Die Tage des Namenlosen

Die Tage des Namenlosen

Das Böse schläft nie! Gäbe es in Aventurien nicht ein paar furchtlose Helden, dann hätten die finsteren Kultisten und Diener des Namenlosen wohl längst die Herrschaft an sich gerissen, aber noch können wir auf Rettung hoffen.


Region: Gareth, Reichsforst, Tobrien
Datum: 2. Rahja bis 5. Namenloser 1013 BF
Meister: Klemens
AP: 1000

  • Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    RAH
    2
    1013 BF

    Nach der Festsetzung des verwirrten Gefangenen durch die Stadtgarde kam es zur Verfügung gegen den Auftraggeber der Mission, Baron Dexter Nemrod.
    Der Großinquisitor wurde durch die Reichs-Kammer-Richterin Efferdane von Ehrenstein einstweilig unter Hausarrest gestellt.

    In den darauffolgenden Tagen wurde Praiala, welche in der Stadt des Lichts ein Quartier erbeten hatte, von ihrem direkten Vorgesetzten, Praiodan von Luring, vorgeladen.
    Der Inquisitionsrat gewährte Praiala die Indoktrination durch einen Hochgeweihten der Kirchenakademie um Praiala’s Einsatz in Greifenfurt zu würdigen und auch um sie bei ihrer zukünftigen Arbeit für die Inquisition zu unterstützen.

    Liturgien der Inquisition

    Regeltechnisch darf Praiala an dieser Stelle ohne weiteren Zeitaufwand Liturgien der Heiligen Inquisition, in einem Ausmaß von 500 AP, erwerben.

    Empfohlene/Verfügbare Liturgien:
     - Wille zur Wahrheit,         Grad IV,  200 AP
     - Daradors prüfender Blick,   Grad III, 150 AP
     - Exkommunikation,            Grad III, 150 AP
     - Seelenprüfung,              Grad III, 150 AP
     - Auraprüfung,                Grad IV,  200 AP
     - Urischars ordnender Blick,  Grad III, 150 AP
     - Göttliche Verständigung,    Grad II,  100 AP
     - Sicht auf Madas Welt,       Grad II,  100 AP

    (Notiz: Praiala hat folgende Liturgien gewählt)

     - Seelenprüfung,              Grad III, 150 AP
     - Urischars ordnender Blick,  Grad III, 150 AP        
     - Göttliche Verständigung     Grad II,  100 AP

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    Während dieser Tage erfuhr Praiala worüber seit diesem Winter in der Stadt des Lichts am meisten gesprochen wurde:

    Hilberian tritt Reise ins Orkland an

    Am Rande notiert

    Elenvina: Fürwahr treffliche Kunde erreichte uns dieser Praiosläufe aus Elenvina: Seine Hochwürden, Hilberian vom Großen Fluß, der dortige Hochgeweihte der Heiligen Praioshalle, tritt eine Reise an. Dabei kann er etwas erleben, denn der gute Mann reist nicht etwa auf Pilgerfahrt ins kaiserliche Gareth oder ins liebliche Beilunk, nein, Seine Gnaden haben sich ein gänzlich anderes Ziel erkoren: die Steppe der Orklandgreifen.
    Das mag überraschend klingen, Hochwürden vom Großen Fluß haben allerdings eine wahrhaft praiosgefällige Begründung, daß er nämlich die göttliche Erleuchtung seines minderen Geistes suche, was freilich nur ein Gottgesandter ihm geben könne und auch keinen Grund zur Furcht: Alldieweil habe er dem Herrn Praios treu gedient und weiland viele Wunder getan, d’rum hoffe er nun auf den Schutz seines Greifenherrn. Nicht mehr denn fünf Bewaffnete wolle er als Bedeckung mit sich nehmen, und auch nicht mehr als drei Maultiere. Hochwürden reisen zu Fuß, der Marsch soll am 15. Hesinde 20 Hal beginnen. Aufrechte, tapfere und – die Botenredaktion rät’s mit vorzüglicher Hochachtung – waffenkundige Waldläufer mögen sich bis dato in Elenvina einfinden, so sie sich dem Unterfangen anzuschließen trachten. (Der Tempelvorsteher zahlt leidlich gut, wohl um gefährlichem Verrat vorzubeugen.)
    Der Subsidiarschreiberling SEW Jariels von Gareth teilte mit, daß der Bote des Lichts dem Hochgeweihten von Elenvina alles Praiosgefällige und Gute wünsche.

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    Aus dem Leben des Hilberian

    Hilberian Grimm v. Greifenstein und vom Großen Fluß

    Höret nun einiges über das Leben Seiner Hochwürden Hilberian:

    Selbiger ward 32 v. Hal als Kegel des Herzogs Hartuwal Gorwin v. Großen Fluß und seiner Kebse Wallgunde geboren, möge Frau Travia dies kecke Wort verzeihen! Nach dem Tode der glücklosen Herzogin Nurimai v. Mendena, die ihrem Gemahl den Prinzen Jast Gorsam geboren und daraufhin die letzten fünf Jahre ihres Lebens im herzoglichen Kerker verbracht hotte, worein der zügellose Herzog sie in einer Laune hatte werfen lassen, nahm der Herzog die Kebse Wallgunde gleichwohl zur Gemahlin und legitimierte derart den kleinen Prinzen Hilberian …
    Damit der Kegel dem Hause v. Großen Fluß gleichwohl nicht den Hirschenthron streitig zu machen vermochte, schickte der Vater den Jungen auf die Elenviner Praiosschule. Glücklicherweise war Prinz Hilberian vom Herrn berufen und ein eifriger, gestrenger und gelehriger Geweihter, der alsbald in Herrn Praios’ Communio allerort angesehen und beliebt war. Ihre erhabene Weisheit, die Heliodai v. Roßhagen, accreditierte ihn als Nuntius an verschiedenen Fürstenhöfen und sandte ihn schließlich in gewichtiger Botschaft aufs ferne Maraskan und ins sündige Al’Anfa, daß seine erhabene Weisheit, der Heliodan,
    den Prinzen in seinem achtunddreißigsten Götterlaufe zum Hochgeweihten von Elenvina bestellte.
    Das dortige Amt führt der Prinz in vollkommener Aussöhnung mit seinem herzoglichen Bruder, an dessen Hofe er ein häufiger und gern gesehener Gast ist, überaus accurat, so daß die Halle unter seine Ägide zu einer wahrhaften Trutzburg der Praioskirche und einem der heiligen Orte avanciert ist.
    Prinz Hilberian Grimm v. Greyfensteyn und v. Großen Fluß ist Verfasser mehrerer Schriften, u.a. “Die Kirche und die Greifen”, “Die Zwölf Heiligkeiten” und “De Gurvane”, eine höchst bedeutsame historische Abhandlung über den letzten und schwächsten der Priester-Kaiser, die durchaus nicht ohne Anspielungen auf die heutige Kriche gehalten ist und die darob von seiner erhabenen Weisheit sowie von der Excellenz des Großinquisitors mehrfach zitiert wurde.
    Mit seiner jüngsten Unternehmung einer Reise und Pilgerfahrt ins winterliche Orkland (welch vortreffliche Tapferkeit!) haben Hochwürden Aufsehen weit über Elenvina und Gareth hinaus erregt.

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    Das Wunder von Greyfensteyn

    Das Wunder von Greyfensteyn

    Im Namen des Heiligen Herrn Praios. Tergillon v. Elenvina, Schreiberling und Geweihter im Gefolge des Herrn Hilberian Grimm v. Großen Fluß. Geschehen am 29. Tsa 20 Hal. Gegeben auf Burg Greyfensteyn, geschrieben von eigner Hand.

    Herrn Duradan v. Wildreigen, Gareth. […]

    Praios und die Elfe vor.
    Mein lieber Duradan

    Noch vermag ich’s nicht recht zu glauben, was geschehen, doch ist wohl alles wahr; und ich will’s Dir ab initio getreulichst schildern, auf daß Du’s den hohen Eminenzen v. Gareth und Wehrheim conferieren mögest.

    Am 15. Hesinde brachen wir von Elenvina her gegen Mitternacht auf und kamen mit unsrer Bedeckung leidlich voran nebst Herrn Hilberian und uns drei Secretairen ritten fünf Waldläufer einher, die uns Wildpret beschaffen und nächtens Wache schieben sollten, daß wir am 30. Hesinde bereits in Gräflich Winhall anlangten und von dorten unter den Hochrufen und dem Jubel der Städter über die Tommelbrücke ins Nostrische einzogen, das heißt, womöglich war’s auch schon andergastsches Lehnsland, das konnt’ uns keiner recht sagen, denn die Majestäten
    der Könige führten allenthalben einen Waffengang von “particulairer Importance”, wie wir weiland vom gekkenhaften Wojwoden v. Eberwildern, der ein Stück Wegs mit uns einherschritt, erfuhren. […]
    Schließlich hatten wir all das hinter uns und waren auch übers Andergastsche hinaus in Andergast hatte die Eminenz des Custos Ordinis Excelsus Herrn Hilberian huldvollst empfangen und auch SM der König hatte uns von einem wahrhaftigen General willkommen heißen lassen!, womit die Fährnisse allerorten
    erst begannen.
    Zwar fanden wir noch Gastung auf der Feste Anderstein, einer treuen Wacht gegen die Orken übrigens, doch ansonsten waren wir
    ganz der Wildnis des schaurigen Orklands und der Verläßlichkeit unserer schweigsamen Wegführer preisgegeben. Zumal wir nicht auf den Wegen reiten konnten, denn dort trieben die Orken ihr finstres Unwesen, hieß es.
    Tordochai und Zholochai […]
    So zogen wir denn Praioslauf um Praioslauf, der Herr Hilberian auf seinem weißen
    Rosse stets voraus, durch das Dornicht der Messergrassteppe und den fußhohen Ifirnsschnee aufs Greifengras zu, wo Ew. Hochwürden die heiligen Greifen, um derentwillen wir die Fahrt unternommen, zu treffen hoffte. […]
    Am 16. Firun hatten wir den Thasch nicht mehr fern, ein greuliches Gebirge, das furchtbar unheimlich deuchte, und eisig kalt war’s in Herrn Firuns grimmen Winter. Da wies Herr Hilberian frohlockend auf einige Wesen hoch droben in den Winden, wohl hoffend, daß es herrlichen Greifen seien, aber ach, Adelerfrouwen waren’s, die den Mertwyn grausam raubten und töteten.
    Und auch mir schlugen sie eine blutige Wunde, ehe Meister Hilberian einen heiligen Bannspruch gewirkt hatte. […]
    In der Nacht ging ein Sturm, und Schnee fiel zuhauf, und am Morgen waren auch Feith und Harmlyn verschwunden, die die dritte Nachtwache gehabt hatten. Das Feuer, gestrenger Ingerimm! hatten sie ausgehen lassen. […]
    Drei Rösser hatten wir mittlerweile schlachten müssen und waren mittenherinnen im Orklande, und doch hieß Meister Hilberian uns allerstrengst vorwärts. Aschfahl saß er im Sattel und bewegte seine blaugefrorenen Lippen im innigen Gebet und die Sonne schien tags wie nachts Ucuris Sternengold und wies den gefahrvollen Weg. […]
    Und siehe, da kam er herab, der Heilige Goldene, und Herr Hilberian sank hinab in seinem güldnen Gewand, und wir taten’s ihm gleich. Der Greif war groß, mächtiger als ein Firunsbär, ganz gold und rot und wunderbar.
    Und er hieß uns willkommen, die Weitgereisten, in artigen Worten und mit wohlklingender Singstimme worauf er mit Meister Hilberian von dannen schritt … […]
    Der Meister kam herauf an unsre Lagerstatt, nachdem Herr Praios dreimal in caelis gestanden hatte und wir gegen einige Tscharschai gefochten … voller Erhabenheit befahl er uns, die Rösser zu zäumen und hinabzureiten in die Greifenklamm, wo vier Greifen unsrer harrten und uns – heiliger Praios! – nach Greyfensteyn mittäglich Yrramis’, das Du womöglicht kennst, trugen, das einige Lowanger und Andergaster aus Orkenhand befreit hatten. Was wohl aus den Pferden geworden sein mag? Von Elenvina her haben sie uns getragen; Körnchen ward mein Brauner geheißen. […]
    Der Prinz v. Andergast wöllt uns ergo auf die Order der Majestät des Königs ins Andergastsche bringen, was vernehmlich SE Herr v. Hirschstechern befohlen hatt’, bei seinem Unwillen. Der Prinz Wengel war nun ein Cavallerie-Capitain, […], so daß orksche Reiter hinterdreinritten und die erschöpften Andergaster wohl noch vorm Tore eingeholt hätten, wär’ nicht Meister Hilberian hinausgetreten: Der tapfre Mann hatt’ den Sonnenstab in der Rechten und ein Schwert in der
    Linken, aufrecht und stolz stand er, und die blinkenden Waffen zum Herrn erhoben daß ein gewaltiger Blitz herausfuhr und inmitten die Orken! Heller als die Sonne war’s, ganz gleißend grell und weiß, ein Wunder allenthalben, daß wir dem Heiligen, dem Herrn der Gefilde und der Sphären, dem Höchsten Greifen, dem König Alverans und Deres und aller Lande darumherum, dem Meister Praios, eifrig dankten in unsrer Unvollkommenheit.
    Und Herr Hilberian war ohnmächtig darniedergesunken, aber sein Antlitz stolz und schön und bitter. […] Und der Prinz v. Andergast erhob ihn sodann zum Herrn v. Greyfensteyn, und die Söldlinge hießen ihn den Grimmen, denn derart war er, nachdem das Wunder vollbracht. Der Meister ging in Clausur. […]

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    (Wie es scheint hat sich die Geschichte des Hilberian diesen Frühling wie ein Lauffeuer in der Gemeinschaft der Gläubigen des ganzen Reiches verbreitet)

    Sowie die aktuellen Garether Stadtgespräche:

    • Der Brunnen am Akademiegelände der Academia Armarorum Astralis ist seit Tagen gesperrt. Es kursieren Vermutungen über den Grund:
      – Arbeiten am alten Geheimgang zum Kaiserschloss
      – Grabung nach einem versteckten Schatz der Gründungsväter der Akademie
      – Ausbesserung von Teilen der Kanalisation
    • Am Kaiserturnier am 1. Hesinde im nächsten Jahr wird endlich wieder viel los sein, da die Orks besiegt sind.
    • In der Kanalisation sieht man seit einiger Zeit immer wieder unheimliche Lichter.
    • In Ruthor, einer Küstenstadt im Lieblichen Feld, sollen 150 Kinder in einer einzigen Nacht geraubt worden sein. Im Aventurischen Boten lässt sich ein Bericht zu diesem Thema finden:
    Der Kinderraub von Ruthor

    Seedämon vernichtet Grangorer Schivone

    Der Kinderraub von Ruthor

    Eine Schandtat ohne Beispiel ereignete sich am Praios-Tag vor vier Wochen in dem kleinen Hafen Ruthor, einer Stadt auf der Südseite der Grangorer Bucht.
    Wie Augenzeugen berichten, habe fast eine Woche lang ein riesiges schwarzes Schiff in der Bucht gekreuzt, acht Segel habe es gehabt und wohl hundert Geschütze. Fortwährend sei öliger schwarzer Rauch von seiner Achtertrutz aufgestiegen, und wenn der Wind landwärts stand, habe man von Deck Trommelschlag und dunkle Gesänge hören können.
    Solche und ähnliche, vermutlich von Furcht und Aberglauben geprägten Gerüchte trafen sehr bald in Grangor ein, wo man sich trotz der obskuren Berichte immerhin entschloss, eine Schivone auszusenden, um das fremde Schiff zu einer Erklärung zu zwingen. Wenig später stach, in Begleitung eines Kutters, die Schivone Unbesiegbare Talita in See und überquerte im Eiltempo die Bucht von Grangor. Unter der Küste von Ruthor sichtete man das fremde Schiff, einen Viermaster völlig ungewöhnlicher Bauart, das dort augenscheinlich vor Anker gegangen war.
    Um die folgenden Ereignisse zu schildern, zitieren wir aus dem Bericht Kapitän Reto Sindahams, der den Kutter Seelöwin befehligte:

    Die Unbesiegbare unter Schivonenkapitän Hakan Olbers hatte so gute Fahrt gemacht, dass wir kaum zu folgen vermochten und weit mehr als die befohlenen 500 Schritt zurück gefallen waren, als die fremden schwarzen Segel am Horizont erschienen. Ich schätze den Abstand auf mehr als 2.000 Schritt. Wir sahen jedenfalls die fremden Segel und fast gleichzeitig ein Flaggensignal von der Unbesiegbaren, das wir aber, wegen der großen Entfernung, nicht identifizieren konnten. Ich nahm an, dass es der Befehl zum Aufschließen war. Jedenfalls hieß ich den Maat an, unseren Kurs beizubehalten.
    Während wir näher an die beiden Schiffe heransegelten, sahen wir die Unbesiegbare beidrehen. Ob Kapitän Olbers bei den Fremden längsseits gehen oder nur auf Schussweite heranfahren wollte, vermag ich nicht zu entscheiden. Ich erinnere mich noch gut an den dichten schwarzen Qualm, der vom Heck der Fremden aufstieg und fragte mich, ob Olbers ihr wohl mit einer Lage Hylailer Feuer eingeheizt haben mochte.
    Als nächstes erspähten wir kleine Flammenbündel, die von der Fremden zur Unbesiegbaren hinüber flogen, wo die Takelage sehr rasch an mehreren Stellen Feuer fing. Dann geschah etwas ganz Unglaubliches:
    Aus dem Qualm, der inzwischen das gesamte Achterschiff des schwarzen Seglers umhüllte, löste sich ein entsetzliches Ungeheuer. Wie eine riesige, haarige Spinne stelzte es auf acht langen Beinen geradewegs über das Wasser auf die Unbesiegbare zu, und, ich schwöre bei Efferd, acht schenkeldicke Hörner ragten aus seinem Rücken, und wo immer es seine grässlichen Füße auf das Wasser setzte, blieben kleine tanzende Flämmchen zurück.
    In Momenten hatte das Monster die Unbesiegbare erreicht und schwang sich über die Bordwand. Was dann geschah, konnten wir nicht sehen, da das Deck der Schivone bald von Rauch und herab fallendem Takelwerk völlig verhüllt war, aber wir hörten ein dämonisches Knistern und Gurgeln; auch die Entsetzensschreie der Seefahrer wehte der Wind heran.
    Wieder erscholl dieses entsetzliche dumpfe Gurgeln, dann sank das Heck der Unbesiegbaren plötzlich tief ins Wasser ein. Ehe wir noch recht begriffen, was geschah, stand der Rumpf der Schivone senkrecht im Wasser, der Bugspriet ragte weit in den Himmel auf Und noch ein paar Wimpernschläge später war die Unbesiegbare verschwunden; spurlos – nicht eine Planke, nicht ein Mensch trieb auf den Wellen – und mitsamt jener Scheußlichkeit, wie wir dachten. Doch da schäumte das Wasser auf; und der gehörnte Rücken des Ungeheuers trieb wie eine Insel in den aufgewühlten Wogen. Es erhob sich nun nicht wieder über das Wasser, sondern schwamm mit seinen vielen rudernden Beinen zu dem schwarzen Schiff hinüber. Von dort erhob sich eben ein kleiner, langschwänziger Vogel in die Luft und nahm Kurs auf unsere Seelöwin.
    Ich zögerte keinen Augenblick länger und befahl, abzudrehen, um das Weite zu suchen. Efferd will ich danken, dass ich noch unter den Lebenden weile und von dem schrecklichen Ereignis berichten kann!

    Am Abend desselben Tages segelte das fremde Schiff geradewegs in den Hafen von Ruthor ein. Niemand konnte ihm das Eindringen verwehren, denn der Fischerhafen von Ruthor ist unbefestigt und verfügt über keine schützenden schweren Wurf- und Schleuderwaffen. Im Ruthorer Hafen angekommen, so wird berichtet, sprangen die fremden Seefahrer einfach über Bord und stürmten schwimmend und watend, Säbel und Entermesser schwingend an Land. Eine Schar unverzagter Ruthorer Bürger gab ein paar Bogen- und Armbrustschüsse auf die Angreifer ab, zog sich aber vor der schieren Übermacht bald in die Häuser zurück.

    Am Strand angelangt, rotteten sich die Fremden zusammen.
    Eine Trommel erklang, und ein Lied klang auf; das sich den Ruthorern für immer in die Seele brannte, denn die Schurken ließen nicht ab, jenes Lied zu singen, während all der schrecklichen Taten, die nun folgen sollten:

    »Bist du kein Herr, so bist du Knecht
    bist du zu schwach, so fließt dein Blut
    wehre dich nicht, du stirbst zu recht.
    Fahr zu Baron, er ist dir gut!«

    Mit diesen Versen auf den Lippen zog die Schar der Unholde von Haus zu Haus.
    Befehligt wurden sie von einer dürren, buckligen Schreckensgestalt, die sie mit ‘Meister Xeraan’ anredeten. Wer sich ihnen in den Weg stellte, wurde erschlagen, und auch von denen, die sich ihnen ergaben, wurden viele niedergemacht. Was immer in den Häusern silbern und golden schimmerte, stopften die Fremden in große Säcke, die an ihren Gürteln hingen. Wann immer sie ein Kind fanden, das im Alter zwischen vier und vierzehn war, legten sie es in Fesseln und schleppten es mit. Mütter und Väter, die sich vor ihre Kinder stellten, fanden an diesem Abend einen schnellen Tod.
    Nach weniger als zwei Stunden war der Spuk vorüber. Die Fremden bestiegen mit ihren weinenden Gefangenen allerlei Fischerboote, die sie im Hafen fanden, ruderten zu ihrem Schiff, lichteten den Anker und segelten in die Finsternis davon. Mehr als hundert Menschen starben in Ruthor in dieser Nacht, und fast einhundertfünfzig Kinder sind seitdem verschwunden.
    Königin Amene hat den größten Teil ihrer Flotte auf die Suche nach dem fremden Schiff geschickt und eine Belohnung von 5.000 Dukaten auf die Ergreifung oder Tötung jenes Xeraan, der ein Magus sein soll, ausgesetzt, aber in den vier Wochen, die seit jenem verhängnisvollen Tag verstrichen sind, hat es kein Zeichen vom Magus, dem Schiff oder den Ruthorer Kindern gegeben.
    Als erste Reaktion auf diese Meldung waren in Gareth, Punin und anderen sicheren Städten des Neuen Reiches Stimmen zu hören, die von einem Göttergericht sprachen. Die Zwölfe selbst hätten die anmaßende, selbst ernannte ‘Kaiserin’ auf dem Adlerthron durch die Ereignisse in der Grangorer Bucht bestrafen wollen.

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    Die Helden hatten bereits vor mehr als einer Woche die Originale der Tempelbuchführung des Tempels des 13. und des verschlüsselten Pergamentes an Baron Dexter Nemrod übergeben (Dariyon hatte sich sicherheitshalber Abschriften angefertigt). Ebenfalls die vergoldete Plastik eines liegenden Mannes und die 13 Vulkanglasdolche.
    Die Ketzerischen Werke wollte Dariyon noch zumindest eine Weile verwahren, da er sie noch nicht vollständig nach weiteren Hinweisen durchsucht hatte.

    Es gelang den Helden den verschlüsselten Text auf dem Uralten Pergament aus dem Tempel des Namenlosen auf Pailos zu entschlüsseln. Zudem entdeckten sie Auffälligkeiten in der Buchführung der Tempelfinanzen, große Zahlungen für eine “Mission Ekleipsis”, und die Beauftragung einer Entführung eines “Gwindor von Honingen” in Gareth.

    Ein uraltes Pergament (entschlüsselt)

    Dieses uralte Schriftstück scheint ein Bruchteil eines längeren Textes zu sein von dem nur wenig erhalten ist. Aufgrund der verwendeten Materialien sowie der Schrift nach zu urteilen stammt es aus der Zeit der Güldenländischen Besiedlung, noch vor der Gründung des Bosparanischen Reiches. Dies war eine düstere Zeit der Geschichte Aventuriens in der dem Namenlosen in allen größeren Ansiedlungen Kultstätten errichtet wurden und seine Diener grauenvolle Blutopfer und mächtige Wunder wirkten.

    Darob erschien uns leibhaftig der Erste der Götter und offenbarte sich uns, seinen obersten Dienern.
    Er trug uns auf ein gewaltiges Dunkles Wunder, genannt Ekleipsis, für ihn zu vollbringen.
    Ein großes Blutopfer wies er uns an durchzuführen um den Unbezwingbaren zu rufen.
    Er ward der Sphärenspalter geheissen und dank einer heiligen Waffe die der Eine uns in seiner Weisheit gegeben hatte werde er uns dienen.
    Praios’ Scheibe werde er vernichten auf dass sie sich nimmermehr über den Horizont erhebe und Dunkelheit herrsche, dem Ersten der Götter zum Wohlgefallen.

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    Tempelbuchführung

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    RAH
    5
    1013 BF

    Der Inquisitionsgehilfe Praioglenn, welcher von Dexter Nemrod mit den Nachforschungen und der Archivarbeit bzgl. jener in den Tempelbüchern erwähnten “Mission Ekleipsis” beauftragt war, suchte Praiala in den Gemächern für Reisende Geweihte auf.
    Er informierte Praiala darüber, daß man “Gwindor Praiosstolz Linneweber von Honingen”, der in den Tempelbüchern erwähnt wurde, hier in der Stadt des Lichts, kenne.

    Über Gwindor von Honingen

    Gwindor von Honingen

    Gwindor von Honingen ist der Sohn einer gutsituierte Kaufmannsfamilie aus Havena und diente bereits seit Kindesalter im Praiostempel von Havena. Er erwies sich als recht anstellig, den Zwölfen inbrünstig zugewandt und dazu als begnadeter Prediger, dem die Leute nicht nur ihre Ohren, sondern auch ihre Herzen öffnen. So wurde ihm nach seiner Weihe anempfohlen eine Weile durch das Land zu wandern um die Gläubigen allerorts an die großmächtige Gegenwart Praios zu gemahnen und Ungläubige dem rechten Glauben zuzuführen. Neun Jahren lang zog Gwindor durchs Land und predigte den rechten Glauben bis es ihn schließlich wieder zurück in seinen Heimattempel zog.
    Seine Taten hätten gewißlich ausgereicht, ihm einen angesehenen Platz in der Geweihtenschar des Praiostempels zu Havena zu verschaffen, man sprach sogar von der Möglichkeit, ihm später einmal das Amt des Hochgeweihten anzutragen. Doch unglücklicherweise schlug Gwindor sich in einer Tempelintrige um das Amt des Tempelvorstehers auf die falsche Seite, und so fand er sich bald wieder auf der Straße, mit einem Empfehlungsschreiben an den Tempelvorsteher in Honingen, unter dessen Obhut er fürderhin gestellt wurde.
    In Honingen wurde der Geweihte freundlich aufgenommen, doch man kann sich vorstellen, daß das Amt des zweiten Tempelvorstehers einen weitgereisten Geweihten wie Gwindor nicht auszufüllen vermochte. So verwandte Gwindor die Zeit, die ihm neben dem Tempeldienst blieb, für Studien auf der Suche nach Wegen, den Ruhm Praios’ zu mehren. Seine Aufmerksamkeit galt dabei von Anfang an dem großen Widersacher des Götterfürsten und seiner göttlichen Geschwister: Dem Namenlosen und vor allem seinen lästerlichen Anhängern hatte der Geweihte den Kampf angesagt. Er suchte voller Eifer nach einem Weg, dem verfluchten Gott und seinen Anbetern einen entscheidenden Schlag zu versetzen, dem goldenen Praios zum Triumphe. Doch gewisslich auch sich selbst zum Nutzen, denn eine solche Tat würde ihm Ruhm und Ansehen in der Kirche einbringen.
    In seiner selbsternannten Mission stieß Gwindor auf ein uraltes Buch. Er fand es, sei es durch Zufall oder Fügung des Zwölfe, in den Habseligkeiten einer Hexe welche von den Brüdern vom Bannstrahl gerichtet worden war.
    In dieser Schrift, verfasst von einem Unbekannten, fand Gwindor Beschreibungen wie man einstens, kaum ein Jahrhundert, nachdem die ersten Siedler ihren Fuß auf aventurischen Boden gesetzt hatten, sich in der Verehrung des Namenlosen erging. Die Aufzeichnungen sprachen von Kultstätten in allen größeren Ansiedlungen, von grauenvollen Blutopfern und mächtigen Wundern.
    Das Buch erwähnte eine unheilige Waffe des Namenlosen, mit welcher seine Diener über die Macht verfügen würden, Praios’ Scheibe zu vernichten.

    Gwindor erbat eine einstweilige Versetzung nach Gareth und forschte in der Halle der Heiligen Schriften der Stadt des Lichts und im Tempel der Hesinde zu Gareth nach all den Namen und Stätten, die der Verfasser des uralten Buches genannt hatte, aber nur wenige vermochte er wiederzufinden. Schließlich stieß er auf einen Text über eine Schleifung einer Kultstätte des Namenlosen durch eine Schar Al’Hani. Der Beschreibung nach suchten die Krieger nach einem Artefakt des Dreizehnten von fürchterlicher Macht denn die alhanische Zauberpriesterin und Königin Merishja hatte sie ausgesandt um jenes schreckliche Artefakt zu finden.  Das unheilige Relikt des Dreizehnten, so hatte sie geweissagt, würde in den Händen der Anhänger des Namenlosen das Ende der Sonnenscheibe herbeiführen.
    Doch die alhanischen Krieger waren siegreich und luden all die rituellen Gegenstände der Kultisten auf ihre Pferde. Auf ihrer Rückreise jedoch wurden sie angegriffen und alle bis auf ihren Anführer, Tuldroyan, ermordet. Jener überlebte als einziger schwer verwundet den Angriff und schleppte sich bis in ein kleines Dörfchen namens Dey-hani-hain wo er seinen Verletzungen erlag.
    Im Tsa diesen Jahres fand Gwindor, bei den Nachforschungen über jenen Ort, Aufzeichnungen über einige Diener des “Bundes des Wahren Glaubens” welche in den Dunklen Zeiten, einer göttlichen Vision folgend, eine Betstätte in jenem Dey-hani-hain, tief im Reichsforst, anlegten.
    Durch Vergleiche der Wegbeschreibungen in den Texten konnte Gwindor schließen, daß jenes Dey-hani-hain vermutlich ident wäre mit dem Dörfchen Deianishain in der Grafschaft Waldstein im Reichsforst.
    Ohne zu zögern brach Gwindor sofort auf um den Ort aufzusuchen, alle Warnungen über marodierende Orkgruppen im Reichsforst in den Wind schlagend und ohne Waffenbeistand.

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    Ein Buch übergab der Inquisitionsgehilfe Praioglenn Praiala noch, denn dieses Buch hatte Gwindor in seiner Kammer in den Geweihtenquartieren bei seiner Abreise zurückgelassen. “Vielleicht hilft es weiter. Oder zumindest wird es den Rechtgläubigen eine Warnung sein.”

    Vom Götzen ohne Namen

    Vom Götzen ohne Namen

    So war es denn, daß durch die Hinterlist und Verschlagenheit des verfluchten Gottes ein Riß entstand im wohlgefügten Lauf der Zeit und dort, wo eigentlich das neue Jahr beginnen sollte, ein Spalt aufklaffte, so tief und unergründlich, daß keines Sterblichen Auge den Grund zu sehen vermochte.

    Und Angst und Schrecken herrschten auf Sumus Leib, und die Sterblichen zitterten und fürchteten sich, daß nimmermehr ein Neujahr sollt beginnen und daß der dunkle Spalt sie sollt verschlingen, auf daß sie gefangen sind im Bann der verfluchten Gottes.

    Düster wars, kein Licht erhellte den Himmel, und Dämonenhorden zogen lachend über das Land. Da erhob sich ein Flehen und Klagen gen Himmel, schwach war die Stimme des einzelnen, doch zusammen waren sie von solcher Kraft, daß sie hinaufreichten zur Sphäre der Göttlichen hoch droben.

