Kalias Labyrinth

Kalias Labyrinth

Ein Minotaure der in der Arena von Rethis sein Dasein als Sklave fristet bittet die Helden ihm zu helfen. Ihr Weg führt sie zu einem unheimlichen Labyrinth und dessen verborgenen Schätzen.


Region: Zyklopeninseln
Datum: Hesinde bis Firun 1012 BF
Meister: Christian
AP: 200

  • Das Fest der Meeressonne
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    Das Fest der Meeressonne
    Zyklopeninseln, Phrygaios, Athyros

    Die Helden durchstreifen den Hafen von Athyros auf der Suche nach einem Schiff das sie nach Pailos bringen könnte. Ohne fündig geworden zu sein setzen sie sich in eine Taverne zum Mittagessen.
    Wie ihnen auffällt ist die kleine Hafenstadt für ein Fest geschmückt und als sie nachfragen erfahren sie, dass heute die Hochzeit und gleichzeit Krönungsfeier des neuen Einokraten, des Inselherrschers, von Phrygaios stattfinden soll.
    Avasios von Athyros, der neue Einokrat, residiert im Palast des Seebarons, der sich oberhalb der Stadt befindet und von einem angelegten Weg entlang der Klippen erreicht werden kann. Obwohl man Avasios üblicherweise als ehrgeizigen und verschlossenen Adeligen der Insel kenne, gibt er sich offenbar ob seiner Krönungszeremonie heute fromm und volksnah und zelebriert die Feierlichkeiten zusammen mit dem Fest der Meeressonne.
    Dieses Fest zu Ehren Efferds und zur Huldigung der Fischer von Athyros ist ein Spektakel das auf den Zyklopeninseln lange Tradition hat.

    Da die Helden bisher kein Glück hatten eine passende Überfahrt zu bekommen beschliessen sie in Athyros zu bleiben, dem Fest beizuwohnen und dem neuen Inselherrscher die Aufwartung zu machen.

    Das Fest beginnt am imposanten Tempel des Efferd. Er liegt oberhalb der Felsen und bewacht den Zugang zur Bucht. Von hier aus zieht das Brautpaar gefolgt von den Bürgern der Stadt auf den Marktplatz von Athyros und schließlich die Klippenstraße hinauf zum Palast des Seebarons, einer Akropolis, die als Burgberg dient, den Herrschaftssitz des Einokraten darstellt und die Tempel des Praios und der Hesinde beherbergt.

    Auf dem Fest erfahren die Helden, dass die bildhübsche Braut, Amarenia die Schöne, gleichzeitig auch die Witwe des früheren Einokraten Horakles von Marudet ist. Horakles starb letzten Winter durch die Hand von Minotauren. Diese, auf Phrygaios als Plage angesehenen, Stiermenschen wurden in Folge von Avasios’ Soldaten verfolgt und stark dezimiert.
    Nach Horakles Tod musste ein neuer Einokrat bestimmt werden. Da es keine erbberechtigten Nachkommen gab, trat das alte Gesetz der Insel in Kraft, welches besagt, dass das Orakel von Balträa den neuen Einokraten bestimmt. Avasios und andere Adlige reisten dorthin und empfingen den Richtspruch des Orakels, das Avasios zum neuen Einokraten ausrief. Mit seiner Herrschaft erwarb Avasios auch das Vorrecht, Horakles Witwe Amarenia zu ehelichen.

    Auf der Feier auf der Akropolis treffen die Helden auf verschiedene Gäste, unter anderem Sephastane, eine Sternkundlerin, die den Marudrets und nun Avasios als Beraterin dient. Die prophetisch begabte Frau sieht schon seit einigen Monaten unheilvolle Zeichen am Himmel und berichtet den Helden von dunklen Omen: “Viele Athyrer haben mir von ihrem schlechten Schlaf bei vollem Madamal berichtet. Und in ihren Träumen sahen sie gehörnte Gestalten. Ich sehe unheilvolle Zeiten auf uns zukommen.”
    Alawin wird im Laufe der Feier zu einem Ehrenhaften Zweikampf aufgefordert als er einen angetrunkenen adeligen Krieger der Insel in seine Schranken verweist nachdem dieser sich anzüglich benimmt und schließlich Dienerinnen und Fischerinnen des Dorfes bedrängt.
    Idrasmine nimmt an einem Tanzwettbewerb teil und macht zusammen mit Dariyon Karadimas, einem Magier und lokalen Helden, einen ganz passablen Eindruck.
    Sie unterhält sich mit dem Gelehrten und erfährt, dass dieser ein Schüler der Zyklopäischen Magierin Kiranya von Kutaki ist und zusammen mit seinem Freund Thyndarios viele Heldentaten auf den Zyklopeninseln erlebt hat.

