﻿{"id":853,"date":"2017-04-11T20:53:32","date_gmt":"2017-04-11T18:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/?p=853"},"modified":"2019-07-05T14:11:00","modified_gmt":"2019-07-05T12:11:00","slug":"final-countdown","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/final-countdown\/","title":{"rendered":"Final Countdown"},"content":{"rendered":"<div class=\"aventurien-date noselect\">\n    <div class=\"aventurien-date-bg\">\n        <div class=\"aventurien-date-banner\">\n            <div class=\"aventurien-date-banner-month\">NLT<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-day \">5<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-banner-year\">1013 BF<\/div>\n        <\/div>\n        <div class=\"aventurien-date-info\">\n            <div class=\"aventurien-date-info-post\"><a href=\"http:\/\/www.dalijna.de\/rpg_sonne\/final-countdown\/\">Final Countdown<\/a><\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-text\">Shihayazad, Der dessen Namen man nicht rufen soll, der unbesiegbare Sph\u00e4renspalter, der den keine Waffe zu \u00fcberwinden vermag<\/div>\n            <div class=\"aventurien-date-info-location\">Ysilien, Tobrien, Mittelreich<\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n<p>Der Nebel von gestern ist verschwunden, der Himmel ist hellblau und klar, die Sonne geht auf.<\/p>\n<p>Und der Himmel verdunkelt sich&#8230;<\/p>\n<p>Die Ruhe w\u00e4hrt nicht lange, nach einer Wegstunde brausen dunkle schwarze Wolken aus dem Western herbei und es wird binnen weniger Augenblicke dunkel wie in der finstersten Nacht &#8211; winzige eisige Regentropfen prasseln stechend auf die Helden ein, ehe aus dem Regen Hagel wird und auf die Helden herabprasselt.<br \/>\nEs riecht nach Schwefel und Blitze erhellen immer wieder den Himmel\u00a0&#8211; auch wenn kein Donner zu h\u00f6ren ist. In den Wolken zeichnet sich gro\u00df wie ein Titan ein d\u00e4monisches Antlitz ab.<br \/>\nRingsherum sind D\u00e4monenfratzen zu sehen und alptraumhaftes Kreischen zu h\u00f6ren. Mehr als eine Stunde k\u00e4mpfen sich die Helden durch das Unwetter vorw\u00e4rts &#8211; schlie\u00dflich l\u00e4sst der Sturm unvermittelt wieder nach und der Wind schweigt, die Wolken verziehen sich\u00a0 &#8211; nur der Gestank nach Schwefel bleibt in der Luft h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die Helden rappeln sich wieder auf und sehen sich um &#8211; und als sie Bestand aufnehmen stellen sie fest, dass die beiden Adepten verschwunden sind.<br \/>\nDie Helden rufen nach ihnen und suchen sie &#8211; Alawin sucht nach Spuren, Dariyon sucht sie &#8211; aber sie k\u00f6nnen keine finden, der Sturm hat alle Spuren zerst\u00f6rt.\u00a0Tejeran verwandelt sich in den roten Maran und sucht die beiden fliegend.<\/p>\n<p>Dariyon erkennt ringsumher auf den H\u00fcgelk\u00e4mmen die Umrisse der d\u00e4monischen Kreaturen, die die Gruppe verfolgt haben und an diesem Tag bereits mit freiem Auge sehr deutlich zu erkennen sind &#8211; erst wenn sie fixiert werden, beginnen sie sich aufzul\u00f6sen.<br \/>\nDrei b\u00f6se leuchtende Augen, am R\u00fccken drei\u00a0H\u00f6rner &#8211; Zauberkundige\u00a0erkennen einen tief purpurnen Schimmer, der sie umgibt.<br \/>\nDie Helden beschlie\u00dfen aufzusteigen und wieder loszureiten &#8211; die d\u00e4monischen Kreaturen\u00a0lassen den Helden nur den Weg nach Osten und sie beschlie\u00dfen sich in diese Richtung zu wenden.<br \/>\nTejeran findet schlie\u00dflich wieder zur Gruppe, nachdem er die beiden Adepten nicht gefunden hat und schlie\u00dft sich der Gruppe wieder an.<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter &#8211; es ist immer noch Morgen &#8211; h\u00f6ren die Helden das Dr\u00f6hnen vieler Hufe die sich ihnen von Westen her n\u00e4hern. Am Horizont erkennen sie einen Pulk Reiter, die sich den Helden n\u00e4hern. Sie k\u00f6nnen wehende Banner erkennen. Als sich die Reiter n\u00e4hern, geht mit der d\u00e4monischen Meute eine seltsame Wandlung vor, sie verharren wie versteinert und fliehen schlie\u00dflich panisch. Praiala erkennt das Banner des Ordens vom Bannstrahl Praios&#8217; als erste.<\/p>\n<p>Die Reiter bringen die Pferde knapp vor den Helden zu stehen &#8211; die sechs Anf\u00fchrer der Reiterschar stehen direkt vor den Helden.<br \/>\nEiner der\u00a0Anf\u00fchrer konfrontiert\u00a0die Helden. Er hinterfragt ihre Beweggr\u00fcnde w\u00e4hrend der Namenlosen Tage durchs Land zu reisen und macht keinen Hehl daraus sie\u00a0verd\u00e4chtig zu finden. Die Bannstrahler behandeln die Helden herablassend aus ihrer\u00a0milit\u00e4risch \u00fcberlegenen Lage, aufgrund ihrer \u00dcberzahl. Sie erkl\u00e4ren, dass Rapherian von Eslamshagen, Ordensmeister des Bannstrahlklosters zu Eslamshagen, eine arkane\u00a0Ersch\u00fctterung zu Beginn der Namenlosen Tage sp\u00fcrte, was den Orden in Aufruhr versetzte. Nun sind sie, und viele andere Br\u00fcder vom Orden auf der Suche nach dem Ursprung\u00a0dieses\u00a0unheiligen Zeichens.