    Da fiel das Bendwerk des Namenlosen in sich zusammen, die Zwölfe sahen klar, wie es stand. Schon eilten sie herbei in goldenem Gepränge, und Rondras Donner klang über das Land. Des Praios’ Zorn war ihm zugleich Schild und Klinge. Efferd, Ingerimm und Hesinde folgten ihm auf dem Fuße. Auch Boron sah man, Tsa, Peraine und Travia. Firun, Phex und Rahja eilten hinzu. Den Frevel des Namenlosen galt’s zu sühnen, groß war ihr Zorn, und groß war ihre Macht. Eine Ewigkeit wollt dauern wohl das Ringen. Fünf Tage warteten die Sterblichen in ihrer Angst. Blitze schlugen und Donner folgten. Fremdartiges Licht erhellte den dunklen Himmel, und ein Brausen gab’s, wie man’s nie zuvor gehört. Die Sterblichen aber ließen nicht nach zu beten, den Schutz der Zwölfe zu erflehen.

    Und plötzlich war ein Leuchten gen Morgen, ein winz’ger Lichtstrahl brach von dort hervor, wurd’ stärker, breitete sich über das Land. Bald erglühte der Horizont im gold’nen Licht des neuen Tages. Ein Jubel erhob sich alsbald unter den Sterblichen, sie priesen ihre Götter, die nicht vergessen hatten ihre treuen Seelen.

    Der Dunkle aber mußte nun entfliehen, in Schlaf zwangen ihn die göttlichen Geschwister.

    Doch blieb der Sieg der Götter nicht ohne Träne, denn eines war gefügt für alle Zeit: Fünf Tage sollte es fürderhin geben, dem namenlosen Gott geweiht. In dieser Spanne erhebt er sich aus seinem Schlafe. Unheil zu bringen über Stadt und Land. Frei streifen dann die wilden Kreaturen und Angst und Schrecken suchen uns heim. Das ist die Zeit, in der die Götter sich neuerlich messen, auf daß erneut entschieden werde, wer herrschen soll auf Sumus schönem Leib. Eine ewige Schlacht ist’s, drum laßt uns beten, daß immerfort Triumph den Zwölfen ist. Viel Macht gehört dem Dunklen in diesen Zeiten. Sein Zorn gesammelt übers Jahr, er gibt ihm Kraft. Kein Sterblicher alleine kann ihm wehren, der Götter Hilfe bedarf’s, will er bestehen. Drum hüte dich, nun, da die Zeit gekommen ist: Der Namenlose ist auf Seelenfang. Nur eines, so höre, kann dich retten: Bleib auf dem Pfad der Zwölfe immerdar.

    (Aus einer Lehrschrift des Praiostempels zu Greifenfurt, überliefert aus alten Quellen)

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    RAH
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    1013 BF

    Drei Monate sind bereits verstrichen, rechnete Praiala, seit Gwindor’s Abreise.
    Die Gruppe holte Informationen ein, auch im Hesindetempel, und konnte eine Wegbeschreibung nach Deianishain besorgen.

    Wegbeschreibung nach Deianishain

    Der Weg nach Deianishain

    Verlasst Gareth Richtung Angbar. Am Westende der Schloßpromenade durchquert ihr das Angbarer Tor.
    Ihr folgt der Greifenstraße Richtung Westen bis ihr zum Greifentor kommt.
    Hinter dem Tor führt die Reichsstraße III weiter nach Westen.
    An der Randersburg vorbei erreicht ihr das Dorf Hornbach.
    In Hornbach verlasst ihr die Reichsstraße und biegt auf den Weg nach Rallerquell ab.
    Folgt dem Waldpfad entlang der Raller bis nach Rallerquell.
    Im Dorf Rallerquell angekommen folgt dem Pfad nach Norden ins Schratental.
    Der Pfad wird euch in nördlicher Richtung durch den Schratenwald und schließlich durch den Trollspalt ins Weyhental führen.
    Steigt nun, selbigem Pfad weiter folgend, ins Weyhental hinab.
    Bei der Weggabelung am Mammutbaum haltet euch zur rechten Hand, talwärts.
    Nach etwa einer Wegstunde solltet ihr einen Köhlerhof erreichen.
    Von dort folgt ihr dem Hohlweg nach Norden.
    Der Hohlweg führt euch zum Grünwasser das ihr über die Holzbrücke überquert.
    Bei der Weggabelung am verlassenen Baumdrachenhorst biegt ihr nach rechts ab.
    Nach etwa einer halben Meile erreicht ihr das Dorf Deianishain.

    [collapse]

    Nach dem Verkauf einiger Besitztümer der Gruppe und dem Einkauf eines Pferdes für Xolame, und auch weiterer Heiltränke, machte sich die Gruppe auf den Weg, der zu Pferd bestreitbar sei und wohl fünf Tage dauern sollte.
    Am Nachmittag erreichten die Helden die Randersburg, wie sich herausstellte das Jagdschlösschen Danos’ von Luring, Idras Vater.
    Die Überraschten Bediensteten ließen die Tochter des Hausherren und ihre Begleiter verwundert ein, hatten sie doch nicht mit dem Eintreffen der Grafenfamilie gerechnet.
    Hier ließen es sich die Helden ersteinmal bei einem warmen Bad, köstlichem Essen und Musik gutgehen.

    RAH
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    1013 BF
    Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    Randersburg, Grafschaft Reichsforst, Mittelreich

    Gegen Mittag zweigte die Gruppe nach einem Mittagessen in Hornbach von der Reichsstraße ab und reisten entlang der Raller nordwärts.
    Hoch oben in einem Baum entdeckte Dariyon einen großen Uhu, der sich auch noch als magisch herausstellte und, als Dariyon zu ihm hinaufrief, schließlich das Weite suchte.

    RAH
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    1013 BF
    Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    Rallerquell, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Noch vormittags erreichte die Gruppe das Dorf Rallerquell in dem aus einer Reihe kleiner Quellen ein köstliches, rostfarbenes, prickelndes Wasser entsprang. Offenbar kommen viele alte Männer und Frauen wegen des Heilwassers nach Rallerquell wo sie den Sommer in einer der drei (!) Herbergen des kleinen Dorfes verbringen, in den Steinbecken im Rallerquell baden und das heilkräftige Wasser trinken.
    Alawin füllte das 20 Maß Wasserfaß der Gruppe mit dem Heilwasser.
    Nach einer Rast und einem Mittagessen reisten die Helden schließlich weiter nach Norden in den Schratenwald in dem sie eine Kräutersammlerin trafen welche ihnen frische Heilkräuter anbot.
    Je weiter sie in den Schratenwald eindrangen desto düsterer wurde er. Schließlich benötigten die Helden künstliche Lichtquellen um im Zwielicht zwischen den Baumriesen den Pfad nicht zu verlieren. Der Weg führte über eine Reihe von Holzbrücken und -stegen, die Wasserflächen überspannten.
    Unter einer großen Trauerweide übernachteten die Helden schließlich.

    RAH
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    1013 BF
    Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    Schratenwald, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Es begann es zu regnen und auf ihrem Weg durch den Schratenwald suchten die Helden abends Unterschlupf in einer Höhle. Als Dariyon eine “Welle der Reinigung” zauberte fanden die Helden heraus, daß die Höhle von Höhlenspinnen bewohnt war.
    Der Kampf gegen die 8 Spann großen Spinnen stellte sich aufgrund der Dunkelheit der Höhle als schwieriger heraus als angenommen. Schlussendlich war der Gelehrte der Schwelle des Todes nahe, konnte aber dank eines Heiltrankes gerettet werden.

    RAH
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    1013 BF
    Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    Weyhental, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Die Gruppe erreichte nach einem Aufstieg einen gewaltigen Felsspalt, den Trollspalt, durch den der Pfad in das ebenfalls stark bewaldete Weyhental führte.
    Durch das dichte Blätterdach fiel weiterhin kaum ein Licht so, daß die Helden die Tageszeit nicht einschätzen konnten.
    Schließlich gabelte dich der Weg an einem gewaltigen Mammutbaum in dessen Rinde orkische Symbole geritzt waren, die die Gruppe als Wegweiser entziffern konnten.
    Nach einer Weile erreichten sie auch den Köhlerhof, dessen Bewohner ermordet in der Blockhütte verrotteten. Die Helden namen Schaufeln aus dem Schuppen zur Hand und beerdigten die Köhlerfamilie bevor sie weiterreisten.
    Sie folgten dem Hohlweg, überquerten das Grünwasser, passierten den verlassenen Baumdrachenhorst und erreichten das Dorf Deianishain.
    Das Dorf war Menschenleer und eine Untersuchung der Häuser ließ vermuten, daß es überstützt verlassen worden war.
    Bereits im Dorfeingang machten die Helden eine grausige Entdeckung:
    Eine verkohlte Leiche lag, wie von einem Feuerstoß eines Drachen getroffen, am Boden. Die Haut schien durch große Hitze komplett verbrannt worden zu sein und das darunterliegende Fleisch war stellenweise bis auf die Knochen vom Feuer verzehrt.
    Es muß ein grauenvoller Tod gewesen sein – die von Entsetzen verzerrte Miene des Mannes gab ein beredteres Zeugnis davon, als Worte es könnten.
    Auf Praiala’s Bitte wurde ein Grab für den Toten ausgehoben und der Unbekannte beerdigt.
    Bei dem Versuch im Dorf zu übernachten fanden die Helden keinen Schlaf, zu unheimlich war ihnen der Ort und die Bilder der entstellten Leiche welche sie nicht aus dem Kopf verbannen konnten.
    Als Dariyon in der Nacht entschied den Ort auf Magie zu untersuchen entdeckten die Helden ein Licht das über dem frischen Grab schwebte.
    Der Magier begann es magisch zu analysieren und kam zu dem Schluß, daß es wohl ein Feenwesen sei, am ehesten würde das Wort Lichtwichtel es beschreiben.
    Kaum hatten die Helden ihre Scheu vor dem Licht, das ja genausogut ein Irrlicht sein könnte, verloren, da erschien ein weiteres, und das erste verschwand.
    Den Lichtern folgend wanderten die Helden, ihre Pferde am Zügel führend, durch den dichten Forst.
    Schlußendlich führten die Lichter sie auf eine große Lichtung auf deren Mitte sie eine runde Tisch-ähnliche Platte aus Granit fanden.
    Xolame entdeckte unter den Flechten, die den Stein überzogen, unbekannte Glyphen.
    Dariyon untersuchte den Ort auf Magie und war bestürzt über die starke Aura nicht nur des Steins sondern des ganzen Ortes.
    Alawin beobachtete die Umgebung und bemerkte die übernatürlich schnelle Bewegung der Gestirne sowie die um sie schwebenden Tautropfen, welche aus dem Gras heraus aufgestiegen waren.
    “Arkanoglyphen” murmelte der Magier während er mittels Hellsicht die arkanen Muster zu verstehen versuchte.
    “…eine speist den Stein aus der Kraft des Ortes…”
    “…die andere bewahrt die Matrix für die Ewigkeit…”
    “…und die zentrale Glyphe…”
    “…ihrer Kernmatrix entspringt eine Temporalkomponente…”
    “…was, wo?”, entfuhr es dem Magus als jegliche Zauberkraft des Steins und der ganzen Lichtung plötzlich von einen Liedschlag auf den anderen verschwand.
    Im selben Augenblick bemerkten die Helden wie die Bewegung der Gestirne erstarb und der schwebende Morgentau zu Boden fiel.
    Verwirrt versuchten die Helden zu verstehen was geschehen war. Da es immer noch Nacht was schlugen sie schlussendlich die Zelte auf und warteten auf den Morgen.

    ?
    Auf der Suche nach Gwindor von Honingen
    Unbekanntes Datum
    Deianishain, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Bei Sonnenaufgang entschieden die Helden den Weg zurück nach Deianishain zu suchen.
    Während des Rückwegs wurden sie mitten im Dickicht von sieben schwer bewaffneten muskulösen Orkkriegern aufgehalten. Die Schwarzpelze hatten sich versteckt gehalten bis die Helden ihnen direkt in die Falle liefen.
    Keiner der Helden zog seine Waffen denn niemand wollte die Orks herausfordern und als Alawin den Anführer in gebrochenem Orkisch ansprach stellte dieser sich als Yakkrak Drachenschlächter vor.
    Nach einer kurzen Unterhaltung die sich ob der geringen Kenntnisse der Helden in der orkischen Sprache schwierig gestaltete, fand die Gruppe heraus, daß die Orks scheinbar in Deianishain lebten. Noch dazu wüssten sie nichts von einem toten Menschen und glaubten die Geschichte von dem verlassenen Dorf nicht.
    Schlußendlich forderte Yakkrak die Helden auf sie zum Dorf zu begleiten.
    Als die Gruppe dort ankam, sahen sie im Dorf wohl zwei Dutzend Orkkrieger und vielleicht ebensoviele Menschenfrauen.
    Die Helden standen verdutzt da und so kam eine Menschenfrau neben Yakkrak, stieß den Muskelprotz von der Seite an und fragte auf Garethi: “Was ist los Yakkrak? Wer sind diese Leute?”
    Dieser antwortete in perfektem Garethi: “Keine Ahnung, die reden irgendwas von einem toten Mann und, daß das Dorf verlassen sei.”
    Noch baff darüber, daß der Ork Garethi spach und obendrein, daß ein Ork es erlaubte, daß eine Frau sich ihm gegenüber so verhielt, begannen die Helden schließlich sich mit der Frau zu unterhalten. Sie stellte sich als Yakkrak’s Frau Phejanka vor.
    Vor beinahe zwei Jahren waren die Männer des Dorfes von einem Ritter der Grafschaft Waldstein zum Kampf gegen die Orks weggeholt worden.
    Später erfuhren die Frauen, daß diese in der Schlacht gestorben seien.
    Im letzten Winter trafen dann die Orks ein, welche sich ihnen gegenüber gut benahmen und da die Frauen Angst hatten, ließen sie die Orks gewähren. Schließlich erkannten sie, daß die Schwarzpelze, welche des Garethi mächtig waren, keine bösen Herzen hatten und nur ein friedliches Leben suchten.
    Yakkrak erklärte, daß er und sein Halbbanner von Orkkriegern die Okwach, die Stammeselite, eines Stammes von Korogai, waren.
    Sie waren dem Ruf des Ashim Riak Assai gefolgt, den sie den “falschen” Aikar Brazoragh nennen. In der Schlacht vor der großen Menschenstadt unter dem Schwarzen Marshall, Sadrak Whassoi, hätten sie so viel Blut und Tod gesehen und so viele Stammesbrüder verloren, daß sie nach der Niederlage, und ihrer Flucht in den Reichsforst, beschlossen hatten zu desertieren.
    In ihren Augen wäre Ashim Riak Assai gewiss nicht der Aikar Brazoragh, sonst hätten die Orks schließlich gewonnen. Stattdessen habe er nur Leid über die Orks gebracht.
    Yakkrak und seine Männer schlugen sich also querfeldein durch den Reichsforst und kamen schließlich nach Deianishain.
    Die Korogai, erklärte er, seien begabte Handwerker, es läge ihnen im Blut. Und als sie das Dorf erblickten, entschieden sie zu bleiben.
    Tatsächlich reparierten sie einige Wirschaftsgebäude wie auch die Wassermühle, gingen auf die Jagd und kümmerten sich um das Weidevieh.
    Als die Menschenfrauen ihre Scheu verloren entstand ein gemeinsames Leben, welches, im Gegensatz zum Kastenwesen der Orkischen Gesellschaft, mehr dem menschlichen Verständnis eines Zusammenlebens mit Respekt glich.

    Schließlich erfragten die Helden welcher Tag es denn sei und erfuhren, daß die Dorfleute der Meinung seien es wäre gegen Ende des Monats Peraine im Jahre 20 Hal.

    Verwundert und besorgt fragten sie nach Gwindor von Honingen worauf die Dorfleute sie zu einer Ruine in den Wäldern hinter dem Dorf verwiesen.
    Dort fanden sie einige Schutthaufen und einen freigelegten steinernen Gang in dem Kienspähne brannten.
    die Helden betraten den unterirdischen Gang und gelangten zu einer runden Halle mit 12 Durchgängen in weitere Kammern in denen zusammengestürzt Steinstatuen in Trümmern lagen.
    Von den Fußschritten der Helden alarmiert kam ihnen ein Mann in einfacher Reisekleidung entgegen dessen Gesicht dem verkohlten Leichtnam ähnlich sah.
    Wie sich herausstellt ist er der Gesuchte, Gwindor von Honingen.

  • Zwischenspiel – Praiot gefunden
    PER
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    1013 BF
    Zwischenspiel – Praiot gefunden
    Deianishain, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Die Helden berichten, dass sie im Buch aus dem Tempel des Namenlosen den Namen Gwindors von Honingen gefunden haben – es gab offenbar große Zahlungen um ihn in Gareth entführen zu lassen.
    Die Helden sind nun hierher gereist um ihn zu warnen und ihm bei seiner Suche zu helfen.
    Er nimmt die Hilfe gerne an und berichtet, dass er nach Geheimgängen sucht und in den Aufzeichnungen folgenden Satz gefunden hat:

    “[…] und so verbargen wir das Verbotene in IHREM Hause, SIE die jene die blind IHR Haus betreten, sehend macht.”

    Im Raum mit den 12 Nischen und den zerstörten Statuen gelingt es den Helden schließlich, eine der Statuen als eine archaische Darstellung Hesindes aus der Zeit des bosparanischen Reiches (von ~500 v. Bosparans Fall) zu idenzifizieren.

    Sie versuchen auch die anderen zerstörten Statuen den 12en zuzuordnen.
    Die Sinnenschärfe der Helden verrät ihnen, dass die Statuen wohl gewaltsam zuerstört wurden und nicht durch den langsamen Zerfall im Lauf der Jahrhunderte.
    Alawin findet einen Stein auf dem steht “Die Gemeinschaft der Götter ist die Mauer die uns schirmt, der Grund der uns trägt und die Frucht die uns nährt”

    Dariyon versucht einen Odem beim Schutthaufen der Statue, in dem die Helden die Hesindestatue vermuten, kann jedoch nichts magisches entdecken – auch sonst nicht im Raum.

    Daraufhin nutzt Xolame ihre Nase um sich nach Geheimgängen umzusehen und entdeckt im hinteren Teil der Hesinde-Sakristei bei einer Einbruchstelle einen anderen Geruch – ein Riss scheint hindurchzuführen in ein weiteres Gemäuer mit abgestandener Luft.

    Mit ihrem Dolch versucht sie mehr darüber herauszufinden und kratzt am Stein. Die Zwergin ist der Meinung, sie könnte dank ihrer Kenntnisse in Gesteinskunde und Bergbau, den Einbruch so abstützen, daß es möglich wäre den eingestürzten Bereich freizuräumen.

    Xolame untersucht noch die anderen Alkoven, Daryion will die anderen Statuen nach weiteren Texten durchsuchen.

    Nach Urischars ordnendem Blick kann Praiala erkennen, welche Sakristei welchem Gott geweiht war und dass ein übergreifender Hinweis sicher im Zentrum der zwölfstrahligen Sonne zu erkennen wäre.
    In der Mitte steht gerade Dariyon und hebt eines der Trümmerstücke auf – nach Zusammensetzen der Steine erkennen die Helden einen Text:

    Folge dem Weg der Ilumnestra:
    Nicht Wo Wir Sind Oder Sein Werden,
    Sondern Wo Wir Nicht Sind Werden Wege Sein.
    Im Namen der unteilbaren 12e!

    Xolame sucht unterdessen Holz für die Stützung des Gemäuers und beginnt damit das Gewölbe zu stützen.

    Ein Gang führt eine Treppe hinab und dann in einen Raum – leider bricht das Gewölbe hinter den Helden ein.

    Daryion sorgt mit seinem Stab für Licht – die Helden stehen in jeder Menge Staub, der sich langsam senkt.
    Xolame erkennt, dass mehr querstreben das Gewölbe besser gestützt hätten – bevor sie sich ausgraben, gehen die Helden die Treppe hinab.

    OOG: Die Spieler sind sehr begeistert von der Kartenführung und plastischen Darstellung der Gewölbekarte!!!

    Gewölbekarte, Deianishain

    [collapse]

    Die Helden gehen vorsichtig vor und untersuchen ihre Umgebung auf Fallen. Dariyon nutzt den Oculus und wird von Praiala geführt, Xolame nutzt ihre Zwergennase – Idra und Alawin sehen sich durch Sinnenschärfe um.

    In einem der Räume entdecken die Helden ein uraltes, verrrottetes Gitter und darunter eine Grube im Boden mit Erdreich (Sickergrube) (Xolame: Drainage).
    In einem anderen Raum entdecken die Helden Überreste von Truhen, der Inhalt ist komplett zerfallen und nicht mehr erkennbar.
    Einen Gang weiter entdecken die Helden ein verschüttetes Gangstück für dessen Freilegung mehrere Stunden Arbeit erforderlich wären.
    Bei der weiteren Erforschung entdecken sie noch mehrere weitere verschüttete Stellen, die Gänge sind weit verweigt – es gibt viele tote Enden, leere Räume – Gänge die “im Kreis” innerhalb eines Raumes führen…
    Schließlich sehen sie einen Raum, der nach oben mit einem Schacht offen ist – oben sieht man Bäume und Farne – der Boden ist mit Pflanzen überwuchert und die Pflanzen liegen mehrere Schritt unter den Helden, der Boden sogar sicherlich noch tiefer.
    Dariyon zaubert als Brücke über den Schacht einen Fortifex.
    Die Gänge gehen weiter – bis sie schließlich einen großen Raum betreten, in dem sie die Statue einer betenden Frau entdecken.
    Um diese Statue sind in Nischen betende Mönche angeordnet – die Helden entdecken keine Inschriften – Praiala kann durch Götter und Kulte auch nichts weiteres herausfinden.
    Sie gelangen zu alten (intakten) Grabkammern in denen noch Skelette zu finden sein – es gibt Inschriften mit Namen, die den Helden aber nichts sagen.
    Sie finden schließlich eine Gruft mit zwei Sarkophargen und 12göttlichen Symbolen.
    Nach mehreren Stunden Arbeit haben die Helden einen der eingestürzten Gänge freigeräumt. Auch der Ausgang konnte wieder freigraben und neu abgestützt werden.
    Es ist Abend, als die Helden wieder ins Freie treten.

    Während die Helden in der Scheune von Yakkrak und Phejanka’s Hof im Heu übernachten wandert Dariyon zum Steinkreis um ihn genauer zu untersuchen.
    Verwundert stellt er fest, daß sich seine großteils erschöpften astralen Kräfte an diesem besonderen Ort erstaunlich schnell erholen.
    Er meditiert und füttert seinen Sanguritkristall mit eigenem Blut um dessen magische Kraft wieder aufzuladen.
    Während er den seltsamen Ort genauer untersucht und seinen Gedanken nachhängt bemerkt er ungewöhnliche Pflanzen am Waldrand um die Lichtung herum. Bei genauerer Betrachtung vermutet Dariyon, daß es sich um Schlangenzünglein, auch Echsenstab genannt, handelt. Diese seltene Pflanze soll vor den Magierkriegen in ganz Aventurien verbreitet gewesen sein, kommt heute jedoch nur noch auf Maraskan und entlang einiger weniger großer Flussläufe nahe der Ostküste des Mittelreichs vor.
    Bekannt ist der Echsenstab für ein Phänomen, daß Dariyon an der Lichtung in Ruhe beobachten kann: Sie verfärbt sich nahe einer starken magischen Präsenz blutrot.
    Während Dariyon eine Beschreibung und Zeichnungen der Pflanzen anfertigt bemerkt er, dass sich einige Lichtwichtel und Blütenfeen der Lichtung genähert haben. Er sitzt ruhig und beobachtet wie die Feenwesen zwischen den Schlangenzünglein umherschwirren.
    Gegen Mitternacht macht sich Alawin auf die Suche nach Dariyon und findet ihn auf der Lichtung. Gemeinsam treten sie den Heimweg ins Dorf an und übernachten mit den Anderen in der Scheune.

    PER
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    1013 BF
    Zwischenspiel – Praiot gefunden
    Deianishain, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Schlechtes Wetter zieht auf. Der Wind ist stärker geworden und trägt dunkle, bleigraue Wolken mit sich. Es ist merklich kälter geworden.

    Zur Überraschung Aller tritt Yakkrak am Morgen mit einer ungewöhnlichen Bitte an Praiala heran.
    Er, und sein Halbbanner Orkkrieger, bitten um eine Zwölfgöttliche Taufe.
    Die Praiotin merkt, daß dies den Stammesführer viel Mut kostet und es wohl einiges an Überredung durch Phejanka benötigt hatte.
    Wie Praiala nach einem Gespräch unter Frauen herausfindet, handelt es sich dabei um ein schon vor langem gefassten Entschluss der Orks über den die Krieger mit den Frauen schon lange gesprochen hatten, der aber nie in die Tat umgesetzt wurde.
    Phejanka beschloss nun, da mit Praiala eine Geweihte ins Dorf gekommen war, die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Vorsichtigerweise hatte sich Gwindor, gekleidet in seine einfache Reiserobe, den Dörflern nicht als Geweihter vorgestellt.
    Als sich Praiala mit den Orks zu diesem Thema auseinandersetzt merkt sie in den Gesprächen, daß es den Schwarzpelzen tatsächlich ernst mit der Entscheidung ist.

    Unterdessen begeben sich die anderen Helden wieder in die Gänge unter der Ruine des Tempels des Bundes des Wahren Glaubens.
    Sie untersuchen erneut die Statue und vermuten, daß es sich um eine Darstellung der Illumnestra handeln könnte, der Gründerin des Bundes des Wahren Glaubens.
    Bei der Mittagspause untersuchen Dariyon und Alawin die Bruchstücke mit dem Text im Tempelschiff erneut und ihnen fällt auf, daß die Anfangsbuchstaben der Wörter im zweiten Satz alle hervorgehoben sind und es sich um die Buchstaben “N, S, O, W” handelt welche vielleicht für Himmelsrichtungen stehen könnten.
    Zuerst versuchen sie von der Statue aus der Wegbeschreibung zu folgen, erkennen aber bald, daß dies nicht zum Ziel führt. Xolame überzeugt die Anderen schließlich, daß man der Wegbeschreibung von Eingang des Gangsystems aus folgen sollte und tatsächlich endet die Wegbeschreibung, nach Freiräumen eines weiteren Einsturzes in einer Sackgasse.
    Xolame gelingt es dank ihrer angeborenen, zwergischen Intuition einen Geimgang ausfindig zu machen. Leider scheint es keinen intakten Mechanismus zum öffnen des Geheimganges zu geben und so müssen die Helden zu Vorschlaghammer und Spitzhacke greifen und den Weg freizulegen. Scheinbar ist hier viel vom ehemaligen Geheimgang ingestürzt.
    Nach mehreren Stunden Schwerstarbeit, als sie erschöpft eine Pause machen und noch kein Ende absehbar ist, entscheiden sich die Helden ersteinmal im Dorf zu übernachten und neue Kraft zu schöpfen.

    PER
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    1013 BF
    Zwischenspiel – Praiot gefunden
    Deianishain, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Ein Sturm zieht auf. Dicke, schwarze Gewitterwolken türmen sich am Himmel.

    Gestärkt und motiviert begeben sich die Helden wieder in die Ruine und schließlich gelingt es in die noch tiefer liegende Geheimkammer vorzudringen.

    Die Wände dieser tiefen Kammer sind geziert durch kunstvolle Reliefs von abschreckenden Darstellungen der Niederhöllen und vielfachen, plastischen Warnungen vor der dämonischen und namenlosen Versuchung.
    Eine Steinplatte trägt eine Inschrift:

    Vernehmet mein letztes Gesicht, das grau ist und schleierumwallt – eine bedrohliche Vision, die durch rechtschaffen Tun und Glauben verhindert werden kann:
    Höret vom Untergang Deres!

    Seit Anbeginn währt das schändlich Hämmern an den Grundfesten Alverans.
    Die Zahl der Frevler ist Myriade, die Zahl der Erzfrevler ist Legion, die Zahl der Gottfrevler ist größer denn jeder Sterbliche ahnt.
    Am Urgrund der Welt wuchert der Dämonenbaum, denn als einstmals die Dämonen bis zu SUMUS Herz vordrangen, legten sie die Saat des Bösen.
    Äon für Äon bricht der Dämonenbaum durch die Sphären, und es wird kommen ein Tag, da er sie schließlich sprengt.
    Es wird kommen ein Tag, da die Seelenmühle zerbirst und hervorquillt die Brut der Niederhöllen.
    Es wird kommen ein Tag, da die Trommel des Belhalhar ertönt und nicht verstummt, solange noch ein Sterblicher Atem hat.
    Es wird kommen ein Tag, da der Namenlose seinen Verrat vollendet, und Rache und Angst werden seine rechte und seine linke Hand sein, wenn er das Tor der Welten öffnet.
    Es wird kommen ein Tag, da die Dämonen einbrechen und zerschlagen die Sphären.
    Es wird kommen ein Tag, da treten die Toten aus den Hallen, und es wird eröffnet den Kriegern, warum sie gestorben, und den Seefahrern, warum sie ertrunken.
    Und es wird kommen ein Tag, da Götter und Erzdämonen einander gegenüberstehen, und sie werden zur Letzten Waffe greifen.
    Und danach wird kommen kein Tag mehr und keine Nacht, und es wird Nichts sein!

    Am Ende der Geheimkammer befindet sich schließlich ein Alcoven dessen Rückwand eine große schwarze Basaltplatte ist in der funkelnde, sternengleiche Einschlüsse zu erkennen sind. In der Mitte der Platte befindet sich eine 1 Spann durchmessende Sonnenscheibe aus, mit Bernsteinen besetztem, purem Gold.
    Auf dem Torbogen über dem Alcoven finden die Helden einen weiteren Sinnspruch:

    Vergborgen bleibe was bewacht. Denn trennst den Tag Du von der Nacht, Gibt’s nichts mehr am Himmelszelt dass den Fall der Sterne hält.

    Nach einigen erfolglosen Versuchen und weiteren Untersuchungen entdeckt Xolame schließlich, daß sich die Sonnenscheibe drehen lässt und über ein Schraubengewinde in der Wand befestigt ist. Sie schraubt die Sonne heraus, woraufhin sich die basaltene Rückwand absenkt und eine kleine Niesche freigibt in der sich eine kupferne Opferschale und uralte Pergamentrollen befinden.
    Schnell erkennt Dariyon, daß die in Bosparano geschriebenen Pergamente die Schriftführung des Tempels beinhalten und findet die letztdatierte Eintragung:

    Nun, da der Sturm von Nargazz Blutfaust über uns hereynbricht und blutrynstik Orken stehn vor unsern Thoren, wolln zoegern wir nit laenger hinfortzutragen was gegeben uns in Obhuth.
    Auf dasz für ewigcklig im Dunckel bleibet, was finstre Handt begehret. Undt nimmermehr Gefahr besteht, dasz die Sonn sich eynstends nit erhebt.
    Zum Marh der Zwoelfe wards gebracht, wo der Gewaltge schon seyt Ewigckeyten wohnet. Auf dasz er die Wacht weyterfuhret im Dienste der Zwoelfe.

    Nachdem die Gruppe sich davon überzeugt hat, daß außer den Schriften und der Opferschale nichts weiter zu finden ist nimmt Gwindor die Gegenstände an sich und kehrt mit den Helden an die Oberfläche zurück.
    Beim Verlassen des Tempels stürzt der Zugang ein. Xolame glaubt gesehen zu haben, daß Gwindor, unabsichtlich oder nicht, an einem Stützpfeiler ihrer Abstützung angestoßen ist.
    Der Praiosgeweihte begibt sich ins Haus Yakkraks um in seinen Aufzeichnungen nach Hinweisen zu suchen was das “Marh der Zwoelfe” oder der “Gewaltge” sein könnte. Die Helden können sich ebenfalls keinen Reim darauf machen.