    Den Helden fällt auf, dass sich Thyndarios und Amarenia während des Festes in die Gemächer des Einokraten zurückziehen. Als sie zurückkehren scheint sich die Zyklopäerin sichtlich unwohl zu fühlt und zieht sich bald erneut zurück. Auch Thyndarios’ Verhalten gegenüber Avasios scheint seltsam und schwankt von bösen Blicken bis hin zu übertriebenem freundlichem Verhalten.
    Als Idra Dariyon fragt was er davon hält meint dieser nur, dass sich Thyndarios ebenfalls Hoffnung gemacht hatte zum Einkoraten bestimmt zu werden. Nach seiner Rückkehr aus Balträa war er jedoch sehr wortkarg und wirkte geknickt, wollte jedoch nicht darüber sprechen. Dariyon meint, dass sich Thyndarios wohl mit der Situation abfinden wird.

    Noch vor der Krönungszeremonie zieht sich der angetrunkene Avasios in seine Gemächer zurück. Thyndarios, folgt ihm und bald darauf hört die Festgesellschaft wie Avasios laut brüllend die Wachen ruft. Auch die Helden eilen herbei und hören wie Avasios den Krieger Thyndarios des Mordes an seiner Braut, Amarenia, bezichtigt.
    Tatsächlich liegt diese mit eingeschlagenem Schädel auf dem Marmorboden, daneben eine blutverschmierte Götterstatuette des Praios.

    Thyndarios gelingt es im Tumult zu entkommen. Während Avasios Wachen die Fährte aufnehmen versuchen die Helden dem Adeligen fragen zu stellen auf die dieser recht ungehalten reagiert. Avasios behauptet dass zwischen Amarenia und Thyndarios eine uneheliche Liebschaft existierte und er glaube, dass dies und Neid die Motive für die abscheuliche Tat waren.
    Als die Helden danach mit Dariyon Karadimas sprechen glaubt dieser nicht an Thyndarios Schuld. Hesinthena, Amarenia’s trauernde Mutter, bittet Dariyon Thyndarios zu suchen da sie selbst von dessen Unschuld überzeugt sei. Die Helden bieten ihre Hilfe an und so machen sie sich auf die Suche.

    Wie sie herausfinden hat Thyndarios, der ein begnadeter Segler ist, sich ein Fischerboot im Hafen ‘ausgeborgt’ und ist noch in der Nacht damit gen Osten gesegelt.

    Dariyon vermutet, dass Thyndarios nach Hylailos segelt, da dieser in Rethis Verwandte hat.
    Gemeinsam überreden sie einen Händler sie am nächsten Morgen auf seinem Schiff nach Hylailos mitzunehmen.

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    Das Fest der Meeressonne
    Zyklopeninseln, Phrygaios, Athyros

    Die Handelsroute des Händler führt ihn nach Sienna, einem Fischerdorf auf der Insel Hylailos. Dort setzt er die Helden ab, welche der Küstenstraße nach Rethis folgen.
    Unterwegs treffen sie auf einen Bauern, die sie auf seinem Fuhrwerk mitnimmt. Er erzählt ihnen von den Steinernen Monstern, an denen sie bald vorbeikommen werden, als plötzlich ein zerlumpter Mann angerannt kommt, der von fünf aufgebrachten Männern verfolgt wird. Er bleibt neben dem Fuhrwerk stehen und ruft: “Steht mir gegen diese Teufel bei, es soll euer Schaden nicht sein.”
    “Haltet den Lump! Er hat einen von uns schwer verletzt”, schreit einer der Verfolger. “Und alles nur wegen einem Medaillon!”
    “Wir sollten uns da nicht einmischen”, meint der Fahrer.
    Die Helden befolgen den Rat des Bauern und so setzt sich das Fuhrwerk wieder in Bewegung. Mit einem Fluch rennt der Flüchtling weiter. Ob die Verfolger ihn erwischen, können sie nicht mehr feststellen.
    Nach einer halben Stunde beginnt die Gegend hügeliger zu werden. Die Landschaft wird immer seltsamer: Heiße Quellen entspringen zwischen den Felsen, hier und dort dringen Dampfsäulen aus Erdspalten, und vor ihnen erkennen die Helden die Steinernen Monster, von denen ihr Fahrer sprach.
    “Ich habe da noch etwas zu erledigen”, meint der Fahrer und lenkt das Fuhrwerk zwischen diese monumentalen Gebilde. Neben einem skyllaähnlichen Fischmonster stehen drei Fässer. Ihr Fahrer steigt ab und will sie gerade aufladen, als ein Trupp Mermydonischer Soldaten hinter den Steinmonstern hervorkommen. Ihr Fahrer erschrickt, lässt das Fass fallen und gibt Fersengeld. Zwei Soldaten folgen ihm.
    “Nun ja, den Rest der Schmuggler haben wir auf jeden Fall”, sagt der als Kommandant zu erkennende Befehlshaber.
    Offensichtlich haben die Helden ihren Fahrer falsch eingeschätzt.
    Die Helden werden von den Soldaten des Seekönigs gefangen genommen. Nur Dariyon gelingt es mittels eines Transversalis der Festnahme zu entgehen.

