterblich und den h\u00f6heren Sph\u00e4ren bestimmt.<\/strong><br><strong>Jenseits des Nirgendmeeres, in der Vierten Sph\u00e4re, liegen Borons Hallen, wo die Seelen der Toten Aufnahme finden. Jene Seelen, die die G\u00f6tter als Heilige erw\u00e4hlen, steigen weiter hinauf in die F\u00fcnfte Sph\u00e4re, die Gefilde von Alveran.&#8221;<\/strong> Er l\u00e4chelt.<br>Das Thema des Todes und dessen was danach geschehen mag scheint den Helden sehr theologisch und auch Rakorium und Raidri antworten nicht und so steht in der Luft die unausgesprochene Frage, die Hexander eigentlich an den Schwertk\u00f6nig gerichtet hatte. <strong>&#8220;Ich hatte eigentlich gehofft&#8221;<\/strong>, erkl\u00e4rt er schlie\u00dflich, als die Helden schweigen, <strong>&#8220;da\u00df Ihr, Herr Conchobair, mir sagen k\u00f6nntet, was es hei\u00dfen mag, ein Heiliger zu sein. Wir Geweihten beruhigen uns bisweilen mit dem D\u00fcnkel, da\u00df jeder, der seine Seele einem Gott weiht, von diesem auch erw\u00e4hlt ist. Andererseits sehen wir nat\u00fcrlich auch, da\u00df die meisten Kirchen nur eine Handvoll allgemein anerkannte Heilige kennen. Vielleicht haben die Zw\u00f6lfg\u00f6tter in zweitausend Jahren nur f\u00fcnfzig Seelen w\u00fcrdig gefunden?&#8221;<\/strong><br>Raidri scheint peinlich ber\u00fchrt dar\u00fcber, da\u00df sich der Draconiter eine Antwort von ihm erhofft. Manche Gl\u00e4ubige haben ihn schon als Heiligen bezeichnet, da Rondra ihn als Inhaber des Donnersturmes erw\u00e4hlt hat. Auch war ihm die G\u00f6ttin selbst erschienen, wie es von manchen Heiligen berichtet wird. Dennoch scheint ihm der Gedanke unheimlich, sich in einem Atemzug mit Geron, Leomar und Hl\u00fbthar oder auch den Heiligen anderer Kulte zu nennen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des Nachmittags passiert die Reisegruppe das Dorf Borobunth und die erreichen die Grenze der Baronie Greifenau. Als es schlie\u00dflich Abend wird stellen die Helden ein Lager am Rand der Reichsstra\u00dfe auf.<\/p>\n\n\n<div class=\"aventurien-date noselect\">\n    <div class=\"aventurien-date-bg\">\n        <div class=\"aventurien-date-banner\">\n            <div class=\"aventurien-date-banner-month\">PRA<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-day \">20<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-year\">1015 BF<\/div>\n        <\/div>\n        <div class=\"aventurien-date-info\">\n            <div class=\"aventurien-date-info-post\"><a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/der-daemon-von-warunk\/\">Der D\u00e4mon von Warunk<\/a><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-text\"><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-location\">Herzogenstra\u00dfe (Von Beilunk nach Warunk), Tobrien, Mittelreich<\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Unweigerlich f\u00fchrt das Reisegespr\u00e4ch erneut zu den D\u00e4monen.<br><strong>&#8220;Die Entit\u00e4ten der Siebten Sph\u00e4re&#8221;<\/strong>, erkl\u00e4rt Hexander, <strong>&#8220;nennt man auch die Ungeschaffenen. Sie sind nicht Teil der Sch\u00f6pfung, sondern ihr Feind. Alle Lebewesen, ob G\u00f6tter, Drachen, Menschen oder Schmetterlinge, sind Teil von LOS. Doch die Bewohner der Siebten Sph\u00e4re sind keine Lebewesen, weil sie nicht leben, und keine Kreaturen, weil sie nicht erschaffen wurden. Sie gelangen nur durch Magie in unsere Welt. Fast immer hat ein Magier sie gerufen. Und nur Magie kann ihnen schaden.&#8221;<\/strong><br>Beunruhigt wendet Raidri sich im Sattel und greift unbewu\u00dft nach seinen Schwertern. <strong>&#8220;Endurium&#8221;<\/strong>, lacht Hexander, <strong>&#8220;ist ein magisches Metall. Ich denke, deswegen wollte Euch Rakorium mitnehmen.&#8221;<\/strong><br>Das widerspricht wohl Raidris Stolz, denn nun erz\u00e4hlt er, da\u00df sie auch in den Echsendschungeln gegen manches Ungeheuer gek\u00e4mpft haben, das Rakorium als d\u00e4monisch bezeichnete.<br><strong>&#8220;Und damals f\u00fchrte ich noch gemeine Klingen aus Stahl.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Ganz gewi\u00df habt ihr keinen D\u00e4mon damit verletzt&#8221;<\/strong>, beharrt Hexander.<br><strong>&#8220;Aber manche Daimoniden suchen sich K\u00f6rper und Gestalten. Untote etwa sind sterbliche Leiber und deren \u00dcberreste, die vom grimmigsten Feind Borons unheilig belebt werden. Und einer der gef\u00e4hrlichsten Gestaltwandler ist ein Diener jenes Erzd\u00e4mons, der Hesinde gegen\u00fcbersteht. Mag sein, da\u00df Ihr solche Wesen besiegt und ihres K\u00f6rpers beraubt habt. Vielleicht haben wir es auch in Warunk mit so einem Ph\u00e4nomen zu tun. Soweit ich wei\u00df, kann kaum ein D\u00e4mon lange auf Dere weilen, sofern er nicht \u00fcberm\u00e4chtige Magie oder Gestaltwandel ben\u00fctzt.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Diese Erzd\u00e4monen&#8221;<\/strong>, sinniert Raidri. <strong>&#8220;Verstehe ich Euch richtig, da\u00df jeder Zw\u00f6lfgott einen zum Feind hat?&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Eine Vermutung, ein Modell, das in manchen Legenden und verbotenen B\u00fcchern auftaucht. Zw\u00f6lf Erzd\u00e4monen, die die Sch\u00f6pfung umzingelt haben. Doch es gibt auch Entit\u00e4ten, die keiner der zw\u00f6lf Dom\u00e4nen zugeordnet sind.&#8221;<\/strong> Hexander spricht nun nicht mehr belehrend, sondern abgehackt, als m\u00fcsse er sein Wissen pr\u00fcfen und sortieren. Er sch\u00fcttelt abwehrend den Kopf: <strong>&#8220;Es ist nicht gut f\u00fcr unsere Seelen, zu viel dar\u00fcber zu wissen.&#8221;<\/strong><br>Er deutet auf Rakorium, der voran reitet. <strong>&#8220;Vielleicht k\u00f6nnte Euch der Magister mehr dar\u00fcber sagen.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Nein&#8221;<\/strong>, lacht der Schwertk\u00f6nig, <strong>&#8220;der Magister ist \u00e4u\u00dferst sparsam mit verst\u00e4ndlichen Erkl\u00e4rungen.&#8221;<\/strong><br>Hexander lacht ebenfalls. <strong>&#8220;Die meisten Wei\u00dfmagier verweigern jedes Gespr\u00e4ch \u00fcber die Niederh\u00f6llen. Und Graumagier wie er m\u00f6gen zwar forschen, sprechen aber nur mit ihresgleichen dar\u00fcber. Wissen ist Macht \u2013 und Macht kann verf\u00fchren. Die gr\u00f6\u00dften Magier waren, von Rohal abgesehen, auch die gr\u00f6\u00dften Frevler: der blutige Kaiser Fran-Horas, der die Erste D\u00e4monenschlacht schlug, die sch\u00f6ne Kaiserin Hela-Horas, die die Zweite D\u00e4monenschlacht ausl\u00f6ste, und zuletzt Borbarad, den man den D\u00e4monenmeister nannte. Es scheint, da\u00df wir alle f\u00fcnfhundert Jahre von solch einem Beschw\u00f6rer heimgesucht werden, der ohne zu z\u00f6gern die Pforten der Niederh\u00f6llen \u00f6ffnet. Dann sind es nur noch die heilige und die magische Macht, die uns retten k\u00f6nnen.<br>Ein guter Grund Hesinde zu dienen, der G\u00f6ttin der Magie.&#8221;<\/strong> <\/p>\n\n\n<div class=\"aventurien-date noselect\">\n    <div class=\"aventurien-date-bg\">\n        <div class=\"aventurien-date-banner\">\n            <div class=\"aventurien-date-banner-month\">PRA<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-day \">21<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-year\">1015 BF<\/div>\n        <\/div>\n        <div class=\"aventurien-date-info\">\n            <div class=\"aventurien-date-info-post\"><a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/der-daemon-von-warunk\/\">Der D\u00e4mon von Warunk<\/a><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-text\"><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-location\">Herzogenstra\u00dfe (Von Beilunk nach Warunk), Tobrien, Mittelreich<\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Ein lauer Sommerwind weht \u00fcber die saftigen Weiden der Warunkei. Die Praiosscheibe steht in strahlender Pracht auf dem blauen Himmel. In Richtung Norden ist ein grauer Dunst am Horizont zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden bewundern die weitl\u00e4ufigen Viehweiden des Warunker Landes auf denen die Warunker Braunen grasen. Aus der Milch dieser, im Radromtal verbreiteten Warussik\u00fche, wird der bekannte Sembelquast-Hartk\u00e4se produziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Feldern der D\u00f6rfer ist die Getreideernte im vollen Gange und auch in den Obstg\u00e4rten wird hart gearbeitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Je weiter die Helden der Herzogenstra\u00dfe nach Norden folgen, desto mehr verschwindet das Blau des Himmels im grauen Dunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Helden die Stadt Warunk erblicken hat der Himmel bereits die Farbe alter Knochen, kein Strahl von Praios&#8217; Sonne kann den elfenbeinernen Vorhang durchdringen. Vor den Helden erhebt sich die einzigartige Silhouette Warunks unter der sich der Radrom tr\u00e4ge dahinw\u00e4lzt. Hier jedoch, etwa eine Meile vor der Stadt, st\u00fcrzen die Wassermassen des Stroms \u00fcber den <em>Katarakt des Todes<\/em>, einen etwa hundert Schritt breiten Wasserfall, zehn Schritt in die Tiefe. Mitten in den Katarakten steht der Sch\u00e4delturm Rakolus&#8217; des Schwarzen. Er bildet die Form eines Janoschkopfes, eines zweigesichtigen G\u00f6tzen, dessen Gesichter flussauf- und flussabw\u00e4rts starren. Um den Turm schwirren kr\u00e4chzende Kr\u00e4hen in gro\u00dfer Zahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Je n\u00e4her die Helden der Stadt kommen, desto d\u00fcsterer wirkt ihr Anblick.<br>Wie eine graue Gigantenfaust ragt der Molchenberg vor ihnen auf. Auf diesem f\u00fcnfzig Schritt hohen Burgberg liegt die Altstadt von Warunk, nur erreichbar \u00fcber die Serpentinenstra\u00dfe im Westen. Es riecht als ob der Rauch von Schornsteinen vom Schlechtwetter auf die Stra\u00dfen herunterdr\u00fcckt wird \u2013 doch ist es kaum vorstellbar, da\u00df die B\u00fcrger Warunks bei der dr\u00fcckenden Sommerhitze dieser Tage heizen.<br>In der Unterstadt sind die Stra\u00dfen fast menschenleer \u2013 und das in einer derart gesch\u00e4ftst\u00fcchtigen Stadt. Auch f\u00e4llt der Gruppe viel Schmutz und Unrat auf: Stra\u00dfen und H\u00e4user scheinen von Ru\u00df verschmiert oder von Schimmel befallen. Dabei sagt man doch, dass sich die Warunker mit den Wehrheimern um den Titel der saubersten Stadt Aventuriens streiten! Fast die einzigen, die ihnen begegnen, sind \u00fcbern\u00e4chtigte Gardisten mit dem gr\u00fcnen Apfelwappen, die in Viererpatrouillen unterwegs sind \u2013 anscheinend seit Tagen, wenn nicht Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Helden am Tor zur Oberstadt ihre Namen und den Grund ihres Besuches nennen werden sie mit sichtbarer Hast durch die Stra\u00dfen geleitet.<br>Markgraf Throndwig Bregelsaum empf\u00e4ngt sie im Rathaus. Er l\u00e4sst ihnen kaum Zeit, das Knie zu beugen. <strong>&#8220;Der ber\u00fchmteste Magier am Perlenmeer und der Schwertk\u00f6nig, der uns von dem Riesenoger befreite. Welche Erleichterung!&#8221;<\/strong> Rakorium und Raidri versuchen beide, die \u00fcbertriebenen Erwartungen zu bremsen. Aber der Markgraf freut sich wirklich, sie wiederzusehen.<br>W\u00e4hrend er spricht, sitzt auf seiner Schulter wie selbstverst\u00e4ndlich ein wundersames Feenwesen mit Schmetterlingsfl\u00fcgeln.<br><strong>&#8220;Verzeiht, meine Herrschaften, da\u00df ich Euch nicht standesgem\u00e4\u00df empfangen kann. Wir mu\u00dften die Burg &#8230; aufgeben.&#8221;<\/strong> Er r\u00e4uspert sich peinlich ber\u00fchrt. Die Warunker sind nun einmal bekannt daf\u00fcr, da\u00df sie sich von jedem Wehrdienst freikaufen und nur die vorgeschriebene Garde und einige B\u00fcttel bezahlen. Das r\u00e4cht sich nun \u2013 und dazu mu\u00dfte der Spott kommen. Die Helden allerdings sehen dies nicht so kritisch, denn gegen einen D\u00e4mon sind Gardisten, nach allem, was sie wissen, so nutzlos wie S\u00f6ldner.<br>Markgraf Throndwig stellt zun\u00e4chst Rakorium und Raidri vor, wobei er die Helden \u00fcbergeht. Dann macht er die Gruppe mit seinen Beratern bekannt. Warunk selbst besitzt weder Magier- noch Kriegerakademie und nicht einmal prominente Tempel. Interessant sind f\u00fcr die Helden daher nur drei Personen. Hauptmann Mainhard Riemschneider ist Oberkommandierender der markgr\u00e4flichen Garde. Er ist ein drahtiger Mittf\u00fcnfziger mit Stirnglatze und markanten Gesichtsz\u00fcgen. Er spricht mit den keuchenden Kehllauten der Warunker und scheint eher ein erfahrener Ordnungsh\u00fcter als ein Krieger zu sein. Die Praios-Hochgeweihte Warunks ist in dieser Angelegenheit Throndwigs wichtigste Beraterin. Zidonia von Binsenbeck ist eine mopsige, kurzatmige Frau, die H\u00e4nde gichtig vom guten Leben. Aber sie tr\u00e4gt das geweihte Sonnenszepter, das, so hei\u00dft es, D\u00e4monen niederstrecken kann. Ebenfalls vorgestellt wird ihnen Thundra vom Rathilsteine, ein Rondrageweihter um die Vierzig, nat\u00fcrlich mit Kettenhemd und Rondrakamm. Raidri kennt Thundra offenbar aus seinen jungen Jahren.