    Während die Helden sich mit Gwindor im Haus befinden und über den Schriften grübeln wird plötzlich die Tür aufgesoßen und aus dem Sturm tritt ein Ork, der Jäger Krrachtt, herein.
    “Sie kommen!”, sagt er nur bevor er wieder in den Sturm verschwindet.
    Gwindor rollt die uralten Pergamente aus der Ruine zusammen und hält sie Praiala hin. “Ihr solltet nun gehen.”, fordert er die Helden auf, “Behütet das Geheimnis vor den Schergen des Dreizehnten.”

    Als die Gruppe mit den Pergamenten das Haus verlässt erkennen sie sofort, daß das Dorf Deianishain bereits angegriffen wird. Von zwei Seiten nehmen schwer gerüstete Ordenskrieger die Ansiedlung in die Zange.
    Mit ihrer Erfahrung aus dem Orkkrieg merken die Helden, daß es sich bei dem Angriff um eine strategisch hervorragend durchgeführte Aktion handelt.
    Vom Waldrand feuern Bogenschützen in das Dorf und strecken Orks und Menschen nieder, die dagegen anstürmenden Orks rennen in Infrantrieformationen und wer davonrennt wird von der Kavallerie niedergeritten.
    Hektisch überlegen die Helden was zu tun ist und entscheiden sich, ähnlich wie schon so oft in Greifenfurt, möglichst versteckt zwischen den Häusern ihren Weg zu suchen. Ihr Ziel ist zuerst der Pferdestall, dann die Flucht aus dem Dorf.

    Die Helden kommen bis zu einem Versteck unter einem Strohkegel der zum trocknen aufgestellt war. Doch bis zum Stall war die Entfernung zu weit um nicht entdeckt zu werden, also warteten sie ab.

    Das Emblem auf den Ornaten der Ordenskrieger sieht eindeutig nach einer Variation eines Sonnensymbols der Kirche des Götterfürsten aus. Praiala erkennt es dennoch nicht und kann nur vermuten, daß es zu einem eher unbekannten, lokalen Orden gehören muss.

    Plötzlich sehen sie wie zwei Ritter nahebei vorbeireiten. Yakkrak stellt sich ihnen in den Weg und hiebt mit seiner gewaltigen Axt einen der Reiter aus dem Sattel. Während der zweite Reite sein Pferd wendet enthauptet der Ork den gestürzten Reiter. Yakkrak wird von zwei Pfeilen durchbohrt und geht zu Boden, währenddessen steigt der zweite Ordenskrieger aus dem Sattel und sinkt neben seinem Kameraden auf die Knie. Wie unter Schock kniet er bei seinem ausblutenden Gefährten.

    Unterdessen erkennen die Helden, daß inzwischen die Ordenskrieger das Dorf erobert haben, keiner der Orks leistet noch Widerstand. Erst jetzt wird den Helden bewusst, daß die Angreifer scheinbar, vorranging, nur mit nicht-tödlicher Gewalt vorgegangen sind. Nahkampfangriffe und Pfeile wurden zum größten Teil nur auf Beine und Arme gezielt.
    Während die Ordenskrieger die Überlebenden, großteils Kampfunfähigen zusammentreiben sehen die Helden einige Reiter die Frauen, die aus dem Dorf zu flüchten versucht hatten, mit Lassos eingefangen und nun an Seilen zurückschleifen.
    Gwindor ist umringt von einigen Ordenskriegern im Dorf zu sehen, er leistet keinen Widerstand und wird von ihnen festgehalten.

    Während die Orks und Dorfbewohner in die Lehmgrube des Dorfes gebracht werden erkennen die Helden eine geflügelte Gestalt, welche sich aus den dunklen Sturmwolken löst und auf das Dorf zufliegt.
    Einige Ordenskrieger stellen sich zu einem zweireihigen Spalier auf.
    Das geflügelte Wesen kommt mit schweren Flügelschlägen langsam näher und landet schließlich. Die Helden erkennen das Wesen wieder, es handelt sich um den riesigen, schwarzen Löwen mit Fledermausflügeln den die Helden im Tempel des Namenlosen auf Teremon bekämpft haben.
    “Grakvaloth, Bote der Niederhöllen, Ungesehenes Grauen, Unerbittlerlicher Hetzer des All-Einen”, erinnern sie sich, hatte der Diener des Namenlosen ihn genannt.
    Vom Rücken des Dämonen steigt eine gepanzerte Gestalt in einer schwarzen Robe. Unter seiner Kapuze erkennen die Helden nur eine unheimliche, schwarze Maske.

    Mit schweren Schritten schreitet der Unheimliche zwischen den spalierstehenden Kriegern auf das Dorf zu. Als er Gwindor sieht bleibt er stehen und fordert mit donnernder Stimme: “Der Gott, der Götter befiehlt! Händigt uns das heilige Artefakt aus oder SEINE Kraft wird euch vernichten!”
    Gwindor, jedoch erwiedert: “Im Namen des Herren Praios! Brenne Ketzer!”
    Aus dem Himmel fährt ein Zerschmetternder Bannstrahl herab, verläuft sich jedoch bevor er den Unheimlichen erreicht, der seine Hand wie zum Schutz erhoben hat, im Nichts.
    “Spüre nun den Willen zur Macht! Praioswurm!” ruft dieser und scheint ebenfalls einen Bannstrahl herbeizurufen. Und tatsächlich fährt aus dem Himmel ein schwarz-purpurner Bannstrahl herab und steckt Gwindor von Honingen nieder.

    Einige Sekunden lang scheint ein stilles Grauen über dem Dorf zu liegen bis die Stille von der Stimme eines Ordenskriegers durchbrochen wird.
    “Die Heilige Waffe ist nicht hier Lord Isyahadan. Wie lauten eure Befehle?” berichtet er.
    “Eliminiert den Abschaum und durchsucht die Umgebung nach Zeugen.”, ist die Antwort gefolgt von einem Handzeichen an eine, in ein Ordensornat gekleidete, Frau die zwischen den Kriegern steht.
    Jene Frau wendet sich nun zur Lehmgrube und beginnt zu sprechen, ihre Stimme glaubt Alawin wiederzuerkennen, und zwar als die Hexe Irmingunde aus Sensenhöhe.
    “Krötengift und Ranzenrotz!”, intoniert die Hexe düster, “Die Henker der Niederhöllen sollen kommen und euch zerreißen, ihr schwarzpelzigen Mörder und Vergewaltiger. Und auch euch Huren die ihr euch den Mördern eures Volkes hingebt. Ich spucke auf euch und werde auf eurem Grabe tanzen!
    Kommt! Kommt, ihr Klauen und Zähne der Siebtsphärigen! Umschlingt diesen Abschaum mit euren Tentakeln und reißt ihnen bei lebendigem Leibe die Eingeweide heraus!!”

    Erst steigt aus der Lehmgrube, in der sich die großteils schwerst verwundeten Orks und Dorfbewohner befinden, schwarzer Nebel auf, dann hört man die Schreie und erkennt riesige Tentakel, welche jene die versuchen herauszuklettern packen und zurückzerren während die umstehenden Krieger diese ebenfalls zurück hinabstoßen.

    Vor den Helden schüttelt der kniende Krieger seinen Schock ab. Ungläubig schaut er zwischen dem Massaker und dem geflügelten Dämon hin und her. Schließlich packt er sein Pferd, hebt sich in den Sattel und reitet davon. Erst im Trab dann im Galopp.
    Unter den Ordenskriegern scheint dies zu Verwunderung zu sorgen und genügt den Helden als Ablenkung um zum Stall zu gelangen wo ihre Pferden untergestellt sind.

    Im Dorfeingang bemerkt dennoch eine Gruppe von in Ordensornate gekleideter Männer die Flucht der Helden. Gefolgt von gerufenen Befehlen beginnen die Männer zu zaubern.

    Dariyon nutzt den Moment bevor die Helden lospreschen um die Gruppe mit einem Gardianum zu schützen.

    In Aufgebot all ihrer Reitkunst stürmen die Helden los, gefolgt von einigen berittenen Ordenskriegern. Pfeile werden hinter ihnen hergeschossen, einer davon trifft Xolame in den Rücken.
    Aus der Gruppe der zaubernden Gegner lösen sich Kugelblitze und jagen den Helden hinterher. (Varianten Schneller Kugelblitz + Doppelblitz, geschätzter Schaden: 2W20+10+2*RS(metall), reichlich tödlich)

    In einer erbarmungslosen Verfolgungsjagd zu Pferd hetzen die Helden den Weg zurück über den sie zum Dorf gekommen sind. “Am Baumdrachenhorst link!”, schreit Dariyon und legt sich in die Kurve.
    Schnell wird den Helden klar, daß Alawin, Praiala und Idra den Verfolgern wohl entkommen werden, Xolame jedoch immer weiter zurückfällt.
    Als die Helden das Grünwasser überquert haben, und die Verfolger durch die Brücke gezwungen sind hintereinander zu reiten, blendet Dariyon das Pferd des fordersten Reiters. Dieses scheut und stürzt ins Wasser, die nachfolgenden Pferde bäumen sich erschrocken auf was die Verfolger wertvolle Zeit kostet.
    Im Hohlweg erkennen die Helden den Köhler mit einem Leiterwagen, ein gefährliches Hindernis. Während Alawin, Dariyon und Xolame das Hindernis durch den Wald umreiten und damit ebenfalls Zeit verlieren, springen Praiala und Idra mit ihren Pferden über den Leiterwagen hinweg.
    Am Ausgang des Hohlwegs preschen sie an der Köhlersmagd vorbei. Alawin erkennt, daß die Magd in ihrer Angst nicht fähig ist zu reagieren und von den Verfolgern niedergeritten werden wird. Geistesgegenwärtig packt er sie im Vorbeireiten und rettet sie auf sein Pferd.
    Am Köhlerhof erkennt Dariyon, daß Xolame in wenigen Sekunden von den Kugelblitzen eingeholt werden wird. Einen zweiten Gardianum zaubernd, zügelt er sein Pferd um neben sie zu kommen.
    Alawin erkennt wie ein Knecht, der auf einem Gerüst am Köhlerhof das Dach repariert, von einem Pfeil getroffen wird. Das Gerüst beginnt zu kippen und er droht in den rauchenden Meiler zu stürzen.
    Ohne zu zögern lenkt Alawin sein Pferd auf das Gerüst zu, wirft durch den Aufprall den Knecht zur Seite und vermeidet so, daß dieser einen schrecklichen Tod im Meiler findet. Jedoch werden Alawin und die Magd dadurch aus dem Sattel geworfen.
    “Lauft!”, ruft Alawin den beiden zu während er sich aufrappelt, die Zügel seines Pferdes packt und sich in den Sattel zieht um die Flucht fortzusetzen.
    Als die knisternden Kugelblitze Xolame und Dariyon erreichen entladen sich in dampfendem Ozongeruch drei der tödlichen Zauber in die magischen Schilde. Zwei Blitze passieren die beiden und halten weiter auf die flüchtenden Alawin, Praiala und Idra zu.
    Vom Schutzschild abgeschwächt trifft ein Blitz Xolame’s Pferd ins Hinterteil. Die Zwergin wird trotz all ihrer Bemühungen aus dem Sattel geworfen als das Pferd im vollen Lauf plötzlich lahmt.
    Todesmutig greift Dariyon nach der stürzenden Xolame und kann die Zwergin zu sich aufs Pferd retten. Als der Magier erkennen muss, daß er den Verfolgern zu zweit am Pferd jedoch nicht entkommen wird, rettet er sich und Xolame mit einem Teleportationszauber.
    Alawin, Praiala und Idra rasen noch einige Zeit im gestreckten Galopp den Waldweg weiter bis sie die Verfolger nicht mehr hinter sich ausmachen können, dann zügeln sie die Tiere und fallen in einen schnellen Trab zurück.

    In einem elfstündigen Eilritt durchqueren sie das Weyhental, den Trollspalt und einen Teil des Schratenwalds. Als sie bei Einbruch der Dämmerung zur Hütte der Kräutersammlerin Krunn kommen beschließen sie dort zu übernachten.
    In der Hütte machen die Helden eine Entdeckung, der geflüchtete Ordenskrieger hat sich hier ebenfalls zurückgezogen, macht aber keine Anstalten die Helden anzugreifen.
    Er erklärt, daß er aus Tobrien stamme, sein Name sei Finnlyn von Arvun und er stünde im Dienst des Ordens des Ersten, einem Tobrischen Ritterbund.
    Ausgelöst durch das Wunder von Greyfensteyn habe sich in Tobrien die Gemeinschaft der Gläubigen des Götterfürsten in zwei Lager gespalten.
    Die einen die darin eine Bestätigung des Götterfürsten sehen, eine Erneuerung in der Kirche des Praios durchzusetzen, welche schon lange von Hilberian vom Großen Fluß gepredigt wird.
    Die anderen, Hardliner, die an der Ordnung aus Gareth festhalten wollen und ohne eine Entscheidung des Lichtboten, Jariel Praiotin, eine eigenmächtige Veränderung der gegebenen Ordnung für Ketzerei halten.
    Dies hat bereits zu Ausschreitungen und Gewalt geführt. Besonders unter der Landbevölkerung.
    Es ging soweit, daß Tobrische Raubritter, unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Ketzerei, Praiostempel plünderten und brandschatzten.
    Aus der Not heraus stimmte Herzog Kunibald Frankward von Ehrenstein dem Vorschlag des Illuminaten von Wehrheim, Albuin von Bregelsaum, zu, den Orden des Ersten zu gründen um Sicherheit und Ordnung im Land zu gewährleisten.
    In diesem Orden wurden unter dem Oberbefehl des Grafen Isyahadan von Laescadir ausgewählte Ritter und Geweihte des Götterfürsten versammelt.
    Der unheimliche Mann der von dem Dämon gestiegen war, sei jener Graf Isyahadan. Finnlyn hat in den letzten Monaten an einigen Kämpfen teilgenommen, kann sich aber an wenig erinnern. Er behauptet viele Gedächtnislücken zu haben, besonders was den Grafen und die großteils recht blutigen Kämpfe betrifft.
    Durch das harte Durchgreifen des Ordens des Ersten formierte sich in Tobrien ein Widerstand. Jene Rebellen bestehen zum größten Teil aus Dienern der Rondrakirche sowie Amazonen aus den Burgen Löwenstein, Kurkum und Yeshinna.
    Finnlyn verteidigt sich, daß er ja durch seinen Treueschwur seinem Herzog und dem Kaiser gegenüber gebunden sei, zu tun wie der Hauptmann befiehlt, den Willen des Grafen durchzusetzen.
    Durch seine Flucht, das sei ihm klar, habe er damit hier und heute gebrochen. “Ich werde beten, daß Praios in seiner unendlichen Weisheit mir den Fevel des Eidbruchs vergibt.”, beteuert er. “Nach dem was ich in Deianishain gesehen habe, hat sich bestätigt, der Orden dient weder Tobrien, noch dem Götterfürsten, sondern einzig und allein dem Grafen, welcher den Dämonen verfallen zu sein scheint.”

    PER
    29
    1013 BF
    Zwischenspiel – Praiot gefunden
    Schratenwald, Grafschaft Waldstein, Mittelreich

    Wolkenbruch, der Sturm und schwere Niederschlag hat auch in der Nacht nicht nachgelassen.

    Bereits früh morgens satteln Alawin, Praiala, Idra und Finnlyn wieder ihre Pferde und setzen ihren Eilritt fort. Finnlyn wirkt geknickt und auch erschöpfter als die Helden.
    Während des Weiterritts bleibt Finnlyn weiter zurück und fällt schließlich komplett entkräftet aus dem Sattel.
    Als die Helden umdrehen und nach ihm sehen müssen sie feststellen, daß er sich bereits an der Schwelle des Todes befindet.
    “Mir erschien die Hexe des Grafen, Achaz saba Arataz, im Traum.”, spricht er im Delierium, “Wenn du nicht umkehrst, Finnlyn, wirst du noch ehe du den Schratenwald verlässt tot aus dem Sattel fallen.”, so hatte sie gesagt.
    Trotz der Bemühungen der Helden nahm Boron den tobrischen Krieger zu sich. Da es nach Rallerquell nicht mehr weit war und die Zeit drängte ritten die Helden weiter und baten die Dorfbewohner den Leichnahm zu bergen und zu beerdigen. Das Pferd Finnlyns nahmen sie mit sich.

    In Rallerquell trafen Alawin, Praiala und Idra wieder mit Dariyon und Xolame zusammen, die sich mittels Teleportation hierher gerettet hatten.
    Gemeinsam ging der Eilritt, Dariyon und Xolame auf Finnlyns Pferd, dann weiter bis kurz vor Weyring an der Reichsstraße, wo die Helden der Pferde zuliebe eine Rast einlegen mussten.

  • Wieder in Gareth
    PER
    30
    1013 BF
    Wieder in Gareth
    Gareth, Mittelreich

    Der Wolkenbruch lässt kaum nach, die Helden erreichen bei Sonnenuntergang Gareth am Angbarer Tor. Beim Tor ist ein Kalender ausgehängt und die Helden erkennen, dass heute der 30. Peraine war.

    Die Helden werden gewahr, daß sie tatsächlich 2 Monate in die Vergangenheit versetzt worden sind, bevor sie Deianishain neuerlich betreten haben!

    Sie wählen das “Schwert und Panzer”, eine Unterkunft für junge Abenteurer und Glücksritter, zwischen Traviatempel und Siechenhaus.
    Idrasmine trennt sich von der Gruppe um anderweitig unterzukommen da sie sich “[…] in so einem Schuppen nicht die Krätze holen will […]”

    Der Wirt, Dobran Ummingshausen, ein ehemaliger Held mit einem Holzbein, erkennt die HeldInnen sofort als sie eintreten und spendiert ihnen ein frisches Ferdoker.

    Das junge Publikum des “Schwert und Panzer” bestürmt die Helden mit Fragen und bittet sie von ihren Abenteuern zu erzählen. Dariyon gelingt es trotzdem die neugierigen Jugendlichen zu vertrösten da die Helden einfach nur erschöpft sind. Schließlich wird die Gruppe fürs erste in Ruhe gelassen.

    Während des Essens hören die Helden folgende Gerüchte:

    • Shenny Rahjasunya, bekannternaßen ein schwarzes Schaf der Rotseidenen Gilde (Kurtisanenzunft), sorgt wiedermal für einen Skandal. Man munkelt es befänden sich geraubte Kultgegenstände der Kirche der Schönen Göttin in ihrem Besitz welche sie auf Wunsch ihrer Clientell zweckentfremdet.
    • Peranka Stoerrebrandt, Leiterin des Botendienstes der Silbernen Falken, wurde mehrmals in dunklen Nebengassen in Begleitung unheimlicher Gesellschaft gesehen.
    • Der Seekönig Mermydion ist bei einem Jagdunfall gestorben. Er wäre bei bester Gesundheit gewesen. Sicherliche wisse Kerrie ui Brioghan mehr darüber, sie sei die Schreiberin des Aventurischen Boten welche den Artikel dazu verfasst habe. Kerrie sei im Redaktionshaus des Aventurischen Boten zu finden, am Eck Kaiser-Reto-Straße und Horaswall.

    Die Helden fragen nach einer Gelegenheit ein Bad zu nehmen und finden heraus, daß das Schwert und Panzer keinen Badezuber hat. Es gibt leider nur die Kaiserthermen am anderen Ende der Stadt in Gareth um sich standesgemäß waschen zu können. Alternativ schlägt der Wirt eine Waschung im Gardelbach oder den Besuch einer anderen Herberge (mit Badezuber) vor.

    Die Helden können im Schlafsaal übernachten, sich rudimentär säubern und sind nicht mehr überanstrengt – die Reserven sind wieder voll.

    ING
    1
    1013 BF
    Wieder in Gareth
    Tag des Feuers, DER Feiertag der Zwerge
    Gareth, Mittelreich

    Der Sturm ist über Nacht weitergezogen. Es ist windstill und am Himmel ist nicht eine Wolke zu sehen. Die Heldengruppe reist morgens wieder ab, der Wirt bittet die Helden am Feuertag wiederzukommen, da er da viele Gäste hat und bietet gratis Verpflegung und Unterkunft an.

    Xolame trennt sich von der Gruppe um im Ingerimmtempel zu feiern und anschließend mit den Zwergen zu trinken – eingeschlossen Spende im Ingerimmtempel.

    Die Anderen begeben sich zur Redaktion des Aventurischen Boten um sich nach dem Unfall des Seekönigs zu erkundigen.

    Bereits vor dem Redaktionsgebäude erfahren sie von einem Straßenverkäufer die Schlagzeile: “Königin Amene erhebt Anspruch auf den Titel Seekönigin” (während der rechtmäßige Erbe, Prinz Haridiyon von Rethis, ein Leben als Geisel in Methumis in den Hallen der 12göttlichen Schule fristet)
    Dariÿon ist aufgelöst über die Neuigkeiten und möchte mehr erfahren. Im Redaktionshaus suchen sie die Schreiberin Kerrie ui Brioghan auf. Diese lässt sich jedoch nur kurz bei ihrer Arbeit unterbrechen, bietet aber an sich mit ihm für zwei Dukaten zu treffen um Details darüber zu erzählen. Sie werde am Praiostag, 4. Ingerimm, im Hotel Handelsherr am Admiral-Sanin-Bogen, zur Mittagsstunde essen gehen. Falls die Helden interessiert wären könne man sie dann dort aufsuchen.

    Die Helden machen sich auf den Weg zum Hesindetempel, dem Pentagontempel von Gareth, einem von Blutulmen umgebenen Prachtbau aus der Rohalszeit.
    Im großen Sternensaal treffen die Helden auf Hesindiane Wiesen, welche ihnen bereits die Wegbeschreibung nach Deianishain beschafft hatte. Wie sich herausstellt ist die Schatzkammer des Tempels, die Bibliothek und Artefaktsammlung, nicht frei zugänglich.
    Der Hohepriester des Pentagontempels zu Gareth, Valnar Yitskok, Erzwissensbewahrer des Neuen Reiches und Vorsteher des Hohen Schlangenrats, gehört zur innerkirchlichen Strömung der Pastori, den Wissenbewahrern, welche im Gegensatz zu den Satori das Wissen der Welt im Sinne der Kirche horten, ohne es an Außenstehende abzugeben.
    Entsprechend wäre eine angemessene Spende und die Zustimmung des Hohepriesters notwendig um Recherchen in der Bibliothek durchzuführen.
    Hesindiane Wiesen muss den Helden aber leider mitteilen, daß sich Valnar Yitskok derzeit nicht im Tempel befindet, er sei heute Vormittag mit der Magistra Crysallia Störrebrand zur Akademie der Magischen Rüstung aufgebrochen.

    Als die Helden nun zur nahegelegenen Magierakademie gehen sehen sie dort vor dem Eingangstor zum Akademiegelände eine beträchtliche Menschenansammlung.
    Wie sich herausstellt beginnt mit dem 1. Ingerimm an der Akademie das neue Studienjahr und es findet die Probatio, die Aufnahmeprüfungen, statt. Neben Sprösslingen des Hochadels mit deren Familien, welche in Prunkkutschen auf den Einlaß warten sehen die Helden auch Bürgerliche Anwerber welche sich ob der hohen Herrschaften wenig Hoffnungen machen für das Studium zugelassen zu werden.
    Die Gruppe stellt sich an um zu warten, sehen aber, daß das ganze Prozedere sehr langsam vorangeht. Nach sicherlich mehr als einer Stunde taucht Idra auf und fragt die Helden was sie bereits herausgefunden haben.
    Sie erkennt den Armatus Maximus, den Hauptmann der für die Sicherheit der Akademie zuständigen Elitekrieger, als Timshal Adersin den Bruder ihres Ex-Freundes Irion Adersin. Kurzerhand spricht sie ihn an und will sich Abends mit ihm und Irion treffen. Idra bietet den Helden an zu versuchen Timshal zu überreden sie trotz des eigentlichen Zutrittsverbots während der Probatio in die Akademie zu lassen.
    Während Praiala den Nachmittag noch nutzen möchte um noch zur Stadt des Lichts zu reiten begeben sich Dariÿon und Alawin in die Herberge Ulmenstab.
    Neben der wahrlich absonderlichen Atmosphäre genießen sie dort Gerichte wie die “Untierpastete” und die “Selemer Schmerzüberraschung mit Verdebenknödel”. Dariÿon und Alawin übernachten im Ulmenstab, Xolame lernt eine Menge netter Zwerge aus Gareth kennen und Praiala übernachtet in der Stadt des Lichts.

    ING
    2
    1013 BF
    Wieder in Gareth
    Gareth, Mittelreich

    Die Helden treffen sich Morgens bei strahlendem Sonnenschein alle vor der Magierakademie. Dariÿon und Praiala beschließen die Akademie zu betreten. Xolame feiert weiter und Alawin hört sich in der Stadt um.

    In der Empfangshalle der Akademie ist die Hölle los. Die Probanden warten mit Anhang und teils Leumund auf die Vorsprache vor der Akademieleiterin. Auch Valnar Yitskok ist unter den Anwesenden.
    Dariÿon begibt sich in die Bibliothek und trifft dort auf die bildhübsche Bibliothekarin Gyldana Bugenhog, welche ihm, nach einem kurzen Abstecher um einen gültigen Bibliotheksausweis zu besorgen, die beeindruckende Sammlung der teils geschichtsträchtigen Gesetztesschriften und Werken des Magierechts zeigt.
    Bei der Recherche, welche den größten Teil des Tages in Anspruch nimmt, finden die Helden eine Passage im Original des Großen Buchs der Abschwörungen in welcher ein “unbesiegbarer Sphärenspalter” in einer Liste von siebtsphärischen Phänomenen und Entitäten eingereiht ist.
    Später dazunotiert kann man lesen: “Wahrer Name nicht bekannt” und “Verhaltensvorschlag für Exorzisten. Rennen und Beten.”

    Alawin besucht die Sankt-Ardare-Sakrale, den Rondratempel „Zur Letzten Wehr der Heiligen Ardare“.

    Abends treffen sich die Helden wieder vor der Magierakademie.
    Dariyon berichtet, was er gefunden hat und schlägt vor die Bibliotheksrecherche in der Akademie morgen fortsetzen.
    Die Nacht verbringen Alawin und Dariyon wieder im Ulmenstab, Praiala übernachtet in der Stadt des Lichts.

  • Nachforschungen in Gareth
    ING
    3
    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth
    Gareth, Mittelreich

    Weiterhin strahlender Sonnenschein. Praiala holt Alawin und Idra bei Morgengrauen vor der Stadt des Lichts ab und gemeinsam beten sie im Tempel der Sonne ein Morgengebet.

    Nach einem Rundgang durch die Stadt des Lichts versucht Praiala zu erfragen wo sie ihren Vorgesetzten, den Inquisitionsrat Praiodan von Luring, finden könnte. Sie erfährt die Adresse seines Privathauses in der Kaiser-Menzel-Gasse.
    Gemeinsam mit Alawin und Idra macht sie sich auf den Weg dorthin und erstattet Bericht über die Vorkommnisse in Deianishain.
    Der Inquisitor stellt der Gruppe ein Begleitschreiben aus in dem er Praiala die Erlaubnis einräumt in seinem Namen in den Inquisitionsarchiven zu recherchieren. Auf Gesuch der Gruppe setzt er außerdem noch ein Schreiben an den Erzwissensbewahrer des Neuen Reiches auf in dem er seine Eminenz darum bittet die Gruppe bei ihren Nachforschungen zu unterstützen.

    Nach einem gemeinsamen Mittagessen brechen die Helden auf in die Stadt des Lichts. Den Nachmittag verbringen sie mit Nachforschungen in der Tempelbibliothek der Stadt des Lichts, jedoch finden sie keine weiteren Erkenntnisse.

    Abends berichtet Dariyon, Alawin, daß er in den Büchern der Magierakademie auf die Bezeichnung “Nachtmahr” gestoßen ist. Dies sei eine andere Bezeichnung für den Nachtalp, ein körperloses Geisterwesen.

    ING
    4
    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth
    Gareth, Mittelreich

    Bestes Kaiserwetter. Nach der gestrigen Suche in der Tempelbibliothek möchte Praiala nun die Inquisitionsarchive aufsuchen. Gemeinsam mit Alawin macht sie sich an die Arbeit.
    Die Archive sind ein Fundus von Inquisitionsakten über Ketzer, Paktierer, Dämonenbeschwörer, Borbaradianer, Hexen und Druiden aus mehreren Jahrhunderten. Die Helden konzentrieren sich auf Berichte über den Kult des Namenlosen und übernatürliche Phänomene in Zusammenhang mit Nachmahren.

    Bei ihrer Suche stoßen sie auf Berichte über die “Augen des Namenlosen”, körperlosen Geistwesen und Sendboten des Dreizehnten:

    […] Im Jahre 339 BF beendete das Eingreifen der Sonnenlegion die maraskanischen Aufstände, woraufhin der Glaube an Rur und Gror verboten wurde. Als 439 BF die Amazonen an die Öffentlichkeit traten, erwies sich der Sonnenlegionär Praiowein von Greifenheim als unerbitterlicher Jäger des Ordens. Er war, wie es heißt, einst selbst ein Mitglied der Amazonen, ehe alle Männer ausgeschlossen wurden, und trat der Sonnenlegion bei, um sich an dem Amazonenbund zu rächen. Der Sage nach finden sich in seinem Grab so mache verlorene Hinterlassenschaft der Amazonen und der Rondra-Kirche. Während der Priesterkaiserzeit befand sich die Sonnenlegion unbestritten auf dem Höhepunkt ihrer Macht: auf Legionsstärke und mit unterschiedlichen Einheiten versehen. Das Ende der Priesterkaiser bedeutete auch für die Sonnenlegion eine umfassende Schwächung, auch wenn Rohal der Weise selbst verhindert haben soll, dass sich der aufgestaute Zorn der Bevölkerung gegen die überlebenden Legionäre richtete. In den Regierungsjahren Rohals machte die junge Greifenreiterin Marina Jagd auf die Augen des Namenlosen und es wird berichtet, sie soll nicht nur manche aufgespürt (wie etwa den finsteren Drachen Vrucacor), sondern mit ihrem letzten Atemzug auch ein solches vernichtet haben. Durch den Aufstieg eines weitern praiosgefälligen Ordens, dem Orden der göttlichen Kraft (der heutigen Inquisition), wurde die Sonnenlegion nicht nur enger der Praios-Kirche unterstellt, sondern übernahm vermehrt bis in die heutigen Tage die Funktion der Tempelwache, Garde der Stadt des Lichts und Leibwache der Würdenträger der Kirche. Die Jagd nach Frevlern liegt nicht mehr in ihrem offiziellen Aufgabengebiet, obwohl viele Würdenträger dies gerne ändern möchten – was zwangsläufig zu Reibungen mit der Inquisition führt. […]
    (Aus dem Buch: Wo Licht hinfällt, weicht der Schatten – Die Sonnenlegion, Neuzeitlich von Angrond von Schwipprath, Sonnenmarschall der Sonnenlegion)

    […] Zu den höchsten Diener des Gottes ohne Namen zählen jene mystischen 13 Sendboten des Gefesselten Gottes welche die “Augen des Namenlosen” genannt werden. Unsterbliche Geisterwesen, von denen es heißt, dass sie in der Zeit zwischen den Jahren körperliche Gestalt annehmen und während des restlichen Jahres als furchtbare Traumgestalten über Dere ziehen. Das bekannteste Auge ist der greise Zadig von Volterach, der in den Namenlosen Tagen durch die Gefielde der Sterblichen reitet und den Willen seines dunklen Herren vollstreckt. “Auf einem schwarzen Einhorn mit rotglühendem Horn saß ein in schwarze Roben gehüllter Greis. Ich war wie erstarrt von seinem Anblick, war er mir doch wie eine Urgewalt des Bösen, die fleischgewordene Gnadenlosigkeit und Rachsucht des verbotenen Gottes. Als er sich näherte erblickte ich sein Gesicht. Es war entstellt, denn ihm fehlte sein linkes Auge. Der Schacht, der an seiner Stelle saß, er war wie ein wirbelnder Mahlstrom aus Purpur und namenloser Schwärze der mich zu verschlingen drohte. Unaufhaltsam näherte er sich Vater Praionion, dem Lichthüter unseres Tempels. Ich nahm all meinen Mut zusammen und riß mich von dem schrecklichen Anblick los, sprang hinter dem Vorhang hervor, hinter den ich mich unwillentlich zurückgezogen hatte, und rannte durch die Sakristei bei der Hintertür des Tempels hinaus. Ich blickte mich nicht um und betete zum Herren des Lichts, dem großmächtigen Götterfürsten, daß der Schreckliche mich nicht verfolgen würde.” (Bericht eines weidenschen Bauernjungen über eine Begegnung mit Zadig von Volterach) Die Liste seiner Untaten ist groß, und meist darauf gerichtet, die Kraft der Zwölfgötter und die Harmonie der Welt heute und für die Zukunft zu stören. Er, den man auch “den, der auf fremden Altären opfert” nennt, zerstörte Tempel und reißt Kulte durch Zwietracht in den Untergang. […]
    (Aus dem Buch: Von den Dienern des Gefesselten Gottes, 968 BF von Helmbrecht Falkenstein, Oberst-Inquisitor)

    Mittags verpflegen sich die Helden in einer Pilgerherberge in Neu-Gareth und machen sich dann auf den Weg in die Altstadt zur Magierakademie.