    Sie werden nach Rethis gebracht wo es zu einem Gerichtsverfahren kommt bei dem der Tempelvorsteher des Praiostempels, Palmidros a Mura sie wegen Schmuggels verbotener Waren verurteilt.
    Die Helden beteuern ihre Unschuld, finden aber kein Gehör.

  • In der Arena von Rethis
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    In der Arena von Rethis
    Zyklopeninseln, Hylailos, Rethis, Gladiatorenarena

    Nachdem die Helden in Rethis wegen Schmuggels verurteilt wurden werden sie in die Gladiatorenarena gebracht. Hier sollen sie sich auf unbestimmte Zeit zur Unterhaltung des Volkes mit anderen Gladiatoren im rondrianischen Zweikampf messen, denn Zirkus- und Kampfspiele sind auf den Zyklopeninseln sehr beliebt und besonders Seekönig Mermydion hat eine Schwäche dafür. Falls sie sich gegen ihre Gegner durchsetzen, ein auf den Zyklopeninseln anerkanntes Gottesurteil, könnten sie vom Seekönig begnadigt werden.

    Den Helden werden ihre Waffen und ihre gesamte Ausrüstung abgenommen und sie werden in eine Gefängniszelle unter der Arena gesperrt. Für die Dauer eines Kampfes erhält ein jeder Kämpfer je einen Speer oder ein Kurzschwert, einen kleinen Schild und eine Lederrüstung.

    In ihrem ersten Kampf müssen die Helden gegen Nemekathena a Tyrakos, eine Zyklopäische Söldnerin und ihre Gefolgsleute antreten. Nemekathena ist keine Gefangene und kämpft in der Arena für Geld das ihr die Siege einbringen und ihre Kämpferinnen sind gut ausgebildet. Bewaffnet mit Säbeln und gerüstet mit Gladiatorenschultern, Brustschalen, Morion und Lendenschurz erinnern die Kämpferinnen an Amazonen, befolgen im Kampf jedoch nicht die Regeln Rondras.
    Kämpfe gegen Menschen werden, den Göttern sei dank, in der Arena nicht bis zum Tode geführt sondern nur bis zum zweiten Blut, also bis zur Kampfunfähigkeit oder Aufgabe.
    Der Verlierer eines solchen Kampfes muss jedoch in einem nachfolgenden Kampf auf Leben und Tot gegen ein gefährliches Tier antreten.

    Von ihrer Gefängniszelle aus können die Helden durch einen Schlitz in der Mauer verschiedene Kämpfe beobachten. Am gefährlichsten wirkt ein Minotaurus genannt Kalias der seine Gegner mit einer gewaltigen Barbarensteitaxt zu Boron schickt. Nach seinen Kämpfen muss er von mehreren Wärtern gebändigt und in seine Zelle verfachtet werden, wobei sie ihn mitunter mit Schlafgift betäuben müssen.
    Zwischen Kalias’ Kämpfen lassen die Wärter den Minotaurus hungern und wenn er rebelliert schlagen sie ihn. Am Tag seines Kampfes ziehen ihm die Wärter seine Rüstung an und bringen ihm eine Schale mit Essen die abstoßend riecht. Tejeran erkennt den Geruch: schleimiger Sumpfknöterich, eine giftige Pilzart, und Premer Feuer, ein starker Thorwalscher Schnaps. Nachdem der halb verhungerte Kalias das ‘Essen’ hungrig verschlungen hat fängt er an durchzudrehen. Er bekommt Schaum vor dem Mund und wütet in seiner Zelle bis sie das Tor zur Arena öffnen und ihm seine Axt hineinwerfen. In rasender Wut packt er die Axt und stürzt sich in den Kampf in dem er seine Gegner in einem blutigen Gemetzel zerhackt.
    Ein Sklave, der in einer Nebenzelle hockt, erzählt den Helden davon, dass das mit Kalias immer so läuft. Jene die oft genug gewinnen müssen schließlich gegen Kalias kämpfen bevor sie ihre Begnadigung erhalten können. Bisher hat der wilde Minotaure jedoch alle seine Gegner getötet.