<br \/>\nEiner der Bannstrahler fixiert\u00a0die Helden mit finsterer Miene, zeigt dann mit dem Finger auf Dariyon und sagt: <em>&#8220;Bei Praios, dem allm\u00e4chtigen Herren aller Sph\u00e4ren. Ich erkenne ihn, ich erkenne ihn deutlich. Der G\u00f6ttliche hat mir seine Erleuchtung zuteil werden lassen. Dort ist der Frevler, dort, er tr\u00e4gt das unheilige\u00a0Artefakt\u00a0des verderbten Gottes. Bringt mit das verfluchte, auf dass wir es Ihm zu Ehren vor seinem Altar darbringen m\u00f6gen. Ergreift ihn!&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Die Helden wollen sich bereitwillig f\u00fcgen, auch wenn\u00a0sie sich\u00a0bereits ausmalen k\u00f6nnen wie wenig man ihnen Glauben schenken wird. Dann ert\u00f6nt pl\u00f6tzlich ein Horn und eine Schwadron Krieger des Ordens des Ersten donnert heran. Es kommt zu einem schweren Gefecht bei dem die Helden nur versuchen m\u00f6glichst unversehrt zu entkommen. Alawin sch\u00e4tzt, dass die Angreifer taktisch \u00fcberlegen sind.\u00a0Im Kampfget\u00fcmmel gefangen scheint es\u00a0keinen Ausweg zu geben als pl\u00f6tzlich ein Wagen heranrast und dabei zwei Ritter aus dem Weg r\u00e4umt. Auf dem Kutschbock sitzt Valpo, der Schneider, den die Helden am Vortag verloren geglaubt hatten und signalisiert ihnen ihm zu folgen.<br \/>\nDer Wagen ist rasch\u00a0als einer der Gauklerwagen wiedererkannt und als\u00a0er die Helden passiert nimmt Alawin die Z\u00fcgel der Pferde und bindet sie mit einem Seil hinten am Wagen an bevor er sich auf das Dach des Gef\u00e4hrts\u00a0rettet. Die Anderen springen schnell ins Innere des Wagens und schon donnert das Fahrzeug durch die Reihen der K\u00e4mpfenden davon.<\/p>\n<p>Alawin erkennt\u00a0dass sie verfolgt werden und sieht sich zwei K\u00e4mpfern gegen\u00fcber die auf das Dach des Wagens klettern. Die Fahrt geht gef\u00e4hrlich schnell ein Gef\u00e4lle hinab entlang einer Klippe. Steine fallen in den Abgrund als der Wagen in rasender Fahrt an der Felswand entlangjagt. Alawin kann sich der beiden Angreifer entledigen w\u00e4hrend Xolame mehrere Verfolger mit der Windenarmbrust vom Pferd schie\u00dft. Tejeran sch\u00fctzt den Wagen gerade noch rechtzeitig mit einem Gardianum gegen den Feuerzauber eines Feindes bevor auch dieser von Xolame getroffen vom Pferd st\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Erst als der Wagen einen Wald erreicht und dort einem Weg folgenden\u00a0einige Zeit unterwegs ist, ohne dass den Helden weitere Verfolger aufgefallen w\u00e4ren, z\u00fcgelt Valpo die Pferde.<\/p>\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter passiert eine adelige Jagdgesellschaft die Helden. Xolame legt auf eine der Adeligen an, eine bildh\u00fcbsche junge Frau, gr\u00fcn\u00e4ugig mit flammendroter Lockenpracht, wohl das Ebenbild dessen was sich der einfache Aventurier unter einer sch\u00f6nen Hexe vorstellt. An ihrer Seite reitet ein etwa siebenj\u00e4hriger Knabe mit auffallend hellem Haar, ein Albino, so m\u00f6chte man\u00a0vermuten, doch hat er, wie sie, smaragdgr\u00fcne Augen. Der Knabe ist in schneewei\u00dfe, golddurchwirkte Gew\u00e4nder gekleidet, ein goldener Reif mit einem Jettstein ziert sein Haupt.<br \/>\nZwischen den Helden entbrennt eine Diskussion ob\u00a0sie einfach so auf die Fremden schie\u00dfen sollte. Schlie\u00dflich ruft die Zwergin\u00a0der Jagdgesellschaft eine Warnung entgegen. Daraufhin zweigen\u00a0diese schnell ins Unterholz ab und umgehen die Kutsche querfeldein im Schutz des Dickichts. Den Helden f\u00e4llt dabei die seltsame Beute der Jagdgesellschaft auf, allesamt den Zw\u00f6lfen geweihte\u00a0Tiere.<\/p>\n<p>Als die Helden ihren Weg fortsetzen erreichen sie schlie\u00dflich eine Weggabelung. Einer der Wege f\u00fchrt durch allm\u00e4hlich steiler werdende H\u00fcgel bergauf w\u00e4hrend der Andere rechts ab durch ein d\u00fcsteres Geh\u00f6lz f\u00fchrt.<br \/>\nDie Helden entscheiden sich mit dem Wagen durch das finstere Dickicht zu fahren. Bald sind die B\u00e4ume und B\u00fcsche entlang des Pfades wie zu einem Tunnel verwachsen, kaum ein Lichtstrahl vermag das Dickicht zu durchdringen. Der Boden ist morastig und von gr\u00fcnlich schimmernden Pf\u00fctzen bedeckt. Die St\u00e4mme der B\u00e4ume sind dicht mit Pilzgeflechten \u00fcberzogen. Ein fauliger Geruch liegt in der Luft und Praiala erkennt allerorts wuchernden Bewuchs mit Rattenpilzen.<br \/>\nDer Hohlweg f\u00e4llt immer weiter ab und f\u00fchrt schlie\u00dflich in ein Tal das ringsum von schroffen Felsen umgeben ist. Bizarre, dunkle Formationen ragen in den von schwarzen Gewitterwolken verfinsterten Himmel.<\/p>\n<p>Als die Helden mehrere Dutzend Anbeter des dunklen Gottes erkennen k\u00f6nnen die mit allerlei Verrichtungen an einer Opferst\u00e4tte besch\u00e4ftigt sind, wollen sie gleich den Wagen wenden doch h\u00f6ren sie auch von hinter sich die Hufe von sich n\u00e4hernden\u00a0Pferden. Versteckt im Inneren des Gauklerwagens setzen sie m\u00f6glichst unauff\u00e4llig ihren Weg fort und fahren ihn schlie\u00dflich hinter einige gro\u00dfe\u00a0Felsbrocken.