    Dariyon trifft sich unterdessen mit Kerrie ui Brioghan im Hotel Handelsherr zum Mittagessen und erfährt mehr über die Vorkommnisse auf den Zyklopeninseln:

    Unbestätigten Gerüchten zufolge ließ Berytos Cosseïra dyll Teremon, Seeherzog von Pailos und Heermeister des Seekönigreichs beider Hylaïlos seinen Seekönig Mermydion II. Thaliyin, Thalassokrat von Cyclopea, König beider Hylailos, ermorden und tarnte dies als Jagdunfall.
    Als Motiv vermutet der Mittelreichische Gesandte in Rethis die schwierigen Beziehungen zwischen dem Seeherzog und dem Seekönig.
    Seit sich im Winter 1012 BF Behauptungen verdichteten, daß Berytos heimliche dem Gesichtslosen (zykl. Namenlosen) huldigen würde, geriet seine Stellung am Hof Mermydion’s immer mehr in Bedrängnis.
    Es liegen dem Boten Geheimunterlagen eines Adjutanten der KGIA vor die berichten, daß der Seeherzog bereits im Rondra 1011 BF Königin Amene III. Firdayon den Treueeid geschworen habe, was einem Hochverrat gegen die Krone des Seekönigs gleichkäme.
    Yangold di Lazaar, Berichterstatter des Aventurischen Boten, welcher die Recherche vor Ort durchgeführt hat, berichtete, daß, aufgrund fehlender Beweise und der Annektierung des Seekönigreichs durch das Horasreich, der Tod des Seekönigs nicht fachgerecht untersucht wurde.
    In Folge kam es zu offenen Anschuldigungen gegen den Seeherzog Berytos durch Mermydion’s Sohn Haridiyon Thaliyin, welcher an der Zwölfgöttlichen und Kaiserlich-Bosparanischen Hohen Schule der Wissenschaften und Lehren der zwölfgöttlichen Lande, auch “Herzog-Eolan-Universität”, in Methumis studiert.

    Als die Einokraten von Arkis, Tenos, Baltrea, Heliopolos, Hylpia, Mylamas und Phrygaios dem Sohn des verstorbenen Seekönigs per Gesandten ihre Anteilnahme und Loyalität bezeugen ließen wurde dieser kurzerhand unter Arrest gesetzt. Den Gesandten wurde mitgeteilt, daß sie den Einokraten und der Familie des Seekönigs bei Hofe in Rethis berichten sollen, daß sich Prinz Haridiyon als Leibbürge in Gewahrsam befände. Dies diene der Sicherstellung des Rechtsanspruchs der Königin gemäß dem im Phex 1010 BF geschlossenen Pakt von A’Laÿis Hiphon in welchem Seekönig Mermydion II. Königin Amene III. vertraglich zusicherte, daß im Erbfall die Herrschaft über die Zyklopeninseln dem Adlerthron zufallen würde.
    Laut diesem Vertrag ist Kronprinz Haridiyon auf die Vormundschaft der Königin angewiesen, da diese das Lehen des Seekönigreichs auch anderweitig vergeben könne. Mächtigster Mann der Zyklopeninseln ist seit dem Tod Mermydions II. nun besagter Seeherzog Berytos Cosseïra, der verlängerte Arm Amenes III. auf den Zyklopeninseln.

    In der Magieakademie angekommen sucht Alawin die Probandin Ailill Uifinn aus Lyngwyn auf, da er sich erinnert im Winter vor zwei Jahren durch Lyngwyn gekommen zu sein. Kysira, eines der Kinder des kleinen Fischerdorfes, war beim Spiel von den Klippen gestürzt und Alawin rettete sie.
    Ailill erkennt Alawin, den Retter ihrer Freundin Kysira, wieder und freut sich ihn zu sehen.
    Als Alawin den Erzwissensbewahrer sieht unterhält er sich mit ihm unter vier Augen über die Vorkommnisse in Deianishain.
    Schließlich zeigt er ihm das Schreiben des Inquisitors worauf Valnar Yitskok anbietet, daß die Helden ihn am Abend zum Tempel begleiten dürfen wo er die Geweihten entsprechend instruieren wird den Helden bei ihren Nachforschungen freie Hand haben zu lassen.
    Bei Sonnenuntergang schließt schlussendlich die Akademie und Alawin begleitet den Geweihten nach einem kurzen Gespräch mit der Spektabilität die weder Zeit hat noch den Grund sieht sich der Sache der Helden anzunehmen.

  • Nachforschungen in Gareth (2)
    ING
    5
    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth (2)
    Gareth, Mittelreich

    Sonnenaufgang. Da sich die Helden, dank des Empfehlungsschreibens des Inquisitors, nun frei in der Bibliotheken des Pentagontempels umsehen dürfen beginnen sie auch hier mit Nachforschungen.
    Begleitet von der jungen Scholarin Glarike Walbirga Stippensten wandern sie durch die “Schatzkammern” des Tempels, Katakomben und unterirdische Hallen die der Aufbewahrung von Schriften und Artefakten dienen.
    Sie bestaunen das Tor zu Rohals “Enigma”, ein zweiflügliges Steinportal von titanischen Ausmaßen.
    “Dahinter habe ich alle Weisheit von Sikaryan bis Nayrakis niedergelegt. Durch sie möge die Welt genesen, wenn die Rätsel enthüllt”, rezitiert Glarike die Worte Rohals des Weisen. Eine silbern leuchtende Arkanilschrift gibt, je nachdem zu welcher Zeit und in welcher Reihenfolge die Zeichen gelesen werden, zahllose Rätsel auf. Das mago-mechanische Kombinationsschloss aus sieben symboltragenden Scheiben stellt auch nach über vier Jahrhunderten immer noch die Geduld von Novizen und Meistern auf die Probe. “Tulamidische Meister der Al’Gebra haben errechnet, es gebe so viele Möglichkeiten der Kombination, dass auf diese Weise erst in vielen Generationen das Tor geöffnet werden kann. Obwohl jährlich zahllose Zauberkundige, Denker und Geweihte Rohals Enigma im Garether Pentagontempel aufsuchen, hat bislang noch niemand sein Geheimnis entschlüsseln können.”, erkärt die Scholarin.

    Auf der Suche nach dem Begriff “Der Gewaltige” kommen den Helden die Alten und Hohen Drachen in den Sinn. Zu diesem Thema werden sie auch schnell fündig:

    Die Alten Drachen:

    • Aldinor der Retter (Hüter des kosmischen Gleichgewichts)
    • Fuldigor der Beender (Beender weltlicher Macht welche ihre Zeit zu sehr strapazieren)
    • Nosulgor der Spender (Hüter des kosmischen Gleichgewichts)
    • Pyrdacor der Bewahrer (Hüter des Gleichgewicht der Elemente)
    • Teclador der Vorausschauende (Hüter des Gleichgewicht der Kräfte zwischen Göttern, Geisterwesen, Menschen, Tieren und Dere)
    • Umbracor der Zerstörer (Zerstörer weltlicher Macht welche das Gleichgewicht der Welt zu stören droht)

    Die Hohen Drachen:

    • Branibor mit den Eisenschwingen (Drache der Gerechtigkeit, Alveraniar Praios’)
    • Darador mit den Hundertfarbigen Flügeln (Drache des Lichts , Alveraniar Praios’, Hüter der Sonnenscheibe (!!!), Patron der Antimagie)
    • Famerlor der Löwenhäuptige (Hüter von Melliador, der Himmelspforte Alverans, Alveraniar Rondras)
    • Menacor mit den sechs silberne Schwingen (Wächter des Limbus, Alveraniar)
    • Naclador (Drache der Weisheit, Beschützer der Wahrheit, Alveraniar Hesindes)
    • Yalsicor der Ziegenhäuptige (Drache der Freundschaft, Alveraniar Travias)

    Bei der Suche nach dem Begriff “Marh der Zwölfe” begeben sich die Helden in die umfangreiche Derographische Sektion.
    Alawin findet einen verschlüsselten Text, der vielleicht etwas mit dem Begriff zu tun haben könnte und vertieft sich darin.

    Abends suchen sich die Helden eine neue Unterkunft und mieten sich im Hotel Handelsherr ein.

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    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth (2)
    Gareth, Mittelreich

    Alawin brütet weiter über seinem verschlüsselten Text. Dariyon geht zur Magierakademie und besucht wieder die Bibliothek wo er Gyldana Bugenhog trifft. Er unterhält sich mit ihr und nachdem er ihr mit der Lösung eines Rätsels geholfen hat erklärt sie ihm, daß er zum Thema “Sphärenspalter” oder “Dämonen” und “Geistern” in der Bibliothek kaum etwas nützliches finden wird. Gyldana meint, daß alle Werke zu diesen Themen im “Giftschrank”, der verbotenen Sektion, der Bibliothek gelagert werden und nur mit gewichtigen Gründen würde man diese einsehen dürfen. Besonders ein Graumagier, noch dazu von einer privaten Lehrmeisterin, müsste schon einen sehr guten Leumund haben welcher für ihn bürgt.
    Allerdings wüsste sie einen Laden eines Grolms welcher nebst verschiedener Kuriositäten auch Zauberbücher anbietet und auch verschiedene Werke zum Thema Dämonologie unter dem Ladentisch führt. “Thaok’s Unglaublicher Zauberladen” sei im Südquartier zu finden, dem verkommensten Stadtteil Gareths.
    Dariyon begibt sich jedoch zuerst in den ersten Stock der Akademie wo er um einen Termin bei der Spektabilität bittet. Er wird auf den 8. Ingerimm vertröstet, da bis dahin die Aufnahmeriten andauern.
    Dariyon beschließt den Termin abzuwarten und der bildhübschen Bibliothekarin bei ihrer Arbeit zu helfen.
    Dabei begleitet er sie im Laufe des Nachmittags zum “Giftschrank” der Bibliothek, in die Keller der Akademie. Vorbei an den Übungskammern für angewandte Hermetik und den Alchemielaboren wo gerade Heiltränke zum Verkauf hergestellt werden, folgt er Gyldana zum verschlossenen Bereich.
    Der Eingang wird von einem Blaubasaltgargyl bewacht, der die beiden jedoch passieren lässt. Sie passieren eine Steineichenholztür die mit einem Symbol beschildert ist, daß die Helden auf einem Briefpapier in der Schreibstube des Inquisitors Praiodan von Luring gesehen haben.
    Neben der Asservatenkammer befindet sich die verbotene Bibliothek in der Dariyon die Buchrücken verschiedener Folianten liest:

    • Die Nichtwelt (200 BF von H’Racon, Legenden aus dem Reich der Geister und Phantome)
    • Codex Dimensionis (um 600 v. BF, Anspruchsvolles Übersichtswerk über die jenseitigen und überderischen Existenzebenen, den Limbus und die Nebenwelten der Feen)
    • Das Arcanum (900 v. BF oder älter, Das wichtigste Werk der Dämonologie)
    • Sphairologia (598 BF von Rohal dem Weisen)

    Leider kann Dariyon nur einen Blick erhaschen da Gyldana keine Zeit hat hier zu verweilen und er streng genommen auch keine Genehmigung hat sich hier aufzuhalten.
    Da Gyldana bis spät in die Nacht arbeitet fragt Dariyon sie schließlich ob sie mit ihm Essen gehen würde. Die Bibliothekarin lehnt jedoch ab und so begibt Dariyon sich zum Hotel Handelsherr.

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    Nachforschungen in Gareth (2)
    Gareth, Mittelreich

    Alawin findet heraus, daß es sich bei dem verschlüsselten Text um eine Art Rechtsschrift zu einem Streitfall um Landbesitz handelt. Es kommt der Begriff Marh der Zwölfe vor, jedoch fehlen Teile des Textes und er kann nicht rekonstruieren um welche Gegend es sich handelt. Hinter einer Reihe komplizierter Zahlenfolgen scheinen sich relative Koordinaten eines Landvermessers zu verbergen.

    Dariyon macht sich auf den Weg zu “Thaok’s unglaublichem Zauberladen” und findet dort eine bemerkenswerte Auswahl kurioser Gegenstände.

    Thaoks unglaublicher Zauberladen

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    Nach einem Gespräch mit dem Besitzer, dem Grolm Thaok, kann Dariyon einen Blick auf die seltenen Bücher werfen, welche “von ihrem Besitzer liegengelassen wurden”.

    • Jenseits von Alveran – Wege des Chaos (neuzeitlich, ketzerische Thesen einer Mischung aus Magierphilosophie und Namenlosenkult)
    • Die Wege ohne Namen – Hexerei und Schwarzmagie (aus der Zeit des Fran-Horas, das verbotene Standardwerk der Schwarzen Kunst)
    • Codex Daemonis (949 BF von Rapherian zu Gareth, wertneutralen Betrachtung der Dämonologie)
    • Die Dreizehn Tore von Alveran (977 BF von Tepheara von Methumis, Sammlung gefährlicher Schriften über den Namenlosen)
    • Das Arcanum (900 v. BF oder älter, Das wichtigste Werk der Dämonologie)
    • Das Daimonicon, Ma’zakaroth Schamaschtu (uralte Schriften aus der Zeit der Magiemogule)

    Der Grolm erlaubt Dariyon in den Büchern zu schmökern, verlangt aber eine kleine Entschädigung für seine Zeit.

    Praiala hört in der Stadt des Lichts, daß sich das Original des heiligen Buches “Offenbarung der Sonne” in der Tempelbibliothek befindet.
    Es wurde letztes Jahr von Nicola de Mott, dem Ordensmeister des Ordens des Heiligen Hüters, nach Gareth gebracht, da sein Kloster den Orks in die Hände gefallen sei.
    Das im Finsterkamm am Saljethweg gelegene Kloster Arras de Mott wurde 850 BF von dem Praiosheiligen Arras de Mott gegründet und im Herbst 1012 BF von einem 1000-köpfigen Heer der Orks an nur einem Tag erobert. Die 50 Mönchen des Klosters kamen bei der Verteidigung ums Leben oder wurden in die Sklaverei geführt. Nur Nicola de Mott und zwei weiteren Ordensbrüdern gelang die Flucht und die Rettung des Originals der Offenbarung der Sonne.
    “Zuviel Wissen korrumpiert den menschlichen Geist, wenn er noch nicht reif dafür ist”, lautet die Glaubenslehre des Ordens des Heiligen Hüters. Es bleibt nur zu hoffen, daß es den Orks nicht gelungen ist in die Bleikammern des Klosters vorzudringen da der Orden dort zwei Jahrhunderte lang alle Arten von gefährlichen Schriften und unheiligen Artefakten angesammelt hat.

    Abends übernachten die Helden wieder im Hotel Handelsherr.

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    Nachforschungen in Gareth (2)
    Gareth, Mittelreich

    Dariyon besucht wieder Thaok’s Laden um noch mehr in den Büchern zu lesen. Er findet einige Anhaltspunkte:

    • Codex Daemonis: Einen Gehörnten zu beschwören
    • Die Dreizehn Tore von Alveran: Die Macht der Namen
    • Das Arcanum: Die Gartenmeister des Dämonensultans, Abysmaroth, Abyssabel und Abyssandur drangen bis in die Erste Sphäre vor, die Stillstand heißt. Hier, in Sumus Herz, legten sie die Saat des Bösen. Da sie aufging, wucherte der Dämonenbaum hervor und brach in die zweite Sphäre, die Feste heißt.

    Zu Mittag nimmt Dariyon den Termin mit der Spektabilität, Racalla von Horsen-Rabenmund, wahr. Er schafft es sie zu überreden ihnen vom 9. bis 10. Ingerimm Zutritt zur verbotenen Bibliothek zu gewähren, immer aber in Begleitung eines Adepten und eines Armatus.

    Als Dariyon das Büro der Spektabilität verlässt hält er sich noch kurz in der Empfangshalle auf wo er der feierlichen Aufnahmezeremonie beiwohnt. Der spektakuläre Auftritt der Magier bei dem sie eindeutig demonstrieren wie die Magister mittels Zauberschilden und Flammenschwertern ihre Schutzbefohlenen gegen von Adepten ausgeführte Zauberattacken und bewaffneten Angriffen der Armati beschützen ist genauso beeindruckend wie das von der Spektabilität gewirkte verschwinden der Probanden und wieder Auftauchen bei ihren Familien. Nicht alle der Probanden wurden aufgenommen aber Alawin kann sich freuen, daß seine Landsmännin Ailill aus dem albernischen Lyngwyn die Probatio erfolgreich durchlaufen hat.

    Nachmittags geht Dariyon wieder der Bibliothekarin Gyldana zur Hand, weiter in der Hoffnung sie zu einem Stelldichein zu überreden.
    Tatsächlich stimmt sie am Abend dann auch zu mit ihm auszugehen.

    Gemeinsam schlendern sie spät Abends durch die Straßen der Altstadt ins Schloßviertel und genießen den lauen Sommerabend. Ihr Ziel, der “Vinsalter Garten”, hat jedoch bereits geschlossen und so spazieren sie wieder zurück auf die Tempelhöhe zur Akademie wo sie Nahe des Hesindetempels das einzige Fischrestaurant Gareth’s besuchen, das “Admiral Sanin”.
    Nach einem Abendessen von Thunfisch und Almadanischen Wein bringt Dariyon die Bibliothekarin noch zur Tür ihres Hauses bevor er sich zum Hotel Handelsherr begibt.

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    Nachforschungen in Gareth (2)
    Gareth, Mittelreich

    Alawin findet im Hesindetempel Hinweise auf die urtümliche Rasse der Mahre.

    • Die Mahre sind die Vorfahren der Risso. Sie bewohnten das Land ebenso wie die See, die von den Risso heute Ssialt Aan (‘Das erste Meer’) genannt wird, und bauten auf seinem Grund Städte aus Korallen und unterseeischem Gestein.
    • Das Zentrum ihrer Kultur war der heute versunkene Kontinent Lahmaria. Er war ein sumpfiger, von Flüssen durchzogener Kontinent aus tausend mal tausend Inseln mit vielen flachen Gewässern.
    • »Die Götter Efferd, Numinoru und Charypta wurden – unter mancherlei Namen – verehrt und blickten gnädig auf ihre Völker Lamahrias hinab, die sich weit über Dere verbreiteten. Man fürchtete hingegen den sengenden Sonnengott und die bedrohlichen Göttinnen und Götter von Land, Humus und Trockenheit. In den verschiedensten Ozeanen der Welt wurden Siedlungen wie M’iiku’on, Wahjad und die legendären dreiunddreißig Städte der ‘Inneren See’ gegründet, die heute noch existieren sollen. Leibhaftige Kinder der Götter sollen in Gestalt riesiger Fische die Meere durchzogen und die acht größten Metropolen jener Zeit mit sich getragen haben, die aus Muscheln, Korallen oder Gebein bestanden.«—aus Was glaubt das Volk? von Errik Dannike, Wehrheim, 988 BF
    • Die Risso verehren No’Minoru, ein abtrünniger Sohn der Karribd und des Efiirt. Er gilt als Erschaffer zahlreicher Seemonster und als Wächter der alten Heimat. Nachdem sein Vater Efiirt seine Schwester Mar’Jina tötete, rebellierte er gegen seinen Vater und wurde von diesem verstoßen.
    • »Lamahria war ein Continent der Schuld und des Zwistes – und dies ueber eine Historia, die laenger waehrt denn die jedes Reiches, das noch Bestand hat. Die Blauen und Schwarzen Mahre fochten gegen und mit den Craconiern von Wajahd, gegen und mit den Mahren des Feuermeeres und gegen und mit einander. Alleyn Marbblmhab, Stadt der Mahre, beherrschte tausend Meylen unter Meeres. Ihro Korallenschloesser und Perlmuttpalaeste barsten von Perlen, Aquamarin und schwarzem Silber. Ihro Flotten von Segelrochenrittern pluenderten bis ins Gyldlandt und nach Dragorrien. Die Blauen Mahre zermalmten mit ihren Städten, die von gewaltigen Quallen getragen wurden, das Zilitenreich und das Hummerland Kknuul. In vergessnen Kriegen zwischen Riesland und Aventuria, da Ingra das Eherne Schwert aufwarf, waren sie Soldknecht. Die Schwarzen Mahre und ihr Heerfuehrer YrrNaahr rangen mit den uthurischen Greyffen wie mit den Djinnim des Wassers. In ihro Capitale stand der Tempel von Shaa’naas’bar mit dem Unterwasserfeuer jener Entitaet, die ihr Urteil ueber grosze Magi spricht – und ihr Urteil ist stets die Verdammnis. Derjenige aber, der ihrem pruefenden Blick standhielt, stieg zum neuen Zauberkoenig auf. Und Moruu’daal, Erbprinz der Mahria, entsandt gar tausend Jahre lang Seelen raubende Schiffe zu den Kontinenten Aves’, Gyldas, Uthars und Mahrias, um sie mit schwarzer Crystallomantia zu verderben.« —Von den ältesten Wesen der See, Übersetzung ins FrühGarethi, Abschrift der Universität Al’Anfa, 987 BF
    • »Cristallomantia war die Zauberkunst Lamahrias, und zu Kristall wurden die Herzen seiner Zauberer, auf dass sie unsterblich würden. Einer aber vergrub sein Herz aus Stein nicht in den Tiefen der Erde und der See, um es vor seinen Feinden zu verbergen: Sich selbst begrub er in einem Sarg von Kristall, seinen Geist aber in jenen, die seine Scholaren und Sklaven wurden, und zwiefach unsterblich wurde er so an Geist und Körper.« —aus Die Wege ohne Namen, Abschrift aus den Dunklen Zeiten
    • Das krakonische Unterseereich Wahjad existiert noch heute, es erstreckt sich von den Tiefen des Selemgrundes bis einige hundert Meilen hinaus ins Perlenmeer. Der Herrscher von Wahjad ist auch heute noch Moruu’daal, der Erbprinz der Mahria, ein uraltes Wesen vom Kontinent Lamahria. Er erlangte Unsterblichkeit durch seinen Pakt mit der Erzdämonin Charyptoroth die von den Krakoniern als die Göttin Karribd verehrt wird.

    Alawin erinnert sich, daß Rakorium Muntagonus erzählte, daß die dämonischen “Schiffe der verlorenen Seelen” vom Zauberkönig Moruu’daal aus Wahjad ausgeschickt werden um Seelen zu sammeln.
    Er vermutet, daß die Waffe des Namenlosen vielleicht im Meer versenkt worden sein könnte.

    Dariyon geht wieder zu “Thaok’s unglaublichem Zauberladen” und tauscht das orkische Amulett des toten Hohepriesters aus dem Tairach-Heiligtum unter Saljeth gegen eine magische Landkarte ein, welche einen Teil der Feenwelt zeigen soll. Er kauft noch einen Heiltrank, eine Geheimtinte und ein silbernes Amulett das Glück bringen soll.

    In den Büchern findet er noch einen Hinweis:

    • Das Daimonicon: Die uralten Schriften geben dem Sphärenspalter Beinamen wie: ‘Der dessen Namen man nicht rufen soll’ und warnen vor dem ‘Dem Unbezwingbaren’. Sie nennen ihn Shihayazad, ‘Der den keine Waffe zu überwinden vermag’.
      In einem Absatz steht: “Großer Hass erfüllt Shihayazad auf einen jeden, der es wagt, ihn in die diesseitige Sphäre zu zwingen, und in namenloser Wut wird er seinen Beschwörer verfolgen und alles zerstören, was dabei seinen Pfad willentlich oder unschuldig kreuzt. Unheil und Pestilenz folgen auf seinem Fuße, sein Schatten birgt Krankheit, Tod und Verderben, sein Anblick bringt Wahnsinn und Raserei über Mensch und Tier. Wehe dem aber, der es aus Leichtsinn oder Verblendung wagt, Shihayazad zu beschwören, denn keinen Nutzen vermag er zu ziehen aus seiner Tat, und nicht eher wird der Daimon nachlassen in seiner Raserei, als bis er den Beschwörer in seinen Klauen zerfetzen kann.”

    Als Dariyon den Laden verlässt spricht ihn eine Frau an die wie eine Kriegerin gekleidet ist. Sie trägt ein Kettenhemd und ein Bastardschwert und verlangt, daß er ihr “Das was ihr aus Teremon geraubt habt” gibt.
    Als er nachfragt was sie meint erklärt sie unverblümt, daß es um Schriften des Tempels des Gesichtslosen geht.
    Dariyon beschließt sich durch einen Transversalis zu retten, wird jedoch von der Schwertkämpferin hart am Kopf getroffen (24 TP). Schwer verwundet entgleitet ihm sein Zauber und er wird von dem heftigen Schlag zu Boden gestreckt. Bevor ihm die Sinne schwinden sieht er noch wie sich die Kriegerin über ihn beugt und bemerkt dabei eine Spinnentätowierung unter ihrem Kinn.

    Als Dariyon wieder zu sich kommt befindet er sich in einer Fensterlosen Folterkammer. Er ist mit schweren Stahlfesseln fixiert welche ihn nicht nur in seiner Bewegungsfreiheit einschränken sondern ihn auch am Zaubern hindern.
    Nach einer gefühlten Endlosigkeit betritt ein Knecht den Raum und untersucht Dariyon’s Kopfwunde. Er verbindet sie fachgerecht und verlässt wieder den Raum.

    Wieder viel später bekommt Dariyon Besuch von dem Mann mit der Maske, dem Grafen von Laescadir, welcher den Orden des Ersten in Deianishain befehligt hat.
    Mittels namenloser Kräfte dringt der unheimliche Graf in Dariyon’s Gedanken ein und ruft diesem Erinnerungen an den Tempel des Gesichtslosen auf Pailos ins Gedächtnis.
    “Wo habt ihr die Schriften die ihr aus dem Tempel gestohlen habt.”, fordert er.
    Dariyon weigert sich zu Antworten worauf der Graf einen in Kultistenroben gekleideten Mann hereinholt. “Nickt mit dem Kopf wenn ihr bereit seid uns mehr zu erzählen.”, sagt er, spricht eine bedrohliche Zauberformel und berührt den Zyklopäer in der Herzgegend. Als Dariyon spührt wie sein Herz schlagartig aufhört zu schlagen steigt Panik in ihm auf. Von Todesangst wie gelähmt schafft er es gerade noch zu nicken woraufhin der Kultist seinen Zauber kurzzeitig unterbricht.
    Dariyon, dem diese Art der Zauberkontrolle selbst bekannt ist, ist wohl bewusst, daß der Kultist seinen Zauber nur einstweilig angehalten aber nicht komplett abgebrochen hat.
    Ohne anderen Ausweg beginnt Dariyon zu gestehen, daß die Schriften dem Großinquisitor Dexter Nemrod übergeben wurden, die Gruppe aber noch Abschriften mit sich führt.
    Auf die Frage bzgl. dessen was in Deianishain gefunden wurde versucht der zyklopäische Magier sich noch verzweifelt zu wehren, kann dem Folterzauber jedoch nichts entgegensetzen.
    Graf Isyahadan von Laescadir versichert dem gefolterten Magier das es ihm egal sei welche Opfer er bringen müsse um die Waffe des Namenlosen zu finden. Zum Beweis nimmt er die Maske ab unter der sich sein grausam seziertes Gesicht verbirgt. Augenlieder, Lippen und Gesichtshaut hat er sich offenbar amputiert und seinem grausamen Gott geopfert.
    Als Dariyon merkt, daß der Graf jeden Versuch einer Lügen durchschaut und auch im Falle der Verweigerung der Aussage mit namenlosen Kräften alles aus seinen Erinnerungen rekonstruieren kann, gibt er klein bei. Er erspart sich die weitere Folter und wiederholt den Kultisten die letzte Tempelbucheintragung des Tempels des Bunds des Wahren Glaubens aus Deianishain.
    Als die Kultisten genug Informationen aus dem Magier herausgefoltert haben verlassen sie den Raum und lassen ihn in Erwartung eines düsteren Schicksals in der Dunkelheit der Folterkammer zurück.

  • Nachforschungen in Gareth (3)
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    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth (3)
    Gareth, Mittelreich

    Praios lacht vom Himmel (für manche Helden). Alawin und Xolame fragen sich wo Dariyon ist, nehmen aber an er habe endlich bei Gyldana gepunktet und deshalb nicht bei ihnen im Hotelzimmer übernachtet. (Autsch)

    Alawin, Xolame und Praiala treffen sich frühmorgens (nach der Morgenandacht in der Stadt des Lichts) zum Frühstück im Hotel Handelsherr.

    Praiala bemerkt, dass das Hotel eine Anlaufstelle für Informanten/Spitzel und Geheimagenten der KGIA ist und daher können die Helden davon ausgehen, dass keine Gespräche hier nur unter den Helden geführt werden.
    Das Hotel ist auch ein beliebter Treffpunkt für Informanten und Leute vom Aventurischen Boten, die sich in Separees treffen um Informationen auszutauschen und weist die anderen Helden in ihrer subtlichen Art und Weise darauf hin.

    Die Erlaubnis für den Besuch der verbotenen Teile der Bibiliothek der Magierakademie gilt nur für den 9. und 10. Ingerimm, weshalb die Helden beschließen, sich zur Magierakademie zu begeben.

    Praiala schreibt eine Nachricht, die sie durch einen Boten an Idras Onkel übermitteln lässt, falls er weiß wo sich Idra aufhält um sie zu informieren, wo die Helden inzwischen nächtigen.

    Auch Alawin kommt mit – die Aufnahmezeremonie ist inzwischen vorüber, daher können nun alle Helden das Gelände der Akademie betreten.
    Sie wenden sich zur Bibliothek und fragen nach Darion – und anschließend nach Gyldana.

    Gyldana sagt, dass Dariyon nicht anwesend ist und sie hat ihn auch seit dem 8. nicht mehr gesehen.

    Sie geht mit den Helden in die Kellergewölbe um nachzusehen, ob Dariyon im verschlossenen Teil der Bibliothek ist.

    Im Vorbeigehen bemerkt Paraiala eine Steineichenholztür mit einem Messingschild, das ein Wappen mit einem schwarzen Auge trägt. Sie erinnert sich das Siegel auch auf einem Brief in der Schreibstube von Idra’s Onkel gesehen zu haben. Als sie Gyldana danach fragt erzählt diese, daß es das Wappen des geheimen Ordens des schwarzen Auges zu Punin sei. Die Bibliothekarin erzählt, daß der Orden durch das “Schwarze Auge zu Punin” die Macht besitzt an beliebige Orte zu sehen. Der Orden berät die Kaiser des Mittelreiches, insbesondere bei geheimen und magischen Angelegenheiten.
    Der Raum war früher ein Beratungsraum, dieser wurde aber inzwischen verlegt und wird nicht mehr genutzt. Gyldana öffnet die Tür und gewährt den Helden einen kurzen Blick in die verstaubte, ungenutzte Ratskammer.

    Die Helden folgen schließlich weiter dem Gang auf der Suche nach Dariyon.