    Die Helden treten gegen Nemekathena in einem spektakulären Kampf an in dem sie einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

    Sie versuchen mit Kalias zu sprechen, welcher nur bruchstückhaftes Garethi beherrscht.
    “Ich Kalias. Ihr gute Kämpfer”, brummt er hinter den Gitterstäben, denn auch er scheint die Kämpfe durch die Ritzen im Mauerwerk zu beobachten.
    Als sie ihn nach seiner Geschichte befragen erzählt er: “Phrygaios. Heimat. Früher große Herde. Avasios. Mörder. Tötet Herde. Bringen Kalias hier.”

    Die Helden müssen weitere Kämpfe bestehen, gegen Krieger wie Alrikzander a Arÿios, den ehemaligen Tempelwächter des Praiostempels von Rethis, der wegen Verrats zum Tode in der Arena verurteilt wurde. Er ist ein athletischer, wendiger Kämpfer der, begleitet von einer Gruppe Gladiatoren, mit Speer und Schild bewaffnet und in leichter Rüstung kämpft.
    In einem anderen Kampf tritt ihnen Thalassandros a Kethenis entgegen, ein Seesöldner aus Pailos mit seiner Mannschaft, der wegen Schmugglerei verurteilt wurde und nun wie die Helden für seine Freilassung kämpft. Er streitet klassisch im Gladiatorenstil mit Dreizack und Netz während seine Männer mit Entermessern bewaffnet sind.

    Jene Gladiatoren die ihre Kämpfe verlieren müssen in weiteren Kämpfen gegen wilde Bestien bestehen.
    Darunter sind, die Bestie von Putras, ein furchterregender Tatzelwurm aus den Höhlen der nördlichen Zyklopeninseln.
    Der Mylamische Löwe, ein großer Berglöwe der die Insel Mylamas in Angst und Schrecken versetzte.
    Der Stier des Minos dyll Sienna, ein riesiger Steppenbulle. Sowie der Arÿathische Eber, der Phrygaische Schröter und
    Arachne, Die Verschlingerin, eine eigentlich männliche Smaragdspinne die ihre Feinde mit ihrem Gift betäubt bevor sie sie frisst.

    Für ihre Erfolge und ihre spektakulären Auftritte bejubelt gewinnen die Helden alle Kämpfe, nur eine letzte Auseinandersetzung bleibt, gegen Kalias.
    Da die Helden erkannt haben, dass Kalias von den Wärtern mit einer Art Berserkertrank in Blutrausch versetzt wird woraufhin er seine Gegner dann mit gewaltigen Hammerschlägen vernichtet, setzen sie auf Beweglichkeit und schnelle Konter. Es gelingt ihnen den Minotauren auszuschalten ohne ihn zu töten und den Sieg davonzutragen.

    Als sie von Seekönig Mermydion II. Thaliyin begnadigt werden wird ihnen aufgrund ihrer Taten ein Wunsch gewährt. Selbstlos bitten sie um die Freilassung des Minotauren Kalias, der schon zu viel erleiden musste.

  • Das Labyrinth
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    Das Labyrinth
    Zyklopeninseln, Hylailos, Rethis

    Nach ihrer Freilassung werden die Helden von Dariÿon und Thyndarios bereits vor der Arena erwartet. Beide tragen Kapuzenumhänge um nicht sofort von Wachen erkannt zu werden. Gemeinsam mit dem befreiten Minotauren Kalias gehen sie zu Thyndarios’ Verwandten in Rethis, Kyklania und Praïaste.

    Thyndarios beteuert den Helden seine eigene Unschuld. Nicht er, sondern Avasios, habe Amarenia ermordet. Seine eigene Niederlage auf Balträa habe er zuerst nicht verstanden, konnte er doch nicht begreifen, warum Praios ihn, als der große Held des Volkes von Phrygaios, nicht erwählte. Daher suchte er danach noch ein zweites Mal das Orakel auf, um mit Belmura Sonnenfeld zu sprechen, dem Geweihten der den Orakelspruch verkündet hatte. Dabei fand er heraus, dass der Geweihte heimlich finanzielle Zuwendungen von Avasios erhielt. Und nicht nur das, Belmura versteckte sogar die Leiche seines Amtsvorgängers Jeldan Kolengrund, den Avasios ermordet hatte da er sich nicht bestechen ließ.
    Danach kehrte Thyndarios nach Phrygaios zurück und überlegte, ohne Erfolg, wie er Avasios überführen könnte.
    Auf die Frage ob es zwischen ihm und Amarenia eine Liebschaft gegeben hätte, gibt Thyndarios zu, dass dies der Wahrheit entspricht.