<br \/>\nEntlang der Seitenh\u00e4nge des Tales finden die Helden\u00a0dichtes Gestr\u00fcpp in\u00a0dem sie sich verstecken und sogar eine vom Unterholz verborgene Felsspalte. Von hier aus beobachten die Helden das Geschehen als immer mehr und mehr Anh\u00e4nger des Namenlosen in das Tal hinabsteigen und schlie\u00dflich eine unbemerkte Flucht sehr wenig erfolgversprechend erscheint.<\/p>\n<p>In der Mitte der Opferst\u00e4tte erkennen die Helden ein f\u00fcnf Schritt hohes Gebilde, wohl eine Statue, doch ist es g\u00e4nzlich mit purpurnen Stoffbahnen verh\u00fcllt. Zu F\u00fc\u00dfen des Gebildes findet sich ein rechteckig behauener Felsblock aus schwarz gl\u00e4nzendem, poliertem Gestein, unzweifelhaft ein Altar oder Opferstein.<\/p>\n<p>Als eine Zahl von Kultisten mit der Suche nach trockenem Holz besch\u00e4ftigt sind\u00a0kommt eine der Gestalten v\u00f6llig arglos genau auf das Versteck der Helden zu. Gerade noch rechtzeitig bevor sie die Helden bemerkt wirkt\u00a0Tejeran einen Paral\u00fcsezauber und die Helden k\u00f6nnen die\u00a0versteinerte Kultistin in das Geb\u00fcsch ziehen.<br \/>\nNachdem sie sichergestellt haben, dass sie keinen Hilferuf von sich geben kann, hebt er den Zauber wieder auf und gibt der augenscheinlich jungen Kultistin zu verstehen dass sie sofort get\u00f6tet werden wird wenn sie einen solchen Versuch unternimmt.<br \/>\nDanach gelingt es den Helden\u00a0das f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige M\u00e4dchen zu verh\u00f6ren.<br \/>\nEingesch\u00fcchtert erkl\u00e4rt sie ihr Name sei Lirinda und sie stamme aus einem Dorf hier aus der Grafschaft Laescadir. Aus Neugier sei sie dem Kult des Namenlosen beigetreten und wohne zum ersten Mal einer Versammlung\u00a0bei.<br \/>\nDie Helden erfahren, dass der Kult des Namenlosen hier eine gro\u00dfe Zeremonie\u00a0vorbereitet die\u00a0sie diese Nacht, am h\u00f6chsten Feiertag ihres Gottes, zelebrieren\u00a0werden. Aus vielen Teilen des Reiches kommen Gl\u00e4ubige um dem Wunder beizuwohnen. Auf die Frage nach der Art der Zeremonie erkl\u00e4rt das M\u00e4dchen, dass es sich um ein Ritual handeln soll bei dem die Priester Shihayazad herbeirufen\u00a0wollen, einen m\u00e4chtigen Diener\u00a0ihres Gottes.<br \/>\nDiese Anrufung sei jedoch sehr schwierig und ben\u00f6tige einen heiligen Talisman des Dreizehnten. Obwohl der\u00a0Hohen Priester, Graf Sephirim Isyahadan von Laescadir, diesen Talisman (nach dem seine M\u00e4nner im ganze Land suchen) nicht auftreiben konnte, werden sie es dennoch versuchen. Debhra ni Taina, Isyahadan&#8217;s Gemahlin und eine m\u00e4chtige\u00a0Hexe, hat nun eine \u00e4hnliche Figur aus schwarzem Wachs geformt und mit Magie erf\u00fcllt &#8211; auch mit dieser wird die Beschw\u00f6rung dank der Hilfe des elfischen D\u00e4monenbeschw\u00f6rers,\u00a0Beryllis Eldarin nai Aphail, gelingen.<br \/>\nSie ist \u00fcberzeugt vom Erfolg der g\u00f6ttlichen Anrufung, schlie\u00dflich h\u00e4tte der Erste der G\u00f6tter seinen Sohn, Tionnin Madaraestadin, als Kind Isyahadan&#8217;s und Debhra&#8217;s auf Dere gesandt.<br \/>\nAls die Helden nach eventuellen Opfern f\u00fcr die Zeremonie fragen best\u00e4tigt die Kultistin ihren Verdacht, dass die beiden Adepten den Namenlosen in die H\u00e4nde geraten sind und im Laufe des Rituals geopfert werden sollen.<\/p>\n<p>Als die Helden aus ihrem Versteck heraus die Ritualst\u00e4tte weiter beobachten erkennen sie feine Linien im entfernten Steinboden, wahrscheinlich ein Heptagramm, um das\u00a0die Kultisten mit genauester\u00a0Kalligraphie verschiedenste arkane\u00a0Zeichen anbringen.<br \/>\nSelbst jetzt im d\u00e4mmrigen\u00a0Tageslicht ist der St\u00e4tte etwas Unheimliches zu eigen, das den\u00a0Helden\u00a0eine G\u00e4nsehaut verursacht.<br \/>\nIn den n\u00e4chsten Stunden beobachten die Helden wie die Kultisten die Opferst\u00e4tte f\u00fcr das gro\u00dfe Ritual vorbereiten. Zw\u00f6lf hohe Scheiterhaufen werden errichtet, aus einer H\u00f6hle schaffen Kultisten gro\u00dfe \u00d6lschalen herbei, dazu B\u00fcndel und stoffverh\u00fcllte Ger\u00e4tschaften, \u00fcber deren Inhalt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren l\u00e4sst.<br \/>\nDie Helden \u00fcberlegen dass sie, um das Ritual zu vereiteln,\u00a0das Versteck verlassen m\u00fcssen. Die Robe\u00a0Lirinda&#8217;s gibt eine gute Verkleidung ab. Idra schleicht zum nahen Gauklerwagen und holt die Vorh\u00e4nge aus denen Valpo, der sich als sehr\u00a0ge\u00fcbt im\u00a0Schneidern herausstellt, eine weitere Kultistenrobe improvisiert.<\/p>\n<p>Mit dem Kommen des Abends und der herannahenden D\u00e4mmerung treffen\u00a0immer mehr Anh\u00e4nger des Namenlosen ein und langsam f\u00fcllt sich das Tal. Wie flammendes Feuer scheinen die Strahlen der untergehenden Praiosscheibe \u00fcber die zackigen Felsh\u00f6hen, tauchen das Land in unheilverk\u00fcndendes Rot.