<br>Sodann stellt Raidri die Helden vor, darauf bedacht klarzustellen, da\u00df sie aus freien St\u00fccken hier sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diener bringen Rindsbraten, Warunker Speck, feines Graubrot und einen Sembelquast, dessen Geruch den ganzen Raum f\u00fcllt. Dann beginnt der Kriegsrat.<br><strong>&#8220;Im Perainemonde war&#8217;s&#8221;<\/strong>, beginnt Throndwig, dessen Neigung zu poetisch ausschweifender Sprache nun so richtig zur Geltung kommt, <strong>&#8220;da erschien ein buckliger Magus und bat geheimnisvoll um Privataudienz. Er nannte sich Xeraan und wurde im Kabinett bald deutlich.&#8221;<\/strong> Throndwig r\u00e4uspert sich, wiederum peinlich ber\u00fchrt, und ger\u00e4t ins Stocken. <strong>&#8220;Es scheint &#8230; Man mu\u00df wohl sagen &#8230; Also &#8230; Praios steh mir bei, er wollte mich erpressen und berauben. Er werde, so kr\u00e4chzte er, mir die Niederh\u00f6llen selbst an den Hals hexen, wenn ich nicht das Warunker Schatzhaus leere bis zur letzten Perle. Ich gab ihm Antwort, wie&#8217;s mein Vater Karloff mit der silbernen Hand getan h\u00e4tte, so h\u00f6flich es noch m\u00f6glich war. Darauf fragte er, ob ich wisse, wie mein Vater seine Hand verloren h\u00e4tte. Dann prahlte er damit, da\u00df er schon damals einen D\u00e4mon auf meinen Vater, der ebenso st\u00f6rrisch gewesen sei, gehetzt habe.&#8221;<\/strong><br>Throndwig zuckt mit den Schultern und err\u00f6tet leicht. <strong>&#8220;Was sollte ich tun? Wie k\u00f6nnte ich als freier Markgraf ausliefern, wof\u00fcr mein Vater als tobrischer Graf die Hand gegeben hatte? Darauf ging Xeraan unter \u00fcbelsten Drohungen. Dabei rief er sich eine H\u00f6llenfratze zu Hilfe, die meine tapfere Garde auseinanderjagte wie ein Falke die Tauben.&#8221;<\/strong><br>Die Versammelten blicken zu den Magiekundigen. Die Helden berichten von Xeraan, dem Brand der die Illusionsakademie in Mendena zerst\u00f6rte und von der Amazonenburg Kurkum.<br>Rakorium und Hexander glauben den Namen Xeraan&#8217;s auf den schwarzen Listen der Pfeile des Lichtes gesehen zu haben. Markgraf Throndwig steht nun der wirklich peinliche Teil seines Berichtes erst bevor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Hesinde verzeih&#8217;s mir, aber ich f\u00fcrchte, ich habe den D\u00e4mon selbst in mein Haus geholt&#8221;<\/strong>, setzt er wieder an, nun bereits karmesinrot. <strong>&#8220;Die Botanik ist meine gro\u00dfe Leidenschaft. Als nun mein Ladifaahri&#8221;<\/strong> \u2013 hierbei deutet er auf die Fee auf seiner Schulter \u2013 <strong>&#8220;mir die wundersamste Entdeckung meldete, verga\u00df ich alle Vorsicht. In den Auen des Radrom fand ich, als w\u00e4re es nicht die seltenste Pflanze der Welt, die Jaguarlilie. Auch Peraine m\u00f6ge mir verzeihen, ich grub sie aus und pflanzte sie im Burggarten an.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Die Jaguarlilie?&#8221;<\/strong> knurrt Rakorium. <strong>&#8220;\u00dcber die haben die Mohas doch \u2026 Hesinde, das ist doch ihr gr\u00f6\u00dftes Tabu.&#8221;<\/strong><br>Raidri blickt dabei ebenso hilflos wie die anderen Krieger. Hexander jedoch springt helfend ein: <strong>&#8220;Ihr meint, die Waldmenschen des S\u00fcdens kennen diese Pflanze und haben ein alt\u00fcberliefertes Verbot, sie zu ber\u00fchren?&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Ha, ber\u00fchren!&#8221;<\/strong> ruft Rakorium. Gleichzeitig wedelt Throndwig verzweifelt mit den H\u00e4nden. Er scheint den Tr\u00e4nen nahe.<br><strong>&#8220;Hauptmann&#8221;<\/strong>, fl\u00fcstert er, <strong>&#8220;wenn Ihr vielleicht weiterberichten wollt.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Zu Befehl, Hochwohlgeboren&#8221;<\/strong>, salutiert Hauptmann Riemschneider. Der Kontrast k\u00f6nnte st\u00e4rker nicht sein: Sein Bericht ist von einer kargen Knappheit, die die folgenden grausigen Ereignisse beinahe verhehlen. Throndwig fand schon am n\u00e4chsten Tag seinen Leibdiener grausam erschlagen vor der T\u00fcr seiner Schlafkammer. Kurz darauf wurde ein sterbender G\u00e4rtner gefunden, dem etwas von innen die Brust zerfetzt hatte! Die anschlie\u00dfende Durchsuchung der Burg f\u00f6rderte keinerlei Spuren zutage, aber im Burghof kamen zwei weitere G\u00e4rtner zu Tode. Der Markgraf lie\u00df den Garten darauf umstellen und Tag und Nacht bewachen. Jeden Tag gab es weitere Tote, zun\u00e4chst bei der Wache, dann au\u00dferhalb der Burg, schlie\u00dflich sogar in der Unterstadt. Der ehemals bl\u00fchende Burggarten war zu einer lebensfeindlichen Falle geworden. Einigen hastig angeworbenen S\u00f6ldnern war es gelungen, den D\u00e4mon aufzusp\u00fcren und ihm nach grausigem Kampf zu entkommen.<br><strong>&#8220;Die Wesenheit sucht seither Hochwohlgeboren heim&#8221;<\/strong>, schnarrt der Hauptmann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Seine Worte sind stets die gleichen&#8221;<\/strong>, st\u00f6sst Throndwig hervor und verbirgt das Gesicht in beiden H\u00e4nden. <strong>&#8220;Du zahlst: ob Gold und Silber oder Blut und Seelen, ist mir gleich.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Ihr habt ihn also gesehen?&#8221;<\/strong> bohrt Rakorium kalt nach. Throndwig l\u00e4sst die H\u00e4nde auf die Schenkel fallen und richtet sich auf. <strong>&#8220;Ich wei\u00df sogar, welcher D\u00e4mon es ist.&#8221;<\/strong> Die Gelehrten springen beinahe von den St\u00fchlen. Nur die Etikette hindert sie daran, den Markgraf zum Reden zu n\u00f6tigen.<br><strong>&#8220;Ich fand ihn im Folianth der Kreutherkunde&#8221;<\/strong>, meint dieser m\u00fcde. <strong>&#8220;In einer der Abschriften aus der Rohalszeit ist ein Anhang zu d\u00e4monischen Pflanzen angef\u00fcgt.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Die Jaguarlilie&#8221;<\/strong>, setzt Throndwig erneut an. <strong>&#8220;Wie ihr sagtet: Die Ureinwohner f\u00fcrchten ihn wie wir den Namenlosen. Er erscheint wie ihr Gott Kamaluq in Jaguargestalt. Sie nennen ihn Katuraq, das hei\u00dft etwa \u203aDie Hand von oben, die uns beinahe vernichtete\u2039 &#8230;&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Der Nachtd\u00e4mon&#8221;<\/strong>, ruft Rakorium sichtlich beeindruckt.<br><strong>&#8220;Nur nicht zu viele Namen&#8221;<\/strong>, hebt Hexander abwehrend die Hand.<br><strong>&#8220;Richtig&#8221;<\/strong>, erhebt Thundra seine ernste Stimme. <strong>&#8220;Wer sie nennt, ruft sie.&#8221;<\/strong><br>Throndwig nickt. Dann schliesst er die Augen und zitierte die Stelle, die ihn wohl bereits im Schlaf verfolgt: <strong>&#8220;So m\u00e4chtig ist der Nachtd\u00e4mon, da\u00df er sich vor Praios&#8217; Blick und Bannstrahl verbergen mu\u00df. Die Mohas sagen, da\u00df die verfluchte Jaguarlilie die Gestalt leiht, in der sich dieser Geh\u00f6rnte tags\u00fcber verbirgt.&#8221;<\/strong><br>Nun springen alle Geweihten auf. <strong>&#8220;Wie nanntet Ihr ihn eben, Hochwohlgeboren?&#8221;<\/strong> ruft Hexander erregt.<br><strong>&#8220;Er ist ein Dreigeh\u00f6rnter!&#8221;<\/strong> erkl\u00e4rt der geplagte Markgraf.<br>Hexander, Thundra und Hochw\u00fcrden Zidonia schlagen instinktiv die Zeichen ihrer G\u00f6tter, und auch Rakorium hebt die Hand zu einem abwehrenden Zeichen.<br><strong>&#8220;\u00dcber den gemeinen D\u00e4monen&#8221;<\/strong>, wendet sich Hexander an die Laien, <strong>&#8220;die bereits unverwundbar sind, stehen, so hei\u00dft es, die Geh\u00f6rnten D\u00e4monen, die m\u00e4chtigen Diener der Erzd\u00e4monen.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist also das Geheimnis hinter den seltsamen Morden in Warunk. Ein m\u00e4chtiger D\u00e4mon, ein Geh\u00f6rnter, t\u00f6tet im Auftrag des finsteren Schwarzmagiers Xeraan um den Markgrafen um den Schatz von Warunk zu erpressen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Die Diener des Markgrafen wurden nicht nur mit unnat\u00fcrlicher Grausamkeit get\u00f6tet, sondern auch wie warnende Troph\u00e4en in der ganzen Burg verteilt. Es scheint keinen Ort zu geben, den die H\u00f6llenkreatur nicht erreichen kann: h\u00f6chste Zinnen, tiefste Keller, freistehende B\u00e4ume und verschlossene Kammern. Ein Gardist wurde gar auf dem Fahnenmast des Bergfrieds gepf\u00e4hlt, vierzig Schritt \u00fcber dem Burghof.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;N\u00e4chtens, so scheint es, geht er im Burggarten um oder h\u00e4ngt \u00fcber der Burg&#8221;<\/strong>, fasst Thundra zusammen. <strong>&#8220;Jeden Morgen sieht es dann \u00fcbler aus \u2013 dort oben.&#8221;<\/strong><br>Fast alle Opfer sind bei Nacht get\u00f6tet worden. Nur die zwei G\u00e4rtner, die mit abgerissenen H\u00e4nden gefunden wurden, sind bei Tag in den Garten gegangen.<br><strong>&#8220;Und fanden dort die Jaguarlilie&#8221;<\/strong>, vermutet Rakorium.<br>Hier sieht der Jagdinstinkt der Helden eine Gelegenheit einzuhaken: <strong>&#8220;K\u00f6nnte der D\u00e4mon die Entdeckung als Bedrohung empfunden haben?&#8221;<\/strong><br>Doch sie finden darauf keine Antwort. Er k\u00f6nnte als Jaguarlilie so gef\u00e4hrlich sein wie als gefl\u00fcgelter Jaguar. Vielleicht kann er auch bei Tag diese Gestalt annehmen, vermeidet es aber. Trotzdem scheint die Suche nach der Jaguarlilie der einzig sinnvolle Ansatz zu sein.<br><strong>&#8220;Ich werde um Erleuchtung beten&#8221;<\/strong>, sagt Hexander feierlich. <strong>&#8220;In dieser Lage ist Wissen unsere wichtigste Waffe.&#8221;<\/strong><br>Die Helden bemerken, da\u00df dieser Satz Hochw\u00fcrden Zidonia gegen den Strich geht, aber sie kann in dieser Lage nur schwerlich widersprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Draconiter zieht sich zur\u00fcck und die Helden nutzen die Gelegenheit, ihrerseits Fragen zu stellen.<br>Auf Bitte der Helden schickt er einen Diener um den Foliant der Kreutherkunde zu holen.<br>Wenig sp\u00e4ter erscheinen zwei liebreizende, junge Damen. Es sind die T\u00f6chter des Markgrafen, die Zwillinge Perainiane und Xyleste, welche einige B\u00fccher und eine Lederne Mappe hereintragen. Sie wenden sich an Tejeran, der gedankenversunken am Tisch sitzt, w\u00e4hrend sich die anderen mit Rakorium und dem Markgrafen unterhalten.<br><strong>&#8220;Dies sind die Aufzeichnungen unseres Hofmagus Rurmyr Flammenstab von der Bannakademie Ysilia. Vielleicht ist darin der eine oder andere hilfreiche Hinweis verborgen.&#8221;<\/strong><br>Der maraskanische Magier bedankt sich und studiert die Schriften.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"sp-wrap sp-wrap-default\">\n<div class=\"sp-head\" title=\"Erweitern\">\nDiarium des Rurmyr Flammenstab\n<\/div>\n<div class=\"sp-body folded\">\n<p><strong>1. Praios, 18 Hal<\/strong><br \/>\nDie Stellung als Hofmagus von Warunk ist eine ruhige Position, der Markgraf pflegt wenig Umgang und ben\u00f6tigt meine Dienste an sich kaum. Das gibt mir viel Zeit f\u00fcr meine Studien.<br \/>\nAuch politisch ist Warunk eher unbedeutend. Die Markgrafschaft entstand im Jahre 12 v.H. durch die Reichsgrundreform unter Kaiser Reto, der Warunk als eigene Markgrafschaft aus dem Herzogtum Tobrien herausl\u00f6ste. Auch geographisch ist sie nicht besonders gro\u00df. Sie liegt \u00f6stlich des Radrom, im Norden grenzt sie an Tobrien, die Ostgrenze wird durch Mendena gebildet, an das sich im S\u00fcden Beilunk anschlie\u00dft, die westliche Begrenzung ist die Landgrafschaft Trollzacken.<br \/>\nMarkgraf Throndwig von Bregelsaum erscheint mir als ein souver\u00e4ner Lehensherr. Er lenkt die Geschicke des Landes umsichtig und ist ein z\u00e4her Verhandlungspartner. Die Liebe zur Natur hat Markgraf Throndwig auch an seine T\u00f6chter Perainiane und Xyleste weitergegeben. Karloff von Bregelsaum, der Vater Throndwigs, wurde f\u00fcr seine Verdienste in den Stand eines Markgrafen erhoben, das Geschlecht derer von Bregelsaum stellte jedoch auch schon fr\u00fcher die Grafen der Grafschaft Warunk. Unter ihrer friedlichen Herrschaft ist die Provinz aufgebl\u00fcht; es gibt keine Konflikte mit Nachbarn, und selbst interne Probleme wie die Horn- und Nasenf\u00e4ule, der im Jahre 12 Hal viele der K\u00fche zum Opfer fielen, konnten bisher immer schnell \u00fcberwunden werden. Das Geschlecht derer von Bregelsaum hat seine Zeit schon immer mit h\u00f6chst &#8220;unm\u00e4nnlichen&#8221; Besch\u00e4ftigungen verbracht. So ist der gro\u00dfe Wandteppich im Vorraum zur markgr\u00e4flichen Schatzkammer, der die Herstellung des Sembelquasts zeigt, von Wildgrimm II. pers\u00f6nlich in zw\u00f6lf langen Wintern gekn\u00fcpft worden. Und Karloff mit der silbernen Hand, der die Warunker Philosophenschule begr\u00fcndete, trug zu seinen Lebzeiten eine Bibliothek zusammen, die unter Kennern als eine der bedeutendsten ganz Aventuriens gilt. In ihr sind zahlreiche philosophische Schriften gesammelt. In j\u00fcngster Zeit wurde sie noch betr\u00e4chtlich um einige Werke der Botanik erweitert.