    Kalias erzählt, dass Horakles seine Rasse systematisch jagen und abschlachten lies. Avasios habe Kalias’ Herde von Minotauren schließlich aufgesucht und ihnen angeboten, ihnen einen Ort für einen Überfall auf Horakles zu nennen. Er würde dafür sorge tragen, dass Horakles mit nur wenigen Soldaten in die Falle laufen würde, dann würden die Minotauren in Frieden leben können.
    Sie wurden von Avasios jedoch nur benutzt, damit dieser den Titel des Einokraten erringen konnte, seine Herde wurde nach dem Überfall von Avasios Soldaten aufgerieben, wobei Kalias entkommen konnte.
    Der Minotaurus zog danach ziellos über die Insel, bis er den Eingang zu einem verborgenen Labyrinth entdeckte. Zwar konnte er es wegen einem magischen Bann nicht betreten, doch hörte er eine feenhafte Stimme, die ihn darum bat, einen mächtigen Menschenkrieger zu finden, auf den die Magie keine Wirkung hat, damit dieser sie aus ihrem Gefängnis befreien könnte. Würde Kalias gehorchen, so würde sie ihm auch bei der Rache an den Mördern seiner Herde helfen. Während Kalias sich auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten begab wurde er von Mermydions Soldaten gefangen genommen und verschleppt.

    Kalias überzeugt Thyndarios und die Helden mit ihm nach Phrygaios zu Reisen um das Labyrinth aufzusuchen, gemeinsam wollen sie die Fee befreien und, so die Götter es wollen, Avasios vom Thron stürzen.

    Thyndarios erklärt, dass Avasios sicherlich alle Häfen von Phrygaios überwachen lässt, da er von seiner Flucht per Schiff weiß. Phrygaios sei zudem auf allen Seiten von hohen Klippen und gefährlichen Riffs umgeben und so schlägt er vor mit einem Schiff nahe der Insel zu fahren, bis zu den Klippen zu schwimmen und hinauf zu klettern. Ein schwieriges und sehr gefährliches Unterfangen.
    Kalias jedoch meint er könne die Gruppe auf einem anderen, geheimen, Weg nach Phrygaios bringen. Einem Feenpfad der die beiden Inseln miteinander verbindet.

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    Das Labyrinth
    Zyklopeninseln, Hylailos, Königstann