<br \/>\nSchritte verk\u00fcnden das Kommen einer gro\u00dfen Schar von Leuten. Es ist ein gespenstischer Zug, der im blutigen Schein der untergehenden Sonne umittelbar an den Helden vor\u00fcberzieht. Eine schier endlose Reihe dunkel gekleideter J\u00fcnger des verfluchten Gottes. Paarweise gehen sie den Weg zur Kultst\u00e4tte entlang, schweigend, die Kapuzen tief in die Gesichter gezogen, dass man ihre Z\u00fcge nicht einmal zu erahnen vermag. Einige tragen Fackeln und bronzene Gef\u00e4\u00dfe mit sich, aus denen ein schwerer, s\u00fc\u00dflicher Rauch emporsteigt. Auch die Helden versp\u00fcren die berauschende Wirkung der Essenz, als die Kultisten dicht an ihnen vor\u00fcberziehen. Andere halten Zweige von Ilmenblatt, Wolfswurz, Drachenschlund und Sapphirnsbeere in den H\u00e4nden.<br \/>\nSchlie\u00dflich ert\u00f6nt Hufschlag, einer der Diener f\u00fchrt ein nerv\u00f6s t\u00e4nzelndes Pferd am Z\u00fcgel. Eine milchwei\u00dfe, sch\u00f6ne Stute ist es, die angstvoll die N\u00fcstern bl\u00e4ht. In gemessenem Abstand folgen weitere Anh\u00e4nger des Namenlosen, sie tragen in weihevoller Stille jene Tiere, die die Helden\u00a0schon zuvor als Jagdbeute der Adeligen gesehen haben: einen\u00a0Fuchs, einen Raben, eine Wildgans, einen Storch, eine Bergl\u00f6win, einen jungen B\u00e4ren, eine Smaragdnatter, eine Juweleneidechse. Von mehreren Kultisten getragen einen magisch versteinerter Delphin, an langen Stangen gef\u00fchrt ein metallener Kessel, dem Rauch entstr\u00f6mt und schlie\u00dflich auf einem schwarz samtenen Kissen eine gro\u00dfe, goldrote Schwungfeder.<br \/>\nDann n\u00e4hert sich eine eindrucksvolle Gestalt in weiter, schwarzseidener, gold- und purpurbestickter Robe unter einem von vier Kultisten getragenen Baldachin: unzweifelhaft Graf Sephirim Isyahadan zu Laescadir,\u00a0offenbar Hohepriester der l\u00e4sterlichen Sekte. Als einziger des Zuges hat dieser seine Kapuze zur\u00fcckgeschlagen, sein Gesicht wird von einer goldenen Maske, die keinerlei Z\u00fcge tr\u00e4gt, verdeckt.<br \/>\nIn seinen H\u00e4nden h\u00e4lt der Priester eine goldgetriebene Kugel von der Gr\u00f6\u00dfe eines Kopfes. aus Dutzenden von \u00d6ffnungen in der Kugel quillt ein \u00f6liger, violetter Dunst hervor.<br \/>\nUnter dem Baldachin schreiten noch zwei weitere Diener des Namenlosen: eine schmale Person in purpurnem Gewand, unter deren Kapuze sich verr\u00e4terisch rote Locken hervorringeln, und eine kleine Gestalt in schneewei\u00dfer Kutte, die auf einem Kissen \u00e4u\u00dferst behutsam eine purpurne und eine schwarze Lotosbl\u00fcte tr\u00e4gt.<br \/>\nDichtauf folgen den Geweihten zwei weitere Gestalten, in weite, wei\u00dfe Opfergew\u00e4nder geh\u00fcllt, barfu\u00df, die H\u00e4nde mit groben Stricken gefesselt. Obwohl ihre H\u00e4upter von schwarzen Kapuzen verh\u00fcllt sind erkennen die Helden sie sofort: die Adepten Damiano und Aralea. Mit unsicheren Schritten folgen sie dem Hohen Geweihten, weitere Kultisten dichtauf.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist der letzte Strahl der Sonne verloschen. Lediglich der flackernde Schein der Fackeln durchbricht die tiefe Dunkelheit.\u00a0Nah der Opferst\u00e4tte beginnt eine Gruppe von Musikanten mit einer Trance-verursachenden Musik. Xolame erkennt den zwergischen S\u00e4nger\u00a0Grobul Sohn des Xagul wieder bei dessen Auftritt in den Luminiszenten Tanzhallen der Jungzwerge in Schatodor sie fast ums Leben gekommen w\u00e4ren.<br \/>\nErschrocken stellen die Helden fest, dass die modernen Rhythmen unglaublich gut sind und so sehr ins Ohr gehen, dass sie sich\u00a0trotz aller aufgebrachter Selbstbeherrschung nicht dagegen erwehren k\u00f6nnen mit Enthusiasmus\u00a0der Musik zu lauschen, die getragen durch die Akustik der Schlucht gef\u00fchlt wohl bis zum Himmel erschallt.<br \/>\nIn der\u00a0tanzenden Menge\u00a0erkennen die Helden verschiedenste beeindruckend gekleidete Adelige, ekstatische Jungfrauen in aufreizenden Gew\u00e4ndern und sogar Vampire deren bleiche Gesichter und Rei\u00dfz\u00e4hne diese\u00a0hier\u00a0nicht verbergen.<br \/>\nAngezogen von der Darbietung k\u00f6nnen sich die Helden kaum konzentrieren und Tejeran verstopft sich besorgt die Ohren um der Musik nicht\u00a0zu verfallen.<\/p>\n<p>Auf ein Mal verstummt die Musik, rings um die Opferst\u00e4tte z\u00fcngeln wilde Flammen empor und durchfluten das Tal mit grellrotem Schein. Im gleichen Moment f\u00e4llt das Tuch, das bisher die gro\u00dfe Statue verh\u00fcllte: Zum Vorschein kommt das \u00fcberlebensgro\u00dfe Abbild eines unbekleideten, gesichtslosen Mannes, des Namenlosen. Doch im Gegensatz zu den Darstellungen die die Helden bisher gesehen hatten, zeigt diese Statue den verfluchten Gott aufrecht stehend, die H\u00e4nde wie in einer Beschw\u00f6rung zum Himmel erhoben. Jenes Abbild des Namenlosen muss demnach noch aus einem Zeitalter stammen, da es noch nicht \u00fcblich war, den Widersacher der Zw\u00f6lfe geschlagen, bzw. sich von seiner Niederlage zu neuem Triumphe erhebend, darzustellen.