<\/p>\n<p><strong>25. Boron, 21 Hal<\/strong><br \/>\nIn letzter Zeit kam es \u00f6fter zu Entf\u00fchrungen und Morden in der Unterstadt. Der Markgraf bat mich der Sache nachzugehen und so entschloss ich mich erst einmal die Stadtgarde zu befragen. Hier berichtete man mir von verschiedenen Spuren die alle zu den Katakomben unter dem Burgberg von Warunk f\u00fchren.<br \/>\nMeine Nachforschungen in den Historischen Aufzeichnungen der markgr\u00e4flichen Bibliothek ergaben, dass in den vergangenen Jahrhunderten viele Verstorbene in den H\u00f6hlen und Gew\u00f6lben, die von der Unterstadt aus zug\u00e4nglich sind, zur Ruhe gebettet wurden. Sarkophage wurden aus dem Gestein gehauen und mit Grabplatten beschwert. Die bedeutenden B\u00fcrger der Stadt bekamen kunstvolle Epitaphe, und einige Geschlechter reservierten sich eigene H\u00f6hleng\u00e4nge als eine Art Familiengruft.<br \/>\nAuch in der Vergangenheit waren die Katakomben unter dem Molchenberg schon oft Anziehungspunkt f\u00fcr Grabr\u00e4uber und Lichtscheues Gesindel, was der Stadtgarde die Arbeit erschwerte.<br \/>\nDoch nicht nur die Stadtgarde stellt f\u00fcr solcherlei Raubersleute eine Gefahr dar. Glaubt man den Gruselgeschichten der Warunker B\u00fcrger, so missbilligt nicht nur der Herr Boron die Grabr\u00e4uberei, es wachen auch andere, unheilige, Wesenheiten \u00fcber die Sch\u00e4tze der Verstorbenen.<br \/>\nDie Stadtgarde ist zuversichtlich, dass sie der Lage Herr werden. Ich habe meine Hilfe angeboten und werde auch selbst auf Spurensuche gehen.<\/p>\n<p><strong>5. Hesinde, 21 Hal<\/strong><br \/>\nWeitere Nachforschungen der Historie des Molchenbergs ergaben einige beunruhigende Anhaltspunkte.<br \/>\nDer Karstfelsen auf dem die Grafenburg Warunks erbaut wurde soll von einer Unzahl von H\u00f6hlen und Kavernen durchzogen sein, die sich nach alten Sagen bin hinunter in Ingerimms Reich oder die Niederh\u00f6llen erstrecken. Auch wenn dies sicherlich nur den Fantasien des einfachen Volkes entspringt, so gibt es doch Anlass zu vermuten, dass die Kavernen, die die R\u00e4uber als Versteck und geheime Operationsbasis verwenden, deutlich weitl\u00e4ufiger sind als angenommen.<br \/>\nKurios ist, dass der Name Molchenberg auf das mythische Ungeheuer Molcho zur\u00fcckgeht, eine Allegorie f\u00fcr eine allesverschlingende b\u00f6se Kraft.<br \/>\nDie B\u00fcrger Warunks scheinen diesem Aberglauben schon lange anzuh\u00e4ngen denn man findet diese Legenden bereits in Reliefs und steinernen Plastiken aus der Gr\u00fcndungszeit. Bis heute erz\u00e4hlen die B\u00fcrger diese Gruselgeschichte und verkaufen sogar kleine Schnitzfiguren des Molcho an Reisende.<\/p>\n<p><strong>8. Hesinde, 21 Hal<\/strong><br \/>\nEin beunruhigender Hinweis verbarg sich in der Stadtchronik. W\u00e4hrend der Magierkriege herrschte in Warunk ein norbardischer Nekromant namens Karasuk. Die Aufzeichnungen sprechen von seinen Gebeinkammern und Werkst\u00e4tten im Molchenberg von wo aus er sein Heer aus Untoten kontrollierte, welches gro\u00dfe Teile Tobriens in seinem Eroberungszug verw\u00fcstete.<\/p>\n<p><strong>11. Hesinde, 21 Hal<\/strong><br \/>\nIn einem alten Folianten konnte ich Aufzeichnungen aus der Zeit vom Fall des vielt\u00fcrmigen Bosparans finden die nahelegen, dass der legend\u00e4re Drakologe Pher Drodont in den H\u00f6hlen unter dem Molchenberg lebte, nachdem er sein wegweisendes Werk Compendium Drakomagia verfasst hatte.<br \/>\nEs scheint er verfolgte eine Spur der Pyrdacor-Mythologie, den tobrischen Hinkelsteinen und den Theorien zum Omegatherion, der Letzten Kreatur dieser Welt.<\/p>\n<p><strong>29. Phex, 21 Hal<\/strong><br \/>\nDer Burggraf w\u00fcnscht sich im Burggarten einen neuen Pavillon zu bauen. Daf\u00fcr hat er sich einen Platz ausgesucht der praktischerweise bereits von gro\u00dfen Steinplatten bedeckt ist. Er bat mich um meine fachkundige Meinung und als ich die Anordnung der Platten und die f\u00fcnf sternf\u00f6rmigen Intarsien sah, kam mir vor dieses Muster schon einmal gesehen zu haben. Da die Ornamente und Intarsien allesamt wie veraltete Darstellungen arkaner Symbole aussehen untersuchte ich den Platz auf Magie, doch ohne Resultat.<br \/>\nIn der Bibliothek stolperte ich schlie\u00dflich \u00fcber den Grund warum mir der Platz bekannt vorkam. Eine der mit Reliefs verzierten Bodenplatten der Bibliothek zeigt just dieselbe Anordnung der Steinplatten mit den Sternen und Ornamenten. Unter dem Relief befand sich eine Zahlenfolge in Altzwergischer Schrift eingearbeitet: 5-3-4-1-2<br \/>\nK\u00f6nnten die Steinplatten etwas verbergen? Einen geheimen Zugang zu den Gew\u00f6lben unter dem Berg?<\/p>\n<p><strong>17. Peraine, 21 Hal<\/strong><br \/>\nDer Markgraf entfesselte unwissentlich einen D\u00e4mon auf der Burg. Die Kreatur der Niederh\u00f6llen t\u00f6tete bereits verschiedene Burgwachen und G\u00e4rtner.<br \/>\nDer Burggarten ist zu einem d\u00e4monischen Dschungel geworden.<br \/>\nJede Nacht sterben weitere Personen auf grausamste Weise.<br \/>\nDer Graf hat S\u00f6ldner angeworben, morgen wollen sie den Burggarten erkunden und herausfinden wo sich der D\u00e4mon tags\u00fcber versteckt. Ich bef\u00fcrchte die Gew\u00f6lbe der Burg, und besonders die Kavernen unter dem Berg sind ein ideales Versteck f\u00fcr das Gez\u00fccht der Niederh\u00f6llen.<\/p>\n<div class=\"spdiv\">[Einklappen]<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Zwei Stunden sp\u00e4ter erscheint der Draconiter wieder. Er wirkt ersch\u00f6pft.<br><strong>&#8220;Hesinde hat mir eine wundersame Verst\u00e4ndigung gew\u00e4hrt. Ich habe mit meiner Schwester im Glauben in Rashdul gesprochen und sie wiederum mit den Beschw\u00f6rern der Pentagrammakademie. Wie erhofft, konnten sie sehr viel mehr \u00fcber den Nachtd\u00e4mon herausfinden.&#8221;<\/strong> <br><strong>&#8220;Der, dessen Namen wir bereits geh\u00f6rt haben, ist der bei weitem m\u00e4chtigste D\u00e4mon, der mit den \u00fcblichen Ritualen beschworen werden kann. Bei Nacht, dar\u00fcber sind sich all ihre B\u00fccher einig, ist der Nachtd\u00e4mon unbesiegbar.<br>In den Dunklen Zeiten sollen drei Erzmagier zusammen gerade genug astrale Kraft besessen haben, um ihn zu verwunden.&#8221;<\/strong><br>Rakorium bekommt einen Hustenanfall, als h\u00e4tte er sich verschluckt. Die Vorstellung eines D\u00e4mons der Rohezal, Rakorium und einem Dritten mit ihrer Macht und Erfahrung widerstehen k\u00f6nnte, l\u00e4sst die Helden erbleichen.<br><strong>&#8220;Er kann sich wohl auch bei Tag manifestieren, doch schw\u00e4cht ihn das Sonnenlicht. Die Rashduler meinten, dies sei unsere einzige Aussicht.<br>Da das Ritual zur Beschw\u00f6rung allenfalls in Borbarads Schriften erhalten sein mag, gibt es auch keine M\u00f6glichkeit, es f\u00fcr einen Exorzismus umzukehren. Wir m\u00fcssen ihn also vernichten.&#8221;<br><\/strong>Die Stimmung im Raum wird, wenn irgend m\u00f6glich, noch d\u00fcsterer.<br><strong>&#8220;Wir haben uns das Allerschwerste ausgesucht, nicht wahr&#8221;<\/strong>, wirft Raidri sp\u00f6ttisch ein. <strong>&#8220;Nicht wir, Xeraan&#8221;<\/strong>, verbessert der Draconiter.<br><strong>&#8220;Wir haben noch einige Anhaltspunkte, was die Macht des Geh\u00f6rnten und m\u00f6gliche Schw\u00e4chen betrifft. Der Nachtd\u00e4mon geh\u00f6rt zum Gefolge des Sch\u00e4nders der Elemente. Die Magier meinten, das spr\u00e4che daf\u00fcr, da\u00df er sehr m\u00e4chtig, aber nicht sehr beweglich sei.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Beweglich! Euer Gnaden?&#8221;<\/strong> echot Markgraf Throndwig. <strong>&#8220;Das ist er wohl.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Er hat mir meinen Leibdiener vor der T\u00fcr get\u00f6tet und einen Gardeweibel an den Fahnenmast geh\u00e4ngt. Und er verschwindet mit Sturm und Feuer.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Nein, ich habe mich mi\u00dfverst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt, Hochwohlgeboren&#8221;<\/strong>, entgegnet Hexander diplomatisch. <strong>&#8220;Bei vielen D\u00e4monen besteht die Schwierigkeit, da\u00df sie, einmal beschworen, \u00fcberallhin gehen k\u00f6nnen. Der Nachtd\u00e4mon, steht zu vermuten, kann nur Land heimsuchen, das er bereits gesch\u00e4ndet hat.&#8221;<\/strong> <br><strong>&#8220;Mit anderen Worten: ganz Warunk&#8221;<\/strong>, sagt Idra trocken. Keiner widerspricht ihr.<\/p>\n\n\n\n<p>Da noch gute zwei Stunden fehlen bevor die Sonne untergeht bitten die Helden um die Erlaubnis den Burggarten von der umgrenzenden Burgmauer aus betrachten zu d\u00fcrfen. Vielleicht finden sie so einen Hinweis.<br>Throndwig von Bregelsaum gibt Hauptmann Riemschneider die Anordnung die Helden zu f\u00fchren und auch Thundra vom Rathilsteine und Zidonia von Binsenbeck schlie\u00dfen sich an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Barden haben die Sch\u00f6nheit von Warunks Rosengarten l\u00e4ngst sprichw\u00f6rtlich gemacht. Ein Blick \u00fcber die Mauer macht den Helden jedoch klar, da\u00df die Wirklichkeit nicht mehr viel mit der Sage gemein hat. Was da vor den Helden in eigenartig suppigem Nebel liegt, scheinen Str\u00e4ucher zu sein \u2013 und dennoch wirken sie seltsam sonderbar. Die Bl\u00e4tter eines gro\u00dfen Strauches nahe des Zugangs vom Bergfried sind von einem widerlichen Purpur. Das Geb\u00fcsch rechts dahinter bebt und zuckt, und dicke Ranken peitschen daraus hervor. Ein widerlicher Geruch von fauliger Erde und unnennbarem Ekel schl\u00e4gt den Helden entgegen.<br><strong>&#8220;Einige entz\u00fcckende Monstrosit\u00e4ten, nicht wahr&#8221;<\/strong>, sagt Thundra, der den Garten seit zwei Tagen beobachtet hat. <strong>&#8220;<em>Vergiftmeinnicht<\/em> nennen die Burgwachen sie.&#8221;<\/strong> Kein Zweifel: Der Nachtd\u00e4mon hat den Rosengarten in eine H\u00f6lle von d\u00e4monischen Giftpflanzen verwandelt.<br><strong>&#8220;Dem Rankenschlagenden Unget\u00fcm dort hinten geben sie den Namen <em>Spitzw\u00fcrgerich<\/em>, und das dornige Gestr\u00fcpp hier vorne schimpfen sie <em>Wurfpfeilchen<\/em>. Seine Bl\u00e4tter sind scharf wie Messergras.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden versuchen in dem suppigen Nebel auszumachen ob sie die Jaguarlilie erblicken k\u00f6nnen, doch im Nebel k\u00f6nnen sie nur erkennen, dass der Garten fast komplett \u00fcberwuchert ist. <strong>&#8220;Wie im maraskanischen Dschungel&#8221;<\/strong>, entf\u00e4hrt es Tejeran, <strong>&#8220;und sicher genauso giftig.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich zieht sich die Gruppe zur\u00fcck und beratschlagen. Alle sind der Ansicht, dass es notwendig ist bis zum Morgen zu warten, auch wenn der D\u00e4mon des Nachts erneut morden wird.<\/p>\n\n\n<div class=\"aventurien-date noselect\">\n    <div class=\"aventurien-date-bg\">\n        <div class=\"aventurien-date-banner\">\n            <div class=\"aventurien-date-banner-month\">PRA<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-day \">22<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-year\">1015 BF<\/div>\n        <\/div>\n        <div class=\"aventurien-date-info\">\n            <div class=\"aventurien-date-info-post\"><a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/der-daemon-von-warunk\/\">Der D\u00e4mon von Warunk<\/a><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-text\"><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-location\">Warunk, Tobrien, Mittelreich<\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Morgens erfahren die Helden, dass der Nachtd\u00e4mon wie jede Nacht dem Markgrafen erschienen ist und erneut abgewiesen wurde. Diesmal gibt es drei weitere Tote zu beklagen.<br>Hauptmann Riemschneider eskortiert einen Amtsschreiber des Magistrats der dem Markgrafen eine List jener wohlhabenden Familien verliest, die in den letzten drei Tagen ihre Gesch\u00e4fte und Wohnsitze in der Stadt verlassen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach am fr\u00fchen Vormittag machen sich die Helden auf den Weg zur Burg. Begleitet von ihrer Gnaden Zidonia von Binsenbeck, Thundra vom Rathilsteine, Hexander Scherenschleifer, Hauptmann Riemschneider und Korporal Garnspinner betreten die Helden, Raidri und Rakorium den Rosengarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein eiskalter Sturm, der keine Richtung kennt, beginnt um die Burg zu heulen. Fette, schwarze Wolken st\u00fcrmen heran wie eine Horde urt\u00fcmlicher Riesentiere \u2013 aus mehreren Richtungen zugleich. Die Helden haben noch nie so tief h\u00e4ngende Wolken gesehen.