    Die Helden wandern unter Kalias’ Führung zusammen mit Thyndarios und Dariyon durch den Königstann, einem tiefen, mystischen Feenwald auf Hylailos. Kalias scheint dem Weg per Witterung zu folgen und führt sie mit traumwandlerischer Sicherheit immer weiter in das unwegsame Waldgebiet. Je tiefer sie in den Wald hinein geraten desto mehr fühlen sie sich der Welt entrückt und alle Wege scheinen im Kreis führen. Ohne Kalias wären sie hier vermutlich verloren.
    Sie treffen auf Blütenfeen und Wurzelbolde, die sich schnell aus dem Staub machen wenn die Großlinge daherkommen. Immer wieder hört man Melodien von Panflöten aus nächster Nähe, kann jedoch keinen Flötenspieler erkennen.
    Dariyon, der mittels Koboldovision einen Blick in die nahe Feenwelt erhascht, entdecken eine Gruppe von Faunen die die Gruppe scheinbar begleiten.
    Nach einer kleinen Rast begegnet den Helden ein sprechender Dachs in einem kleinen blauen Wams und einer Brille auf der Nase. Er fragt die Helden wohin sie gehen und warnt sie vor bösen Pilzen die seit kurzem vielerorts in den Feenwäldern wachsen. Die Pilze seien neu und seiner Meinung nach nicht gesund. Die Nymphen sollen wegen ihnen sehr traurig sein und so manch eine Fee hat schon das Weite gesucht.
    Der Feenpfad führt die Helden weiter in den Wald, der langsam dunkler und nebliger wird. Irgendwann kommen sie an einen Lotosteich über dem im Zwielicht dichter Nebel liegt. Der Lotosbold den die Helden schon einmal auf Tenos getroffen haben begrüßt sie. Er erklärt ihnen, dass es auf den Zyklopeninseln viele Lotosteiche gibt und er sich um sie alle kümmere.
    Dieser Teich war einst der schönste von allen aber die Nymphe des Teichs ist an Trauer erkrankt und der Teich leidet darunter.
    Er weiß nicht was sie hat aber die Feen sind verschwunden, die meisten Seekreaturen geflüchtet, das Wasser dunkel und der See düster geworden. Nur seine Lotosblüten blühen noch. Er wäre der letzte der die Hoffnung aufgibt.
    Die Nymphe zeige sich nur noch selten und nur jenen von denen sie gesehen werden will.
    Die Helden folgen Kalias der in den See steigt und durch das Wasser watet. Je weiter sie durch den See gehen desto größer werden die Lotosblüten (oder aber, desto kleiner werden sie selber). Eine gewaltige Libelle schwirrt über sie dahin wie ein Imperialer Zerstörer als sie schließlich an eine riesige Lotosblüte kommen.
    Sie klettern in den Blütenkelch und folgen Kalias in einen Trichter der schon bald wie eine Rutsche nach unten in einen großen, abwärts führenden Halm übergeht. Die Rutschpartie geht tiefer und tiefer, sicher befinden sie sich schon unterhalb des Wasserspiegels und schließlich fallen sie senkrecht den hohlen Halm hinunter.
    Irgendwann fallen sie dann in eine Höhle mit riesigen Pilzen. Kalias wartet bis alle da sind und nimmt dann wieder die Witterung auf um den Weg zu suchen.

    Die Helden treffen in der seltsamen Feengrotte auf vereinzelte Feen die ihnen ihr Leid klagen. Der Nymphe hat ein Großling einen gläsernen Palast versprochen und ihr Pilzsamen für die Pilzhöhle geschenkt. Die Helden fragen nach den Pilzen und so führt diese sie zu dem Teil der Grotte wo die neuen Pilze wachsen, Praiala erkennt diese sofort als Rattenpilze, einen Fluch des Namenlosen Gottes.
    Die Helden versprechen zu helfen und so begleitet die Fee sie zur Nymphe, eine wunderhübsches weibliches Feenwesen. Die männlichen Helden fühlen sich zu ihr hingezogen, und können sich ihrem übernatürlichen Charme nur schwer entziehen. Je stärker sie der Nymphe verfallen sind, desto mehr wünschen sie sich ihr zu helfen, bei ihr zu bleiben oder zu versuchen sie dazu zu überreden mitzukommen. Die Nymphe ist sehr traurig weil fast alle Feen und Tiere weggelaufen sind. Sie mag die neuen Pilze nicht, diese werden aber von ein paar Biestingern bewacht die von den Pilzen gegessen haben und davon krank geworden sind.
    Die Helden suchen erneut die Pilzhöhle auf wo sie sich den Biestingern im Kampf stellen und diese besiegen. Danach vernichten sie die Rattenpilze und kehren zur Nymphe zurück. Sie erklären der Nymphe, dass sie den Großlingen die ihr die Pilzsamen brachten nicht trauen darf, wünschen ihr alles Gute und reisen weiter.

    Schließlich geht es per Tauchpartie durch eine kurze Unterwasserhöhle. Als die Helden auftauchen befinden sie sich in einem Lotosteich der in einem Kiefernwald im Nordteil von Phrygaios liegt. Sie sind wieder normal groß und können ans Ufer schwimmen.
    Von dort führt sie Kalias in die karge Bergregion, der Heimat seines Volkes. Sie erreichen ein Zelt-Dorf in dem Minotauren zusammen mit Menschenfrauen leben. Die Helden sind erst überrascht dass die Frauen freiwillig im Dorf bleiben, diese erklärt ihnen jedoch, dass sie mit ihrem Los nicht unzufrieden sind.
    Die Minotauren ‘rauben’ Frauen aus Menschendörfern, dabei suchen sie diese Dörfer jedoch öfter auf um sich einer Jungfrau alleine zu nähern. Die entführte Jungfrau erliegt dann meist seinem tierischen Charme und begleitet ihn. Jene Frauen aber, die zu ihren Familien zurückkehren wollen durchwandern im Feenwald das Ritual des Vergessens um danach zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen.