<\/p>\n<p>Laute Rufe erschallen, als das schwere Tuch zu Boden gleitet, im selben Moment erhebt sich Trommelschlag, in den nach einigen Takten Fl\u00f6tenklang einstimmt. Der Hohepriester beginnt eine Gesang in einer\u00a0fremdartigen Zunge die sich harmonisch in den Klang der Instrumente einf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Auffordernd und Mut spendend klingt sein Gesang und die\u00a0Menge antwortet mit an- und abschwellendem Gesang. Vor den Scheiterhaufen\u00a0erheben sich nun zw\u00f6lf Kultisten. Die Erste antwortet dem Hohepriester mit einem verzweifelt, weinendem Gesang. Dieser Antwortet\u00a0tr\u00f6stend, versprechend und sanft auffordernd. Mit Tr\u00e4nen auf den Wangen umfasst\u00a0die Kultistin\u00a0einen Opferdolch , mit der anderen Hand greift sie in einen Bastkorb aus dem sie die\u00a0schillernde Juweleneidechse holt, und von der Kehle bis zum Schwanzende aufschlitzt. Langsam l\u00e4sst sie ihre purpurne\u00a0Robe von den Schultern fallen unter der das Ornat einer Tsa-Priesterin zum Vorschein kommt. Danach \u00fcbergibt sie sowohl die Eidechse wie auch ihr Geweihtenornat den Flammen. Gleichsam zum Zeichen, dass der Namenlose das Opfer angenommen hat, lodert das Feuer mit einem Mal auf und \u00fcbergie\u00dft die nun nackt davorstehende Priesterin\u00a0mit grellwei\u00dfen Funken. Ergeben\u00a0wirft diese sich, unter dem triumphierenden Gesang des Hohepriesters, vor der Statue des Namenlosen auf den\u00a0Felsboden.<br \/>\nNach und nach wiederholt sich\u00a0das Schauspiel vor jedem der zw\u00f6lf Scheiterhaufen. W\u00e4hrend der namenlose\u00a0Efferdpriester den, als er entsteinert wird\u00a0panisch zappelnden, Delphin entleibt, sch\u00fcttet der namenlose Ingerimmpriester einen\u00a0Kessel eines\u00a0fl\u00fcssigen Metalls ins Feuer des Scheiterhaufens. Schlussendlich wird die Greifenfeder symbolisch geopfert.<\/p>\n<p>Mit einem Mal ist ein Echo\u00a0einer unirdischen Macht im ganzen Tal sp\u00fcrbar. Aus undenklicher Ferne antwortend.<br \/>\nMit festem Schritt begibt sich der Hohepriester nun zur\u00fcck zum Altar, ein Wink, und seine Diener bringen die ungl\u00fccklichen Adepten herbei. Unter dem dumpfen Klang der Trommeln werden ihnen Kapuzen und Fesseln abgenommen. Man bindet sie auf den d\u00fcsteren Altar zu F\u00fc\u00dfen der Statue. Der Junge legt ihnen die Lotosbl\u00fcten auf die Brust. \u00d6lschalen rings um den Altar werden entz\u00fcndet, sieben an der Zahl, sie bilden die Spitzen eines gro\u00dfen Heptagramms.<br \/>\nEin Fingerschnippen der rothaarigen Hexe: Violette Fl\u00e4mmchen z\u00fcngeln empor, markieren die Linien des machtvollen, magischen Zeichens, dessen Linien aus Arkaniumadern berstehen die durch den Fels verlaufen.<br \/>\nAu\u00dfer den Adepten befindet sich nun nur der wei\u00dfhaarige Knabe inmitten des Heptagramms, er hat die Kapuze seiner Kutte zur\u00fcckgeschlagen und hockt mit geschlossenen Augen vor dem Altar, einen Obsidiandolch umklammernd.<\/p>\n<p><em>&#8220;Halte dich bereit!&#8221;<\/em> weist der Hohepriester den Knaben an. <em>&#8220;Doch durchbohre diese Herzen erst dann, wenn ER erschienen ist und das Opfer erblicket und gepr\u00fcfet hat, damit ER Zeuge sein kann, wenn das Leben dem Tode weichet!&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Die Helden beschlie\u00dfen die Gelegenheit zu nutzen.\u00a0Dariyon und Tejeran\u00a0verkleiden sich mit den\u00a0Kultistenroben und\u00a0mischen sich unter die Menge. Im Falle einer notwendigen Flucht wolle man sich beim Gauklerwagen treffen und mit der\u00a0drachischen Kugel entfliehen.<\/p>\n<p>Minutenlang kniet der Geweihte vor der Statue seines Gottes, betet innig um Beistand. Die \u00fcbrigen Kultisten tun es ihm gleich, schweigend werfen sie sich dem Abbild ihres Herrn zu F\u00fc\u00dfen. Einzig der Knabe bleibt aufrecht vor dem Altar sitzen, die bleichen Z\u00fcge wie aus Marmor gemei\u00dfelt.<br \/>\nDoch pl\u00f6tzlich erhebt sich die Menge mit einem Schrei des Triumphes: Ihr Gott hat sie erh\u00f6rt. In rasender Schnelle beginnen sich\u00a0die\u00a0dunkle Wolken am Himmel zu drehen, bilden \u00fcber dem Tal einen Wirbel. Wie ein gewaltiges Himmelsauge scheint das Gebilde auf die n\u00e4chtliche Szenerie herniederzustarren.\u00a0Ein Auge in dessen Innerem die absolute Schw\u00e4rze\u00a0der namenlosen Sternenleere auf das Tal blickt.<\/p>\n<p>Nun tritt ein Elf aus dem Kreis der Gl\u00e4ubigen und h\u00e4lt einen Gegenstand unter einem Tuch empor.<br \/>\nEine gespannte, erwartungsvolle Unruhe breitet sich aus. Der Elf beginnt mit einer leisen Inkantation, konzentriert zieht er in etwa einem Schritt Abstand von dem Heptagramm mit einem dunklen, metallberingtem Stab einen Kreis in den Erdboden, darin einen weiteren und teilt diesen noch einmal in sieben Abschnitte. In die Mitte stellt er den mitgebrachten Gegenstand. An allen Scheitelpunkten der Linien leuchten Runen,\u00a0magische Zeichen, auf &#8211; den\u00a0beiden Zauberern ist sofort bewusst: der Elf fertigt einen Schutzkreis an.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich treten die gr\u00fcn\u00e4ugige Hexe und der Hohepriester, Graf Isyahadan, neben den Elf, bevor dieser den Schutzkreis um sie schlie\u00dft.