    An der Aservatenkammer vorbei, führt der Weg weiter in die abgeschlossene Bibliothek, Dariyon ist dort aber nicht zu finden. Als Praiala bei den Armati und Magistern nachfragt ob Dariyon gebeten hat, daß ihn jemand in den “Giftschrank” der Bibliothek begleitet und ihm die Türen öffnet, bestätigen diese, dass Dariyon auch am Vortag nicht hier war.

    Xolame erzählt, daß sie mit Dariyon bei “Thaok’s unglaublichem Zauberladen” war und vermutet, daß der Magier vielleicht dort sein könnte. Die Helden beschließen dorthin zu gehen und lassen sich von Gyldana neuerlich den Weg beschreiben. Unterwegs erinnert sich Alawin an seine frühere Reisegefährtin Ifirez und, daß sie mit einem Segen um “Hilfe in der Not” gebetet hat um eine verloren gegangene Person zu suchen. Das letzte Mal damals im tobrischen Valdahon als es ihr damit gelang die in eine Sumpfranze verwandelte Tochter Sari des halbelfischen Müllers Rafardeon Weidensang zu finden. Da sich Alawin erinnert, daß Ifirez dafür einen persönlichen Gegenstand der gesuchten Person benötigte und sie soetwas von Dariyon nicht haben gibt er den Gedanken jedoch einstweilen wieder auf.

    Am Weg tritt ihnen ein verwahrloster Mann entgegen, der sie warnt, dass sie ihre Nasen nicht in Dinge stecken sollen, die sie übersteigen, ehe er in der Menge und den Gassen verschwindet.

    Nachdem die Helden dem Grolm Thaok 2,5 Dukaten aus der Gruppenkassa bezahlt haben, erzählt er ihnen, dass Dariyon gestern Vormittag in seinem Laden war.
    Als Dariyon gegangen ist hat Thaok von draußen Stimmen gehört und dann einen dumpfen Schlag. Als er durch das Fensterloch der Eingangstür gelugt hat konnte er eine Frau in dunkler Rüstung sehen die über Dariyon gebeugt war. Scheinbar hatte sie ihn mit einem Zweihänder niedergeschlagen denn sie hielt eine große, blutige Klinge in der Hand und der am Boden liegende Dariyon blutete aus einer schweren Kopfwunde.
    Hinter den beiden erkannte Thaok eine art unheimlichen Wirbel am Boden der Gasse der scheinbar ins Nichts führte. Er glaubt eine Gestalt in der Gasse hinter dem Wirbel gesehen zu haben, ist sicher aber nicht ganz sicher. Der Wirbel ist dann ganz plötzlich verschwunden und die Frau hat Dariyon weggeschleift.
    Der Grolm behauptet, daß er die Frau in der dunklen Rüstung noch nie zuvor gesehen hat und weiß nicht, wohin sie Dariyon gebracht haben.

    Er versucht den Helden allerlei nützlichen und unnützen Tand anzubieten, jedoch befindet sich nichts darunter, was dabei hilft Dariyon aufzuspüren.

    Xolame untersucht währenddessen vor der Türe den Boden und kann bestätigen, daß sich im Dreck der Straße auch Blutspuren finden.

    Der Grolm Thaok weiß nichts von weiteren Vorkommnissen, über verschwundene Personen (hier verschwinden immer wieder Leute).

    Die Helden kaufen für 130 Dukaten eine Tasche mit 10 (nicht definierten) Alchemistischen Tränken, nach einem leider erfolglosen Versuch Xolames, mit Thaok zu handeln.

    Die Helden sehen sich beim Weg aus der Gasse heraus diese genauer an und entdecken eine Schleifspur in der Gasse, diese führt nur bis zu einem Leiterwagen der dort an der Hausmauer steht (dem Aussehen nach schon lange) und endet dann. Der Wagen lässt sich zur Seite schieben, jedoch entdecken die Helden nichts.

    Praiala weiß, dass im Südquartier am Traubenmarkt in den Hallen der Aussätzigen ein Versammlungsort / Speisung für Arme ist – ein sehr verrufenes Viertel, in dem sich viele Bettler treffen die man befragen könnte. Die Bettler sind organisiert und man muss dort aufpassen wie man sich verhält – Praiala war aber noch nie dort.

    In der Alten Gilde, eine Art Unterweltbande, die einen großen Teil des Südquartiers kontrolliert, gibt es viele Mörder etc, mit denen sich die Helden auch nicht treffen wollen werden.

    Paraiala erinnert sich Gerüchte über eine neue Straßenbande gehört zu haben.

    Die Helden kehren zu Mittag zur Magierakademie zurück und suchen Gyldana – sie ist gerade am Hesindeplatz beim Mittagessen in der Taverne Smaragdnatter.

    Nachdem sie Gyldana berichtet haben, kehren sie zur Magierakademie zurück um den verbleibenden Tag zu nutzen und dort in der verbotenen Bibliothek nach Hinweisen zu forschen.

    Praiala kann nur 12 Pkt akkumulieren – Xolame und Alawin befragen die Leute, ob sie auch etwas herausfinden können.
    Alawin und Xolame erfahren von einem Adepten der Akademie, daß es vielleicht möglich wäre mittels “Rohal’s Systemen” die Existenz einer Siebtsphärischen Entität durch Berechnung zu bestätigen oder widerlegen. Der Adept vermutet, daß im “Sphärologia” vielleicht sogar direkt Hinweise existieren könnten. Das “Sphärologia” sei das gefährliche Nachfolgewerk von Rohal’s Systemen und wird im Giftschrank der Akademie aufbewahrt.

    Die Helden übernachten (Alawin und Xolame im Hotel Handelsherr, Praiala in der Stadt des Lichts).

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    Nachforschungen in Gareth (3)
    Gareth, Mittelreich

    Praiala geht zum Haus von Idra’s Onkel Praiodan von Luring. Dieser ist nicht anwesend, seine Bediensteten sagen ihr, dass der Brief ankam, aber sie nichts von Idra gehört haben.

    Die Helden treffen sich zum Frühstück im Hotel und untersuchen dann Dariyon’s Bücher die er im Hotelsafe gelassen hat.

    Praiala findet die 13 Lobpreisungen und beschließt sie der Inquisition zu übergeben. Sie findet auch ein Pergament mit einem Index dazu. Da sie nicht weiß wem sie in der Stadt des Lichts trauen kann lässt sie alles weiterhin im Hotelsafe.

    Paraiala, Alawin und Xolame gehen schließlich ins Schwert und Panzer und erzählen dort etwas von dem was sie erlebt haben. Ein junger Abenteurer namens Odilbert lauscht den Erzählungen der Gruppe. Bereits jetzt sind schon viele Gerüchte im Umlauf über die Helden und deren Nachforschungen.

    Die Helden übernachten (Alawin und Xolame im Hotel Handelsherr, Praiala in der Stadt des Lichts).

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    1013 BF
    Nachforschungen in Gareth (3)
    Gareth, Mittelreich

    Odilbert sucht die Helden im Hotel Handelsherr auf und erzählt, daß er sich im Südquartier, wo Dariyon verschwunden ist, auskenne. Er bietet seine Hilfe an und so gehen Alawin und Xolame Vormittags mit ihm wieder in besagte Sackgasse. Neben dem Leiterwagen findet Xolame einen Abdruck eines schweren Reiterstiefels im Dreck und einige Blutflecken auf dem Leiterwagen.

    Odilbert sieht sich um und findet einen Bettler in Sichtweite des Ausgangs der Sackgasse. Er spricht ihn an und schenkt den Bettler einen Silbertaler. Der Bettler, “der blinde” Seidir, beschreibt, daß er gesehen hat wie Dariyon weggeschafft wurde, und zwar die Brachengasse hinunter Richtung Eslamsweg. Er glaubt, daß die unheimlichen Gestalten diesen dann gequert und gegenüber in die Zwielichtgasse gegangen wären.

    Die Helden folgen der Beschreibung und gehen vorsichtig durch die Zwielichtgasse. Plötzlich hören sie das Surren von Bolzen und Odilbert sinkt, von drei Armbrustbolzen getroffen, zu Boden.

    Xolame springt in Deckung, Alawin kniet sich zu Odilbert und schützt beide mit seinem Schild. Während Alawin einen Heiltrank heraussucht und ihn Odilbert einflößt lugt Xolame hinter der Deckung hervor und erkennt drei dunkle Gestalten hinter einer mannshohen Mauer die gerade in Deckung gehen, vermutlich um ihre Armbrüste zu spannen. Aufgrund der Bolzenform erkennt Xolame, daß es sich um leichte Armbrüste handelt und kann die Ladezeit einschätzen. Aus dem Gebäude hinter den Helden sind Schreie einer weiblichen Stimme zu hören. Die Zwergin springt hinter der Deckung hervor und sucht einen Eingang in die neben ihnen befindliche Werkshalle, ein Sägewerk. Nachdem Odilbert mit dem Heiltrank gerettet wurde verkriecht dieser sich unter einem Wagen auf dem Bretter aufgestapelt liegen. Alawin versucht Xolame zu folgen, wird dabei jedoch noch von den Armbrustschützen beschossen. Den ersten Bolzen kann er mit dem Schild abwehren, die beiden nachfolgenden treffen ihn.

    Im Inneren der Sägewerkshalle ist es düster und voll von Gerätschaften, Sägebänken, Holzstapeln, Säcken mit Sägemehl, Stützbalken und Holzbrettern. Durch ein paar Dachluken fallen einige wenige Lichtstrahlen in die Werkshalle welche durch den vielen Holzstaub in der Luft als Lichtkegel erkennbar sind. Plötzlich hören die Helden ein metallisches Rattern vom hinteren Teil der Halle, dann ein lautes Krachen und Knirschen aus Richtung der Hallendecke.
    Als die Helden in die Mitte der Halle gelangen erkennen sie ein secht Schritt durchmessendes, hölzernes Schaufelrad, das sich in Bewegung setzt. Wasser rinnt aus einer großen Zulaufrinne auf das Schaufelrad und beschleunigt dieser. Über ein eisernes Zahnrad beschleunigt das Schaufelrad einen riesigen Mühlstein, wie Xolame schnell erkennt ein Schwungrad das über eine weitere verzahnte Übersetzung dann ein zwei Meter durchmessendes Kreissägeblatt anreibt. An einer schweren eisernen Förderkette, zum Einhängen und heranführen von Baumstämmen, hängt ein Jutesack in dem sich etwas bewegt und Schreie von sich gibt. Die Helden glauben die Stimme ihrer Gefährtin Idra zu erkennen. Xolame erkennt dank ihrer Dämmerungssicht noch drei Gestalten die sich durch den hinteren Teil der Werkshalle entfernen.
    “Kümmer du dich um Idra! Ich schnappe mir die Schurken!”, ruft Xolame Alawin zu und folgt den Gestalten. Zwei der Gestalten drehen sich zu Xolame um und fangen sie ab während die dritte sich ausser Sichtweite zurückzieht. Die Zwergin bereits bald, daß die zwei Schurken sehr gut mit ihren Kurzschwertern umgehen können, sie zwingen Xolame ins Handgemenge und nutzen Wuchtschläge um trotz der Rüstung erheblichen Schaden anzurichten. Nachdem auch Xolame einige Treffer ausgeteilt hat erkennt sie, daß sie gegen die Beiden vermutlich nicht gewinnen wird und zieht sich Richtung Alawin zurück, ohne von den Schurken verfolgt zu werden.

    Alawin hat inzwischen den Jutesack aufgeschnitten in dem sich tatsächlich Idra befindet und festgestellt, daß sie mit Handeisen gefesslt ist, deren Kette durch eines der großen Kettenglieder der Förderkette gehängt ist. Der Mechanismus der Förderkette zieht sie langsam immer näher an das sich rasend schnell drehende Sägeblatt heran. Während Alawin erfolglos versuch die Förderkette mit dem Anderthalbhänder überkopf zu zerschlagen überlegt Xolame kurz und überblickt den Mechanismus des Sägeapparats. Idra ist nur mehr einen Spann von den todbringenden Zähnen des Kreissägeblatts entfernt. Die Helden erkennen rötliches Leuchten aus dem hinteren Bereich der Halle und vernehmen unheimlichen Gesang.
    Mit einer Eisenstange gelingt es der Zwergin die Förderkette für kurze Zeit zu blockieren, genug Zeit um damit mit einem gezielten Axthieb ihres Felsspalters die Kette der Handeisen zu durchschlagen. Mit einem geziehlten Stoß wirft Alawin Idra so zur Seite, daß sie bei ihrem Fall nicht in das Sägeblatt kippt.

    In genau diesem Moment werden die Helden von einer Druckwelle erfasst als eine gewaltige Staubexplosion durch die Halle fegt und den Großteil des Gebäudes in Brand setzt. Schwer verwundet suchen die Helden den Weg zum Eingang, nur um festzustellen, daß das Tor sich nicht öffnen lässt, vermutlich wurde der schwere Bretterwagen draußen vor das Tor geschoben. Eingeschlossen suchen sie durch das Inferno einen weiteren Ausgang, und hören dabei eine unheimliche Stimme die einem “Feuerteufel Ivash” gebietet “die Feinde des Dreizehnten in dieser Halle zu vernichten”.
    Xolame findet eine Treppe zu einem Ausgang in ein gemauertes Nebengebäude, jedoch ist die Treppe durch herabgefallene, brennende Deckenbalken, versperrt. Während Xolame nach einem Weg suchen die Treppe von der Seite her zu erklimmen kommt eine lodernde, menschenähnliche Flammengestalt rasend schnell durch das Inferno auf sie zu. Mit eine aus der Gestalt herausschießenden Stichflamme greift es die Helden an und Alawin stellt sich mit seiner Drachenschuppenrüstung dem Dämon entgegen. Idra ist durch den Schock und die Angst vor dem Feuer wie gelähmt und kauert sich nur in einer Ecke zusammen.

    Xolame vermutet, daß sie dem Feuerteufel mit ihrer Axt keinen Schaden zufügen kann und läuft durch die in Flammen stehende Werkshalle zu dem Hebel des Mechanismus der die Wasserzulaufrinne öffnen und sperren kann. Dort stellt sich ihr ein in eine Kutte gehüllter Mann in den Weg. Nach einem kurzen Kampf spaltet Xolame ihm den Schädel mit einem gewaltigen Hieb. Als sie den Wasserzulauf öffnet beginnt wieder Wasser in das durch das Feuer beschädigte Schaufelrad zu fließen.
    Alawin und Xolame locken den Ivash zum Schaufelrad und als dieses schließlich unter seinem eigenen Gewicht aus der Verankerung reißt ergießt sich eine großer Wasserstrahl aus der Zulaufrinne in die Halle. Xolame lenkt den Ivash mit einer gezielten Attacke ab und Alawin wirft sich mit seinem Körper gegen den Feuerteufel und reißt diesen mit sich ins Wasser, in dem er sich in Ruß und Rauch auflöst.

    Die Helden können sich aus dem Sägewerk retten und zusehen wie der Brand sich allmählich mit Ausbreiten des Wassers löscht. Das Sägewerk ist vollständig zerstört, die Helden jedoch am Leben. Xolame untersucht den Leichnahm des Mannes in der Kutte der den Ivash gerufen hatte. Sie entdeckt eine Spinnentätowierung unter seinem Kinn. Auch Odilbert hat überlebt und brennt darauf Alawin und Xolame zu erzählen was er draussen gesehen hat.

    Die Helden stehen vor dem flammenden Inferno der niederbrennenden Halle.
    Der Feuerteufel ist in Rauch und Ruß verschwunden.

    Ein versuch den Bettler zu finden, der die Gruppe in die Zwielichtgasse geschickt hat, bleibt erfolglos. Die Helden fragen auf der Straße herum ob jemand den “blinden Seidir”, gesehen hat. Ein Beinloser Kriegsversehrter lässt sich den Mann beschreiben und gibt an, ihn hier noch nie gesehen zu haben. Praiala glaubt ihm. Als sie ihm 5 Heller gibt und sich entfernt bemerkt sie, daß der Kriegsinvalide aufsteht und auf seinen völlig unversehrten Beinen davongeht.

    Die Helden folgen dem “Beinlosen” und als Xolame ihn an der Tür zu einer Schenke, zum “Lieblichen Yaquir”, einholt erzählt er, dass er vor lauter Hunger nichts weiß. In der Schenke bestellen Xolame und Praiala 5 Schalen Eintopf und almadaner Weißwein dazu. Die Taverne ist äußerst sauber und hübsch, die Speisen und Weine sehr gut, dennoch ist die Schankstube mit recht zwielichtigen Gestalten gefüllt. Die Wirtin, eine hübsche Almadanerin mit braunen Locken und blitzenden grünen Augen, ist sehr freundlich zu dem “beinlosen” Bettler und bringt nach kurzer Zeit den Gemüseeintopf, angereichert mit einer typisch almadanischen, pikanten, geschnittener Hartwurst und stellt einen Korb mit Weißbrot und Oliven dazu. Den Wein bekommen die Helden im Gegensatz zu den anderen Gästen in echten Gläsern serviert.

    Verwunderlicherweise scheinen die anderen Gäste hauptsächlich abgerissene Gestalten von der Straße zu sein und trinken aus Holzbechern.
    Viele Gäste sehen auch nach Almadanern aus, nachdem der Bettler die erste Schüssel gegessen hat, bestellt ihm Praiala eine zweite. Vom Nebentisch, an dem sich die Leute flüsternd unterhalten, verstehen die Helden ein Wort “Razzia?”
    Er erzählt von einer Straßenbande, die in letzter Zeit hier jeder Menge Leute auf die Füße treten – sie nennen sich selbst Sturmratten – manche davon wirklich übel, die anderen nur die üblichen Schläger.
    Die besonders schlimmen nennen sich die “Meuchler der Spinne”.
    Die Helden bieten ihm an, wenn er ihnen Informationen beschafft, wie man die Sturmratten findet, ihm eine Woche lang Eintopf hier in der Schenke zu bezahlen. Er scheint davon nicht besonders überzeugt und meint, dass er sich das überlegen wird. Die Helden sollen am nächsten Abend wiederkommen.

    Die Helden machen sich auf den Weg zurück zu ihrer Unterkunft im Hotel Handelsherr. Auf dem Rückweg in die Altstadt kommen sie bei der Schmiede des Legendären “Schmieds der hundert Helden”, Thorn Eisinger vorbei. Sieben Schmiedegesellen sind hier ununterbrochen an den Essen und Ambossen beschäftigt, Klingen zu fertigen.

    Im Hotel Handelsherr versorgen die Abenteurer ersteinmal ihre Wunden, ehe sie übernachten. Xolame übernimmt die erste Wache, Praiala die zweite und die dritte.

  • Rettet Dariyon!
    ING
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    1013 BF
    Rettet Dariyon!
    Gareth, Mittelreich

    Wolkenloser Himmel, es weht eine sanfte Brise, sehr warm.

    Am Zimmer erzählt Odilbert den Helden, dass die Schenke “Lieblicher Yaquir” der berüchtigte, geheime Stützpunkt der Almadaner, einer Untergrundorganisation ist. Die Wirtin ist eine bekannte Größe der Organisation.
    Da Idra über Gedächtnisverlust bzgl. ihrer Gefangenschaft klagt machen sich die Helden nach dem Frühstück auf den Weg zum Borontempel im Südquartier.
    Auf dem Weg merken die Helden, dass sie immer wieder von verschiedenen Leuten verfolgt werden.

    Sie kommen beim Borontempel an, dem Tempel des schwarzen Lichts, und bitten einen der Geweihten um ein Gespräch unter vier Augen, ehe sie ihm von Idra erzählen und dass sie befürchten, dass Anhänger des Namenlosen dafür verantwortlich sind, dass sie ihr Gedächtnis der Geschehnisse verloren hat.
    Der Tempelvorsteher, der Hüter des Raben, wird geholt und nimmt Idra mit um sich ihrer anzunehmen.

    Die Helden gehen währenddessen wieder zur Schenke, der Bettler ist jedoch nicht da – und die Schenke leert sich unterdessen.
    Odilbert dealt mit der Wirtin, dass er die Praiotin rausbringt, wenn das Essen auf sie geht und sie stimmt zu. Daraufhin verlassen die beiden die Schenke und gehen zum Borontempel zurück. Idra ist noch in ihrer Sitzung mit dem Tempelvorsteher Utarion, Bodar von Sturmfels-Streizig.

    Xolame hört sich unterdessen nach Gerüchten um, während Praiala zur Stadt des Lichts geht.

    Odilbert kehrt in die Schenke zurück, während Praiala in den Archiven der Inquisition nach “dem Gewaltgen” sucht, aber an diesem Nachmittag nicht fündig wird. Am Abend kehrt sie zum Borontempel zurück um nach Idra zu fragen.
    Xolame und Odilbert hören leider in der Schenke keine Gerüchte und auch vor der Schenke erfahren sie nichts neues. Sie kehren zur Gasse zurück – dort sehen sie, dass die Tür zum Geschäft des Grolms verschwunden ist, stattdessen ist dort nur eine Hausmauer die aussieht als wäre sie schon immer hier gewesen. Die beiden vermuten eine Illusion und untersuchen die Wand, finden aber keinen Hinweis. Schließlich werden sie von drei Gaunern überfallen, Xolame verdrischt sie jedoch erfolgreich und nimmt ihnen ihr Geld – 2 Dukaten, 6 Silber und 1 Heller ab – ebenso ein Pergamentstück, auf dem ein Bild von Idra mit dem Hinweis “Gesucht 200 Dukaten, Abholung bei Eboreos Bartschneider”.
    Laut der Gauner hat dieser Mann einen Barbiersalon in der Rattengasse hinter der Rauschkrauthöhle Memoria.

    Xolame und Odilbert kehren zu Idra in den Borontempel zurück – sie hat ihr erstes Gespräch hinter sich, soll sich morgen wieder beim Tempelvorsteher melden – hat aber nicht viel Hoffnung, dass ihr geholfen werden kann.

    Odilbert und Idra hören sich später nochmals im Südquartier um:
    – Der Barbier scheint mit den Sturmratten zusammenzuarbeiten.
    – Die Sturmratten, die alte Gilde, die Almadaner und die Bettlergilde “bekämpfen” sich und ringen um die Vorherrschaft in der Stadt.
    – Die Alteingesessenen Banden sind über diese neuen Sturmratten nicht glücklich, aber diese scheinen genug Ressourcen oder Geschick zu haben um zu bestehen.
    – In der Herberge Heldenrast scheint ein Hinterzimmer für dunkle Machenschaften genutzt zu werden.
    – Die Kräuterfrau und Weissagerin Nebeltanith scheint auch mit den Sturmratten im Bunde zu sein. Sie wohnt am Rande der Dämonenbrache und handelt mit Kräutern aus der Brache.

    Am Abend treffen sich alle im “Lieblichen Yaquir”, wo der “beinlose” Bettler bereits draußen wartet. Xolame, die als erste angekomen war und in der Schankstube wartete, hat ihn draußen mit einer Kutsche ankommen gesehen, wo er sich in der Kutsche die gute Kleidung ausgezogen und sein Bettelgewand angezogen hat, ehe er ausgestiegen ist – die Kutsche fuhr daraufhin um die Ecke der Taverne.
    Er teilt den Helden mit, dass er ihnen helfen wird und auch schon jemanden gefunden hat, der bereit ist die Helden zu unterstützen. Sein Bekannter heißt Alrik Ragather und verfolgt ähnliche Ziele wie die Helden – er will auch die “Meuchler der Spinne” finden.
    Die Wirtin grinst und poliert Gläser.

    Die Helden folgen dem falschen Kriegsinvaliden hinaus in eine Nebengasse wo die Kutsche bereits auf sie wartet, zusammen mit einigen dunklen Gestalten. Eine davon erkennt Odilbert anhand des im Stiefel steckenden Messers als den “Schwarzen Dorn”, den berüchtigten Meuchelmörder der Almadaner. Kurz überlegen die Helden ob sie das Risiko eingehen wollen. Idra überredet Praiala mit ihr gemeinsam zurück zum Hotel zu gehen und Alawin, Xolame und Odilbert steigen in die Kutsche ein.

    Im Innenraum ist die Pferdekutsche geräumig, die Bänke gepolstert und aufgrund der geschwärzten Fenster und der fortschreitenden Dämmerung schaffen es die Helden bald nicht mehr auszumachen wohin die Fahrt geht.
    Als die Kutsche nach vielleicht einer Stunde Fahrt stehenbleibt steigen die Helden vor einem Herrenhaus auf einem kleinen Hügel aus. Ein bekiester Pfad führt hinauf zum Eingangsportal. Das Anwesen ist von Wald umgeben und scheint sich außerhalb der Stadt zu befinden.
    Die Helden folgen dem “beinlosen” Kontaktmann und betreten das Herrenhaus. Ein Hausdiener nimmt ihnen die Umhänge und Mäntel ab und bittet sie Travia’s Gebote zu beachten auch dementsprechend auch die großen Waffen abzulegen.
    Gehorsam geben die Helden ihr Kriegsgerät ab und folgen dann weiter in einen Wohnsalon.

    Nach einer kurzen Wartezeit trifft der Hausherr ein und stellt sich als “Alrik Ragather” vor. Er gibt an ein Garether Geschäftsherr zu sein, Unternehmer, Eigentümer und Grundbesitzer vieler Lokale und Betriebe der Stadt sowie ein erfolgreicher Handelsunternehmer. Den Helden ist jedoch schnell klar, daß sie den Paten der Almadaner vor sich haben, einen der einflußreichsten Unterweltgrößen der Metropole.
    Alrik Ragather gibt an, daß er die Straßen “seiner” Stadt sauber halten möchte. Abschaum wie diese Sturmratten bringen Unruhe in die Gassen und sind schlecht fürs Geschäft.
    Er zeigt den Helden eine Reihe von Steckbriefen. Offensichtlich wird die gesamte Gruppe gesucht, tod oder lebendig, für 200 Dukaten pro Kopf.
    Da die Helden scheinbar den Sturmratten ein Dorn im Auge seien und sein “Freund”, der falsche Kriegsinvalide, ihm erzählt habe, daß die Helden selbst jemanden suchen der von den Sturmratten entführt worden sei, hofft er, daß sie ihm etwas mehr über diese Unterweltbande und deren Motive erzählen könnten. Im Gegenzug würden seine Leute, bei einem kommenden Schlag gegen den Feind ihren Freund Dariyon am Leben lassen.

    Die Helden erzählen, daß hinter den Sturmratten die Diener des Namenlosen die Fäden ziehen und, daß die Oberen dieser Gruppe, die Meuchler der Spinne, an einer Spinnentätowierung unter dem Kinn zu erkennen wären. Zudem haben die Diener des Dreizehnten die Macht dunkle Wunder zu wirken mit denen sie sogar Dämonen herbeirufen können. Dämonen wie formlose Feuerteufel oder einen riesigen, geflügelten, schwarzen Löwen. Jenen Kreaturen ist mit normalen Waffen praktisch nicht beizukommen.
    Als Alrik Ragather nach den Motiven der Helden fragt schweigen sie, sagen nur so viel, daß sie gegen die Umtriebe des Kultes des Namenlosen kämpfen.

    Der Anführer der Almadaner erklärt, daß seine Leute die Sturmratten bereits ausforschen und mit Hilfe dieser Informationen vielleicht auch bald den Standort des Hauptquartiers herausfinden. Sein Plan ist es die neue Unterweltbande zu zerschlagen, dazu würden sie deren Hauptquartier stürmen und die Drahtzieher und Anführer der Sturmratten ausschalten. Ragather vermutet, daß, falls Dariyon noch am Leben ist, wird er wahrscheinlich ebenfalls dort zu finden sein. Er warnt die Helden, daß, aufgrund der Steckbriefe, sie besser nicht in der Stadt spazieren gehen sollten, schon gar nicht im Südquartier. Eine Portion Kukris zu erwerben und mit einem gezielten Stich eine flinke Klinge in den Rücken eines Helden zu plazieren wäre im Gedränge des Stadt keine Schwierigkeit. Er rät den Helden sich im “Lieblichen Yaquir” ein Hinterzimmer zu mieten und dort abzuwarten. Seine Leute würden recht bald gegen die Sturmratten agieren. Den Preis bzgl. des Zimmers sollten sie mit “seiner Tochter” ausmachen.

    Spät Abends kommt die Kutsche wieder beim Lieblichen Yaquir an und die Helden fragen die Wirtin mit den braunen Locken und den grünen Augen nach einem Zimmer. Diese stellt sich als Solivai Ragather vor und scheint nun wesentlich freundlicher. Sie bietet den Helden ein Zimmer für fünf Dukaten pro Nacht an. Bar anderer Ideen nehmen die Helden das Angebot an und Übernachten.

    ING
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    1013 BF
    Rettet Dariyon!
    Gareth, Mittelreich

    Hier und da sind einzelne Wolken am Himmel zu sehen, eine steife Brise verschafft etwas Abkühlung.

    Die Helden warten ab was passiert, der Tag verstreicht ereignislos.
    Idra und Praiala treffen die Helden im Lieblichen Yaquir und quartieren sich ebenfalls im Hinterzimmer der Helden ein.

    In der Nacht auf den 15. sucht der “beinlose” Bettler die Helden in der Schankstube auf. Er erzählt, daß die Almadaner das Hauptquartier der Sturmratten ausfindig gemacht haben. Heute Nacht noch wird es zu einer Straßenschlacht kommen. Die Männer des alten Ragather werden gnadenlos mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchgreifen, er empfiehlt den Helden in der Schenke zu bleiben um nicht zwischen die Fronten zu gelangen. Die Gruppe möchte jedoch teilnehmen um selbst nach ihrem Freund Dariyon zu suchen.

    Wie sich herausstellt haben die Anführer der Sturmratten ihr Hauptquartier im Zunfthaus der Gerber und Kürschner in Meilersgrund eingerichtet. Von dort aus operiert die Unterweltbande, entführt Leute, erpresst Schutzgeld, usw.
    Die Almadaner haben im Dunkel der Nacht das Gerbertviertel umstellt und fahren einen schwerer Lastenwagen mit Baumstämmen von der Ostraße in den Meilersgrund hinunter. Bis zur Brücke über den Gardel beschleunigen sie den Wagen immer mehr und lassen ihn dann führerlos, ungebremst in die Rückwand des Zunfthauses krachen. Dabei stürzt ein Teil des Hauses ein und die Männer der Almadaner stürmen von allen Seiten das Gelände. Es kommt zu Straßengefechten mit Giftdolchen und Armbrüsten. Die Helden stürmen in die Keller des Zunfthauses und geraten in ein Scharmützel mit einer Gruppe von Meuchlern.

    Eine schwarz gerüstete Frau mit einem Bastardschwert stellt Alawin, Xolame wird von einem Kopfgeldjäger und einem scheinbar tollwütigen Hund angegriffen. Odilbert sieht sich einem schwarz gewandeten Magier gegenüber.
    Das unheilig leuchtende Bastardschwert der scheinbar blindwütig auf Alawin einschlagenden Kriegerin reisst unheilbare Wunden.
    Der vergiftete Dolch des Kopfgeldjägers dringt trotz vieler Treffer nicht durch Xolame’s Rüstung, der wütende Hund setzt der Zwergin schwer zu.
    Odilbert, von einem “Blitz dich find” des Magiers getroffen, wird von diesem mit seinem Flammenschwert attackiert.
    Der Barde geht schließlich nach mehreren Treffern kampfunfähig zu Boden.
    Xolame erkennt den wilden Hund als ihren, auf den Zyklopeninseln geraubten und verlorengeglaubten, Hund “Batrasch” wieder.
    Nach einem schweren Kampf liegen die Helden bewusstlos oder kampfunfähig am Boden. Die Kriegerin ist von Alawin getötet worden, der Kopfgeldjäger liegt in seinem Blut. Der Magier will gerade durch die Treppe hinauf verschwinden und den wilden Hund den Rest erledigen lassen, da wird er von einem Giftbolzen getroffen die Treppe wieder heruntergeschleudert. Einige Männer der Almadaner stürmen herein und verpassen auch Batrasch einen vergifteten Armbrustbolzen.
    Der “beinlose” Bekannte der Helden ist bei ihnen und als er sieht wie die Situation aussieht, flößt er Alawin einen Heiltrank ein bevor er seinen Verbündeten nacheilt. Nachdem Batrasch nun bewusstlos ist und Xolame selbst einen Heiltrank trinken kann rappeln sich die Helden wieder auf.