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    Das Labyrinth
    Zyklopeninseln, Phrygaios, Minotaurendorf und Labyrinth

    Die Helden bitten die Dorfbewohner um Kreide und einen großen Wollknäuel, den sie auch bekommen. Danach führt Kalias die Gruppe zum Labyrinth. Das Labyrinth wird von einer Magie geschützt die es vor den Augen jener die es nicht kennen verbirgt. Auch der Minotaure hätte es bei seinem ersten Besucht nicht gefunden wäre er nicht dem Ruf der Fee gefolgt.
    Zugang zum Gewölbe ist ein Walnussbaum-Torbogen in Form zweier sich aufbäumender Einhörner. Eine alte Zauberei – den Bannkreisen nicht unähnlich – schützt den Zugang vor Minotauren und Feen, hat auf Menschen, Zwerge und Elfen aber keinen Einfluss. Vor dem Eingang ist bereits eine flüsternde Stimme zu hören deren Worte man aber nicht klar verstehen kann.

    Das Labyrinth

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    Die Helden markierten im Labyrinth mit Kreide an Kreuzungen den Weg woher sie gekommen waren. Als sie eine magische Linie entdecken die quer durch den Gang läuft untersuchen sie die Helden. Sie erspähen eine Statue aus Mondstein und und analysieren beides ausgiebig mittels Magie.
    Als sie erkennen, dass es sich um einen Golemiden handelt der bei Überschreitung der Linie erweckt wird, zerstören sie diesen, bevor sie die Linie überqueren. In der folge versuchen sie weiteren Golemiden aus dem Weg zu gehen was ihnen auch weitgehend gelingt.
    Nach einiger Suche finden sie die Fee, deren Stimme ihnen immer wieder den Weg wies, im Zentrum des Labyrinths.

    Der Raum wird von einem kopfgroßen Gwen-Petryl-Stein an der Decke erleuchtet. In einer Nische an der Wand steht eine kleine Vase von der eine flüsternde Stimme ausgeht die die Helden im ganzen Labyrinth immer wieder gehört hatten.
    Als sie die Vase berühren erscheint eine durchscheinende Gestalt, sehr ähnlich einem Menschen. Auf der Stirn trägt sie ein drittes Auge und wirkt friedlich und weise.
    Sie stellt sich als Nemära vor, ein Wesen vom Volk der Bashuriden, welche von den Zyklopäern auch Archäer oder Alte genannt werden. Dariyon erinnert sich an Legenden über diese Wesen, sie galten als Kinder Madas, waren zaubermächtig und sollen die Gründer des myranischen Imperiums gewesen sein. Auf den Zyklopeninseln waren sie Baumeister zahlreicher Labyrinthe, doch ihre Zeit endete aus unbekannten Gründen vor Jahrtausenden.
    Sie bietet Thyndarios an, ihm den Weg zu einem Geheimen Raum zu weisen in dem er Zauberwaffen und Artefakte finden würde mit denen es ihm ein Leichtes wäre Avasios zu besiegen. im Gegenzug müsse er versprechen sie nach seinem Sieg erneut aufzusuchen. Der Krieger willigt ein und so dringen sie noch tiefer in das Labyrinth vor.

    Bei ihrer suche nach der Geheimkammer stoßen die Helden auf ein Schutztor. Mittels eines Objectovoco befragen sie das magische Tor und lernen, dass es sich um eine magische Falle handelt die eine Blitzentladung hinter einem jeden herschickt der es durchquert. Dariyon wirkt daher einen Gardianum auf die Gruppe und alle durchqueren gemeinsam das Tor. Da das Tor jedoch auf jeden einzelnen der siebenköpfigen Gruppe einen Kulminatio abfeuert sind nur die ersten zwei völlig geschützt, alle anderen werden voll getroffen, glücklicherweise aber niemand getötet.

    Nemära’s Stimme sagt den Helden dass sich die Geheimkammer im Nordosten des Labyrinths befindet. Außerdem macht sie Dariyon auch noch darauf aufmerksam dass es im Südwesten noch einen weiteren Raum gibt, in dem er etwas finden könne das für ihn interessant sei.