<br><strong>&#8220;Lokal konzentriertes daimonides Antielementar Ph\u00e4nomen&#8221;<\/strong>, grunzt Rakorium.<br>Die Sonne f\u00e4rbt sich hinter den Wolken blutrot.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Trinkt das!&#8221;<\/strong> befielt Rakorium und l\u00e4sst ein kleines Kristallfl\u00e4schchen im Kreis herumgehen. Die Helden erkennen es von der Expedition nach Maraskan. Rakorium scheint als Alchimist so vorausblickend wie er als Sprecher verwirrend ist.<br>Die gelben Br\u00fche riecht verdorben und hat einen Nachgeschmack von Harz. Z\u00f6gernd trinkt einer nach dem anderen davon.<br><strong>&#8220;Antidotum&#8221;<\/strong>, erh\u00e4lt der neugierige Hexander zur Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der Lage beschlie\u00dfen Rakorium und Hexander, da\u00df magisches Licht auf den Waffen der Krieger die einfachste Methode sei, diese zu verzaubern und dabei dem Nachtd\u00e4mon vielleicht zus\u00e4tzlich zu schaden. Idrasmine, Alawin, Hauptmann Riemschneider und Korporal Garnspinner ziehen ihre Schwerter und bieten sie dem Magier dar.<br><strong>&#8220;Applicatus&#8221;<\/strong>, intoniert Rakorium als er die Klingen ber\u00fchrt, und etwas wie <strong>&#8220;Flim Flam Funkel&#8221;<\/strong>, als er dar\u00fcber eine einfache Geste durchf\u00fchrt. Zu sehen gibt es f\u00fcr einen Laien allerdings nichts. Den Helden ist bewu\u00dft, wie sehr Rakorium sonst mit seinen Zaubern geizt, vor allem f\u00fcr andere. Auf Maraskan war Raidri der einzige gewesen, den er wenigstens z\u00e4hneknirschend geheilt hatte. Von Kriegern h\u00e4lt er einfach nicht viel.<br>Wenn er hier so gro\u00dfz\u00fcgig Zauber spricht, dann ist es entweder ein ungew\u00f6hnlich einfacher Zauber oder die Helden stehen vor einem wirklich gro\u00dfen Probleme, das sie gar nicht ermessen k\u00f6nnen.<br>Vermutlich stimmt beides.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden folgen vorsichtig einem der Kiespfade, auf denen sich verkr\u00fcppelt aussehende, dicke Wurzeln und wuchernde Pilzkolonien ausgebreitet haben.<br>Das dichte Geb\u00fcsch bildet ein undurchdringliches Dickicht dessen Bl\u00e4tter sie wie von unnat\u00fcrlichem Leben erf\u00fcllt ganz eigenst\u00e4ndig zu bewegen vermag.<br>Ganz unmittelar nahe des Tores wuchert ein gro\u00dfes Gew\u00e4chs mit etwa handlangen ovalen Bl\u00e4ttern von nachtblauer Farbe. Wie ein nerv\u00f6ses Zucken l\u00e4uft es von Zeit zu Zeit durch den Busch. Als die Helden vorsichtig passieren schleudert das <em>Wurfpfeilchen <\/em>auch schon seine messerscharfen Bl\u00e4tter mit gro\u00dfer Geschwindigkeit und erstaunlicher Zielsicherheit auf alles was sich bewegt.<br><strong>&#8220;Armatrutz&#8221;<\/strong>, ert\u00f6nt es im Duett von den Zauberern und ohne zu zaudern passieren die Helden w\u00e4hrend sich ein Hagel aus Bl\u00e4ttern \u00fcber sie ergie\u00dft.<br>Mit nur einigen Kratzern erreichen die Helden genug Distanz um nicht weiter beschossen zu werden, da explodiert auch schon ein <em>Vergiftmeinnicht<\/em>, das gut getarnt in zweiter Reihe stand. Ganz im Gegensatz zu ihrem h\u00fcbschen Namen sieht man der Staude auf den ersten Blick an, da\u00df sie den Finstersph\u00e4ren entsprungen ist: Ihre fingerdicken Zweige sind bedeckt mit langen, d\u00fcnnen Stacheln, an denen eine gelblichgr\u00fcne Fl\u00fcssigkeit haftet. Die wenigen Bl\u00e4tter sind handtellergro\u00df und fleischig. Auf der violetten Oberseite tragen sie ein Muster blutroter Linien.<br>Mit einem prasselnden Ger\u00e4usch geht der Hagel aus davongeschleuderten Giftstacheln auf die Helden nieder, wobei sie durchaus Kleidung durchdringen und hier und da sogar einen Weg durch das Kettenhemd finden.<br>Bei n\u00e4herem Hinsehen erkennen die Helden ein zweites <em>Vergiftmeinnicht<\/em> unter dem eine regungslose menschliche Gestalt liegt.<br>Gesch\u00fctzt durch seine R\u00fcstung und einen ARMATRUTZ wagt sich Alawin heran und schafft es die Person &#8211; einen der vermissten G\u00e4rtner des Markgrafen &#8211; zu befreien. Tejeran untersucht ihn und stellt eine Ohnmacht fest, sehr \u00e4hnlich der Wirkung des bekannten Schlafgifts. Tejeran wirkt einen KLARUM PURUM auf den G\u00e4rtner bevor sie ihn aus dem Garten in die Burg tragen.<br>Als sie erneut dem von ihnen gew\u00e4hlten Kiesweg folgen erreichen sie eine Biegung an der sich eine gewaltige Pflanze befindet die \u00fcber und \u00fcber mit Tausenden von daumennagelgro\u00dfen Bl\u00e4ttern bedeckt ist. Ihre mattschwarze Farbe und das trockene Rascheln geben dieser Ausgeburt der Niederh\u00f6llen etwas Gespenstisches.<br>Die Helden die Pflanze genau und erkennen schlie\u00dflich eine Vielzahl an Luftwurzeln und Ranken die sich eingerollt untem dem Bl\u00e4tterkleid verbergen. Beim leisesten Windhauch schnellen diese Schlingarme des <em>Spitzw\u00fcrgerichs<\/em> hervor um sich um alles zu wickeln was dem Stauch zu nahe kommt.<br>Tejeran, der sein Flammenschwert dirigiert um der Pflanze zuzusetzen, erkennt schnell, dass es seine Kr\u00e4fte \u00fcbersteigen w\u00fcrde alle Schlingarme abzuschlagen. Nach kurzer Absprache hebt Dariyon die rechte Hand zur linken Schulter und deutet dann ruckartig mit Zeige- und Mittelfinger auf den <em>Spitzw\u00fcrgerich<\/em>.<br>Ein Flammenkegel elementaren Feuers schie\u00dft aus den Fingern des zyklop\u00e4ischen Magiers, gro\u00df genug das unheilige Gew\u00e4chs zu verbrennen. Dicker, schwarzer Rauch quillt aus dem durch den IGNIFAXIUS entz\u00fcndeten Gew\u00e4chs und nach kurzer Zeit ist von den Schlingarmen nichts mehr \u00fcbrig, das den Helden gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte.<br>Als die Gruppe jedoch die Biegung erreicht, stellen sie fest, dass sich dahinter ein zweiter, ebenso gro\u00dfer <em>Spitzw\u00fcrgerich<\/em> befindet.<br>Kurzentschlossen schlagen die Helden eine Bresche durch das Geb\u00fcsch zu ihrer rechten um zu einem parallel verlaufenden Kiesweg zu gelangen und somit das d\u00e4monische Gew\u00e4chs zu umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Gestr\u00e4uch, schon fast v\u00f6llig zugewuchert, entdecken sie einen K\u00f6rper im gr\u00fcnen Waffenrock.<br><strong>&#8220;Beim blutigen Kor&#8221;<\/strong>, flucht der Hauptmann hinter den Helden. <strong>&#8220;Gardistin Eichhauser.&#8221;<\/strong><br>Es hat den Anschein, dass Ranken sie erw\u00fcrgt und ihr den Hals durchgeschnitten haben. Vorher scheint sie aber wie von wilden Pferden umhergeschleift worden zu sein. \u00c4ste sind von unten durch den zerschundenen Leichnam gewachsen. Es sieht aus, als ob sie seit Monaten dort liegt, doch die Frau ist erst vor einigen Tagen auf Wache get\u00f6tet worden \u2013 unten am Flu\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p>Die sonst sauber geharkten Kieswege sind bedeckt von \u00c4sten und abgerissenem Laub. Blutrote Bl\u00fctenkelche, so gro\u00df wie Eimer, drohen im Nebel. Stachelige Ruten z\u00fcngeln nach den Waden. Mancherorts finden sich Glutnester oder offene Br\u00e4nde, die viel zu stetig und in falschen Rott\u00f6nen lodern. Selbst die Statuen und Brunnen sind mi\u00dfgestaltet. Auf ebenm\u00e4\u00dfigem Kalk und Marmor sprie\u00dfen Warzen von Sandstein, Basalt und Speckstein.<br><strong>&#8220;Humus, Stein, Luft, Feuer&#8221;<\/strong>, meint Hexander, <strong>&#8220;damit sind all jene der sechs Elemente betroffen, deren Sch\u00e4ndung man jenem Erzd\u00e4mon zuschreibt.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Seht&#8221;<\/strong>, sagt der Hesindegeweihte kurz darauf und taucht die Hand in einen Brunnen, dessen Steinumrandung langsam aber sicher zerbr\u00f6ckelt.<br>Das Wasser ist von fast heiliger Klarheit. <strong>&#8220;Wasser und Eis \u2013 diese zwei Elemente kann er nicht sch\u00e4nden. Keiner wei\u00df warum, aber so steht es in allen Kommentaren zu den verbotenen alten Schriften.&#8221;<\/strong><br>Nachdem die Helden vernommen haben, was Hexander mit der Sch\u00e4ndung der Elemente meint, f\u00e4llt ihnen auch die Luft auf: Es gibt Stellen, da stinkt es nach verwesendem Fleisch, Faulgasen oder Erbrochenem. Manchmal bilden sich Luftwirbel, die durch die Heckenreihen brausen.<br>Zweimal wird die Luft gar so dick, da\u00df sie ihnen in Ohren und Augen dr\u00fcckt und beinahe den Atem raubt. Und stets die zerm\u00fcrbende Abwechslung, das Fehlen jeder erkennbaren Ordnung.<br><strong>&#8220;Das ist das Chaos&#8221;<\/strong>, fl\u00fcsterte Hexander, <strong>&#8220;der Urzustand der Niederh\u00f6llen, Feind jeder Ordnung und Sch\u00f6pfung.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach drei Stunden haben sie kaum die H\u00e4lfte des Gartens durchk\u00e4mmt. Die Stelle, an der der Markgraf die Jaguarlilie eingepflanzt hatte, ist verwaist. Der D\u00e4mon verwandelt sich jede Nacht, und daher wechselt wohl auch der Ort der Pflanze.<br>Wiederholt haben B\u00fcsche ihr Laub nach den Helden geschleudert: Messerscharfe blaue Bl\u00e4tter sind ihnen um die Ohren gesaust und haben ihnen die Haut blutig geschunden. Sie f\u00fchlen sich wie zerschlagen. Sie hatten nicht damit gerechnet, da\u00df es so lange dauern w\u00fcrde.<br>Die Suche gilt einer fremdartigen Pflanze, von der sie nur eine Beschreibung haben, inmitten eines Urwaldes von Pflanzen, die noch nie ein Mensch gesehen hat. In jedem Strauch, hinter jeder Hecke kann eine neue Gefahr lauern \u2013 oder das Herz des B\u00f6sen. Immer wieder blicken sie besorgt zum Himmel.<br>Wann immer sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, wird es sp\u00fcrbar k\u00e4lter. Die vielen Kratzer jucken erb\u00e4rmlich, und das Gef\u00fchl der Beklemmung in Hals und Brust w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>Im hinteren Teil des Rosengartens &#8211; die Helden sind gerade zwischen zwei <em>Wurfpfeilchen<\/em> hindurchgeprescht &#8211; treten sie pl\u00f6tzlich in eine ganze Kolonie von daimoniden Pestsporenpilzen.<br>Jene gef\u00e4hrlichen, feisten Pilze von brauner Farbe, deren Aussehen an ein Hirn gemahnt, haben schon so manchen Wanderer der versehentlich auf sie trat, elendiglich zugrunde gehen lassen. Das schrecklich Miasma von Sporen das sich aus den Pilzen erhebt brennt in den Lungen und nimmt ihnen den Atmen. Dariyon, dem die Wurfpfeilchen schon zugesetzt hatten, ist so schwer ver\u00e4tzt, dass er einen Heiltrank einnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da ist sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen Rosenstr\u00e4uchern, Goldregen, Buchsbaum und Horasien steht pl\u00f6tzlich un\u00fcbersehbar die D\u00e4monenblume. Die Helden w\u00fcrden behaupten, da\u00df sie einen Augenblick zuvor noch nicht da gewesen ist. Sie erinnert sofort an die rot-schwarzen Schwertlilien, die die Helden in vielen Rondratempeln gesehen habe: die klassische Form mit hohem Stengel und einer gelben Trichterbl\u00fcte mit schwarzen Flecken. Die ausgepr\u00e4gten Fruchtknoten besitzen etwas unsagbar Unheimliches. Die Gruppe n\u00e4hert sich, die teilweise leuchtenden Schwerter zum Angriff erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Vier Bl\u00fctenbl\u00e4tter&#8221;<\/strong>, sagt Hexander, <strong>&#8220;statt der nat\u00fcrlichen f\u00fcnf. Vier gesch\u00e4ndete Elemente.&#8221;<\/strong><br>Vorsichtig umzingeln sie die Pflanze. Die Krieger sichern auch nach au\u00dfen. Doch die Umgebung scheint keineswegs b\u00f6sartiger als anderswo. Selbst an den fettigen Nebel haben sie sich indessen gew\u00f6hnt.<br><strong>&#8220;Das also ist der Nachtd\u00e4mon?&#8221;<\/strong> fragt Thundra.<br><strong>&#8220;Seine derzeitige Gestalt&#8221;<\/strong>, antwortet Hexander beflissen, <strong>&#8220;oder sein Versteck.&#8221;<\/strong><br>Was nun?<\/p>\n\n\n\n<p>Rakorium starrt die Pflanze an und murmelt dabei eine Formel. Tejeran wirkt einen AXXELERATUS. Hochw\u00fcrden Zidonia tritt mit einer Entschlossenheit vor, die die Helden der Frau nicht zugetraut h\u00e4tten, und hebt das Sonnenszepter: <strong>&#8220;Im Namen des Herrn Praios, der Zw\u00f6lfg\u00f6tter und allem, was heilig ist &#8230;&#8221;<\/strong> Weiter kommt sie nicht.<br>Die gefleckten Bl\u00fctenbl\u00e4tter schnappen nach ihr und beginnen dabei zu wachsen. Thundra reisst, den Rondrakamm in der Linken, die Geweihte zur\u00fcck. Die Bl\u00fcten formen ein Maul, einen Schritt breit und noch immer wachsend. Gleichzeitig kriechen die dicken gr\u00fcnen Bl\u00e4tter in alle Richtungen \u00fcber den Boden. Der Kreis der Gef\u00e4hrten dehnt sich weiter auseinander. Rakorium hebt sch\u00fctzend die H\u00e4nde vor die Augen, als sehe er etwas von blendender Gef\u00e4hrlichkeit. Der Jaguarsch\u00e4del ist bereits mannsgro\u00df und macht keine Anstalten, im Wachstum innezuhalten. Das g\u00e4hnende Maul ist von Feuer erf\u00fcllt und scheint bis in unergr\u00fcndliche Tiefen zu reichen. Ein Wind saugt den Nebel ringsum ins Innere.