<br \/>\nDie drei ergreifen einander bei den H\u00e4nden, verfallen f\u00fcr einen Augenblick in tiefes Schweigen, in dem sich ihre Geister miteinander verbinden.<br \/>\nLeise beginnt der Elf mit der gro\u00dfen Inkantation, seine beiden Mitbeschw\u00f6rer fallen mit ein. Der Knabe hingegen, der sich immer noch inmitten des Heptagramms bei den Opfern befindet, bleibt weiter in seiner tiefen Trance, ohne sich zu r\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Stimmen der Beschw\u00f6rer durchdringen das Tal: <em>&#8220;Shihayazad na&#8217;astiphel, nai hal arad, ai la a hel.&#8221;<\/em><br \/>\nDeutlich verm\u00f6gen die Helden die unheiligen Silben zu vernehmen, unwillk\u00fcrlich laufen ihnen Schauder \u00fcber den R\u00fccken. Angespannt mustern sie die erwartungsvollen Mienen der l\u00e4sterlichen Anbeter des Namenlosen, den bedrohlichen Wirbel \u00fcber ihren\u00a0K\u00f6pfen. Was mag nun nur geschehen?<\/p>\n<p>Da erheben sich die Arme des Hohen Priesters, er reckt den Kopf gen Himmel, wie die Statue seines Herren steht er da, bereit, sein Antlitz zu enth\u00fcllen, ebenso wie sein Herr es eines Tages tun wird.<\/p>\n<p>Ein tiefes, gewaltiges Grollen erklingt und schwillt an. In den Klang mischt sich ein rauhes Geheul, doch keiner Kehle eines lebenden Wesens k\u00f6nnte sich ein solch grausiges Ger\u00e4usch entringen&#8230; Pl\u00f6tzlich f\u00e4llt euch auf, dass es schlagartig k\u00e4lter geworden ist.<br \/>\nDer Klang kommt aus inmitten des Wirbels am Himmel aus der Finsternis jenseits der Sternenleere, es scheint\u00a0als blicke man in das Nichts am Rande der Welt. Allm\u00e4hlich ist eine Form zu erkennen, aus dem Nichts formt sich eine\u00a0Wolke, umgeben von einer r\u00f6tlichen\u00a0Aura, so als brenne ein \u00fcberirdisches Feuer hinter der Gestalt.<\/p>\n<p>In weniger als einem Liedschlag st\u00fcrzt\u00a0die Wolke\u00a0als\u00a0brennender Komet hinab in das Tal und schl\u00e4gt inmitten des Heptagramms ein, just da wo vor kurzem noch der Knabe stand. Ein Schauer aus Gesteinssplittern regnet, durch den Einschlag durch die Luft geschleudert, auf die Menge nieder, welche sich zu Boden wirft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich langsam der Staub legt erhebt sich inmitten des Heptagramms ein \u00fcbermenschlich gro\u00dfes Wesen. Als es sich aufrichtet und die gewaltigen Fledermausschwingen die es wie zum Schutz um seinen K\u00f6rper gelegt hat ausbreitet \u00fcberragt es die Menge wohl um gute zwei Schritt. Sein unbekleideter K\u00f6rper sieht aus wie der einer riesigen Frau doch\u00a0hat es kn\u00f6cherne Klauen statt F\u00fc\u00dfen, mit den Sprunggelenken eines Raubtiers. Das verzerrte humanoide Gesicht wirkt wie eine Maske unter der man eine, noch grauenerregendere, D\u00e4monenfratze vermutet.<br \/>\nAls es die Schwingen hinter dem K\u00f6rper faltet kommen dahinter eine Reihe von sieben\u00a0Schw\u00e4nzen zum Vorschein, knochig und\u00a0gelenk wie Wirbels\u00e4ulen, \u00f6lig schimmernd und in lanzenartigen, messerscharf-spitzen H\u00f6rnern auslaufend. St\u00e4ndig in Bewegung tanzen sie\u00a0gef\u00e4hrlich wie Schlangen durch die Luft, jederzeit bereit vorzuschnellen.<\/p>\n<p>Die Mienen der Beschw\u00f6rer sind bleich wie Schnee geworden, als habe alles Blut sie verlassen, und es ist ihnen anzumerken, wieviel Kraft es kostet, den D\u00e4mon zu halten.<br \/>\nDann ert\u00f6nt aufs neue Geheul, diesmal von den Klippen die das Tal begrenzen. Die Helden\u00a0erkennt den Laut sofort: Es ist die Meute, die sie\u00a0so lange schon verfolgt. Doch nicht nur die Helden sind\u00a0vom Schrecken gebannt. Das L\u00e4rmen der Meute, vor allem aber der Anblick des D\u00e4mons, ist mehr als viele der Kultisten ertragen k\u00f6nnen. Wimmernd werfen sich viele zu Boden und versuchen das Bild, die Pr\u00e4senz der b\u00f6sen Wesenheit, aus ihren Gedanken zu verbannen. Aber der D\u00e4mon scheint allgegenw\u00e4rtig, seine Zorn- und Ha\u00dfgedanken dr\u00e4ngen sich in das Bewusstsein eines jeden, der des Anblicks teilhaftig geworden ist.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich, mit all seinem Mut, zieht der Elf im Schutzkreis das Tuch \u00fcber dem von ihm mitgebrachten Gegenstand zur Seite. Mit bebenden Fingern greift er\u00a0danach und die Helden erkennen ein perfektes Replikat des Namenlosen Artefakts.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich\u00a0die in ihrem Versteck verbliebenen Helden ob des angsteinfl\u00f6\u00dfenden\u00a0Anblicks des D\u00e4mons abgewendet haben k\u00f6nnen sie nun\u00a0deutlich\u00a0h\u00f6ren wie im inneren des echten Artefakts etwas pulsiert. Wie das schlagen eines gewaltigen Herzens, langsam und lauernd zugleich.<\/p>\n<p>Tejeran sieht seinen Augenblick gekommen, jetzt oder nie, w\u00e4hrend der D\u00e4mon vom Heptagramm aus zu den Beschw\u00f6rern hin\u00fcberblickt schie\u00dft eine Flammenlanze aus Tejerans ausgestreckter Hand unter seiner Kultistenrobe. Mit einem Aufschrei der Kultisten schmilzt das magische Feuer das\u00a0aus Wachs nachgeahmte Artefakt.