    In einem Zellentrakt finden sie Dariyon in Ketten und mit einer Praioskrause um den Hals. Sie können ihn befreien und folgen einer Gruppe von Almadanern in der Hoffnung Dariyon’s Ausrüstung wie seinen Zauberstab zu finden. Nach einem Kampf im Ratssaal der Zunfthauses finden sie die gesuchten Gegenstände, auch Idra’s Ausrüstung, in einem Magazin der Sturmratten.
    Xolame kann den bewusstlosen Batrasch auf ihre Schultern heben und mitnehmen. Als er wieder zu sich kommt ist die namenlose Wut von der er befallen war verschwunden. Er erkennt seine frühere Besitzerin wieder und leckt ihr dankbar die Wangen.

    Erschöpft schlagen sie sich zurück zum Lieblichen Yaquir durch.

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    1013 BF
    Rettet Dariyon!
    Gareth, Mittelreich

    Es hat zugezogen und ist nun bewölkt mit einzelnen Wolkenlücken. Die steife Brise von Norden lässt kaum nach.

    Dairyon geht zur Magierakademie und stellt mit Rohals “Systemen” Berechnungen an. Eine rein formale Berechnung des Machtpotenzials eines fünften freien Dämons im Einflussbereich des Namenlosen ergibt, anhand der Verhältnismässigkeiten des Machtegfüges der bekannten siebtsphärischen Wesenheiten, jedoch nur astronomische Werte.
    Im verbotenen Nachfolgewerk, der Sphairologia, findet der Magier ein schier überwältigendes magietheoretisches Wissen, das bei tief religiösen Menschen eine Glaubenskrise auslösen kann. Die hier dargelegten Forschungsergebnisse der Sphärentheorie stellen faktisch die klerikale Weltordnung in frage.
    Hier findet Dariyon schließlich einen weiteren Hinweis:

    Die Sphairologia ordnet Shihayazad als siebengehörnten freien Dämon ein, mit dem Beinamen: “Der dessen Namen man nicht rufen soll”
    Es heisst hier, dass es keine Waffe gibt, die ihn bezwingen kann.

    Alawin und Praiala erkennen, daß die unheilige Waffe der Kriegerin ihm unheilbare Wunden geschlagen hat. Ein Namenloser Fluch liegt darauf und weder Magie noch Heilsegen bewirken etwas. Die Praiotin geht mit Alawin in die Stadt des Lichts. Bei der Inquisition erfahren sie, daß schon Inquisitoren bei ihrem Kampf gegen die Diener des Namenlosen mit solchen dunklen Wundern zu tun hatten und es gäbe eine Liturgie mit der man ihm helfen könne. Dies sei jedoch mit einem großen karmalen Opfer des ausführenden Geweihten verbunden. Falls Alawin jedoch bereit wäre die Kirche angemessen zu entschädigen würde ihm geholfen werden.
    Dank einer Spende von 240 Dukaten können die Geweihten den Fluch von Alawin’s Wunden nehmen und diese heilen.

    Am Nachmittag studiert Alawin im Pentagontempel zum Thema der Mahre und findet weitere Hinweise:

    »Ein ruheloser Geist, ein Schreckensbild, ein Schatten! Am Leben gehalten durch Hexerei und den Hass auf die Welt über ihm. Dunkle Schwüre tauscht er mit den Krakoniern von Yal’Zoggot. Aus Wracks und Albträumen erschafft er Schiffe wie dieses, und mit seinen dunklen Kristallen und Dämonen versucht er, sich ein neues Reich zu unterwerfen!« — Uribert von Kieselburg, Geisel der Krakonier auf einem ‘Schiff der Verlorenen Seelen’, über seinen Peiniger, den ‘Zauberkönig’ Moruu’daal, 996 BF

    »Wir nannten sie die Weisen der Tiefe, aber Weisheit ist ein rares Gut. Noch heute ist einer, dessen Weisheit Wahnsinn ist, sein Rat falsch und sein Sinn voller Tücke. Am Ort seiner größten Macht und seiner bittersten Niederlage wartet er bis heute, der selbst ernannte Erbe des verlorenen Ssialt Aan. Jeder seiner Arme webt einen anderen Zauber, greift nach einem anderen Reich und würgt einen anderen Schüler.« — Erzählung der Risso, in dieser oder ähnlicher Form bei mehreren Schwärmen und Völkern verbreitet.

    »Ihre Weisen kannten die Geheimnisse der Welten, ihre Krieger scheuten weder Drachen noch Riesen als Feind. Als sich aber die Wege der Erleuchteten von Lamahria verfinsterten und sie sich in ihrem Hochmut den Göttern gleich wähnten, hielten diese Gericht. Und sie entschieden, dass, wer seinen Platz nicht kenne, keinen Platz mehr haben solle, der sein Eigen wäre. Und die Verfinsterten von Lamahria flohen und wurden hinausgeworfen in die Welt, und Lamahria selbst, das hochfahrende, versank tief im Meer der Verlorenen, dass sie es nie wieder fänden.« — aus einem alttulamidischen Märchen.

    »Einst, als das Wasser über die Luft gebot, da herrschten die Mahre über das Wasser. Sie waren großen Fischen gleich, aber mit einem beachtlichen Geist. Von ihrem Reich Lamahria aus boten sie den Göttern die Stirn. Doch Charyb’Yzz, erzürnt von der Mahre Hochmut, ließ Lamahria versinken in die bodenlosen Tiefen des Meeres. Viele von ihnen wurden zu Sklaven und dienen ihr seit diesen Tagen. Andere aber flohen in Panik und siedelten in A’Tall, hoch auf den Bergen, um sich vor dem Fluch Charyb’Yzz’ zu schützen. Sie ergriffen die einfältigen Menschlinge und zwangen sie, ihnen zu dienen.« — Erzählung der Waldinsel-Achaz.

    »Lange bevor Lamahria versank, gab es unter den Gezeitenlesern eine Handvoll weise Mahre, welche den Bruderzwist und die Huldigung der Uralten nicht mehr länger dulden wollten, und jene Weisen setzten sich in ein Schiff, um zu neuen Ufern aufzubrechen. An Bord waren Zwölf: der Magier, der Priester, der Prophet, der Philosoph, der Mystiker, der Wellenkundige, der Musiker, der Korallenformer, der Tangweber, der Tierwandler, der Bewahrer und der Narr. Und sie fuhren bis an ferne Länder, wo sie ihre neue Stadt errichteten, die so prachtvoll sein sollte wie Lamahria in seinen silbernen Zeiten. Und als sie die Stadt vollendet hatten, der sie den Namen M’iiku’an gegeben hatten, da woben sie einen Zauber um sie, und sie entfernten die Stadt aus dem Gezeitenlauf der Welt, auf dass sie immer so schön und herrlich bleiben sollte wie sie geschaffen ward.« — Geheimnisse des Meeres, von Shank Korstov, Meeresforscher aus Brabak, um 750 BF

    Die Helden vermuten, daß vielleicht gemeint sein könnte, daß die Waffe des Namenlosen in M’iiku’an, der “von den zwölf Mahren gegründeten Stadt” verborgen sein könnte. Vielleicht sei mit dem Gewaltgen Satinav gemeint.
    Bei einem Gespräch mit dem Erzwissensbewahrer findet Alawin heraus, daß im Jahre 985 BF eine Expedition in das Unterwasserreich Wahjad geführt wurde. Vielleicht könnten die Teilnehmer der Expedition etwas wissen. Die Expedition wurde von Rakorium Muntagonus geleitet, den die Helden gut kennen, begleitet wurde er von Raidri Conchobair dem Schwertkönig, den Alawin bei der Befreiung von Albernia kennengelernt hat, Ruban ibn Dhachmani der Rieslandfahrer, den die Gruppe in Khunchom kennelernte, sowie Fredo Wulfhelm von Plötzingen-Eberstamm, Uribert von Kieselburg und Thergoff von Gratenfels.
    Valnar Yitskok erzählt, daß er Rakorium vor zwei Tagen in Gareth gesehen hätte. Die Helden finden heraus wo er sich aufhält und treffen sich mit ihm.

    Als sie Rakorium von dem Text erzählen, meint dieser, daß sie Notteln seien und überhaupt sei mit dem “Marh der Zwölfe” ein “Maar” gemeint, eine schüssel- oder trichterförmige Mulde vulkanischen Ursprungs. Maare sind überwiegend kreisförmig oder oval, die Mulde kann flach oder trichterförmig wie ein Krater sein. Das “Maar der Zwölfe” sei eine altertümliche Bezeichnung für einen Maarsee in Tobrien. Heutzutag bekannt als Yslisee.
    Im Norden Tobriens, nördlich des Sees, befindet sich ein Gebirge, die Drachensteine. Vielleicht ist der Gewaltge ein Drache. Angeblich sollen der uralte Purpurwurm Isladir und der Kaiserdrache Apep “der Ewige” dort hausen.
    Falls die Helden dorthin aufbrechen wollen rät er ihnen sich an den Erzmagier “Taphîrel ar’Ralahan” zu wenden. Dieser lebe in Tobrien nahe Vallusa und sei einer der größten Magier unserer Zeit. Außerdem wisse er sehr viel über die Geschichte der Drachen und generell über die derische Weltgeschichte.

    Die Helden können in der Tempelbibliothek eine Vermessung des Yslisees finden und Alawin bestätigt, daß die Koordinaten des Landvermessers so gut wie ident sind mit dem uralten Landvermesser-Dokument, das er gefunden hatte in dem der Name “Marh der Zwölfe” vorkam.

    Die Gruppe entscheidet dem Hinweis zu folgen und nach Vallusa aufzubrechen. Die Helden decken sich mit Vorräten ein und bereiten sich auf die Reise vor.
    Praiala besucht Praiodan von Luring, erstattet Bericht und schlägt vor, nach Vallusa entsendet zu werden um der Sache weiter nachgehen zu können.
    Der Inquisitor stimmt der Gruppe zu und versorgt sie mit einem großzügigen Reisespesenvorschuß für ihre Gruppenkasse.

    Die Nacht verbringen sie wieder im Hotel Handelsherr.

  • Auf nach Vallusa!
    ING
    16
    1013 BF
    Auf nach Vallusa!
    Gareth, Mittelreich

    Es ist immer noch stark bewölkt mit einer steifen Brise aus Nordost und verhältnismäßig kühl.

    Die Helden planen der Reichsstreiße 3 in Richtung Meer über Rommilys nach Perricum zu folgen – wo man sicherlich ein Schiff finden kann, das nach Vallusa fährt.
    Die Reise nach Perricum wird vorraussichtlich eine Woche dauern. Die Helden planen unterwegs in Herbergen einzukehren, rüsten sich aber sicherheitshalber mit 24 eiserne Rationen aus.
    Sie füllen ihr 20 Maß Fass mit frischem Wasser und nehmen etwas Kraftfutter für die Pferde mit.

    Die Helden heben 200 Dukaten von der Nordlandbank ab und lassen die 10 unbekannten Tränke für 50 Dukaten analysieren. An der Magierakademie kaufen sie noch 10 Heiltränke von unbestätigter Qualität und 2 Heiltränke von bestätigter Qualität E.
    Jede/rr Held/in nimmt 2 Heiltränke an sich. Die Heiltränke der Qualität E lagern am Packpferd.

    Die Gruppe beschließt ihre Pferde mitzunehmen und auch am Schiff mitzutransportieren – Xolame hat zur Zeit kein eigenes Reittier und reitet entweder am Packpferd oder mit jemand anderen mit.

    Die Helden brechen auf.

    Nachdem sie das Garether Umfeld verlassen haben, rasten sie mittags und treffen auf eine Reisegruppe. Eine Schneidermeisterin, Khorena Kramer, ist mit ihren Gesellen Dirione, Yendar, Ilpetta, Perinor und Valpo unterwegs nach Rommilys. Sie transportieren Abschriften von Lehrbüchern sowie Schnittmuster und Zunftgelder der Schneidergilde im Auftrag der Garether Zunftmeisterin Helrike Flinknadel nach Rommylis. Sie reisen mit der Gruppe weiter und erreichen am Abend das Dörfchen Hartsteen, wo sie in der Herberge Quartier beziehen.
    Dariyon sichert die Türschnalle des Zimmers mit einem Applikatus und FlimFlam ins Zimmer – Zauberfalle die bis zum Morgen anhalten wird und informiert die Anderen darüber.

    In der Nacht stellen die Helden fest, dass die steife Brise in der Nacht zu einem starken Wind anschwillt, der an den Fensterläden klappert.
    Praiala macht die letzte Wache und stellt fest, dass es draußen richtig stürmt.

    ING
    17
    1013 BF
    Auf nach Vallusa!
    Hartsteen, Garetien, Mittelreich

    Als es Morgen wird weckt Praiala die anderen Helden. Die Gruppe frühstückt und spricht mit dem Wirt über das Wetter. Schließlich brechen sie zusammen mit den Schneidern wieder auf.

    Zu Mittag rastet die ganze Gruppe wieder in einem kleinen Dorf und isst in einer Wirtsstube, ehe sie weiter reiten.
    Das Wetter wird zunehmends schlechter, beim Durchreiten eines kleinen Wäldchens reißt der Sturm einen Baum um und verfehlt nur knapp Dariyon.

    Die Gruppe beschließt möglichst rasch einzukehren – am Abend, in der Dämmerung sehen die Helden Lichter voraus und reiten auf die Ortschaft hin, Praiala erkennt den Ort Hohenstein und folgen der Reichstraße bis dorthin, wo sie sich gabelt.
    Geradeaus geht es nach Rommilys, nach Süden hin nach Perricum.

    Die Helden verlassen die Reichsstraße bei einer Abzweigung Richtung Hohenstein.
    Sie erreichen das kleine Dorf am Fuße der Festung Hohenstein, an der Natter.
    Die Sonne ist inzwischen untergegangen, es ist dunkel und alle Türen und Fenster sind wegen des heulenden Sturmes geschlossen.
    Die Helden klopfen an das Tor der Herberge und bringen die Pferde in einem überdachten Bereich neben der Herberge unter, ehe sie die Herberge betreten.
    Neben Praiala knallt ein Dachziegel an die Hauswand und verfehlt sie nur knapp.
    In der Wirtsstube kann sich die Gruppe aufwärmen und etwas zu Essen und zu Trinken bestellen – das Lokal heißt “Zur eifrigen Hexe” – Zimmer gibt es hier keine.
    Vielleicht aber in der Herberge “Zur Flamme”.

    Das Essen ist sehr gut und auch die Getränke schmecken – die Helden brechen dann auf um die Herberge zu suchen und die Pferde dort im Stall unterzustellen.

    Leider gibt es in der Herberge aber keinen Platz mehr – weder freie Zimmer noch Platz im Stall – Die Besitzerin der Herberge meint, daß der Wirt der “Eifrigen Hexe” den Dachstuhl vermieten könnte. Die Pferde könnte man dann vielleicht bei einem der Bauern unterstellen.
    In der “Eifrigen Hexe” finden die Helden heraus, daß der Dachstuhl der Taverne inzwischen an die Schneider vergeben wurde.
    Ein Tavernengast stellt sich den Helden vor: “Gilmor von Lautenherz, König der Barden und Barde der Könige”. Er ist bei den Streitzigs, den Herren der Feste Hohenstein, eingeladen und bietet an, die berühmten Helden mitzunehmen.
    Er ist einer der bekanntesten und berühmtesten Barden im Land.
    Der Sohn des Wirtes führt sie alle zur Burg hinauf.

    Am Tor der Feste Hohenstein ruft Gilmor von Lautenherz zur Torwache hinauf um eingelassen zu werden. Burggraf Gernot von Streitzig hat ihn geladen und die Helden können ihm hinein folgen.
    Der Sturm nimmt immer mehr zu und auch der Regen wird immer unangenehmer, so dass die Helden froh sind den ersten Vorhof zu erreichen.
    Gilmor wird gleich zum Gesindehaus geführt, wo der ganzen Gruppe ein großes Zimmer zugewiesen wird und die Pferde in den Stall gebracht werden.
    Ein Höfling teit Gilmor mit, dass der Herr schon wartet und er zu spät ist. Gilmor entschuldigt sich, da die Anreise aus Gareth sehr weit war. Gilmor zieht sich um und auch die Helden waschen sich und ziehen sich um um passend aufzutreten.

    Gilmor ist für einen Barden sehr dezent gekleidet und betritt mit den Helden den Burgfried. In der großen Halle mit dem Thron des Grafen stehen zahlreiche Leute die sich unterhalten. In der Mitte zur Halle, in Richtung Thron, steht ein hölzerner Sarg, die Stimmung ist gedrückt und die Leute tragen Kleidung in dunklen Farben.
    Gilmor wird ein Platz zugewiesen, nach einiger Zeit kommt jemand der Familie Streitzig und bittet den Barden ein paar Lieder in dezent getragenen Rythmen zu spielen, während der Graf die vom Hausschreiber vorbereitete Rede vorlesen wird.
    Anschließend soll der Barde die Taten der Toten, Domna Mera von Streitzig, Soberan des Hauses derer von Streitzig, vortragen.

    Die Verstorbene ist die Mutter des Burggrafen – während der ganzen Zeremonie kommen immer wieder verspätet noch Gäste hinzu, die wohl durch das Wetter aufgehalten wurden.
    Der Graf hält eine Trauerrede und Gilmor erzählt anschließend von den Taten der Verstorbenen, die den Clan der Streitzigs über viele Jahrzehnte weise geführt hat.

    Nach der Zeremonie gibt es einen Leichenschmaus bei dem in gedrücktet Stimmung leise gesprochen wird.
    Die Helden werden dem Burggrafen vom Hofmarschall vorgestellt. Gegen Ende des Abends spricht der Hausherr die Helden an und bittet sie ein paar Geschichten über ihre Erlebnisse im Orkkrieg zu erzählen. Als die Helden wiederholt die Tapferkeit Prinz Brin’s betonen löst Gilmor die Helden ab und erzählt weiter – wobei er die Heldentaten der Streitzigs hervorhebt.

    Der Burggraf beginnt anschließend über den Prinzen zu schimpfen.
    Der Bruder des Burggrafen, Praiodar von Streitzig, schreitet ein. Er erwähnt dass er auf Befehl der Mutter an der Seite des Prinzen gekämpft hat und hier nun kein Ort für Politik ist.
    Unter den Gästen befinden sich auch die Kinder Praiodar’s.
    Seine Tochter Rohalija von Streitzig mit ihrem Mann Brandil von Ehrenstein, ein alamadanischer Caballero.
    Die zweite Tochter Praiodar’s, Gerhild von Streitzig, und ihr Mann Tobor Eallfried von Weiden-Harlburg, Baron von Hollerheide, aus einer Nebenlinie des Weidener Herzogshauses.
    Sowie sein Sohn Galenot von Streitzig welcher in Vinsalt Medizin studiert. Zwischen ihm und seinem Vater herrscht eine eisige Stimmung seit er gegen die Heiratspolitik seines Vaters rebellierte und nach Vinsalt ging.
    Aber auch Golambes von Gareth-Streitzig, Landgraf der Trollzacken sowie Marschall Darpatiens, ist unter den Gästen. Die Helden erinnern sich ihn in Gareth an der Akademie gesehen zu haben als er seine halb-elfische Tochter Tamindra zu ihrer Probatio begleitete.

    Als ein Großteil der Gäste sich zurückzieht, folgen auch die Helden und auch Gilmor zieht sich schließlich zurück.
    Die Helden übernachten auf der Feste Hohenstein.

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    1013 BF
    Auf nach Vallusa!
    Feste Hohenstein, Darpatien, Mittelreich

    Auch am nächsten Tag ist das Wetter unverändert – es hagelt sogar leicht. Die Helden frühstücken mit Gilmor im Gesindehaus – währenddessen kommt einer der Hofbediensteten herein und äußert ein Anliegen, der Graf bittet Dariyon und Praiala ihn aufzusuchen.

    Die beiden treffen auf den Grafen Gernot von Streitzig, der mit einem Teil seines Hofstaates spricht – mit dem Haushofmeister schimpft? – Er bittet die beiden um einen Gefallen: Am Morgen ist ein kleiner Streit ausgebrochen und er bittet um Streitschlichtung.
    Zwei seiner Gäste haben sich zerstritten – zwei Gelehrte von unterschiedlichen Gilden – der Streit ist leider eskaliert und er wünscht keine Unruhe und möchte den Streit rasch beigelegt wissen und in den nächsten Tagen nichts mehr davon hören.
    Wenn das Dilemma nicht in Travias Namen aufgelöst wird, wirft er die Gäste hinaus.
    Daraufhin verabschiedet er die beiden und der Hofdiener bringt die beiden zu den Gelehrten.
    Der Diener berichtet: die beiden sind seit vorgestern da, sind sich wegen einer Kleinigkeit in die Haare geraten und haben zu streiten angefangen. Während des Banketts wurden sie lauter, der Graf fühlte sich gestört und hat sie aufgefordert den Disput leise beizulegen – sie waren noch zweimal laut, gegen Ende des Abends haben sie gezaubert (Beschreibung des Dieners: für die Beerdigung unpassender Jahrmarktszirkus) – sie wurden aus der Halle verwiesen und haben am nächsten Tag weiter gestritten – und heute Morgen kam es beim Frühstück wieder zum Wortgefecht.
    Die beiden, Maga Elysmine von Dragenklamm aus Lowangen und Magus Hesindiago Nauta von Kuslik, sind in einem Erkerzimmer gemeinsam untergebracht.
    Der Streit geht um die theoretische Anwendung eines Verwandlungszaubers in Anbetracht einer magischen Kreatur, die beiden sind Verwandlungsmagier und der Streit ist inzwischen persönlich geworden.
    Nachdem die beiden Magier den Helden ihre Positionen näher gebracht haben, und man auf fachlicher Ebene nicht zu einer Entscheidung kommen kann, schlägt Dariyon ein Magierduell vor.
    Da beide Magier sich auf das Gebiet der Verwandlungsmagie spezialisiert haben bestreiten sie das Duell in diesem Bereich. Nachdem bei der Verwandlung keine Entscheidung getroffen werden konnte müssen sie auf die Magia Combativa ausweichen. Schlussendlich geht die Lowangerin siegreich aus dem Duell hervor und der Liebfelder muss wegen eines Zauberpatzers zum Medicus gebracht werden.

    Im Laufe des Nachmittages lässt der Sturm langsam nach. Die Gruppe plant am nächsten Morgen abzureisen.

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    Auf nach Vallusa!
    Feste Hohenstein, Darpatien, Mittelreich

    Der Himmel ist von schweren dunklen Wolken bedeckt, der Wind hat nachgelassen, es ist noch sehr kühl.

    Die Helden verabschieden sich von Gilmor von Lautenherz und brechen auf.
    Gegen Mittag kommen sie zu einem Lagerplatz an dem sich bereits einige Reisende befinden. Die Abenteurer erkennen einen der Anwesenden als einen der Schneidergesellen wieder, die sie auf dem Weg von Gareth Richtung Rommilys getroffen haben.
    Der Schneider stellt sich der Gruppe als Valpo Zwirnlein vor und bittet die Gruppe begleiten zu dürfen. Er ist von den Helden sehr beeindruckt und scheint schon viel von ihnen gehört zu haben. Die Gruppe möchte ihn nicht mitnehmen, lässt ihn aber auf Geheiß Dariyon’s einen Trainingskampf mit Alawin bestreiten. Sollte er Alawin verletzen können würde er mitreisen dürfen.
    Tatsächlich gelingt es dem Schneider einen glücklichen Treffer gegen Alawin zu landen. Überglücklich läuft er der Heldengruppe nach.

    Gegen Abend übernachten die Helden in einer Herberge im Dörfchen Madamund am Darpat. Als die Helden während der letzten Wache eine leise Stimme von draußen vernehmen stellen sie fest, daß es der Schneider Valpo ist der des Nachts Selbstgespräche führt.

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    Auf nach Vallusa!
    Madamund, Darpatien, Mittelreich

    Über Nacht hat sich der Himmel aufgeklärt. Eine leichte Brise aus Süden bringt warme Luft aus Aranien.

    Während der Reise erblicken die Helden einen Drachen der über den Ausläufern der Trollzacken seine Kreise zieht.
    Abends erreichen die Helden das Dorf Traviasfurt. Sie übernachten in einem Gruppenzimmer in der Herberge während Valpo vor dem Haus schläft.

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    Auf nach Vallusa!
    Traviasfurt, Darpatien, Mittelreich

    Der Südwind ist abgeflaut. Der Himmel wolkenlos. Bereits am Morgen ist es schon angenehm warm.

    Es geht weiter Flussabwärts den Darpat entlang. Am späten Nachmittag sieht die Gruppe das Dorf Gaulsfurt vor sich. Aus der weiten Ebene im Süden reitet eine Schwadron (25) Amazonen in nördlicher Richtung, sie scheinen ebenfalls auf Gaulsfurt zuzuhalten.
    Als die Helden in der Herberge die Pferde unterstellen sehen sie, daß die Amazonen nahe des Dorfes ein Zeltlager errichtet haben.
    Während des Abends betritt eine kleine Gruppe der Amazonen die Taverne um beim Wirt Schnaps zu kaufen. Eine der Amazonen, anhand ihrer Rüstung als Kriegerpriesterin und Rittmeisterin der Schwadron zu erkennen, erblickt Alawin und spricht ihn an.
    Sie stellt sich als die Blutlöwin Sefirah al’Yeshinna vor und fragt den albernischen Krieger ob er sich im Stande sieht mit ihr ein Kind zu zeugen. Als Alawin verneint fühlt sich die Amazone beleidigt und fordert ihn zu einem rondrianischen Zweikampf. Die beiden Kontrahenten gehen also vor die Taverne und lassen ihre Waffen sprechen.
    Der Kampf dauert sehr lange da beide über großes Geschick mit der Klinge verfügen. Alawin erkennt schließlich, dass ihm die Amazone im Kampf überlegen ist, diese schlägt jedoch nicht fest genug zu um ihn tatsächlich zu verletzen und damit das Duell zu gewinnen. Nachdem die Kriegerin Alawin schlussendlich die Waffe aus der Hand geschlagen hat, fordert diese ihn ein zweites mal auf mit ihr das Bett zu teilen. Immerhin, meint sie, hätte er sich nun selbst überzeugen können, daß er keine bessere Frau finden würde.
    Alawin nimmt das Angebot nun doch an und die beiden verbringen die Nacht in einem Einzelzimmer der Taverne.

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    Auf nach Vallusa!
    Gaulsfurt, Darpatien, Mittelreich

    Es ist weiterhin Windstill. Die Sonne strahlt heiß vom blauen Himmel.

    Gegen Nachmittag erreichen die Helden die Stadt Perricum. Ihr erster Weg führt sie zum Hafen. Bei der Hafenmeisteri erfahren sie, daß die Zedrakke “Nixe von Boran” im Hafen vor anker liegt und in fünf Tagen Richtung Festum auslaufen wird. Sie wird auch in Vallusa anlegen. Ihr Kapitän heisse Turijian.

    Die Helden suchen die Zedrakke und verhandeln mit dem Kapitän. Dieser lässt sich pro Kopf einen Vorschuss von 5 Dukaten geben und will weitere 20 Dukaten pro Kopf bei Abfahrt. Dafür würden die Helden die Überfahrt mit Übernachtung in zwei Kajüten und Verpflegung bekommen.
    Idra erkennt eine Matrosin auf der Nixe von Boran als eine alte Bekannte namens Ruramid.

    Praiala sucht nach dem Noionitenkloster um ihre Paranoia behandel zu lassen, findet es aber nicht und verläuft sich vor die Stadt. Später meint sie dann eigentlich doch keine Paranoia zu haben. Sie wirkt etwas verwirrt, vielleicht sind die Noioniten doch keine so schlechte idee.

    Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit kommen die Helden an einem Laden vorbei der sich “Thaok’s unglaublicher Zauberladen” nennt. Tatsächlich ist es der selbe Laden wie in Gareth in dem der Grolm Thaok besondere Waren anbietet.

    Die Helden übernachten in einer Herberge.

  • Von Perricum nach Beilunk
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    Von Perricum nach Beilunk
    Perricum, Mittelreich

    Klarer Himmel, es weht eine leichte Brise.

    Die Helden frühstücken im Hotel Kaiser Reto am Alten Markt in Perricum wo sie sich für zehn Dukaten für fünf Nächte einquartiert haben. Sie überlegen womit sie den Tag verbringen sollen. Das Schiff mit dem es gen Norden nach Vallusa gehen soll wird erst in vier Tagen ablegen.

    Xolame sucht einen Kürschner auf und gibt einen speziell angefertigten Packsattel mit Packsatteltaschen für ihren Hund Patrasch in Auftrag. Der Kürschnermeister nimmt Maß und bietet an für sechs Dukaten eine entsprechende Spezialanfertigung herzustellen. Xolame kann ihn auf fünf Dukaten und sieben Silbertaler herunterhandeln, gibt dann auch noch ein Lederhalsband mit einem silbernen, gravierten Namensschild für weitere fünf Silbertaler in Auftrag.

    Alawin begibt sich währenddessen zum Tempel des Heiligen Leomar zum Ewigen Bunde der Rondra von Nebachot, dem Haupttempel des Rondrakultes. Der altehrwürdige Tempel stammt noch aus Urtulamidischer Zeit und strahlt noch immer Stärke und Erhabenheit aus. Auf dem Platz vor dem Tempel befindet sich die Alverangruppe, ein berühmtes Standbild der Kriegergöttin Rondra auf Famerlor reitend, Mythrael, Kor und andere Alveraniare zu ihren Füßen. Vom Tempel aus führt die “Lange Mauer”, eine Wehrmauer hinauf bis zur Löwenburg, die sich auf der schroffen Steilküste oberhalb von Perricum erhebt. In den hoch aufragenden Mauern, die an diesem sonnigen Tag wie ein polierter Harnisch glänzen, befindet sich seit jeher der Amtssitz des Schwertes der Schwerter, des höchsten Rondrageweihten Aventuriens.
    In den heiligen Hallen lernt Alawin einiges über die Geschichte des einst Urtulamidischen Perricums, früher Nebachot geheissen, und über die Eroberung durch das Alte Reich bei der Schlacht am Darpatbogen als die Mauern Nebachots durch das Wunder der “Posaunen von Perricum” zum Einsturz gebracht wurden.
    Im Heiligtum spendet Alawin der Kriegergöttin und darf einen Blick auf Armalion werfen, das göttliche Schwert der Rondra aus Zwergensilber und Titanium.

    Dariyon fragt sich inzwischen zur Magierakademie, der Schule der Austreibung zu Perricum, durch. Die Kaiserlich Garethische Lehranstalt der Magie wider Geister und transsphärische Wesenheiten befindet sich vor der Stadt auf den Klippen, nur erreichbar über einen Brückenbogen aus Granit. Im Innenhof der Akademie sieht Dariyon eine kleine Gruppe von Scholaren, unter der Anleitung eines Magisters, um einen Ritualplatz versammelt. In ihrer Mitte befindet sich ein in den Boden eingelassenes, steinernes Pentagramm, umgeben von einer kniehohen Mauer. Die Magier scheinen eine Art gemeinsames Ritual durchzuführen. Im Inneren des Pentagramms erhebt sich eine menschliche Gestalt, entstellt durch eine Vielzahl kleiner Schnittwunden, die ärmliche Kleidung von verkrustetem Blut verschmutzt.
    Mittels einer Formel zur Clarobservantia Astralis beobachtet der Zyklopäische Zauberer das Ritual und erkennt, dass es sich um eine Austreibungsformel gegen Sphärenwesen handelt. Die Scholaren sind in das Ritual mit eingebunden und spenden dem Bundführer Kraft um den Exorzismus zu unterstützen.
    Als sich der Mensch im Pentagramm ungelenk wie eine Marionette aufrichtet erkennt der Zauberer, dass es sich um einen Besessenen handelt von dem eine dämonische Präsenz Besitz ergriffen hat, was auch erklärt warum der Zirkel von Scholaren einen Exorzismus durchführt.
    Die Bannformel beginnt Gestalt anzunehmen und der Dämon erkennt den Versuch. Er droht dem Körper den Kopf auszureißen doch Dariyon paralysiert den Leib woraufhin der Dämon vom Sphärenbann erfasst in die siebte Sphäre gerissen wird. Für einen Moment kann Dariyon durch den Sphärenspalt direkt in die Niederhöllen blicken, ein Anblick der ihn vielleicht noch lange verfolgen wird.
    Der Bundführer, Eugenius Weissenstein, gibt sich erfreut über Dariyon’s Mitwirken und erzählen ihm, dass er dem Blutigen Angrist aus der Sattelklamm, einem tobrischen Serienmörder, das Leben gerettet hat. Dieser war von einem Alptraumdämon besessen den sie gerade exorziert haben. Durch die lange Besessenheit hat sein Geist in jedem Fall irreparablen Schaden genommen aber er wird bei den Noioniten gepflegt werden. Einer der Magier begleitet Dariyon und sorgt dafür, dass er in die Bibliothek vorgelassen wird wo er das Buch “Vom Wesen der magischen Heilung” erwerben kann.