<br>Unwillk\u00fcrlich haben sich die meisten vor dem Maul versammelt. Ungef\u00e4hr so klug wie M\u00e4use im Angesicht einer Boronsotter, denken sie und bleiben dennoch stehen, nur Alawin erhebt die Waffe. Klirrend prallt sein Anderthalbh\u00e4nder ab.<br>Das Maul verharrt weit aufgesperrt erst, als es vier Schritt hoch ist. Der gefleckte Sch\u00e4del scheint aus Stein zu sein, die speerartigen Rei\u00dfz\u00e4hne aus glitzerndem Metall. Die Augen sind wirbelnde Flammen, in denen Blei gl\u00fcht. Noch immer pfeift der Wind in den Schlund, w\u00e4hrend das Feuer, das diesen Schlund bildet, unber\u00fchrt brennt.<br><strong>&#8220;Heiliger Argelion&#8221;<\/strong>, ruft Hexander, <strong>&#8220;das sind Treppen!&#8221;<\/strong><br>Jetzt k\u00f6nnen auch die Helden es sehen. Das lodernde Feuer bildet einen Tunnel, und dort, wo der Hals einer Kreatur w\u00e4re, f\u00fchren rippenartige B\u00f6gen hinab.<br><strong>&#8220;Eine Falle&#8221;<\/strong>, sagt Idra bestimmt. Ihr Blick und der Raidris treffen sich. Die Helden wissen, dass sie Recht hat, aber auch, da\u00df sie dennoch hinuntergehen werden.<br><strong>&#8220;Das ist nicht der Nachtd\u00e4mon, den uns der Markgraf beschrieb&#8221;<\/strong>, erkl\u00e4rt Thundra. <br><strong>&#8220;Der Trug ist das Wesen der Niederh\u00f6llen&#8221;<\/strong>, zischt die Praiosgeweihte.<br><strong>&#8220;Er ist dort unten&#8221;<\/strong>, sagt Rakorium, seinen Blick halb auf den Erdboden gerichtet. <strong>&#8220;Das ist nur eine elementarsch\u00e4nderische Manifestation. Beeindruckende astrale Macht, allerdings.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Was meint Ihr mit unten?&#8221;<\/strong> fragt Idra mi\u00dftrauisch.<br><strong>&#8220;Im Inneren des Molchenberges&#8221;<\/strong>, antwortet Hexander an seiner Stelle. <strong>&#8220;Alte Volkssagen und historische, schriftlichen Quellen behaupten, da\u00df der Berg teilweise ausgeh\u00f6hlt ist.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Da unten schl\u00e4ft das Ungeheuer&#8221;<\/strong>, h\u00f6rt man die Stimme von Korporal Garnspinner aus dem Hintergrund. Es klingt nicht \u00e4ngstlich, sondern wie eine allgemein bekannte Tatsache.<br><strong>&#8220;Ja&#8221;<\/strong>, best\u00e4tigt Hexander, <strong>&#8220;dar\u00fcber berichten auch die meisten lokalen Sagen.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Abergl\u00e4ubischer Unsinn&#8221;<\/strong>, protestiert Hochw\u00fcrden. <strong>&#8220;Ammenm\u00e4rchen aus der Siedlerzeit.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Freilich. Die Praioskirche &#8230;&#8221;<\/strong> Rakoriums Stimme klingt feindselig. <strong>&#8220;Ihr wollt uns alle in Unwissenheit sterben lassen. Aber die Wahrheit ist, da\u00df die alten Geheimnisse auch die schrecklichsten sind.&#8221;<\/strong><br>Seine Worte l\u00f6sen in den Helden gruselige Erinnerungen aus. Sie haben im Zentrum der Maraskankette Dinge gefunden, die viel \u00e4lter als die Siedlerzeit sind \u2013 und man hat tats\u00e4chlich Berge gebraucht, um sie zu ver<em>bergen<\/em>. Die Binsenbeck und Rakorium geraten ins Zanken. Sie werfen sich B\u00f6sartigkeiten und Vorurteile an den Kopf, die seit tausend Jahren zwischen ihren Gemeinschaften gepflegt werden. Hexander und Praiala versuchen zu vermitteln, aber die beiden Dicksch\u00e4del h\u00f6ren sie nicht einmal.<br>Die Helden blicken zu Thundra. Er steht kampfbereit: bereit hinabzusteigen, bereit auch, die Stellung zu halten, bis die philosophischen Streitigkeiten beendet sind. Ein Rondrageweihter ist immer bereit. Auch keine Hilfe.<br>Dann sieht Raidri Idras Blick. Er deutet mit dem Kopf auf den Eingang. Ihre blauen Augen sind unergr\u00fcndlich, doch dann nickt sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rippenstufen sind trocken und stabil, solange man nicht auf die wurmartigen Forts\u00e4tze da und dort tritt. Das lautlose Feuer neben und \u00fcber den Helden gibt keine Hitze ab. Doch als sie es mit der Schwertspitze ber\u00fchren, wird das Schwert so hei\u00df, da\u00df sie es noch im Griff f\u00fchlen! Vorsichtig steigen sie hinab. Der Gestank erinnert sie an die Esse von Meister Eisinger in Gareth: gl\u00fchender Stahl riecht so. Dazu kommt jener Moder, der \u00fcber dem ganzen Garten liegt.<br>In etwa drei Schritt Tiefe \u2013 so tief, wie man einen Sarg vergr\u00e4bt \u2013 gabelt sich der Schlund. Vier verschlungene G\u00e4nge bohren sich tiefer. Quer dazu l\u00e4uft ein staubiger Korridor, der wie von Menschenhand gemacht wirkt. Es scheint fast, als ob dies die widernat\u00fcrlichen Wurzeln der Jaguarlilie w\u00e4ren, die im Inneren des Molchenberges die unterirdischen Anlagen kreuzen. Die verschlungenen D\u00e4moneng\u00e4nge werden vom unheiligen Feuer beleuchtet, w\u00e4hrend die derischen Stollen im Dunkel der Jahrhunderte liegen.<br><strong>&#8220;Die Wurzel des \u00dcbels&#8221;<\/strong>, sagt Idra leise. Nach und nach schlie\u00dfen die Anderen auf. Auch die Philosophen haben ihren weltanschaulichen Streit beigelegt \u2013 gewi\u00df nur vor\u00fcbergehend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden entscheiden sich die Gruppe aufzuteilen da die G\u00e4nge zu schmal sind um mehr als zwei K\u00e4mpfern Platz zu bieten und man keine wertvolle Zeit verlieren will. Der D\u00e4mon muss noch Tags\u00fcber gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Gruppe, bestehend aus Rakorium, Idra und Korporal Garnspinner, folgt dem ersten Gang.<br>Xolame, Hochw\u00fcrden Binsenbeck und Hauptmann Riemschneider, nehmen den N\u00e4chsten.<br>Dariyon, Praiala und Thundra vom Rathilsteine folgen dem dritten Gang.<br>In der vierten Gruppe finden sich Tejeran, Alawin, Hexander und Raidri die dem vierten der D\u00e4moneng\u00e4nge abw\u00e4rts folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird dunkler. Die Wand hinter dem d\u00fcnner werdenden Feuer entspricht einer metallischen Kruste \u00fcber br\u00e4unlichem Erdfleisch, die st\u00e4ndig aufzuplatzen droht. Der Gang windet sich dahin, bisweilen auch wieder aufw\u00e4rts. Immer wieder gibt es Abzweigungen.<br><strong>&#8220;Sieht so aus, als ob die Wurzeln ineinander verflochten sind&#8221;<\/strong>, bemerkt Hexander. Es scheint den Helden schwer sich zu konzentrieren um nicht die Orientierung zu verlieren. Da ist etwas! Die Helden wenden sich zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Kratzen, Scharren, Schritte. Es kommt aus einem der ovalen L\u00f6cher, wo ein anderer Gang vorbeil\u00e4uft. Es scheint schwer hindurchzusehen, ohne sich an den ringsum lodernden Flammen zu versengen.<br>Wohl nochmals vier Schritt tiefer, passieren Tejeran und Alawin einen zweiten nat\u00fcrlichen Gang. Dieser ist deutlich weniger glatt behauen, fast wie ein Bergwerksstollen. Sie steigen hinein, um sich kurz in etwas vertrauterer Umgebung zu entspannen.<br><strong>&#8220;Was bei allen G\u00f6ttern suchen wir eigentlich?&#8221;<\/strong> fl\u00fcstert Raidri Hexander zu.<br><strong>&#8220;Wir sind in seinem Reich&#8221;<\/strong>, stellt der Draconiter fest. <strong>&#8220;Ich f\u00fcrchte, er wird uns finden.&#8221;<\/strong><br>Feuerschein aus dem Bergwerksstollen!<br>Die Helden laufen vorsichtig einige Schritte, um sich an die Dunkelheit zu gew\u00f6hnen. Das Licht kommt aus einem weiteren ovalen Schnittpunkt. <strong>&#8220;Rakorium&#8221;<\/strong>, rufen die Helden als sie den Erzmagus erkennen. Die Fackel in seiner Hand ist sein verwandelter Zauberstab. Der Magier, der sich sonst immer so gerade h\u00e4lt, als h\u00e4tte er einen Besen verschluckt, zuckt zusammen.<br><strong>&#8220;Habt Ihr irgendwelche Anhaltspunkte?&#8221;<\/strong> fragt Raidri gepre\u00dft.<br>Rakorium starrt geradeaus wie ein Blinder \u2013 oder vielmehr wie ein Seher. <strong>&#8220;In den G\u00e4ngen. Nicht immer. Ich nehme an, er materialisiert nur zeitweise. Er folgt uns.&#8221;<\/strong> Dabei deutet er mit der Fackel. <strong>&#8220;\u00dcber uns. Jetzt. Hesinde!&#8221;<\/strong><br>Das letzte war ein Ausruf des Entsetzens. Man h\u00f6rt etwas, das wie kurzes Wasserrauschen klingt. Es kommt von hinten. Die Helden laufen zu Hexander zur\u00fcck, der bereits in den Flammengang zur\u00fcckklettert. Er schreit auf, als er sich am Unterarm verbrennt. Dank seiner Erfahrung k\u00f6nnen die Helden das gleiche vermeiden. Hastig steigen sie den Wurzelgang wieder hinauf um Rakorium&#8217;s Gruppe zu hilfe zu eilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich erl\u00f6scht das Feuer im gesamten Gangsystem. Es ist finster wie in einem Grab. Panik wallt in den Helden auf. <strong>&#8220;Es kann nicht &#8230;&#8221;<\/strong> Raidri stockt und wendet sich zu Hexander. <strong>&#8220;Kann es drau\u00dfen schon finster sein?&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Unm\u00f6glich&#8221;<\/strong>, st\u00f6\u00dft Hexander hervor. <strong>&#8220;Wir sind keine halbe Stunde unterwegs.&#8221;<\/strong><br>Die Helden versuchen erst ein Licht zu entz\u00fcnden doch selbst magische Lichtquellen schaffen es nicht die Dunkelheit zu durchbrechen. Dann entschlie\u00dfen sie sich dazu, zum Trennungspunkt zur\u00fcckzukehren. Wieder erklingt ein fremdartiges Ger\u00e4usch, knarrend, so als ob sich ein Riese auf einen alten Sattel setzt.<br>Dann h\u00f6ren sie einen halb erstickten Schrei. Eine helle Stimme. Idra! Vielleicht auch die Binsenbeck oder Praiala.<br><strong>&#8220;Schneller&#8221;<\/strong> Der Weg hinauf ist ungleich anstrengender. Die Helden bekommen auch beunruhigend wenig Luft. Bald geraten sie ins Keuchen.<br>Ein metallisches Klirren, diesmal eher seitlich der Helden. Was bei allen Niederh\u00f6llen geht da vor?<br><strong>&#8220;Das war im Nachbargang&#8221;<\/strong>, japst Hexander. <strong>&#8220;Der Klang l\u00e4uft die G\u00e4nge entlang, darum h\u00f6ren wir es von oben.&#8221;<\/strong> Was der Mann alles wei\u00df.<br>Die Helden kommen zu einer Stelle, die sie nach ausf\u00fchrlichem Tasten f\u00fcr die Verzweigung der vier Wurzeln halten. Schwer zu sagen: Die G\u00e4nge sind alle deutlich gr\u00f6\u00dfer als vorher. Weil das Feuer fehlt? Oder weil \u2026?<br><strong>&#8220;Heilige Noiona&#8221;<\/strong>, entkommt es den Helden. Man klettert halt einfach nicht in M\u00e4uler und Schl\u00fcnde. Sie greifen wieder nach der Wand. Nein, da r\u00fchrt sich nichts \u2013 vermutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie rufen nach ihren Gef\u00e4hrten. Keine Antwort.<br>Statt dessen beginnt eine Frauenstimme zu singen.<br><strong>&#8220;Ein gurvanianischer Choral&#8221;<\/strong>, fl\u00fcstert Hexander ber\u00fchrt.<br><strong>&#8220;\u203aHebe hinweg, Herr Praios, die Angst und Not.\u2039&#8221;<\/strong><br>Tats\u00e4chlich geht eine seltsam beruhigende Wirkung von dem Lied der Praiosgeweihten aus.<br>Hexander versucht vergeblich, eine Fackel zu entz\u00fcnden. Jeder Funke verschwindet in einer stinkenden Wolke. Vorsichtig steigen sie erneut in die Finsternis hinab. Tropfsteine bohren sich im Dunkeln in die Knie der Helden. Der Choral sickert den Helden noch immer entgegen, etwas ferner vielleicht. Sie rufen nochmals.<br><strong>&#8220;Ich glaube, die M\u00fche k\u00f6nnen wir uns sparen&#8221;<\/strong>, sagt Hexander bed\u00e4chtig und betont. <strong>&#8220;Ich \u00fcberlege gerade: Wenn er mit der Luft tun kann, was er mit Stein und Humus und Feuer tut &#8230;<\/strong><br><strong>Ich denke, wir h\u00f6ren ebensowenig wie die anderen von uns.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Und der Choral?&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Praios&#8217; Bann kann die Macht der m\u00e4chtigsten Magier brechen. Gewi\u00df bricht er auch einen niederh\u00f6llischen Fluch.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden tasten sich weiter. Sie erw\u00e4gen, Markierungen zu hinterlassen. Aber ohne Licht sind auch die sinnlos. Doch langsam bekommen sie ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Anlage \u2013 sofern sie sich nicht ver\u00e4ndert. Eigentlich, glauben sie, m\u00fcssen sie schon wieder so tief hinabgestiegen sein, wie sie in \u203aihrem\u2039 Gang vorgedrungen waren. Pl\u00f6tzlich gleiten sie mit den F\u00fc\u00dfen mit schmatzenden Ger\u00e4uschen aus.<br><strong>&#8220;Worauf sind wir ausgeglitten?&#8221;<\/strong>, fragt Hexander <strong>&#8220;Hier kann es keine Feuchtigkeit geben. Kein Wasser, kein Eis.&#8221;<\/strong><br>Im gleichen Augenblick erkennen sie den Geruch. <strong>&#8220;Das war kein Wasser&#8221;<\/strong>, sagt Tejeran schwer. Den Helden graust bei dem Gedanken an das, was sie finden w\u00fcrde. Sie sind oft genug auf Schlachtfeldern hineingetreten.