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich dreht der D\u00e4mon den massigen K\u00f6rper in die Richtung der versteckten Helden, Schwingen, Klauen und Schw\u00e4nze recken sich wie zum Angriff\u00a0nach vorne. Glei\u00dfende Blitze knistern durch die Nacht, als die Gliedma\u00dfen des Ungeheuers an den Bannkreis sto\u00dfen, der es umgibt. Mit einem bestialischen Heulen zieht sich Shihayazad in die Mitte des Heptagramms zur\u00fcck, nur um sich sofort wieder zum Rand in Bewegung zu setzen.<\/p>\n<p>Die Beschw\u00f6rer zittern wie Espenlaub, wie lange mag es ihnen noch gelingen, den D\u00e4mon im Bannkreis zu halten?<br \/>\nDariyon, der sich erinnert dass das Daimonicon \u00fcber Shihayazad schrieb: <em>&#8220;&#8230;nicht eher wird der Daimon nachlassen in seiner Raserei, als bis er den Beschw\u00f6rer in seinen Klauen zerfetzen kann&#8230;&#8221;<\/em> intoniert einen Reversalis\u00a0und wandelt einen gef\u00e4cherten Feuerstrahl in eine Wasserexplosion um die die Linien des Schutzkreises in dem\u00a0sich die Beschw\u00f6rer befinden hinweg\u00a0rei\u00dft.<\/p>\n<p>Inzwischen haben sich viele K\u00f6pfe in die Richtung der verborgenen Helden gewendet, in die auch Shihayazad blickt. Wilde Schreie springen auf, als man sie entdeckt. Schon hetzen die ersten Kultisten quer durch den Talkessel auf sie zu.<\/p>\n<p>Dariyon und Tejeran nutzen den Tumult um in der Menge unterzutauchen und vor allem aus dem Weg zu gehen.<br \/>\nInzwischen verteidigen sich\u00a0Alawin, Xolame, Praiala, Idra und Valpo gegen die anst\u00fcrmende \u00dcbermacht von Kultisten.<br \/>\nNamenlose Liturgien werden gewirkt, Zauber geschleudert, Waffen klirren aufeinander. Lange kann dieser Kampf nicht bestanden werden.<\/p>\n<p>Dann passiert es. Mit w\u00fctendem Geheul durchbricht der D\u00e4mon die bannenden Linien des Heptagramms, st\u00fcrzt sich wahllos auf die, die ihm zuf\u00e4llig in den Weg geraten. Sein W\u00fcten ist wie das eines Wirbelsturmes, ungeziehlt und schrecklich in seiner Gewalt. Mit allen sieben seiner m\u00f6rderischen Hornstachel durchbohrt er Fliehende wie K\u00e4mpfende die zappelnd an seinen F\u00e4ngen h\u00e4ngen ehe sie durchtrennt zu Boden fallen.<br \/>\nFassungslos vor Entsetzen versuchen die\u00a0Kultisten, ihm zu entkommen, hasten in alle Richtungen davon. Nur fort von hier! Vergessen ist die Treue zu ihrem Gott. Wenige harren aus, ob nun starr vor Schrecken oder still auf den Namenlosen\u00a0und seinen Schutz vertrauend, man wei\u00df es nicht. Viele\u00a0bezahlen dies mit ihrem Leben, zerschmettert und zerrissen von den gewaltigen Klauen und Stacheln des entfesselten Giganten. Und auch die Meute, das Gefolge des Shihayazads beteiligt sich an der Rache ihres Herren, w\u00fctend st\u00fcrzen sie sich auf die Fliehenden. So bricht sich die Ausgeburt der schw\u00e4rzesten Sph\u00e4ren eine blutige Bahn durch die Kultisten, so strebt Shiahayazad auf die Helden zu&#8230;<\/p>\n<p>Dariyon erkennt den Moment und begibt sich in das nun leere Heptagramm wo auf dem Altar noch immer die beiden Adepten liegen, neben ihnen der Knabe. Wie durch ein Wunder ist ihnen beim Einschlag des D\u00e4monen nichts passiert, gesch\u00fctzt durch die Macht des Namenlosen.<br \/>\nW\u00e4hrend der Zauberer Damiano und Aralea befreit steht der Knabe regungslos wie in Trance daneben, dem Shihayazad nachblickend.<br \/>\nEtwas unheiliges scheint den Knaben zu umgeben der dem D\u00e4mon ungesch\u00fctzt im Heptagramm entgegengetreten ist. Eine \u00fcberirdische Aura scheint ihn zu umgeben und Dariyon fr\u00f6stelt es beim Anblick des Kindes, unklar ob der entfesselte D\u00e4mon oder das Kind die gr\u00f6\u00dfere Bestie ist.<\/p>\n<p>Alawin, der erkennt dass ein Kampf aussichtslos ist, versucht Richtung Talausgang zu fliehen, als ihm von dort die Meute entgegenkommt, macht er kehrt nur um sich Shihayazad gegen\u00fcber zu sehen. Ha\u00df lodert in den gl\u00fchenden Augen des D\u00e4mons und kurz bevor er den Krieger\u00a0erreicht wirft Alawin in letzter Verzweiflung das Namenlose Artefakt zu Boden, dem Shihayazad zu F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Dieser bleibt stehen, packt das\u00a0stachelige Gebilde mit seiner Klaue, rei\u00dft sich mit der anderen das Fleisch zur Seite das die d\u00e4monische Brust verdeckt. In den darunter liegenden schwarzen K\u00f6rper steckt er das namenlose Gebilde\u00a0in seine Brust und verharrt f\u00fcr einen Augenblick wie versteinert.<\/p>\n<p>Alawin nutzt den Moment zur Flucht zur\u00fcck zu seinen Gef\u00e4hrten, diese erreichen gesammelt den Wagen der Gaukler.<\/p>\n<p>Der Shihayazad beginnt mit einer wirbelnden Bewegung seines K\u00f6rpers w\u00e4hrend die unsichtbare Meute sich um ihn versammelt. Mit einem gr\u00e4sslichen Ger\u00e4usch zerreisst das Sph\u00e4rengef\u00fcge um ihn herum als der D\u00e4mon sich seinen Weg zur\u00fcck in die siebte Sph\u00e4re schneidet.