    Nachmittags gehen die Helden gemeinsam zu “Thaok’s unglaublichem Zauberladen” und sehen sich dessen neue Ware an.

    Thaoks unglaublicher Zauberladen

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    Dariyon kauft “Das große Buch der elf Zauberformeln”, ein Alt-Bosparanisches Werk von beträchtlichem Alter. Alawin ersteht günstig eine “Gebetesammlung der Rondrakirche” sowie eine “Jade-Statuette des Alten Drachen Teclador” die, wie er sagt, bemerkenswert realgetreu ist.
    Idra ersteht eine Flasche Parfüm namens “Rahjatraum”.

    Abends kehren die Helden zum Hotel Kaiser Reto zurück.

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    Von Perricum nach Beilunk
    Perricum, Mittelreich

    Das Wetter ist weiterhin sonnig und warm, mit einer leichte Brise.

    Dariyon bleibt im Hotelzimmer und studiert seine Bücher. Alawin sieht sich in der Stadt um, besucht die Löwenburg und unterhält sich mit Rondrageweihten.
    Valpo Zwirnlein folgt hier und da einem der Helden und geht ihm mal zur Hand, mal auf die Nerven.

    Am Abend des 26. suchen die Helden die “Nixe von Boran” auf und fragen nach dem Kapitän. Sie werden auf die anrüchige Hafenkneipe “Zur errötenden Neckerfrau” verwiesen.
    Dort treffen sie eine Matrosin der Crew, die Maraskanerin Ruramid die mit Idra befreundet zu sein scheint. Diese erzählt, dass der Kapitän derzeit wegen seiner geschäftlichen Tätigkeiten keine Zeit habe, die Nixe aber morgens zur fünften Stunde mit der Flut in See stechen würde.

    Froh das erfahren zu haben begeben sich die Helden zum Schiff, klären mit dem Zahlmeister, dass sie bereits heute die Kajüte beziehen dürfen und verladen ihre Pferde und Habseligkeiten.

    Die Gruppe übernachtet in ihren Kajüten.

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    Von Perricum nach Beilunk
    An Bord der Nixe von Boran, Golf von Perricum

    Als die Helden erwachen ist die Nixe von Boran bereits längt ausgelaufen und auf Kurs Richtung Osten. Der Himmel ist weiterhin wolkenlos. Ein laues Lüftchen sorgt zwar für etwas Abkühlung, das Schiff kann mit so wenig Wind jedoch kaum Fahrt aufnehmen.
    Mit Erlaubnis des Kapitäns bläst Alawin in den Sturmrufer, das magische Horn das die Gruppe in dem zyklopäischen Labyrinth auf Phrygaios gefunden haben. Der Wind frischt auf und das Schiff gewinnt für einige Zeit etwas an Fahrt.
    Aus Langeweile packt Alawin schließlich die professionelle Angel aus, die die Helden in Ferdok gekauft haben, und wirft einen Köder aus.
    Kurze Zeit später hat er tatsächlich einen prächtigen Schwertfisch am Haken.

    Abends lädt Kapitän Turijian die Helden auf eine Runde Zwillingsrum “Offenbarung der Zwillinge” ein. Man lernt sich kennen, erzählt Abenteuergeschichten über Maraskan und das Perlenmeer, lacht und trinkt und hat eine gute Zeit.

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    Von Perricum nach Beilunk
    An Bord der Nixe von Boran, Golf von Perricum

    Der Wind frischt deutlich auf. Endlich nimmt die Nixe im Golf von Perricum ordentlich Fahrt auf.

    Dariyon liest in der Kajüte in seinen neuen Büchern.
    Einige Matrosen vertreiben sich die Zeit unter Deck mit einem Würfelspiel. Einige der Helden nehmen die Einladung an und spielen mit.

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    Von Perricum nach Beilunk
    An Bord der Nixe von Boran, Golf von Perricum

    Aus der Flaute der vergangenen Tage entwickelt sich langsam ein immer stärkerer Sturm. Die Tobrische Brise rollt in immer stärkeren Böen heran und der Steuermann hat alle Hände voll zu tun das Schiff schließlich in den Hafen von Beilunk zu steuern.

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    Von Perricum nach Beilunk
    Beilunk, Mittelreich

    In der Nacht ist der Sturm nach Westen weitergezogen. Es ist beinahe windstill.

    Die Nixe von Boran bleibt in Beilunk vor Anker. Der Kapitän lässt das Schiff von einem Lotsen zu einem Anlegeplatz am Kai manövrieren. Ein Teil der Mannschaft beginnt mit dem Verladen von Waren. Der Rest der Seeleute bekommt Landgang.

    Die Helden verlassen ebenfalls das Schiff und sehen sich in Beilunk um. Der Baustil des Stadtkerns erinnert die Helden daran, dass die Stadt einst von Tulamiden gegründet worden war.
    Im Zentrum der Stadt sehen sich die Helden den prunkvollen Praiostempel an, der mit seinem freitragenden, vergoldeten Kuppeldach einer der prächtigsten ganz Aventuriens ist.

    Dariyon begibt sich zur Magieakademie, der Akademie der Vereinten Künste von Schwert und Zauberstab, das Kaiserlich Garethische Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen.
    Dort wird ihm mitgeteilt, dass man nur Magiern die auch Offiziere der kaiserlichen Armee sind Zutritt gewährt, was auf Abgänger der Reichsakademien der Weißen Gilde zutrifft.
    Dariyon holt daraufhin die Urkunde heraus die bestätigt, dass er von Prinz Brin zum Offizier des kaiserlichen Stabes ernannt wurde.
    Die Armati am Tor lassen ihn passieren und so darf sich Dariyon in der Eliteschule der Weißmagier umsehen. Wie er schnell erkennt ist die Akademie gleichzeitig auch das Hauptquartier der Pfeile des Lichts, der Inquisition des Bundes des weißen Pentragramms.
    Im Hof sieht er Scholaren mit Schwertern und Holzschilden kämpfen, mit Flammenlanzen auf bewegliche Strohpuppen zielschießen und sich der körperlichen Ertüchtigung widmen.
    Die Bibliothek der Akademie enthält vor allem militärische Standardwerke, geschichtliche Abhandlungen und die üblichen Sprachfibeln, mit denen allgemein das Bosparano vermittelt wird. Die Magie hingegen wird vor allem durch Drill und weniger durch das Studium im Kämmerlein eingebläut, so dass magische Werke eher weniger vertreten sind, zudem beschränkt sich der Umfang der Bibliothek
    ausschließlich auf rein weißmagische oder entsprechend zensierte Werke.
    Dariyon erwirbt eine Abschrift des Zauberbuchs “Magie im Kampf”.

    Gegen Abend gehen die Helden mit Idra’s Freundin Ruramid in die Taverne “Goldene Lanze”.
    Hier beobachten sie drei Beilunker Gardistinnen die einen älteren, grauharigen Mann von oben herab behandeln. Als dieser den Frauen Paroli bietet entbrennt ein Faustkampf zwischen der Anführerin der drei Gardistinnen und dem Alten bei dem dieser schlussendlich zu Boden geht.
    Als die Helden nach dem Mann sehen bittet sie der Wirt den Alten zum “Hammer und Amboss” zu bringen, da er dort wohnen würde.
    Die Helden borgen sich einen Karren vom Wirt aus und bringen den Alten zu besagter Herberge. Wie sich herausstellt eine zwergische Schenke mit Gästezimmern. Der Besitzer, Fobol, Sohn des Farnim, ein Angroschim, will jedoch zuerst die offene Zeche des Alten bezahlt haben bevor er ihn weiter in einem der Gästezimmer beherbergt. Stattdessen verweist er sie auf die “Fürstensuite”, womit er die Scheune meinte.
    Nachdem der alte Mann in der Scheune auf Stroh gebettet und verarztet wurde, lassen die Helden ihn vorsichtigerweise langsam zu sich kommen. Als dieser wach wird stellt er sich als Gerion vor und bittet die Helden sich, als Dank für seine Rettung, von ihm zum “Bardenkrug” einladen zu lassen.
    Dort unterhalten sich die Helden weiter mit ihm und finden heraus, dass der sechzigjährige, Gerion Eboreus Eberhelm Rottnagel heisst und von der tobrischen Insel Tisal stammt. Er sei Jahrmarktzauberer und wegen des morgen beginnenden Fests angereist. Nachdem sie einige Krüge Wein geleert haben lädt Gerion die Helden ein ihn auf dem Fest bei seinem Wagen zu besuchen.

    Spät Abends gehen die Helden zurück zum Schiff um in ihrer Kajüte zu übernachten.

    RAH
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    1013 BF
    Von Perricum nach Beilunk
    Das Fest der Freude
    Beilunk, Mittelreich

    Man könnte sich kein schöneres Wetter für das große Fest wünschen. Blauer Himmel wohin das Auge reicht. Da noch dazu kein Wind weht ist es wunderbar sommerlich warm.

    Das Fest der Freude, der große Feiertag der Rahja, wird auch hier in Beilunk mit Begeisterung gefeiert. Die Straßen sind gefüllt mit bunt kostümierten Männern und Frauen. Musikanten und Straßenkünstler spielen an fast jeder Ecke und zeigen ihre Künste vor.
    Das Fest steht ganz im Zeichen der freien Liebe und Hingabe an die natürlichen Triebe. Dank der Kostümierung, die vielfach nur das Gesicht verdeckt, sind die meisten Beilunker unter ihren Masken nicht zu identifizieren und so werden an diesem Fest Travia’s Gebote der Ehe einmal für kurze Zeit vergessen und sich dem Rausch der Liebe hingegeben.
    In den Schenken und Ständen wird junger Wein angeboten und überall wurden die Häuser mit Blumen und Bändern geschmückt.

    Dariyon bleibt am Schiff, während sich Xolame, Idra, Alawin und Praiala unter die Feiernden mischen. Xolame verkleidet sich als Wolf, Idra als Vogel, Alawin als Sumpfdrache und Praiala als Greif.
    Jene der Helden die am Fest teilnehmen sehen zu Mittag am Hauptplatz den großen Umzug, angeführt von der Tempelvorsteherin des Rahjatempels, Amalthea von Beilunk.

    Gegen Abend finden die Helden den Wagen des Jahrmarktzauberers Gerion. “Von den Windhager Felsen bis zur Küste von Mendena – von Ifirns Eisgebirge bis zum Mohawald: Die Wunder der Welt” verkünden sorgfältig gemalte gelbe Buchstaben, die fast die gesamte Seitenwand des blaugestrichenen Wagens, bedecken.
    Eine Schar Kinder steht dort unter Aufsicht einer jungen Frau und warten darauf in kleinen Gruppen in den Wagen eingelassen zu werden. Die Helden stellen sich neben den Wagen und warten ebenfalls. Wie es scheint lassen mache gut betuchte Eltern ihre Kinder hier für die eine oder andere Vorstellung während sie sich auf dem Fest vergnügen.
    Durch einen Spalt in der Holzwand des Wagens bekommen die Helden einen kleinen Eindruck von der Zaubershow Gerions während sie warten.

    Die Helden kehren erst nach Mitternacht wieder zum Hafen zurück. Das Schiff liegt noch an seiner Anlegestelle am Kai – es wurde fertig entladen aber der Käufer der Waren ist noch nicht aufgetaucht und so muss Kapitän Turijian noch einen weiteren Tag warten.

    Die Gruppe übernachtet in ihrer Kajüte am Schiff.

  • Rahjafest in Beilunk
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    Rahjafest in Beilunk
    Beilunk, Mittelreich

    Wetter: Klar, windstill und heiß

    Dariyon möchte zur Magierakademie, Alawin und Valpo begleiten ihn – Praiala sucht den Praiostempel auf.

    Vor dem Praiostempel sieht Praiala eine Menschenmenge, die sich um den Brunnen schart – eine Messe? – zwei Praioten tragen auf der Treppe des Tempels einen öffentlichen Disput vor der Menge aus.

    Praiala erkennt die Amtsinsignien der Männer.
    Der erste der beiden Praioten ist ein Reichs-Kammer-Richter, des Mittelreichischen Höchstgerichts, das Dispute im Hochadel und in Verbindung mit der Krone behandelt.
    Der zweite Geweihte ist der Ordenshochmeister der Bannstrahler.
    Praiala kann einen Teil der Debatte mit anhören.

    Streitgespräch in Beilunk

    Streitgespräch in Beilunk

    Vor dem Praiostempel von Beilunk mit seinem freitragenden vergoldeten Kuppeldach seht ihr eine Menschenmasse die sich offenbar um den Marktbrunnen schart. Schnell erkennt ihr dass die Menschenmenge vor euch nicht nur aus einfachen Bürgern besteht sondern auch aus vielen Höflingen, Rittern und Adeligen sowie einer Schar von Priestern des Götterfürsten.
    Auf den erhöhten Stufen des Tempelportals erkennt ihr zwei Männer in prächtigen Ordensornaten des Götterfürsten die einen öffentlichen Disput vor der versammelten Menge austragen.
    Der linke der beiden Männer, ein Mitt-vierziger mit grau meliertem, militärisch geschnittenem Haar und einem kurzen Kaiser-Reto-Bart hat trotz seines durchdringenden Blickes ein von Milde und Güte gezeichnetes Gesicht. Er trägt einen Lederharnisch über dem Ordensornat welcher mit dem Symbol des Götterfürsten versehen ist. Dem Rechtskundigen der über genügend Kenntnis in Heraldik verfügt bleibt nicht verborgen dass seine auf dem Greifenemblem seiner Rüstung angebrachten Amtsinsignien ihn als Reichs-Kammer-Richter ausweisen.
    Der rechte der Beiden ist eine wahrlich imposante Erscheinung. Der kantig geschnittene, glatt gekämmte, weiße Vollbart reicht bis zu den Schläfen seines sonst kahlen Hauptes und verleiht seiner ohnehin steinernen Miene ein geradezu gemeisseltes Aussehen. Der mindestens fünfzig Jahre alte Mann wirkt von Statur und Haltung so rüstig und unbeugsam wie eine zwergische Zwingfeste. An seinem stählerner Blick erkennt man sofort dass man bei ihm weder Milde, Sanftmütigkeit noch Barmherzigkeit zu erwarten hat.
    Stolz ist er in den zeremoniellen Talar der Hohepriester des Ordens vom Bannstrahl Praios gekleidet. Ein in den kirchlichen Riten bewanderter Betrachter erkennt die Amtsinsignien auf seiner prächtigen liturgischen Stola welche ihn als den Ordens-Hochmeister der Brannstrahler ausweisen.
    Ihr erreicht die Versammlung in der Mitte der Debatte und könnt einen Teil davon mithören.

    Praiowyn Lowanger von Windschiefen, Reichs-Kammer-Richter, Hilberianer, Legalist
    […] Die erste Gnade, die zu erlangen ist, besteht in der vollkommenen Vergebung aller Sünden. Eine größere Gnade als diese gibt es nicht, denn der sündige Mensch erlangt dadurch … Praios’ Gnade wieder. Mit der Vergebung der Sünden werden auch die Strafen aufgehoben, die der Mensch im Totenreich dafür büßen muss, dass er die göttliche Ordnung übertreten hatte … Dabei ist zu beachten, dass der der im Herzen wahre Reue empfinde und beichte oder wenigstens den festen Willen hierzu habe, dann einen Tempel des Götterfürsten besuchen muss um wahrhaftig um Vergebung zu bitten. Außerdem muss jeder eine nach seinem Stand und Vermögen bemessene Summe von 25 Hellern an bis 12 Dukaten in die Opferschale legen.
    Die zweite Gnade ist ein Beichtbrief, der jedem gestattet, sich einen genehmen Beichtvater zu wählen …, der einmal im Leben und angesichts des Todes auch von solchen Sünden lossprechen kann, die sich der Heliodan vorbehalten hat, der ferner einmal im Leben und in der Todesstunde vollen Ablass für alle Übertretungen zu gewähren, für alle Gelübde andere fromme Werke aufzulegen und das Abendmahl zu jeder Zeit zu reichen berechtigt ist.
    Die dritte Gnade befasst den Anteil an allen Schätzen der Gesamtkirche. Alle, die für die Erweiterung der Stadt des Lichtes zu Gareth Geld zahlen, und deren selig verstorbene Eltern, sollen teilhaben an allen Bitten, Fürbitten, Almosen, Fasten, Gebeten und Wallfahrten.
    Die vierte Gnade gewährt den Seelen im Totenreich vollkommene Vergebung aller Sünden. Diese erteilt der Heliodan aus dem Schatz der Kirche unter der Bedingung, dass die Lebenden einen Beitrag in die Opferschale legen… Diese Gnade sollen die Bannstrahler ganz besonders kräftig und angelegentlich empfehlen, weil den Seelen der Verstorbenen so am besten geholfen wird und auch für den Bau der Stadt des Lichts reichlich Geld zusammenkommt.
    — Rhetorische Pause —
    Liebe zur heiligen Wahrheit und der Wunsch, sie an den Tag zu bringen, sind nun die Gründe warum ich mein Wort hier erhebe und das Wort des Hilberian Grimm von Greifenstein verkünde, welchem in der Greifenklamm, Garafan, der König der Greifen, erschienen und welcher von Praios selbst erleuchtet wurde.
    Da unser Herr Praios spricht: “Tut Buße, das Zwölfgöttliche Paradies ist nahe herbeigekommen!” hat er gewollt, dass alles Leben der Gläubigen Buße sein soll.
    Dies Wort soll jedoch nicht von der sakramentlichen Buße gegenüber der Kirche verstanden werden, d.h. von dem Akt der Beichte und Genugtuung, der durch das Amt der Priester begangen wird.
    Es meint nicht die monetäre Buße, vielmehr ist es die innerliche Buße die der Sünder wahrhaftig zu erreichen streben muss.
    Daher währt auch die göttliche Strafe so lange, als der Mensch an sich selbst Gericht übt (das ist die wahre innere Buße), nämlich bis zum Eingang ins Zwölfgöttliche Paradies. …
    Deswegen soll auch den nach Buße strebenden Gläubigen, so ihre Reue wahrhaftig ist, Ablass gewährt werden ohne dass sie den Zehent entrichten!

    Raunen, Beifall, ein Gewirr von Zurufen wird schließlich von seinem Gegenüber zum erliegen gebracht als dieser beschwichtigend seine Hand erhebt

    Ucurian Jago, Praios-Geweihter, Hochmeister der Bannstrahler, Jarielit
    Ihr wisst, dass ich erwählt wurde vom allergötterfürchtigsten Heliodan des edlen Kaiserreiches vom Greifenthron zu Gareth, von den Wahrern der Ordnung zu Mediterrana, Bornia, Gryphonia, Arania, Tulamidia, Bospernis, Terra Praiotis und Meridiana die alle bis zum Tode getreue Diener des Götterfürsten sind, Verteidiger des Glaubens, der geheiligten Bräuche, Dekrete und Gewohnheiten des Gottesdienstes, die mir mein Amt als Hochmeister des Orden vom Bannstrahl Praios’ zugewiesen haben und nach deren Beispiel ich bislang auch gelebt habe.
    So bin ich entschlossen, festzuhalten, was seit dem heiligen Reichs-Epistulum geschehen ist, und so auch am Ritus des Ablasses der Sünden. Denn es ist sicher, dass ein einzelner Bruder irrt, wenn er gegen die Meinung der ganzen Gemeinschaft des Lichts steht, da sonst die Kirche vierhundert Jahre und mehr geirrt haben müsste. Deshalb bin ich entschlossen, mein Amt, Würde, Leib und Blut, Leben und Seele einzusetzen. Denn das wäre eine Schande für uns und für Euch, Ihr Glieder des edlen tobrischen Herzogtums, wenn in unserer Zeit durch unsere Nachlässigkeit auch nur ein Schein der Häresie und Beeinträchtigung des Zwölfgötterglaubens in die Herzen der Menschen einzöge. Nachdem wir die Rede Praiowyn Lowanger’s von Windschiefen hier gehört haben, sage ich Euch, dass ich bedauere, so lange gezögert zu haben, gegen ihn vorzugehen. Ich, Ucurian Jago, Hochmeister des Ordens vom Bannstrahl Praios’, werde IHN nie wieder hören; er habe sein Geleit; aber ich werde ihn fortan als notorischen Ketzer betrachten und hoffe, dass Ihr als gute Gläubigen gleichfalls das Eure tut.

    Nachdem der Hochmeister der Bannstrahler seine Worte beendet hat wendet sich Praiowyn Lowanger von Windschiefen wortlos ab und schreitet, gefolgt von einer Schar seiner Getreuen, davon. Ucurian Jago bereitet seine Gefolgschaft ebenfalls für den Aufbruch vor. Pferde werden von Knechten und Akoluthen herbeigeführt und ein Zug von Bannstrahlern verlässt Beilunk gen Westen.

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    Der Reichs-Kammer-Richter, Praiowyn Lowanger von Windschiefen, scheint gemäßigt und vertritt die Thesen des Hilberian vom Großen Fluß, welcher bei seiner Pilgerfahrt zu Garafan, dem König der Greifen, von Praios erleuchtet wurde. Er rezitiert Hilberians Forderung zur Abschaffung des Zehents zur Vergebung der Sünden.
    Der Ordenshochmeister der Bannstrahler, Ucurian Jago, jedoch beruft sich auf die Unfehlbarkeit des Boten des Lichts, der Luminifacti und die seit dem Reichs-Epistulum ungebrochenen Riten der Kirche. Erzürnt über die Anmaßung eines einfachen Tempelvorstehers die Kirche in Frage zu stellen verweist er seinen Gegenüber die Stadt zu verlassen und bezeichnet ihn ob seiner Worte als Ketzer.
    Praiala erfährt etwas über den Zwist in der Praioskirche und betet den restlichen Vormittag, ehe sie sich mit den anderen in der Schenke zur blauen Hexe trifft.

    Dariyon erfragt in der Akademie, dass Pentagrammteppiche speziell angefertigt werden und er daher nur einen beauftragen könnte, aber keinen einfach so kaufen kann.

    Beim Mittagessen sehen die Helden aus dem Fenster über den Markt zu Gerions Wagen. Sie erkennen, dass dieser von der Stadtwache und einem Bannstrahler abgeführt wird.
    Dariyon verlässt die Schenke und durchquert die feiernde Menge. Als er den Wagen erreicht, sind die Gardisten und der Bannstrahler bereits mit Gerion verschwunden. Nur eine Menge Kinder, Passanten und eine Tsageweihte die die Kinder beaufsichtig sind noch da.
    Er spricht die Tsageweihte darauf an, was geschehen ist. Sie erzählt ihm, dass sie gehört hat wie die Gardisten Gerion erklärt haben, dass er wegen Betruges, Schwarzarbeit und Pfuscherei angezeigt wurde und er deswegen festgenommen und in den Schuldturm gebracht wird.
    Dariyon kehrt zurück und erzählt den anderen davon.
    Praiala macht sich auf den Weg zum Praiostempel um etwas herumzufragen, warum ein Bannstrahler involviert ist. Sie erfährt, dass jemand von der Garde den Beistand eines Bannstahlers erbeten hat da ein Magiebegabter festgenommen werden soll und die Garde gerne für alle Fälle gewappnet sein möchte.

    Die Helden gehen zum Schuldturm. Der Torwächter dort sagt ihnen, dass ein Schreiben des Magistrats erforderlich ist um in den Schuldturm gelassen zu werden.
    Beim Magistrat gibt es aufgrund der Feierlichkeiten nur Journaldienst, die Helden können dennoch in Erfahrung bringen, dass Immenlaus Timmenlan von Hollerspringe, der Magistrat, derzeit nicht im Dienst ist.

    Die Helden kehren zum Hafen und zum Schiff zurück – der Auftraggeber hat inzwischen bezahlt und das Schiff wird mit der nächsten Flut auslaufen, sobald der Wind passt.
    Laut den Matrosen kommt die Flut zweimal täglich. Derzeit Vormittags so um die zehnte Stunde und nochmal Nachts um die selbe Uhrzeit.

    Die Helden verbringen den Abend am Schiff – einige Matrosen würfeln – ein Matrose kommt, gefolgt von einer jungen Frau und dem Hund Gurvan, auf die Helden zu.
    Sie junge Frau stellt sich als Tsabine, die Stallmagd der goldenen Lanze, vor (das Lokal in dem Gerion verprügelt wurde) und fragt Daryion ob er helfen kann, da er ja Gerion kennt. Sie fragt schüchtern um einen Rat – sie hat vor zwei Tagen gesehen wie die Helden Gerion zum Hammer und Amboss gebracht haben und vermutet, dass sie Gerion vielleicht kennen. Sie erzählt, dass Gerion sie vor dem Tod gerettet hat als sie krank war und schlimme schmerzen hatte. Zuvor hatte der Medikus, den der Wirt gerufen hatte, ihr erklärt sie habe eine Blint-Arm-Entzündung, aber sie konnte ihn nicht bezahlen und so hat er ihr nicht geholfen. Daraufhin hat Gerion sie durch Handauflegen geheilt – sie ist der Meinung, dass Gerion nicht schuldig ist.
    Die Helden sagen ihr zu, am nächsten Tag, sollte das Schiff nicht ablegen, zu versuchen mit dem Magistrat über den Fall zu sprechen.

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    1013 BF
    Rahjafest in Beilunk
    Beilunk, Mittelreich

    Wetter: Klar, windstill, sehr warm

    Der Kapitän bestätigt, dass das Schiff nicht mit der ersten Flut ablegen wird und ermahnt die Helden am Abend vor 10 Uhr wieder zurück zu sein.

    Das Fest der Freude ist immer noch in Gange. Die Helden kommen an Gruppen von Feiernden vorbei und hören aus einer kleinen Nebengasse Knacken und Krachen und eine Rangelei. Praiala bleibt stehen und sieht eine Art Schlägerei mit Knüppeln und geht, begleitet von Alawin näher. Ein kleiner Laden – Kalmans Spirituosenladen – dessen Türe eingeschlagen wurde, der Aufsteller wurde umgeworfen und es wird offenbar randaliert.
    Eine Gruppe von Jugendlichen macht sich mit Jutesäcken aus dem Staub – Praiala läuft hinterher, kann aber keinen einholen und auch die anderen Passanten sind nicht hilfreich.
    Schließlich stolpert Praiala und die Jugendlichen entkommen.
    Zurück beim Laden ist kein Besitzer anzutreffen – sie klopfen an die nächste Haustüre um nach dem Besitzer des Ladens zu fragen. Die Nachbarin erklärt, daß Kalman während des Fests den Laden geschlossen hat. Ihr Mann wird die Türe des Ladens vernageln um zu verhindern, dass noch mehr gestohlen wird.
    Beim Magistrat zeigen die Helden die Tat an. Sie werden gebeten in der Stadt zu bleiben.

    Der Magistrat ist glücklicherweise anwesend und sie können mit ihm über den Passierschein für den Schuldturm sprechen.
    Er stellt ihn aus und als Praiala nach seinem Wissen zum Fall Gerion fragt, erzählt er über eine Anzeige von Wundarztgesellen, als Tatbestand, dass er eine Bürgerin der Stadt für Geld behandelt hat ohne zur Medikuszunft zu gehören.
    Der offizielle Ankläger ist die Zunftkammer der Heiler und Feldscher. Er rät noch, sich mit der Befragung zu beeilen, denn wenn nicht noch etwas wichtigeres dazwischenkommt, wird das Verfahren gegen Gerion morgen zur achten Stunde stattfinden. (im Gerichtsgebäude von Beilunk).
    Als Verteidiger wird ihm ein Pflichtverteidiger vom Rechtsseminar zum Greifen zugeteilt.

    Die Helden begeben sich zum Schuldturm und zeigen den Schein vor um zu Gerion eingelassen zu werden. Sie werden in eine Kammer geführt und wenig später wird Gerion, in einem eisernen Joch hereingeführt und hingesetzt. Er schildert aus seiner Sicht, dass er einige Tage vor der Begegnung mit den Helden in der goldenen Lanze getrunken hat und mitbekommen hat, dass die Stallmagd Tsabine starke Schmerzen hatte. Da er manchmal durch Handauflegen heilen kann hat er ihr geholfen – als Dank hat sie ihm zwei Heller gezahlt und wollte unbedingt, dass er das Geld annimmt.

    In der Lehranstalt des Rechtseminars fragen die Helden, wer Gerions Fall als Verteidigung zugeteilt wurde und erfahren, dass dies eine junge Abgängerin des Seminars, die als Assistentin arbeitet, übernimmt. Ihr Name ist Milis Kauderer.
    Praiala erbittet die Rechtsschriften des Hauses einsehen zu dürfen und Dank ihres Standes in der Kirche des Götterfürsten lässt man sie gewähren. Sie liest im Zivilgesetz der Stadt Beilunk und in der Gildenverordnung nach, ehe die Helden gemeinsam zum Zunfthaus der Heiler und Feldscher gehen, wo sehr viel los ist.

    Die Zunftmeisterin ist nicht im Haus. Die Helden fragen nach den Gesellen die die Anzeige veranlasst haben. Die Anwesenden kennt diese nicht – die Heilung eines Blinddarmes wären für Zunftmitglieder mit einer Abgabe von zwei Dukaten belastet. Ein reisender Medikus sollte normalerweise bei der Einreise bei der Zunft vorsprechen, wird über Rechte und Pflichten informiert und muss vor der Ausreise entsprechende Abgaben bezahlen.

    Die Helden sprechen wieder mit Gerion und er erteilt Praiala die Vollmacht für die Verteidigung. Sie lassen das beim Magistrat einreichen und übernachten am Schiff.

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    1013 BF
    Rahjafest in Beilunk
    Beilunk, Mittelreich

    Wetter: windstill

    Die Helden treffen in der Früh beim Gericht ein. Gerade findet eine Verhandlung gegen sechs jugendliche Vandalen statt. Diese werden zu Züchtigung und Pranger verurteilt. Schließlich trifft auch die Pflichtverteidigerin von Gerion ein. Sie zieht verärgert wieder ab als sie erfährt dass sie ersetzt wurde.
    Um 8 Uhr werden sie zum Einlass gebeten, Tsabine ist anwesend.
    Richter Gorfalk Havensgaard von Wulfenberg trifft ein. Die Anwältin der Zunftkammer, Yanislind Dinkelkorn ist ebenfalls anwesend. Beisitzer der Kirche des Götterfürsten ist Praiorian Sandström.
    Dann wird Gerion hereingerufen und die Anklägerin verliest die Anklage – Betrug, Täuschung, Schwarzarbeit und Pfuscherei.
    Die Verhandlung beginnt mit Argumenten und Zeugenaussagen.
    Praiala bemüht sich sehr Gerion von aller Schuld freizusprechen und am Ende der Verhandlung bleibt nur noch Schwarzarbeit über. Er wird zu einer Geldbuße von 12 Dukaten (oder Schuldturm) und Verbannung aus Beilunk verurteilt.
    Die Helden zahlen dem Scharlatan Gerion die Geldbuße und er ist ihnen sehr dankbar. Er will seinen Wagen verkaufen um das Geld zurückzuzahlen, die Helden lehnen jedoch ab.
    Die Gruppe begleitet ihn zu seinem Wagen, Gerion möchte gleich aus Tobrien abreisen und nach Garetien weiterziehen.