<br><strong>&#8220;Wer ist es?&#8221;<\/strong> fragt Hexander gepre\u00dft.<br>Lederr\u00fcstung mit Nieten, ertasten die Finger der Helden. Sie k\u00f6nnen den Kopf nicht finden. Feiner Stoff \u00fcber der R\u00fcstung. Ein Wappenhemd.<br><strong>&#8220;Riemschneider oder Garnspinner&#8221;<\/strong>, ist schlie\u00dflich die Antwort. <strong>&#8220;Boron sei seiner Seele gn\u00e4dig.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Golgari, errette seine Seele&#8221;<\/strong>, deklamiert Hexander. Das war kein simpler Segen. Das war ein Sto\u00dfgebet an den Totenvogel. Beklemmend wird den Helden klar, da\u00df in diesem Kampf auch ihre unsterblichen Seelen in Gefahr sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit blendender Gewalt entflammen die W\u00e4nde. Der Schmerz scheint den Helden die Augen aus dem Kopf zu brennen. Unter Aufbietung aller Willenskraft springen sie auf und ziehen ihre Waffen. Als sie durch die flirrenden Punkte in ihren Augen etwas erkennen k\u00f6nnen, rennen sie los. An der n\u00e4chsten Biegung steht Hochw\u00fcrden Binsenbeck. Sie hat die Linke abwehrend erhoben, ebenso das Sonnenszepter. Dabei geht sie r\u00fcckw\u00e4rts. Das ist etwas, was Praiosdiener so gut wie niemals tun.<br><strong>&#8220;Rondra&#8221;<\/strong>, br\u00fcllt Raidri und st\u00fcrmt heran, dicht gefolgt von Alawin. Als die Helden um die Ecke kommen, w\u00fcnschen sie sich, es nicht getan zu haben. Die monstr\u00f6se Gestalt f\u00fcllt den ganzen Gang aus. Der Panthersch\u00e4del ragt ebenso in die lodernden Flammen wie die leicht angewinkelten Schwingen. Allein die Beine mit den gewaltigen Fersendornen sind so gro\u00df wie die Priesterin. Eine fast tierhafte Angst l\u00e4sst die Helden zur\u00fcckweichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachtd\u00e4mon stampft auf sie zu. Die Priesterin beginnt ein Gebet zu stammeln. Die riesige Gestalt bleckt Hauer aus blitzendem Stahl, zwischen denen eine wurmartige Zunge tanzt.<br><strong>&#8220;Zur\u00fcck&#8221;<\/strong>, schreit Hexander von hinten. Der Boden unter Hochw\u00fcrden Zidonia hat zu gl\u00fchen und schmelzen begonnen. Hexander zerrt die Frau zur\u00fcck und st\u00fcrzt mit ihr. Wo sie eben noch gestanden hat, brodelt ein Lavateich. Ein Inferno aus kochendem Stein, der den Gang zwischen den Helden und ihren Gef\u00e4hrten unpassierbar macht.<br>Der Nachtd\u00e4mon wendet sich ihnen zu.<br>Sein Sch\u00e4del ist un\u00fcbersehbar Vorbild des Riesensch\u00e4dels, in den sie eingedrungen sind. Die flammenkreisenden Augen richten sich auf die Helden. Sie f\u00fchlen, wie der Boden zu beben beginnt. Als das Knarren wie ein, gequ\u00e4lter Sattel erklingt, werfen sie sich ohne nachzudenken zur\u00fcck. Dr\u00f6hnend bohren sich vor ihnen vier Stalagmiten in die H\u00f6he! Das Monstrum dreht ihnen den R\u00fccken zu und stapft mitten durch die Lava auf die zwei Geweihten zu. Seine Gestalt verdeckt den Helden jeden Blick. Er scheint klauenbewehrte Arme zu haben und einen Schwanz, der in einer klirrenden silbernen Spitze endet. Zwei H\u00f6rner an den Fersen, eines am Schwanz. Die Helden betasten die Barriere, die ihnen bis zur Brust reicht. So ist die andere also hergekommen. Sie versuchen sich vorbeizuzw\u00e4ngen, aber diese ist verdammt hoch. Als es den Helden gelingt und sie den Boden erreichen, ziehen sie erneut blank und rennen los. Tejeran zaubert einen AXXELERATUS und Alawin, der sich mit dem Schwert in der Hand dem D\u00e4mon stellt. Hexander steht oben, ganz weit hinten an der anderen Barriere, wo die Geweihte liegt. Der Nachtd\u00e4mon hat die Praiospriesterin mit seinen Schwingen gepackt und hebt sie hoch.<br>Ihre Beine zappeln. Wie eine Puppe st\u00f6sst er sie gegen die Gangwand. Sie schreit auf, als das H\u00f6llenfeuer sie umh\u00fcllt.<br><strong>&#8220;Rondra&#8221;<\/strong>, br\u00fcllt Raidri erneut. Die Helden greifen an. Raidri und Alawin holen mit den Waffen weit aus und schlagen zu. Der Aufprall schl\u00e4gt ihnen die Klingen fast aus der Hand. Funken spr\u00fchen.<br><strong>&#8220;Hl\u00fbthar, steh uns bei! Das Monstrum ist aus massivem Stein!&#8221;<\/strong><br>Dennoch l\u00e4sst ihr Gegner die Priesterin los. Sie f\u00e4llt zu Boden. Ihr R\u00fccken ist eine dampfende Masse aus verkohltem Goldstoff und bratendem Fleisch.<br>Hexander st\u00fcrzt heran und greift nach ihrem Arm. Der Nachtd\u00e4mon trifft ihn mit einem R\u00fcckhandschlag der linken Schwinge und fegt ihn zur\u00fcck zu der Barriere.<br>Hinter den Helden ert\u00f6nen eilige Schritte. Sie werfen einen schnellen Blick \u00fcber die Schulter. <strong>&#8220;Rakorium, endlich&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Silentium im ganzen Gangsystem&#8221;<\/strong>, sagt er, als w\u00e4re das eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, da\u00df er erst jetzt kommt. Raidri versucht zusammenfassen: <strong>&#8220;Das Ding ist &#8230;&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;&#8230; unverwundbar bei Nacht&#8221;<\/strong>, unterbricht Rakorium, <strong>&#8220;das sagte uns der Draconiter.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Es ist aber nicht Nacht&#8221;<\/strong>, protestiert Raidri. <strong>&#8220;Drau\u00dfen mu\u00df doch Tageslicht sein, vor allem am Molchenberg.&#8221;<\/strong><br>Der Nachtd\u00e4mon hat sich indessen umgedreht und geht wieder auf Hexander los. Der hebt seinen Kampfstab und versucht, dem unbesiegbaren Gegner auszuweichen. Zwischen Stalagmiten und Feuerw\u00e4nden hat er kaum eine Aussicht. Korporal Garnspinner hat sich indessen vorgedr\u00e4ngt und packt die r\u00f6chelnde Praiosgeweihte unter den Armen.<br><strong>&#8220;Kopf weg, Soldat&#8221;<\/strong>, ruft Tejeran. Garnspinner glotzt kurz und duckt sich. <strong>&#8220;Ignifaxius Flammenstrahl&#8221;<\/strong>, dr\u00f6hnt Tejeran und st\u00f6\u00dft dem D\u00e4mon die Hand entgegen. Die Helden habe bei diesem Zauber Menschen und Raubtiere einfach tot umfallen sehen. Der H\u00f6llenbewohner scheint ihn nicht einmal zu bemerken. <strong>&#8220;Oha&#8221;<\/strong>, sagt Tejeran.<br>Die Helden st\u00fcrmen erneut los. Hexander braucht jede Hilfe. Als sie den Dreigeh\u00f6rnten von hinten sehen, erinnern sie sich an eine alte Sage: Der Held Ilkhold hatte mit Gnor&#8217;akir einen D\u00e4mon erschlagen, indem er ihm drei H\u00f6rner abschlug. Klickend f\u00e4llt Hexanders Stab auf den Boden. <strong>&#8220;Heiliger Argelion, steh mir bei&#8221;<\/strong>, ruft der Draconiter, als er hochgehoben wird. Die Krieger plazieren mit all ihrer Kraft gezielte Hiebe auf das Schwanzhorn. Die Wirkung sind zwei unscheinbare Kratzer. Soviel zu den alten Sagen. <strong>&#8220;Rondra&#8221;<\/strong>, kommt ihnen ein Ruf entgegen. Thundra! Aber auch er wird, jenseits der Barriere, f\u00fcr Hexander zu sp\u00e4t kommen. Dieser st\u00f6hnt auf. Der Nachtd\u00e4mon hat ihn zur Decke gehoben, aus der peitschende Ranken und Wurzeln zu wachsen beginnen.<br><strong>&#8220;Schie\u00dft ihn runter&#8221;<\/strong>, br\u00fcllt Raidri \u00fcber die Schulter. <strong>&#8220;Holt ihn runter! Egal, wie!&#8221;<\/strong><br>Rakorium sieht erstaunt aus. Dann hebt er den Zauberstab an einem Ende und wirft ihn in Richtung Hexander. Im Flug verwandelt sich der Stab in ein blau loderndes Flammenschwert. <br>Tejeran wirkt einen PARALY auf Hexander und rettet ihn vor dem Tod in den lodernden Flammen in die ihn die d\u00e4monischen Pflanzen zerren.<br>Hexanders Oberk\u00f6rper ist bereits vollst\u00e4ndig von den Flammen verschluckt, als ihn das Schwert erreicht. Kurz steht es knapp unter der Decke, dann schl\u00e4gt es zu. Hexander kippt kopf\u00fcber herunter und prallt gegen den Nachtd\u00e4mon. Erde und Ranken prasseln mit. An den Beinen h\u00e4ngt der paralysierte Draconiter noch fest.<br><strong>&#8220;Im Namen Rondras, dreh dich um, H\u00f6llenkreatur&#8221;<\/strong>, br\u00fcllt Thundra. Der Nachtd\u00e4mon reagiert tats\u00e4chlich.<br>W\u00e4hrend er sich umdreht, packt er Hexander und schleudert ihn beil\u00e4ufig weg wie eine Puppe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Rakorium&#8221;<\/strong>, br\u00fcllt Raidri. <strong>&#8220;Wir m\u00fcssen den D\u00e4mon zum Tageslicht bringen.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Das wird nicht &#8230;&#8221;<\/strong>, murmelt der alte Uhu. <strong>&#8220;Aber das Tageslicht zum D\u00e4mon &#8230;&#8221;<\/strong> Dann tritt er einige Schritte vor. Die Helden versuchen, ihn zu decken, aber der D\u00e4mon richtet ohnehin seine ganze Aufmerksamkeit auf Thundra. Wieder ein Geweihter! Verfolgt er die drei mit besonderem Ha\u00df? Rakorium hat indessen die Linke mit gespreizten Fingern gen Himmel gehoben. <strong>&#8220;Desintegratus Pulverstaub&#8221;<\/strong>, ruft der Magus. Von seiner Hand scheint ein Kegel himmelw\u00e4rts zu wachsen. Feuer, Erde und Stein verschwinden. Wie eine Himmelsmacht f\u00e4llt Sonnenschein herein. Der Geh\u00f6rnte br\u00fcllt, nein, das gesamte Gew\u00f6lbe br\u00fcllt. Die Stimme kommt von \u00fcberall gleichzeitig. Der Boden erbebt, Staub wirbelt von den W\u00e4nden, die Feuer lodern heftiger.<br><strong>&#8220;Deckt mich&#8221;<\/strong>, befiehlt der Magier. Die Helden springen dem D\u00e4mon wieder entgegen, der sich ihnen indessen zugewandt hat. Rakorium agiert mit weltvergessener Verbissenheit. F\u00fcr ihn scheint das ein spannendes Experiment zu sein, w\u00e4hrend sechs Schritt neben ihm der Nachtd\u00e4mon tobt. Er ber\u00fchrt beinahe die R\u00fccken der Helden, als er erneut die Hand hebt. Nat\u00fcrlich! Er muss das Sonnenlicht so nah wie m\u00f6glich an den Feind heranbringen. Als die Helden zuschlagen wollen, wischt der Nachtd\u00e4mon sie einfach beiseite. Sie rollen sich ab und sch\u00fcrfen \u00fcber den Stein. Doch da ist schon die n\u00e4chste Sonnens\u00e4ule gewachsen. Wieder br\u00fcllt das ganze Labyrinth auf. Das Beben rei\u00dft die Helden, ehe sie hochkommen, erneut von den Beinen. Die Flammen z\u00fcngeln bis in die Mitte der G\u00e4nge. Diesmal haben die W\u00e4nde sich bewegt! Hinter ihnen, tiefer unten, erklingt ein tiefes Dr\u00f6hnen. Die Helden versuchen zu begreifen, was nun geschieht. Das gesamte Gangsystem bricht zusammen \u2013 von unten nach oben! Aus den Tiefen w\u00e4chst eine Lawine aus Stein, Erdreich, Feuer und Sturm daher.<br>Korporal Garnspinner und die leblose Praiosgeweihte werden von den gesch\u00e4ndeten Elementen beinahe heraufgesp\u00fclt. Rakorium und Hexander sind die n\u00e4chsten. Der Magier hebt den Zauberstab und l\u00e4sst ihn kreisen. Ein magisches Feld legt sich um die Helden. Drei Schritt, bevor die Lawine die Helden erreicht, werden sie zur\u00fcckgeworfen. Irgend etwas trifft sie mit der Kraft von zwanzig Pferden. Und \u00fcber all dem dieses Br\u00fcllen!<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Helden die Orientierung wiedergewinnen, liegen sie in einem Gestr\u00e4uch \u2013 unter freiem Himmel. Es gibt kein Fleckchen Haut und keinen Knochen, die nicht schmerzen. Vor ihnen liegt der Erzmagier, dessen Schutzschild sie gerettet hat. Mehr zappelnd als k\u00e4mpfend befreien sie sich aus dem Gestr\u00fcpp. Im Zentrum des Rosengartens ist ein gewaltiger Krater, teils aufgesch\u00fcttet, teils, so ist zu vermuten, eingebrochen. Aus dem \u00fcbermannshohen Schuttwall ragt der Leichnam des Korporals: zerschmettert, verbrannt, auch wohl erstickt. Auf halbem Weg liegt Hexander. Sein Arm steht seltsam ab. Er wurde wohl paralysiert emporgeschleudert, doch ist er vorher schon so \u00fcbel zugerichtet gewesen &#8230;<br>Etwas abseits liegt Thundra. Sein Gesicht ist eine einzige Wunde, doch seine Lippen bewegen sich.<br>Raidri kniet nieder.<br><strong>&#8220;Haben wir ihn \u2026?&#8221;<\/strong> fl\u00fcstert Thundra.<br><strong>&#8220;Sieht so aus, alter Freund&#8221;<\/strong>, sagt Raidri und untersucht ihn. Das Kettenhemd scheint den meisten Schaden abgefangen zu haben; vielleicht rettete es ihm das Leben.<br>Alawin und Tejeran blicken sich um, Idra erhebt sich ganz in der N\u00e4he, von Dariyon, Praiala und Xolame fehlt jedoch jede Spur. <strong>&#8220;Raidri&#8221;<\/strong><br>Der Schwertk\u00f6nig wendet sich zu den Helden um.<br><strong>&#8220;La\u00df uns nachsehen!&#8221;<\/strong><br>Sie haben recht. Man feiert nicht, man versorgt nicht einmal die Wunden, bevor man nicht wei\u00df, da\u00df man allein auf dem Schlachtfeld ist. Langsam gehen sie zusammen auf den Krater zu. Rakorium kommt unterdessen st\u00f6hnend zu Bewu\u00dftsein.<br>Sie erklimmen den Erdwall, vorbei an dem toten Korporal. Irgendwo da unten liegt vermutlich auch die Leiche der Praiosgeweihten.