<\/p>\n<p>Dariyon blickt durch das Get\u00fcmmel in Richtung des Heptagramms, von den Beschw\u00f6rern ist keiner mehr zu sehen, vielleicht liegen die zusammen mit all den anderen verst\u00fcmmelten Leichen in ihrem Blut \u00fcber den Talkessel verstreut, vielleicht konnten sie entkommen, einzig der Knabe steht weiterhin regungslos im Heptagramm. Tejeran aktiviert die drachische Kugel und w\u00e4hrend weiterhin Kultisten auf sie einst\u00fcrmen, beginnt die Magie zu flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Als die Helden von der Zauberkraft der Kugel in die grauen formlosen\u00a0 Weiten des Limbus entr\u00fcckt werden, rei\u00dft diese nicht nur die Pferde sondern auch einige Kultisten mit sich. W\u00e4hrend die K\u00e4mpfer, verwirrt durch die Orientierungslosigkeit, gegen die Kultisten k\u00e4mpfen, bemerkt Dariyon die Spur des Shihayazad der sich durch den Limbus rasch entfernt. Die Fahrt durch den Limbus wird immer schneller und w\u00e4hrend keiner der Helden das Artefakt zu lenken vermag zieht es die panischen Pferde wie die in der Schwerelosigkeit treibenden Abenteurer auf einen gr\u00f6\u00dfer werdenden Punkt im endlosen Grau zu.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich k\u00f6nnen die Helden einen gigantischen grauen Felsblock erkennen auf dem eine Zitadelle von titanischen Ausma\u00dfen erbaut ist die langsam durch den Limbus treibt. Umgeben ist die Festung von sechs Mauern auf sechs H\u00f6henebenen. Gesch\u00fctzt wird sie durch eine globulenartige Schutzkuppel, einem so machtvollen magischen Schild dass er selbst f\u00fcr das gew\u00f6hnliche Auge als r\u00f6tlicher Schimmer in der Farblosigkeit des Aethers wahrzunehmen ist.<\/p>\n<p>Als die Kugel die Helden im Haupthof der Zitadelle absetzt, scheinbar dem von Meister Taph\u00eerel eingestellten Zielort, werden sie von einer Schar von Magiern umringt. Alle Tragen sie graue Roben auf deren Schultern ein Symbol zu sehen ist: sechs Schwingen,\u00a0kreisf\u00f6rmig zum Fl\u00fcgelrad angeordnet.\u00a0Es sind gro\u00dfteils Menschen\u00a0jedoch sind auch\u00a0Elfen, Echsen und sogar Drachen an diesem Ort versammelt. <em>&#8220;Asdramur&#8221;<\/em> murmelt Dariyon, der sich an die Legende des <em>&#8220;Ordens der sechs Fl\u00fcgel Menacors&#8221;<\/em> erinnert. <em>&#8220;Das Bollwerk der Menacoriten, jener verschworenen Gemeinschaft von Erzmagiern, die \u00fcber den Limbus wachen.&#8221;<\/em> Seine Augen weiten sich als er daran denkt, dass der Hohe Drache Menacor selbst hier residieren soll.<br \/>\nAuch Meister\u00a0Taph\u00eerel ar&#8217;Ralahan ist unter ihnen und\u00a0dankt den Helden f\u00fcr die Rettung seiner unfolgsamen Adepten.<\/p>\n<p>Es bleibt den Helden jedoch nicht viel Zeit denn bereits bei ihrer Ankunft wird die Zitadelle in Alarmbereitschaft versetzt als eine Wolke aus Schatten und Feuer\u00a0sich aus der Gro\u00dfen Bresche in den Limbus ergie\u00dft. W\u00e4hrend die Helden den Limbus nicht gewohnt sind und nur\u00a0wenig zur Verteidigung der Festung beitragen k\u00f6nnen, eilen die Magier um taktisch Stellung zu beziehen und bemannen die Wehranlagen und magischen Verteidigungsstellungen.<br \/>\nAls sich die Wolke aus Feuer und Finsternis\u00a0n\u00e4hert erkennen die Helden, dass sie aus einer Unzahl von Ivashim, Feuerteufeln, und Grakvalothim,\u00a0schwarzgefl\u00fcgelten L\u00f6wen mit einer M\u00e4hne aus namenloser\u00a0Finsternis, besteht.<br \/>\nWird sich die Zitadelle gegen diese \u00dcbermacht behaupten k\u00f6nnen?\u00a0Noch bevor es zum Aufeinandertreffen der D\u00e4monen mit dem Schutzschild kommt beginnt\u00a0Damiano an der drachischen Kugel Einstellungen vorzunehmen. <em>&#8220;Die letzten Runen&#8230; sie waren&#8230; diese&#8230; diese&#8230;&#8221;<\/em><br \/>\nMit donnerndem Get\u00f6se\u00a0treffen die Ausgeburten der Niederh\u00f6llen auf den Schild der die Festung umgibt als die\u00a0Helden von der Zauberkraft\u00a0Shirchtavanen&#8217;s Steinkugel davongetragen werden. So schnell, dass es ihnen schwarz vor Augen wird.<\/p>\n<p>Als die Helden sich langsam wieder erholen, sp\u00fcren sie kalten\u00a0felsigen Steinboden unter sich. Aus der Entfernung dringt\u00a0schwaches Licht an ihre Augen. Langsam rappeln sie sich auf und folgen dem Lichtschein.\u00a0Als sie aus der Dunkelheit der H\u00f6hle treten in der sie sich befunden hatten\u00a0erstreckt sich vor den Helden ein beeindruckender Anblick.<br \/>\nIhr Blick schweift \u00fcber den Ozean im\u00a0Westen, wandert nach S\u00fcden \u00fcber die schroffen\u00a0Berggipfel eines\u00a0Kalksteinmassivs und schlie\u00dflich nach Osten ins Landesinnere wo am fernen Horizont, \u00fcber\u00a0gr\u00fcnen W\u00e4ldern und weiten\u00a0Ebenen, durch die sich glitzernd ein gro\u00dfer Strom schl\u00e4ngelt, langsam eine goldene\u00a0Sonne aufgeht.<\/p>\n<p>(+1 Schicksalspunkt)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nebel von gestern ist verschwunden, der Himmel ist hellblau und klar, die Sonne geht auf. 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