    Die Helden finden auf ihrer Suche schließlich die Geheimkammer in der sie mondsteinerne Statuen in Menschengröße finden die verschiedene magische Gegenstände in Händen halten.
    Darunter befinden sich:
    – Ein großer mit Mondsteinen verzierter Rundschild
    – Ein langer und breiter Gürtel aus gerötetem Stierleder, geschmückt von einer Messingschließe mit einem Riesengesicht
    – Ein fein gekürschnerter Umhang aus dicker Schuppenhaut auf dessen Schultern der gehörnte Panzerkamm einer Hornechse thront
    – Ein schwarzes Rinderhorn von mehr als zwei Spann Länge mit breiten Bändern und Verzierungen aus Arkanium, dazu bashurische Glyphen als Einlegearbeit mit Fäden aus dem gleichen Metall
    – Ein meisterlich verarbeiteter, archaischer Speer mit einer schwarzen Speerspitze aus einer Enduriumlegierung

    Nachdem die Gruppe die Gegenstände an sich genommen hat suchen sie weiter und finden im Labyrinth einen weiteren Raum mit einem leeren Jadebecken und dort lauernden Höhlenspinnen. Nach einiger Zeit kommen sie zu dem Schluss dass kein Weg am Schutztor vorbei führt.
    Da sie nur noch wenig magische Kraft haben, übernachten sie im Labyrinth.

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    Das Labyrinth
    Zyklopeninseln, Phrygaios, Labyrinth

    Die Helden schützen sich erneut mit einem Gardianum und durchqueren das Schutztor, diesmal in kleineren Gruppen. Dariyon möchte noch unbedingt den Raum finden den der Geist erwähnt hatte. Das erweist sich jedoch als schwieriger als gedacht, da die Helden nicht bedachten, dass mit ihrem Markierungssystem, das sich bis jetzt bewährt hatte, ein gemalter Pfeil nicht bedeutet, dass alle Gänge hinter diesem Pfeil bereits erkundet wurden. So erkunden die Helden auf weiteren Irrwegen auch noch den Nordwest-Teil des Labyrinths. Dafür besiegen sie noch weitere Golemiden und finden dabei eine zerstörte Bibliothek.
    Schlussendlich gelangen sie dann aber doch noch zum Speicherraum, von dem die Bashuridin gesprochen hatte. Nach einer gelungen Sinnenschärfeprobe finden sie dort einen weiteren magischen Gegenstand:
    – Ein 50-Karätiger Sangurit-Kristall (was den Magier sehr freut)

    Schlussendlich finden die Helden dann auch schnell den Ausgang aus dem Labyrinth.

    Zurück im Minotaurendorf bitten Kalias und Thyndraios die Herde ihnen bei einem eventuellen Kampf gegen Avasios beizustehen und diese willigen ein um einem weiteren Abschlachten ihrer Rasse durch Avasios’ Krieger Einhalt zu gebieten.

  • Entscheidung in Athyros
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    Entscheidung in Athyros
    Zyklopeninseln, Phrygaios, Athyros

    Zusammen mit den Helden und Kalias kehrt Thyndarios nach Athyros zurück um den Mörder auf dem Thron zu stürzen.
    Eine Gruppe von Minotauren folgt ihnen um sie zu unterstützen. Da Thyndarios die Akropolis, die Festung des Seebarons, gut kennt, schlägt er vor, dass die Minotauren mit einem fingierten Angriff auf die Stadt die Wachen von der Burg weglocken.
    Währenddessen versuchen die Helden zusammen mit Thyndarios in die Akropolis zu gelangen und Avasios zu stellen. Praiala erklärt, dass sich Avasios durch die Bestechung und damit Erschleichung des Titels als Einokrat des Hochverrats an der Krone des Seekönigs schuldig gemacht hat und glaubt, dass diese Anschuldigungen schwer genug wiegen um ihn selbst festzunehmen und am Hofe des Seekönigs anzuklagen. Sie warnt die Helden jedoch Avasios nicht zu ermorden, da seine Schuld erst bewiesen werden muss.

    Mit Hilfe der Artefakte aus dem Labyrinth der Bashuriden gelingt es den Helden die Akropolis zu stürmen und Avasios zu stellen. Es kommt zum entscheidenden Kampf auf den Stufen des Tempels.
    Schließlich unterliegt Avasios und kann von den Helden überwältigt und festgenommen werden.
    Als die Helden den Leuten bei Hof und den Priestern die Anschuldigungen vorlegen einigen diese sich Avasios zum Hof des Seekönigs nach Rethis brigen zu lassen. Sowohl Avasios wie auch Thyndarios werden vor dem Höchstgericht Mermydions angehört werden.

    Da die Helden sich im Besitz des Tsa-Amulettes der Kette des Zwölfgötter befinden betet Dariyon im Tempel der Akropolis zur jungen Göttin um deren Beistand da ihn das Schicksal Amarenias und seines Freundes Thyndarios sehr schmerzt. Mit der Kraft Tsas erweckt das Amulett die noch dort aufgebahrte und balsamierte Amarenia wieder zum Leben.