<br>Den Helden ist nicht klar, was f\u00fcr einen Anblick sie erwartet hatten. Doch mitten im Krater, umgeben von etlichen Schritt tief aufgew\u00fchltem Boden, steht unbeschadet die Jaguarlilie im Sonnenlicht!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;Zu den Niederh\u00f6llen damit&#8221;<\/strong>, st\u00f6hnt Raidri auf. <strong>&#8220;Auf irgendeine Weise m\u00fcssen wir dringewesen sein \u2013 in dieser Blume. Und als das Sonnenlicht hineinfiel, hat sie uns &#8230; ausgekotzt.&#8221;<\/strong><br><strong>&#8220;Ja&#8221;<\/strong>, sagt Idra einfach, <strong>&#8220;aber der Nachtd\u00e4mon ist noch immer darin.&#8221;<\/strong> <strong>&#8220;Dann werden wir dieses H\u00f6llenunkraut jetzt j\u00e4ten!&#8221;<\/strong> Mit diesen Worten steigen die Helden die innere Kraterwand hinab.<br>Da und dort qualmt das Erdreich noch. Nahe der Lilie sehen sie zwei L\u00f6cher, durch die man bis in den unterirdischen Stollen sehen kann. <strong>&#8220;Achtung!&#8221;<\/strong> Die Jaguarlilie bl\u00e4ht sich in einem Wirbelsturm voll von Funken und metallischem Blitzen auf. Die S\u00e4ule w\u00e4chst vier Schritt hoch und verfestigt sich dann zu der Gestalt des Nachtd\u00e4mons. Krachend entfaltet er seine Schwingen auf volle Breite.<br><strong>&#8220;Ihr habt mein Inneres verbrannt&#8221;<\/strong>, dr\u00f6hnt seine Stimme, als k\u00e4me sie aus den tiefsten Tiefen eines Berges. <strong>&#8220;Daf\u00fcr werdet ihr mit euren Seelen bezahlen.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachtd\u00e4mon macht eine Bewegung, als wolle er Alawin umarmen. Die Helden erschrecken, wie wenig sechs Schritt Abstand sind.<br>Sie h\u00f6ren ein Knistern links zu ihren F\u00fc\u00dfen. Sofort springen sie zur Seite. Ein Rosenstrauch k\u00e4mpft sich aus der Erde hervor wie ein wildes Tier. Seine dornigen Zweige peitschen hinter den ausweichenden Helden her. <strong>&#8220;Es leuchtet nicht mehr&#8221;<\/strong>, sagt Idra jenseits des Strauches halblaut. Sie blickt auf ihr Schwert. <br>Verflucht, nat\u00fcrlich hat Rakorium nur eine Anwendung des magischen Lichtes gewirkt \u2013 und die hat Idra im Inneren der Jaguarlilie verbraucht.<br>Ihre Waffe wird keinerlei Wirkung zeigen. Schon wendet sich das Monstrum ihr zu. Knatternd \u00f6ffnet es die Fl\u00fcgel und stampft los. <br>Es sinkt in der aufgew\u00fchlten Erde nicht ein, ja, hinterl\u00e4sst nicht einmal Fu\u00dfspuren. Idra weicht zur\u00fcck, blickt dabei immer wieder \u00fcber die Schulter. <br>F\u00fcr die Helden jedoch ist das Terrain sehr wohl hinderlich.<br><strong>&#8220;Rondra&#8221;<\/strong>, ruft Alawin die G\u00f6ttin um Beistand an. Mit zwei Spr\u00fcngen setzt er \u00fcber die Gr\u00e4ben und greift von schr\u00e4g hinten an.<br>Das Schwert f\u00e4hrt fetzend durch die Flederschwinge und schlitzt die H\u00fcfte des D\u00e4mons. <strong>&#8220;Hl\u00fbthar&#8221;<\/strong>, ruft Raidri begeistert und greift ebenfalls an.<br>Es ist Alawin, als ob er auf einen massiven Plattenpanzer schlagen w\u00fcrde, so massiv ist die d\u00e4monische Panzerung des Nachtd\u00e4mons. Wo er getroffen hat ist eine klar erkennbare Spalte zu sehen, aus der Funken und Rauch spr\u00fcht. Das muss die Wirkung des Sonnenlichtes sein.<br>Zu fr\u00fch gefreut! Ein R\u00fcckhandschlag der Schwinge streift Raidri und wirft ihn in den Graben.<br>Erde spuckend klettert er wieder heraus. Idra ist schon fast bis zum Fu\u00df des Kraterwalles zur\u00fcckgewichen, und der D\u00e4mon folgt ihr beharrlich.<br>Raidri beginnt zu laufen. <strong>&#8220;Nach rechts&#8221;<\/strong>, ruft er. <strong>&#8220;Sie hat keine brauchbare Waffe!&#8221;<\/strong>. Raidri setzt \u00fcber einen Graben, w\u00e4hrend sie seitlich ausbricht.<br>Der Feind dreht sich nach ihr um und l\u00e4sst donnernd eine Feuers\u00e4ule vor ihr wachsen. Idra stoppt und wirbelt herum. Der D\u00e4mon \u00f6ffnet begehrlich seine Schwingen.<br><strong>&#8220;Hier!&#8221;<\/strong>, ruft Raidri und wirft eines seiner Schwerter. Radschlagend wirbelt es zwischen den beiden hindurch und bohrt sich mit der Spitze in den Boden. Idra geht in die Knie und packt die Waffe. Dabei w\u00e4chst das Ungeheuer vor ihr in die H\u00f6he. <br>Dann sieht man wie sie mit der schwarz blitzenden Klinge ausholt \u2013 da schlagen die gewaltigen Fledermausfl\u00fcgel \u00fcber ihr zusammen.<br>Der Nachtd\u00e4mon hat die Schwingen vor der Brust gefaltet. In Brusth\u00f6he stehen Idras Beine heraus. Sie k\u00e4mpft und tritt nach ihm.<br>Endlich sind die Helden heran. <strong>&#8220;Ich komme!&#8221;<\/strong> Beidh\u00e4ndig holt Alawin aus und zieht die Klinge senkrecht durch, so kr\u00e4ftig, da\u00df er den Hieb bis in die Schulter f\u00fchlt. Die Wunde ist fast einen Schritt lang. Feuerregen spr\u00fcht ihnen entgegen. Der Nachtd\u00e4mon \u00f6ffnet die Schwingen und dreht sich um. Idra st\u00fcrzt herab, das Schwert noch in der Hand. Alawin t\u00e4nzelt, duckt sich und versucht, den Angriff des Niederh\u00f6llischen vorherzusehen. Als er die Fl\u00fcgel ganz ge\u00f6ffnet hat, kommt die Windb\u00f6e. Der Sto\u00df hebt Alawin aus und schleudert ihn r\u00fccklings auf die Erde.  Er versucht, sich abzurollen, als er aber aufkommt, \u00f6ffnet sich der Boden unter ihm. Mit den Schultern voran sinkt er in einen Haufen schwarzer fauliger Gartenerde. Eine namenlose Panik ergreift ihn. Nun geht es ihm ans Leder. Er sp\u00fcrt Angst und Wut, macht sich steif wie ein Brett.<br>Mit abgespreizten Gliedma\u00dfen stemmt Alawin sich aus seinem Grab.<br>Er kann h\u00f6ren, wie die Sehne an seiner linken Schulter rei\u00dft, und f\u00fchlt, wie der Arm nachgibt. Aber er ist drau\u00dfen.<br>Sein erster Blick gilt Idra. Wo sie gelegen hat, sind metallene Spitzen in die H\u00f6he gewachsen.<br>Der Nachtd\u00e4mon hat wieder die Schwingen zu seiner t\u00f6dlichen Umarmung geschlossen \u2013 und diesmal sind nicht einmal Idras Beine zu sehen.<br>Noch einmal kommt er zum Stehen.<br>Die andere Seite. Er wechselt mit humpelnden Spr\u00fcngen hin\u00fcber. Irgend etwas ist mit seinem Bein. <strong>&#8220;Idra, halt durch!&#8221;<\/strong><br>Unvermittelt \u00f6ffnet der Nachtd\u00e4mon seine Schwingen und l\u00e4sst die brennende Heldin reglos zu Boden st\u00fcrzen w\u00e4hrend eine S\u00e4ule aus d\u00e4monischem Feuer unter Alawin aus dem Boden schie\u00dft.<br>Alawin springt hindurch und holt weit aus, doch der D\u00e4mon l\u00e4sst ihn in die gestreckte Klaue laufen. W\u00e4hrend der Schwerthieb nur \u00fcber den d\u00e4monischen Panzer kratz sp\u00fcrt der Krieger wie der D\u00e4mon ihm mit der Klaue geradezu das Leben aus dem K\u00f6rper rei\u00dft. Keine derische R\u00fcstung sch\u00fctzt vor diesem Gesch\u00f6pft.<br>Alawin prallt zur\u00fcck und Raidri wird von einem Schwanzfeger zu Boden geworfen. Mit dr\u00f6hnendem Lachen entfesselt der Nachtd\u00e4mon erneut einen unheiligen Rosenstrauch, der unter dem gest\u00fcrzten Schwertk\u00f6nig emporsprie\u00dft und ihn am Boden h\u00e4lt.<br>Raidri stemmt sich dagegen und windet sich in den Ranken. Alawin st\u00f6\u00dft erneut zu, doch diesmal etwas defensiver, der D\u00e4mon wendet sich jedoch gegen Rakorium. Eine Orkanb\u00f6e trifft den Erzmagier und schleudert ihn zur\u00fcck. St\u00f6hnend landet er in einer Kolonie d\u00e4monischer Pestsporenpilze. <strong>&#8220;Hierher!&#8221;<\/strong>, ruft Tejeran und zaubert einen GARDIANUM. Hexander humpelt zu ihm und beginnt zu beten. <strong>&#8220;Im Namen Hesindes, der Herrin Rondra und ihrer g\u00f6ttlichen Geschwister: Unheiliges Gez\u00fccht, weiche zur\u00fcck!&#8221;<\/strong><br>Lachend wendet sich der Nachtd\u00e4mon erneut ab und t\u00f6tet demonstrativ den schwer verletzten Korporal vor den Augen der Helden, die sich mit magischem und geweihtem Schutz umgeben haben.<br><strong>&#8220;Nein!&#8221;<\/strong>, schreit der immer noch in den Ranken verstrickte Raidri als der D\u00e4mon seine Schwingen \u00f6ffnet um Alawin, den einzigen verbliebenen K\u00e4mpfer, zu packen.<br>Gerade um Haaresbreite gelingt es dem albernischen Krieger dem Angriff zu entgehen und zur\u00fcckzuweichen. Da schie\u00dft auch schon eine Flammens\u00e4ule empor. Mit einer solchen Gewalt bedr\u00e4ngt der Nachtd\u00e4mon den Krieger, dass er zu gar keinen eigenen Angriffen kommt. Als es Raidri gelingt sich zu befreien kommt er gerade rechtzeitig um den D\u00e4mon von Alawin abzulenken der bereits dem Tode nahe ist.<br>W\u00e4hrend der Schwertk\u00f6nig ohne R\u00fccksicht auf sein eigenes Leben unter Aufgabe jeder Verteidigung angreift gelingt es Alawin einen Heiltrank einzunehmen und den D\u00e4mon mit einem Hammerschlag zu treffen. Im selben Augenblick l\u00f6sen sich zwei Kugelblitze aus den Augen des maraskanischen Zauberers und schlagen in den Nachtd\u00e4mon ein.<br>Die Helden zucken zur\u00fcck, als sie das Ger\u00e4usch sich faltender Schwingen h\u00f6ren. Die Fl\u00fcgel flattern wie ein zerfetztes Segel im Wind, als sie sich um den Nachtd\u00e4mon legen. Die Selbstumarmung scheint noch zu bestehen, als sich der Leib bereits mit hundert Spr\u00fcngen \u00fcberzieht, auch dann noch, als er in tausenden von Brocken zerf\u00e4llt und zerbirst. Widerliche Reste wirbeln den Helden um die Ohren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kampf ist vorbei. Der Nachtd\u00e4mon ist besiegt. Zerfallen in stinkende Asche und glosende Brocken sich langsam aufl\u00f6senden Fleisches. Einige Minuten verstreichen ehe die Helden sich sicher sind, dass sie den Sieg errungen haben. Immer noch ist der Burggarten von b\u00f6sartigen daimoniden Pflanzen \u00fcberwuchert. Nach der ersten Wundversorgung wird den Helden ihre Lage bewusst. Rakorium, Tejeran, Alawin, Idra, Raidri, Thundra und Hexander sind schwer verletzt aber am Leben. Die Leiche Korporal Garnspinners ist kaum noch identifizierbar. Die von Hochw\u00fcrden Zidonia von Binsenbeck und Hauptmann Riemschneider sind wenn, dann nur mittels langer Grabungen zu bergen. Praiala, Dariyon und Xolame sind verschollen, wahrscheinlich versch\u00fcttet, in den G\u00e4ngen unter dem Molchenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Helden sich etwas erholt haben beginnen sie damit die L\u00f6cher im Krater freizulegen. Pl\u00f6tzlich kommt es zu einem Erdrutsch. Alawin, Idra und Tejeran st\u00fcrzen in die Tiefe und finden sich in einer dunklen Kaverne wieder. Durch die Einsturzstelle \u00fcber ihnen sind so viele Felsen und Steinbrocken nachgerutscht, dass sie keine M\u00f6glichkeit sehen auf diesem Weg wieder zur\u00fcck zu gelangen. Im Licht von Tejerans Ewiger Flamme sehen sie sich um und finden mehrere Ausg\u00e4nge. Sie scheinen sich in einem weitl\u00e4ufigen Netz uralter H\u00f6hlen zu befinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Helden wandern durch die H\u00f6hlen. Schutt und Ger\u00f6ll machen es ihnen schwer voranzukommen, immer wieder gibt es Stellen an denen sie Klettern m\u00fcssen und die schroffen, nat\u00fcrlichen Felsw\u00e4nde werfen Schatten in denen man leicht Abzweigungen oder versteckte Feinde \u00fcbersehen kann. Bald haben sie die Orientierung verloren und sich in den weit verzweigten G\u00e4ngen des H\u00f6hlenlabyrinths verlaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich erreichen sie einen Gang der an seinem Ende zugemauert wurde. In der Mauer befindet sich eine T\u00fcr aus uraltem Holz. Die Helden \u00f6ffnen sie und finden eine Gruppe von Orks. Die Schwarzpelze greifen sie ohne zu z\u00f6gern an, doch die Helden behalten die Oberhand. Tejeran hat den Anf\u00fchrer der Orkbande paralysiert und als sie ihn befragen finden sie heraus, dass die Orks einem menschlichen Zauberer namens Dracul dienen. Sie suchen f\u00fcr ihn nach Sch\u00e4tzen im Molchenberg, der jedoch auch Gefahren birgt.<br>Ein Sonnenszepter liegt neben der Feuerstelle und der Ork best\u00e4tigt, dass sie eine Praiotin in den Stollen gefunden haben. Diese wurde get\u00f6tet und von den Orks gefressen. Erschrocken fragen die Helden wann dies war und als der Ork best\u00e4tigt, dass es mehrere Wachwechsel her ist hoffen die Helden, dass es sich nicht um Praiala handelt sondern vielleicht um die vermisste Inquisitorin aus Beilunk, Praiosnai von Wei\u00dfensee.<br>Nachdem die Helden die Kriegskasse gepl\u00fcndert haben fesseln sie den gefangenen Ork und machen sich wieder auf die Suche.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem angrenzenden Gang treffen sie auf eine Orkpatrullie und schlie\u00dflich, hinter einem d\u00e4monischen Spiegel, auf die Halle des Zauberers Dracul. Dieser, ein greiser norbardischer Magier, begegnet ihnen mit einer erschreckenden Illusion, hetzt vier Orkkrieger auf sie und bezaubert Alawin und Idra mit einem Schw\u00e4chungszauber. Als die Helden nun stark geschw\u00e4cht sind hetzt er Tejeran, den maraskanischen Verwandlungsmagier, mittels KARNIFILO auf sie und teleportiert sich weg. Die Helden k\u00f6nnen gerade noch fliehen bevor Tejeran sich in Tierform auf sie st\u00fcrzt. Nachdem der Zauber von ihm abgefallen ist untersuchen die Helden die Halle und finden im Lager Draculs eine <a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne_wiki\/doku.php?id=dsa:paralysis_brosche\">goldene Brosche<\/a> und zwei Briefe.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"sp-wrap sp-wrap-default\">\n<div class=\"sp-head\" title=\"Erweitern\">\nErster Brief des Korobar\n<\/div>\n<div class=\"sp-body folded\">\n<p>Sechronoth\u00b9 Dracul!<\/p>\n<p>Akilja hat einen Zugang zum Inneren des Molchenberges gefunden. So die Legenden in den alten Schriften der Wahrheit entsprechen befindet sich Karasuk\u2019s Verm\u00e4chtnis im Inneren des Burgberges.<br \/>\nEs steht zu vermuten, dass ihr auf bewaffneten Widerstand durch seine auf ewig gebundenen Diener trefft. Nehmt sicherheitshalber genug Waffenknechte mit.<br \/>\nWie ich schon bei unserem Gespr\u00e4ch in Weiden anmerkte ist es mit den richtigen Zaubern und den n\u00f6tigen Druckmitteln ein Leichtes eine Sippe der abergl\u00e4ubischen Schwarzpelze der Schwarzen Sichel in eure Dienste zu zwingen.<br \/>\nAkilja erwartet euch &#8220;Am alten Pranger&#8221;, fragt nach &#8220;der h\u00fcbschen Schankmagd&#8221; wenn ihr sie nicht dort antrefft. F\u00fcr alle F\u00e4lle, der Eingang zum Berg f\u00fchrt durch die Familiengruft derer von Dornmoor. Akilja hat mit Schattenkreide einen Zinken angebracht der euch den Weg weist, sofern sie es nicht selber tut.<br \/>\nAchtet darauf, dass die Stadtgarde eure Anwesenheit nicht bemerkt.<br \/>\nEure h\u00f6chste Priorit\u00e4t ist die Ingredienz sicherzustellen. Alle anderen Pl\u00e4ne sind zweitrangig. Jegliche Mitstreiter sind entbehrlich. Sendet einen Botenvogel sobald ihr liefern k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Vi veri Tijakool\u00b2 mortem vivus vincimur!\u00b3<br \/>\nKorobar<\/p>\n<p>\u00b9 \u2026 Alaani f\u00fcr &#8220;Wichtige Nachricht&#8221;<br \/>\n\u00b2 \u2026 Der Name Tijakool gleicht der Lautschrift des Zahyad f\u00fcr den gesprochenen Teil des Thesiskerns des Wahren Namens der Herrin der Untoten. Eine unter Schwarzmagiern \u00fcbliche Verwendungsweise w\u00e4hrend Wei\u00dfmagier aus Vorsicht nur Umschreibungen verwenden. In der Grauen Gilde wird aus Respekt vor der Macht des Zahyad \u00fcblicherweise stattdessen das echsische Zelemja (In diesem Fall der Name &#8220;Thargunitoth&#8221;) verwendet.<br \/>\n\u00b3 \u2026 Bosparano f\u00fcr &#8220;Mit der Macht von Tijakool werden wir den Tod besiegen&#8221;<\/p>\n<div class=\"spdiv\">[Einklappen]<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<div class=\"sp-wrap sp-wrap-default\">\n<div class=\"sp-head\" title=\"Erweitern\">\nZweiter Brief des Korobar\n<\/div>\n<div class=\"sp-body folded\">\n<p>Victoria aut mors\u00b9 Dracul!<\/p>\n<p>Wir haben die Lieferung erhalten!<br \/>\nDas Ziel ist zum Greifen nahe.<\/p>\n<p>Die Katakomben des Molchenberges sollten euch f\u00fcr eure Arbeit mehr als entsch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Vi veri Tijakool\u00b2 mortem vivus vincimur!\u00b3<br \/>\nKorobar<\/p>\n<p>\u00b9 \u2026 Bosparano f\u00fcr &#8220;Sieg oder Tod&#8221;<br \/>\n\u00b2 \u2026 Der Name Tijakool gleicht der Lautschrift des Zahyad f\u00fcr den gesprochenen Teil des Thesiskerns des Wahren Namens der Herrin der Untoten. Eine unter Schwarzmagiern \u00fcbliche Verwendungsweise w\u00e4hrend Wei\u00dfmagier aus Vorsicht nur Umschreibungen verwenden. In der Grauen Gilde wird aus Respekt vor der Macht des Zahyad \u00fcblicherweise stattdessen das echsische Zelemja (In diesem Fall der Name &#8220;Thargunitoth&#8221;) verwendet.<br \/>\n\u00b3 \u2026 Bosparano f\u00fcr &#8220;Mit der Macht von Tijakool werden wir den Tod besiegen&#8221;<\/p>\n<div class=\"spdiv\">[Einklappen]<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n<p>Nach einer kurzen Rast machen sich die Helden erneut auf den Weg. Immer wieder finden sie weitere Kreuzungen und Irrwege. Hier und da entdecken sie auch Fallen wie Druckplatten die Klingen aus der Wand fahren lassen und eine riesige Steinkugel die sich pl\u00f6tzlich in Bewegung setzt. Gerade noch k\u00f6nnen die Helden sich auf ihrer Flucht hinter einige Felsen retten. Die Steinkugel rei\u00dft eine steinerne Wand nieder.<br>Hinter dem Wanddurchbruch gelangen die Helden in einen uralten Gang. Von W\u00e4nden und Decke gefallene Steine liegen auf dem Boden. Wasser tropft unabl\u00e4ssig von der Decke und bildet kleine Pf\u00fctzen. Nie zuvor gesehene Pilzgeflechte \u00fcberwuchern an zahlreichen Stellen die Steine, und ein modrigscharfer Geruch liegt in der Luft. Es gibt immer wieder Stellen, an denen die Decke eingest\u00fcrzt ist, so dass man \u00fcber Ger\u00f6ll steigen muss. Als ihr kurz inne haltet, meint ihr neben dem stetig tropfenden Wasser ein weiteres Ger\u00e4usch zu vernehmen. Oder ist es ein Gef\u00fchl? Es klingt wie zwei gigantische M\u00fchlr\u00e4der, die sich gegeneinander drehen und eine Beklemmung in euch ausl\u00f6sen. Unwillk\u00fcrlich m\u00fcsst ihr an Geschichten und Legenden denken, die man sich \u00fcber den Molchenberg erz\u00e4hlt.<br>Sie erreichen eine nat\u00fcrliche H\u00f6hle die wie ein unterirdischer Megalithbau wirkt. Den hinteren Teil der H\u00f6hle bildet ein scheinbar bodenloser Abgrund, in dessen N\u00e4he das beklemmende Gef\u00fchl beinahe unertr\u00e4glich wird. Im Zentrum der H\u00f6hle thront eine etwa vier Schritt hohe Stele aus dunklem Gestein, umgeben von Steinstatuen. Um sie herum sind im Kreis aufget\u00fcrmte Steinhaufen zu erkennen.  Erst bei genauerer Betrachtung k\u00f6nnen die Helden erkennen, dass es sich um die Statuen von Trollen handelt. Sie sind \u00fcber drei Schritt hoch, die langen zotteligen Haare und der Bart reichen den Trollen fast bis zu ihren G\u00fcrteln, \u00fcber die Schultern scheinen sie Felle wilder Tiere geworfen zu haben. Seltsamerweise wurden die Statuen so errichtet, dass sie sich mit den H\u00e4nden an die Stele klammern, und ein schmerzverzerrter Ausdruck ist in den Gesichtern der Trolle zu erkennen. Die Statuen wirken fast lebendig &#8230; Die Steinhaufen um sie herum sind in einer seltsamen Anordnung im Kreis um die Stele aufget\u00fcrmt und scheinen keinem erkennbaren Zweck zu dienen. Die Stele selbst ist \u00fcbers\u00e4t mit archaischen Zeichen und seltsamen Piktogrammen.<br>Tejeran versucht mit einem ODEM zu erkennen ob die Stele von Magie durchflossen ist, der Zauber verursacht jedoch nur einen glei\u00dfenden Lichtblitz.<br>Die Helden kommen zu der \u00dcberzeugung, dass es sich um eine Stele trollischer Herkunft handelt deren Magie vielleicht jene Macht eind\u00e4mmt deren schreckliche Pr\u00e4senz in der N\u00e4he des bodenlosen Abgrundes greifbar wirkt.<br>Schlie\u00dflich wandern die Helden weiter. Sie beginnen Karten zu zeichnen, nach Fallen zu suchen und sich vorsichtiger fortzubewegen um weitere Konfrontationen vermeiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Gang entdecken sie eine Abzweigung die zu einem eisernen Fallgitter f\u00fchrt, das wohl \u00fcber einen Mechanismus bewegt werden kann. Allein das Gewicht ist zu gro\u00df um es per Hand anzuheben. Der Mechanismus scheint magisch zu sein und sich in der Felswand zu befinden. Im Boden unter dem Gitter befindet sich mittig im Gang eine handtellergro\u00dfe, glattpolierte Mulde im Stein. Am Schlussstein des Torbogens entdecken die Helden ein Relief das ein auf die Spitze gestelltes Quadrat darstellt.<br>Nachdem sie keinen Weg gefunden haben den Durchgang zu \u00f6ffnen, kehren sie erneut zur letzen Abzweigung zur\u00fcck und suchen weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich erreichen die Helden eine H\u00f6hle in der ein gro\u00dfer Steingolem den Weg blockiert. Hinter ihm befindet sich ein steinernes Portal. Es gelingt ihnen den Steingolem zu \u00fcberwinden und dank <a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne_wiki\/doku.php?id=dsa:phexens_handschuhe\">Phexens Handschuhen<\/a> schafft Idra es den geheimen Mechanismus zum \u00f6ffnen des Steinportales zu aktivieren.<br>Dahinter befindet sich ein quadratischer Raum der aus dem Fels gehauen wurde. Durch kurze Trennw\u00e4nde sind ringsherum elf Nischen abgeteilt. Der Raum ist in ein ged\u00e4mpftes Licht getaucht, das aus einer gro\u00dfen \u00d6ffnung in einer Zwischendecke nach unten f\u00e4llt. Die Lichtquelle ist von unten jedoch nicht auszumachen.<br>Vor den Nischen finden sich im Boden Reliefsteine die verschiedene Symbole zeigen.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Der Reliefstein vor der ersten Nische zeigt ein Auge aus dem ein Blitz schl\u00e4gt. Die Nische selber wird von einem nachtschwarzen Vorhang verschlossen.<\/li><li>Die Abbildung vor der zweiten Nische ist ein Schwert das im Fels steckt. In der Nische liegt ein gewaltiger Felsbrocken, den wohl zehn M\u00e4nner nicht heben k\u00f6nnten. In dem Stein steckt ein schmuckloses Schwert.<\/li><li>Am Boden vor der dritten Nische findet sich ein Reliefstein der einen Brillanten zeigt. Dahinter liegt ein kleiner Gegenstand am Boden, der von einem Tuch verdeckt wird.<\/li><li>Der Reliefstein der vierten Nische ist eine Intarsienarbeit die ein Sechseck zeigt aus dessen Seiten Pfeile nach Au\u00dfen zeigen. Die Linien sind mit feinem Golddraht in den Stein eingelegt. In der Nische selbst liegt am Boden eine schwarze Basaltplatte. Sie ist etwa einen Schritt im Durchmesser und auf das feinste poliert. In der Mitte der Platte ist eine handtellergro\u00dfe Scheibe aus Mindorium eingelegt, auf der das mit Sorgfalt ziselierte Bild eines abnehmenden Mondes zu erkennen ist. Direkt \u00fcber der Basaltplatte befindet sich an der Zwischendecke eine etwa einen halben Schritt gro\u00dfe kreisrunde Scheibe. Sie ist von dunkelroter Farbe und sieht aus wie Glas. Die magische Macht ist selbst f\u00fcr Nichtmagier beinahe greifbar. Als die Helden die Anordnung erblicken erinnert es sie deutlich an die Dunklen Pforten in Borbarads Schwarzer Feste aber auch im Tal Liscoms von Fasar.<\/li><li>Vor der f\u00fcnften Nische befindet sich ein Reliefstein der ein wehendes Banner \u00fcber einem Pfeil zeigt. In der Nische steht eine \u00fcbermannsgro\u00dfe schwarze Holzstange mit silbergl\u00e4nzender Spitze. Um den oberen Teil der Stange ist ein braunes Tuch gewickelt, welches von ledernen Schn\u00fcren zusammengehalten wird. Das Banner sieht sehr alt aus, vermodert ist es jedoch \u00fcberhaupt nicht.<\/li><li>Die sechste Nische hat keine Abbildung auf dem Reliefstein und scheint zudem vollst\u00e4ndig leer zu sein.<\/li><li>Der siebte Reliefstein zeigt eindeutig einen Drachen. Welcher Zusammenhang aber zu der schlichten Eisenkugel besteht, die in der Nische liegt, ist r\u00e4tselhaft. Die Eisenkugel hat einen Durchmesser von etwa 12 Finger. Die Oberfl\u00e4che ist ru\u00dfgeschw\u00e4rzt und nicht verziert. An einigen Stellen sind Schrammen, Kratzer und Rost zu finden und ein leichter Modergeruch haftet ihr an.<\/li><li>Das Bild, das den achten Gegenstand kennzeichnet, sieht aus wie eine altert\u00fcmliche Standharfe. Und wirklich, in der Nische steht ein Instrument von klassischer Sch\u00f6nheit, wie es seit Menschengedenken in Aventurien nicht mehr hergestellt wird. Das dunkle Holz gl\u00e4nzt mit einem seidigen Schimmer, und an den st\u00e4hlernen Saiten ist kein stumpfer Fleck. Die Helden trauen ihren Augen kaum. Vor ihnen steht doch tats\u00e4chlich die Harfe der Zw\u00f6lf Winde des Lichtelfen Dagal, die sie in Borbarads Schatzkammer in der Schwarzen Feste gesehen haben.<\/li><li>Die neunte Nische bezeichnet ein Reliefstein mit der Abbildung eines Schenkelknochens, der auf seiner L\u00e4nge von mehreren L\u00f6chern gekennzeichnet ist. Die Nische selbst ist jedoch leer.<\/li><li>Die Steindarstellung am Boden vor der zehnten Nische sieht aus wie ein Topf, \u00fcber dessen \u00d6ffnung d\u00fcnnes Leder gespannt ist. In der Nische selbst steht eine Holztruhe.<\/li><li>Das im Boden eingelassene Zeichen, und die in der elften Nische liegende zusammengerollte Strickleiter, lassen vermuten, da\u00df es hier einen Abstieg gibt. Aber wo ist er? An der R\u00fcckwand der Nische, zwei Handbreit \u00fcber dem Boden und drei Handbreit voneinander entfernt, sind zwei eiserne Haken eingemauert.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Helden brechen noch am selben Tag in Richtung Warunk auf. Sie folgen der Herzogenstra\u00dfe nach Norden. Die Sonne steht hoch am Himmel und das weite Tal des Flusses Radrom steht in saftigem Gr\u00fcn. Bei ihrer ersten Rast stellt sich der Hesindegeweihte als Hexander Scherenschleifer vor. 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