    Die Helden übernachten wieder am Schiff.

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    1013 BF
    Rahjafest in Beilunk
    An Bord der Nixe von Boran, Hafen von Beilunk, Mittelreich

    Wetter: bedeckt, steife Brise

    Das Schiff legt gen Osten ab.

    Die Helden lernen neue Passagiere auf dem Schiff kennen. Eine Gruppe Zwerge hat eine Überfahrt ab Beilunk gebucht.
    Wie sich des Nachts herausstellt hat sich die Schar unerträglich laut schnarchender Zwerge im Mannschaftsraum unter der Kajüte der Helden eingemietet.

    Mitten in der Nacht ist plötzlich ein gewaltiges Knacken und Rumpeln zu hören. Das Schiff bebt.
    In einem Laderaum haben sich sechs Quader maraskanisches Eisenholz aus der Vertäuung gelöst und einen Stützpfeiler gebrochen.
    Dadurch hat sich der Boden der Schiffsküche abgesenkt und das Schiff bekommt immer mehr Schlagseite.
    Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat lässt der Kapitän das Gewicht ausgleichen.
    Eine Reparatur ist jedoch notwendig. Die benötigten Mittel sind auf See jedoch nicht vorhanden.

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    Rahjafest in Beilunk
    An Bord der Nixe von Boran, Vor der Insel Ilderasch im Golf von Perricum

    Die Nixe von Boran läuft den Hafen der nahen Insel Ilderasch an.
    Die bornische Schwimmwerft Niemandshafen die sich vor Ilderasch befindet wird zur Reparatur angelaufen.
    Der bornländische Werftlotse Dragislaw Bornski hilft Kapitän Turijian seine Schiff in die Werft zu manövrieren.
    Da die Matrosen der Werft derzeit Landgang haben helfen die Helden beim Andocken.

    Nachdem die Nixe in der Schwimmwerft verankert ist lässt Kapitän Turijian die Beibote zu Wasser und setzt mit den Helden und den Zwergen nach Ilderasch über.
    Dort organisiert er sich die notwendigen Handwerker und teilt den Helden mit, dass die Reparatur ein paar Tage dauern wird.

    Wie sich herausstellt ist Ilderasch eine Insel der Brilliantzwerge und gehört zum Bergkönigreich Lorgolosch. Die Zwerge züchten hier die weit bekannten Beilunker Zwergenponys.
    Als Xolame sich ein solches Pony kaufen möchte stellt sie fest, dass die Gruppenkasse nicht genug Gold übrig hat und man auf Ilderasch keinen Wechsel der Norlandbank verwenden kann.
    Als die Zwerge die mit der Nixe von Boran von Beilunk mitgefahren sind das hören meint einer von ihnen zu Xolame, dass sie die Zwerge begleiten könnten. Die Zwerge würden nämlich nach Schatodor gehen, dort würde sie einen Wechsel einlösen können. Verwundert über die Aussage, da sich Schatodor ja am Festland befindet, in den Beilunkbergen, fragt Xolame genauer nach. Sie erfährt, dass es einen Stollen gibt der Ilderasch und die Nachbarinseln mit dem Festland verbindet.

    Erfreut und neugierig nehmen die Helden das Angebot an und folgen den Zwergen.
    Die Stollen führen tatsächlich unter dem Meer hindurch. Nach acht Stunden Fußmarsch durch die Dunkelheit kommen die Helden schließlich zu einem kleinen Außenposten von Lorgolosch in den Bergen.
    Dort mieten sie sich erschöpft erst einmal in der Herberge Zum Silberkrug ein und lassen sich von der Wirtin Chrysorima Tochter der Pyrite bewirten, welche ihnen aromatisches Bergziegenrollfrikassee auf Schmorzwiebelsauce und  Amarascher Hammerbräu serviert. Zum Abschluss gibt es dann noch Domadimma Kraballimmor (rogolan. Brilliantzwergischer Wühlschattod), eigentlich ein Mittel um Wühlschrate zu vergiften, aber auch ein köstlicher Schnaps.
    Die Helden waschen sich und übernachten in der Herberge.

  • Schatodor
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    1013 BF
    Schatodor
    Schatodor, Bergfreiheit Lorgolosch

    Eine leichte Brise streicht über die südlichen Hänge der Beilunker Berge.

    Zusammen mit der Gruppe von Zwergen reisen die Helden durch die Bergfreiheit Lorgolosch.
    Andrim Enkel des Aur, Edelsteinhändler und Anführer der Gruppe von Zwergen erzählt während der Reise über ihr Ziel, die Hauptstadt Schatodor, deren Name in Garethi “Blumental” bedeutet.
    Begleitet wird er von seinem Sohn, Arnrash Sohn des Andrim, dessen Privatlehrer,  Ferrmasch Sohn des Himmasch, sowie mehreren Leibwächtern.

    Bemerkenswert scheint den Helden, dass die Brillantzwerge relativ wenig Bergbau betreiben und ihre Wohnstätten nicht wie bei Zwergen sonst üblich tief unterirdisch anlegen. Daher bewirtschaften sie auch recht viel überirdisches Land, das sie vor allem als Jagdreviere, Weiden für ihre Pferdzucht, aber auch für den Ackerbau verwenden.

    Gegen Mittag erreichen die Helden einen tiefen Taleinschnitt entlang eines Wildbachs dem sie tief ins Gebirge folgen. Über einen versteckten Eingang gelangen sie in eine Felsschlucht die von einer Wehranlage geschützt wird, der Grenzposten der Stadt an der Zölle erhoben werden.

    Nachdem die Reisegruppe die Verteidigungsanlage passiert haben, öffnet sich vor ihnen das Blumenreiche Tal von Schatodor. In den Sommermonaten stehen die Wiesen und Weiden in voller Blüte und die mit Steinen gepflasterten Wege sind gesäumt von blühenden Bäumen.
    Hier liegen die Wohnungen der Brillantzwerge auf eine eigenartige Weise zugleich im Berg und im Freien denn sie schlagen ihre Häuser aus dem Stein von Berghängen und schließen sie zur Außenwelt mit starken Wänden aus durchsichtigem oder zumindest durchscheinendem Kristall ab.
    Ihr Begleiter, der Edelsteinhändler Andrim, erklärt dass die Brilliantzwerge gerne überirdisch leben, tief in den Fels bohren sie nur ihre Diamantminen. Da die Helden verwundert scheinen erzählt er über die Geschichte der Brillantzwerge, den Exodus aus Xorlosch und die Reise durch Aventurien bis sie sich schlussendlich in Lorgolosch niederließen.

    Der Exodus und der Stein der Simia

    Der Exodus und der Stein der Simia

    Wir flohen einst vor Jahren fort von der Herrschaft Xorloschs,
    da trafen wir die Frau, die zugleich schön und furchtbar war.
    So schlank und hochgewachsen, wie keine Tochter Angroschs,
    Wildfeuer in den Augen, Flammenlohe war ihr Haar.

    Ihr Haar wie Regenbogen war siebenfach gefärbet.
    Sie sprach: “Kehrt um nach Xorlosch oder tragt, was ihr bekommt.
    Verbleibt, wo ihr geboren, bewohnt, was ihr ererbet.
    Seid standhaft, stur und ehern, wie es Angroschs Kindern frommt!

    Da sagte ihr Prinz Calaman: “Erhabne, wir bedauern.
    Verbannt bin ich aus Xorlosch wegen einer Diebestat,
    wir dürfen nicht mehr hausen in seinen heil’gen Mauern,
    drum werden wir ein Leben führen, völlig neuer Art.”

    Nun lächelte die Fremde: “So sollt ihr weiter wandern:
    An allen Orten Gast, bei Troll’n und Elfen zu Besuch.
    Liebt Kunst, Musik und Blumen! Nehmt, was ihr braucht, von andern!
    Vernehmet Simias Urteil, sei er Segen oder Fluch!”

    So fragte da Prinz Calaman: “Bleibt doch an meiner Seite!”
    Sie sagte: “Ich muß fort, doch nehmet diesen Funkelstein!
    Und wollt ihr Neues schaffen, hilft er, dass ich euch leite.”
    Wir zogen glücklich weiter, denn sie wird stets mit uns sein.

    Der Stein gab uns den Namen, wir sind brillante Zwerge.
    Und über uns’rem Königreich strahlt hell der Diamant.
    Im blumenreichen Schatodor, der schönsten Stadt der Berge,
    wacht über uns’re Zukunft strahlend Simias Unterpfund.

    – Ein zwergisches Lied aus der Feder des Komponisten Gramax Sohn des Ormax

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    Die Helden mieten sich in einem wunderschönen Hotel namens “Die Rose” ein und machen eine Runde durch die Stadt.
    Sie bewundern die prächtigen Blumengärten und Orangerien (Glashäuser mit Sammlungen exotischer Pflanzen).
    Im Gegensatz zum Baustiel im Mittelreich haben die Häuser hier nicht nur kleiner Fenster-Löcher mit hölzernen Fensterläden sondern ganze Wandstücke aus dickem Bergkristall durch die das Licht in die mit Holz vertäfelten Wohnungen fällt. An jeder Ecke blühen Pflanzen und die Zwerge auf den Straßen sind in modische Gewänder gehüllt. Es gibt Theater und eine offene Bühne der Künste.
    Alles in allem erscheint Schatodor wie das Vinsalt der Zwerge.

    Xolame lässt sich bei einem Schneider ein Set hübscher, zwergischer Kleidung machen.
    Die Helden besuchen den beeindruckenden Angroschtempel und schauen sich im Handelszentrum “Feuer und Eisen” der Schmiedezunft der Familie Sagallax die Erzeugnisse der Klingenschmiedin Magmascha Tochter der Ingraava an.
    Die Waffen und Rüstungen sind durchwegs von außergewöhnlicher Qualität und Xolame erwirbt stählerne Brustschalen und Armschienen.
    Als Valpo Zwirnlein ganz unverfroren nach Waffen aus Zwergenspan fragt verärgert er die Schmiedin, findet jedoch von einem Passanten heraus, dass es scheinbar einen Zwerg namens Rokbolosch gibt, der angeblich Waffen aus Zwergenspan verkaufen soll.

    Neugierig fragen sich die Helden zur Schmiede Rokboloschs durch, welche sich ein einem dunklen Nebental befindet. Rokbolosch stellt sich als ein wortkarger Finsterkamm-Zwerg heraus der von sich behauptet von Angrosch berührt worden zu sein. Als die Helden nach Zwergenspan fragen zeigt er ihnen einen Felsspalter den er in seinem Tresor aufbewahrt. Tatsächlich ist diese Waffe von unübertroffener Qualität und die kleinen Einschlüsse im Material geben einen Hinweis darauf, dass es sich um eine Waffe aus dem legendären Zwergenspan handelt.
    Als die Helden nach dem Preis fragen meint Rokbolosch, dass diese Waffe unverkäuflich sei, aber er könnte für etwa 1500 Dukaten eine persönliche Waffe aus Zwergenspan herstellen.
    Klänge das nicht bereits jetzt zu unglaublich würde er dies außerdem in nur einem Monat bewerkstelligen.
    Nachdem man sich einigt, dass die Gruppe sich dies erstmal überlegen müsse, verlassen sie die Schmiede.
    Xolame kann nicht glaube, dass ein Zwerg, egal wie gut er als Schmied sein mag, Zwergenspan in einem Monat herstellt. Diese geheime Technik, welche nur den größten Zwergenschmieden bekannt ist, benötigt Jahrzehnte.

    Als die Helden den Palast des Bergkönigs bewundern erklärt Alawin, der sich noch an seinen letzten Besucht in Schatodor erinnert, dass der nominelle Bergkönig Orbal Sohn des Orim als verschollen gilt. Er brach auf eine Reise nach Al’Anfa auf, um aus dem Hort der Al’Anfaner Boron-Kirche ein Schmuckstück zu stehlen und es seiner Frau Tirza zum Geschenk zu machen.
    Orbal’s Sohn, der Kronprinz des Bergkönigreiches, Omgrasch Sohn des Orbal, wurde mit seinen ca. 60 Götterläufen jedoch als noch zu jung angesehen um das Amt seines Vaters zu übernehmen.
    In der Zwischenzeit regiert daher Ingrascha Tochter der Irin, die Matriarchin von Lorgolosch, Ministerin des Königreiches und Hohepriesterin der Brillantzwerge, als Interimsregentin das Bergkönigreich. Sie bezeichnet sich gerne als “Braut Ingerimms” oder “Mutter ganz Lorgoloschs”, doch hinter dieser Maske der Eitelkeit verbirgt sich der scharfe Geist einer vorzüglichen Diplomatin.

    Da sich Alawin an die Zwergin Diorita Tochter der Azurita erinnert die die Helden auf ihrem Weg nach Schamaham getroffen hatten. Diese war damals auf der Reise zu ihrem Verlobten nach Schatodor um sich mit ihm zu vermählen.
    Tatsächlich treffen die Helden die Architektin Diorita und ihren Mann, den Apotheker Prospam Sohn des Zubax in ihrem Haus in der obersten Ebene der östlichen Felswand. Diorita freut sich über den Besuch der Helden und lädt sie zum Abendessen in ihrem Haus ein. Sie ist sehr neugierig mehr über die Lage im Mittelreich zu erfahren und über den Orkensturm, von dem man auch hier in Lorgolosch gehört hat.

    Beim Abendessen im Haus der Zwergin bewundern die Helden den malerischen Sonnenuntergang durch die Bergkristallwände.
    Sie begegnen neben Diorita und ihrem Mann Prospam auch dessen Bruder Zinnagrimm der sehr niedergeschlagen wirkt.
    Wie sich herausstellt ist Zinnagrimm ein kundiger Heiler und behandelt derzeit die Angrosch-Akoluthin, Greifgrima Tochter der Iridine, die Großnichte der Matriarchin.
    Diese ist komplett bleich, kraftlos und bettlegrig, und ihr Urin hat eine grünliche Farbe angenommen.
    Da Zinnagrimm so etwas noch nie zuvor gesehen hat ist er recht ratlos, wird sie jedoch morgen erneut in der Privat-Therme der Familie der Matriarchin mit stärkenden Heilbädern behandeln.
    Diorita versucht ihren Schwager auf andere Gedanken zu bringen und fragt ihn nach seiner Angebeteten, die Glasbläserin, Jalula Tochter der Lavascha.
    Zinnagrimm schwärmt zuerst von ihr, verfällt dann jedoch wieder in seine traurige Stimmung als er von einem Liebesbeweis erzählt den Jalula von ihm, und seinem Rivalen um Jalula’s Liebe verlangt hat. Jener Nebenbuhler sei zudem noch der Kontorleiter und Erbe eines reichen Geldwechslers, Arnosch Sohn des Schrax.
    Beide Männer sind bekannt für ihre Phobie vor Gräbern, Leichen und Totenriten.
    Umso verzweifelter ist er nun da sie als Liebesbeweis fordert er solle in die Gruft von Jalula’s Urahn Durgalosch hinabsteigen um dort die Steintafel mit Durgalosch’s Liebesgedicht an seine Frau Pagixa abschreiben. Besonders Angst macht ihm, dass in Durgalosch’s Gruft vor 700 Jahren einige Zwerge spurlos verschwanden, woraufhin die Gruft versiegelt wurde.
    Seitdem halten sich hartnäckig Gerüchte darüber, dass die Gruft verflucht sei.

    Als das Gespräch auf den Zwergenschmied Rokbolosch kommt meint Diorita, dass sie selbst nicht viel vom Schmiedehandwerk verstehe. Rokbolosch sei ein vor einem Jahr zugereister Finsterkamm-Zwerg und sie würde ihm nicht über den Weg trauen. Er war wegen der Herstellung von Zwergenspan bereits angeklagt und die Verhandlung ging bis zur Matriarchin. Es konnte ihm aber kein Betrug nachgewiesen werden.
    Diorita findet die Sache trotzdem nicht ganz Koscher und rät den Helden, falls sie sich genauer informieren wollen, einen Bekannten von ihr aufzusuchen. Der Gebrauchtwarenhändler Siltex Sohn des Roglom, eigentlich ein geschäftiger Priester des Fekol, des gerissenen Gottes des Handels, würde sicherlich mehr wissen, für ein Entgelt.

    Etwas verspätet trifft auch Diorita’s Nichte, Algrime Tochter der Cadrime, Enkelin der Azurita, ein. Sie wird zuerst von Diorita vorgestellt, ihre Nichte sei aus dem Kosch, der Heimat ihrer Familie, angereist um hier bei einem namhaften Meister in die Lehre zu gehen und Diorita habe derweil die Vormundschaft.
    Als die Anwesenden sich anderen Themen widmen schimpft Diorita mit der Jungzwergin über deren Auftreten, speziell die schwarze Kleidung, das Stachelhalsband und der schwarze Lippenstift missfallen der Tante.
    Gegen Ende des Abends kommt ein junger Zwergenkrieger namens Hogrimm Sohn des Thoram, Algrime’s Freund, vorbei um sie abzuholen.
    Sie wollen in die Lumineszenten Tanzhallen der Jungzwerge um sich dort zu vergnügen.
    Hogrimm schenkt ihr einen ornamentierten Seidenschal und erzählt Algrime leise, dass er seit ein paar Tagen ein ungutes Gefühl habe und sich um Algrime Sorgen mache.
    Diorita bittet die Helden die beiden Jungzwerge zu begleiten.

    Gemeinsam begeben sich die Helden und das junge Zwergenpärchen in die düsteren Tanzhallen die sich unterirdisch im Berg befinden.
    Als ein Türsteher verlangt, dass sie Helden ihre Waffen und Rüstungen abgeben, erklären sich Praiala und Idra bereit diese zum Hotel zu bringen während Xolame, Alawin und Dariyon die Zwerge begleiten.
    Wie sich herausstellt ist es in der Tanzhalle sehr neblig, man sieht nur ca. zwei Schritt weit. Lichtquellen, wie die mit lumineszenten Farben bemalten Wandbilder sieht man etwas weiter durch den Dunst.
    An einer Bar gibt es Zwergenbiere wie Felsenpils, Hammerbräu und Angroschs Tempelbier sowie Hochprozentiges wie Grubenkenner’s Süßstiel, Andraulla’s Gebirgsblüte, Original Xorloscher Felsenschlag, sowie Domadimma Kraballimmor, den “Brillantzwergischen Wühlschattod”.
    Auf einer Bühne die, da erhöht, besser gesehen werden kann, spielt eine Band deren Musik man im erzkonservativen Xorlosch wohl als radikal, stillos und geschmacklos beurteilt hätte.

    Während sich die Jungzwerge vergnügen bemerken die Helden plötzlich eine Tumult im Nebel. Xolame geht hin um dem nachzugehen. Vom den Geschehnissen abgelenkt werden sie auch schon von einer Gestalt aus dem Nebel angegriffen. Hogrimm und Alawin versuchen Algrime zu schützen und aus der Reichweite des Angreifers zu bringen während Dariyon sich dem Gegner entgegenstellt. Geistesgegenwärtig schützt sich der Zauberer mit einem Armatrutz und verwandelt seinen Stab in ein Flammenschwert.
    Während Hogrimm, Alawin und Algrime von zwergischen Schlägern angegriffen werden muss sich Dariyon alleine seines Gegners erwehren, welcher sich noch dazu als eine untote Zwergenleiche herausstellt.
    Es entbrennt ein erbitterter Kampf bei dem zu allem Überfluss noch der Sänger und Gitarrist der Zwergenband auftaucht und sich als Priester des Namenlosen herausstellt als er Dariyon mit namenloser Kälte belegt. Der Zauberer schafft es den Untoten mit dem Flammenschwert zu vernichten und den Priester zu vertreiben, die erfrierende Kälte lässt jedoch nicht von ihm ab. Nachdem auch die Schläger vertrieben wurden befindet sich Hogrimm dem Tode nahe doch Dariyon öffnet Todesmutig die verbotenen Pforten und rettet den Jungzwerg von der Schwelle des Todes mit einem Heilzauber.
    Um so erschrockener stellt der Magier fest, dass die namenlose Kälte auch nach einiger Zeit nicht aufhören will und ihn zu erfrieren droht. Eiligst bahnen sich die Helden ihren Weg aus den Tanzhallen hinauf wo sie von der Stadtwache aufgehalten werden die inzwischen eingetroffen ist.
    Xolame übernimmt das Gespräch mit den Stadtwachen während Dariyon und Alawin zum Hotel eilen um Praiala aufzusuchen.
    Als Praiala erkennt, dass es sich um einen namenlosen Frevel handelt den sie nicht zu brechen vermag bleibt ihr nichts als Dariyon mittels eines Heilsegens etwas mehr Zeit zu geben.
    Verzweifelt bahnen sich Dariyon und Alawin ihren Weg durch das nächtliche Schatodor auf der Suche nach Hilfe. Diorita’s Schwager Zinnagrimm kann den namenlosen Fluch ebenfalls nicht aufhalten, gibt Dariyon aber drei Arganwurzeln. Drei Heiltränke und ein weiterer Heilsegen im Angroschtempel sind nötig um den Magier vor dem Tod zu bewahren bis die namenlose Kälte schließlich von ihm abfällt.

    Als Xolame zurückkehrt berichtet sie, dass die Stadtwache der Täter nicht habhaft werden konnten. Sie sind scheinbar durch den Hintereingang geflohen bevor die Wachen dort ankamen. Glücklicherweise deckt sich Xolame’s Schilderung des Tathergangs mit der anderer Anwesender und so fällt keine Schuld auf die Helden.

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    1013 BF
    Schatodor
    Schatodor, Bergfreiheit Lorgolosch

    Trotz der Höhenlage Schatodor’s ist es angenehm warm, vereinzelte Wölkchen ziehen über den Himmel.

    Dariyon geht es dank guter Verarztung und der Einnahme einer Arganwurzel wieder relativ gut und so begibt sich die Gruppe wieder auf die Straßen von Schatodor.

    Nach dem Zusammenstoß mit einem Priester des Namenlosen drängen Alawin und Idra den Palast aufzusuchen. Dort bekommen sie tatsächlich auch eine Audienz bei der Matriarchin, Ingrascha Tochter der Irin, welche die Hüterin Aëserion’s, auch Kelch des Erzes genannt, eines der Sieben Magischen Kelche, ist.
    Alawin warnt die Matriarchin vor namenlosen Umtrieben in Schatodor und erbittet den Kelch sehen zu dürfen, welchen er und seine Gefährten vor drei Jahren zusammen mit dem Erzmagier Rakorium Muntagonus wieder zurück gebracht hatten.
    Die Matriarchin gibt der Bitte statt und führt die Helden in die basaltenen Schatzkammern. Aëserion wird in einer steinernen Lade unter einer massiven Bergkristallplatte aufgewahrt, aus welcher den Helden ein unermesslicher Schatz aus Brillanten entgegen strahlt. Neben dem aus Titanium bestehenden Kelch liegt hier verwahrt der Stein der Simia, das Kronjuwel des Bergkönigreichs der Brillantzwerge, ein Apfelgroßer Regenbogen-Brillant von bezaubernder Schönheit. Umrahmt werden die zwei göttlichen Talismane von einer beeindruckende Menge von brillant geschliffenen Adamanten sowie in Zwergengold eingefassten, rituell zerschlagenen Karfunkelsteinen.

    Froh darüber, dass Aëserion noch gut verwahrt ist und mit dem Wissen die Warnung bzgl. der namenlosen Umtriebe weitergegeben zu haben, sehen sich die Helden weiter in Schatodor um und genießen die Annehmlichkeiten des Wohlstands.

    Nachmittags besuchen die Helden den Gebrauchtwarenhändler Siltex Sohn des Roglom und fragen ihn nach Rokbolosch.
    Siltex nimmt fünf Dukaten bevor er erzählt, dass Rokbolosch’s Geliebte, die Alchimistin Schorate Tochter der Caldera, wahrscheinlich die Wahrheit wisse. Um sie zu einer Aussage zu bewegen könnte es hilfreich sein zu wissen, dass Schorate heimlich illegale Substanzen wie Pilzdrogen herstellt. Sie trifft sich mit ihrem Abnehmer in einer geheimen Kammer unter dem Allerheiligsten in den Heiligen Hallen statt. Die Pilzdrogen werden dann später unter den Jungzwergen verkauft.

    Die Helden suchen also Schorate’s Alchimistenlabor auf und kaufen ihr fünf Heiltränke ab. Danach kommen sie mit ihr auf das Gespräch bezüglich ihres Geliebten. Schorate will zuerst gar nichts sagen und fühlt sich provoziert, als ihr die Helden aber damit drohen die Stadtwachen bezüglich der Pilzdrogen zu informieren, lässt sie sich schließlich auf ein Gespräch ein.

    Schorate selbst liebt Rokbolosch und erzählt, dass er aus einer Binge im Finsterkamm stammt welche vor zwei Jahren von Orks in großer Zahl überfallen wurde. Die Schwarzpelze haben alle abgeschlachtet, nur Rokbolosch überlebte durch Glück da die Orks ihn für tot hielten und liegen ließen. Die Orks plünderten die Binge und nahmen sogar Werkzeuge und Vorräte mit. Als die Orks abzogen ließen sie den Stollen einstürzen und begruben Rokbolosch in der Binge zusammen mit seinen ermordeten Brüdern und Schwestern. Zu schwer verletzt, dass er sich selbst ausgraben konnte, und ohne Vorräte überlebte er nur indem er sich von den Leichen seiner eigenen Sippe ernährte.
    Er flehte Angrosch an sein Martyrium zu beenden und fand schließlich im Allerheiligsten eine Schrift die Fragmente des geheimen Herstellungsprozesses von Zwergenspan beinhaltete. Rokbolosch nahm dies als Zeichen Angroschs an den Orks Rache zu üben und als er schlussendlich kräftig genug war sich freizuschaufeln flüchtete er vor den umherstreifenden Orks in eine Menschensiedlung. Dort begann er die Schriften genauer zu untersuchen und versuchte der Anleitung zu folgen. Als dann der Orkkrieg ausbrach wurde er von den Menschen davongejagt und wanderte (weg vom Kriegsherd) nach Tobrien in das Bergkönigreich Lorgolosch.

    Schorate vermutet selbst, dass es ein dunkles Geheimnis hinter dem Zwergenspan Rokbolosch’s gibt, sie spührt wie es sein Gewissen belastet und seine Gedanken verfinstert.
    Als die Helden nach Details fragen, wo und wann er den Zwergenspan herstellt, wo er die Schriften aufbewahrt, etc., bietet die Alchimistin den Helden an ihnen zu helfen wenn sie ihr versprechen Rokbolosch eine Chance zu geben von etwaigem falschem Handeln abzulassen anstatt ihn der Gerichtsbarkeit zu überantworten.
    Die Helden willigen ein und so erklärt Schorate dass sich Rokbolosch bei besonderen Aufträge eine Nacht in seiner Schmiede einschliesst, sie würde aber wissen wo er den Zweitschlüssel aufbewahrt.

    Xolame beauftragt noch am selben Tag eine Waffe bei Rokbolosch.
    In der Nacht dringen die Helden zusammen mit Schorate in die Schmiede ein. Diese ist leer doch aus den Kellern ist geschäftiges Hämmern zu vernehmen.
    Idra knackt den Tresor und nimmt die Schriften an sich, da sie in Angram geschrieben sind und der Gruppe die Zeit fehlt sie zu untersuchen.
    Im Keller sehen die Helden wie Rokbolosch ein zeremonielles Schmiederitual durchführt bei dem er zum “Feurigen Vater” ruft ihm das Werk gelingen zu lassen.
    Als Dariyon einen Hellsichtzauber wirkt erkennt er, dass bei der Zeremonie magische Kräfte fließen. Dämonische Kraft sammelt sich im glühenden Eisen und pulsiert mit jedem der gewaltigen Hammerschläge. Nach einer Weile wird dem Magier offenbar, dass Rokbolosch die Kräfte des Verderbers der Elemente nutzt um dem Stahl übernatürliche Eigenschaften zu verleihen bevor er sie zerspant um sie dann in einem einmonatigen Prozess zu einer unglaublich gefährlichen Waffe zu “backen”.
    Schorate springt sofort auf als Dariyon flüsternd mitteilt was er beobachtet. Sie konfrontiert Rokbolosch und fleht ihn an davon abzulassen.

    Rokbolosch ist einigermaßen erschrocken als er überrascht wird. Er versucht Schorate zu beruhigen und beteuert es sei Angrosch’s Kraft die durch ihn fließe.
    Dariyon schafft es jedoch Rokbolosch zu überzeugen in dem er ihn fragt, ob der “Feurige Vater” für ein solche Werk ein Opfer erwartet, und ob das wirklich Angrosch entspräche solch ein Opfer einzufordern. Langsam beginnt der Finsterkamm-Zwerg die Maskerade des von Ingerimm berührten Schmiedes fallen zu lassen und gesteht Schorate, dass er von den Menschen fortgejagt wurde als sie entdeckten, dass er gefangene Orks in seiner Schmiede abschlachtete um “Angrosch” gütig zu stimmen. Er beteuert, dass sein Durst nach Rache und Vergeltung ihn dazu getrieben habe, und hier in Schatodor versuche er lediglich Reichtum zu erwerben um seiner Geliebten ein würdiges Leben schenken zu können bei der sie keine Pilzdrogen mehr verkaufen müsse.
    Mit etwas Überredungskunst können die Helden Rokbolosch und Schorate zu einem heiligen Eid überreden, von ihren Vergehen Abstand zu nehmen.
    Die Helden nehmen die Schriften mit sich und überantworten die beiden ihrem eigenen Gewissen sowie Praios’ Strafe wenn sie ihren Eid brechen sollten.
    Auf die Frage wie viele solcher Waffen er in Schatodor verkauft habe, erklärt Rokbolosch, dass es drei gewesen wären, und immer an Fremde die Schatodor bald wieder verlassen haben.
    Der Felsspalter in seinem Tresor sei nicht von ihm sondern aus dem Angroschheiligtum in seiner zerstörten Heimatbinge. Dieser sei es auch gewesen den er der Matriarchin zur Untersuchung gegeben habe, bei welcher er sich auf das uralte Recht des Berufsgeheimnisses im Hr‘zak Krzaga berufen habe um nicht alles von seiner geheimen Herstellungsmethode preisgeben zu müssen. Da die Matriarchin die Waffe für echten Zwergenspan befand und seine wenigen Details über die Herstellungsmethode wohl ins schwarze trafen habe man ihm sogar die Schmach der Seelenprüfung erspart.

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    1013 BF
    Schatodor
    Schatodor, Bergfreiheit Lorgolosch

    Weiterhin warm, jedoch etwas stärker bewölkt bei stetigem Ostwind.

    Die Helden bekommen von Andrim Enkel des Aur, dem Edelsteinhändler der sie nach Schatodor begleitete, eine Führung durch Lorgolosch’s größte Diamantmine. Dariyon überlegt einen Rohdiamanten als natürlichen Kraftspeicher zu kaufen, nimmt aber in Anbetracht der Preise doch wieder davon Abstand.

    Danach begeben sich die Helden wieder auf die Rückreise nach Ilderasch.

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    1013 BF
    Schatodor
    Insel Ilderasch, Bergfreiheit Lorgolosch

    Bedeckt, die tobrische Brise trägt Wolken von Osten heran.

    Die Helden kaufen auf Ilderasch ein reinrassiges Zwergenpony aus bester Zucht für Xolame.
    Da die Reparaturarbeiten gut vorangegangen sind läuft die Nixe von Boran mit der Flut aus.
    Gegen Abend erreicht das Schiff die Tobrische See und folgt dem Küstenverlauf gen Norden.

  • Über Mendena nach Vallusa
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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    An Bord der Nixe von Boran, Vor der Küste Tobriens, nahe der Insel Tisal, Tobrische See

    Wetter: leichter Niederschlag, relativ windstill.

    Die Helden bemerken, dass sie an Inseln (Tisal, von dieser stammt angeblich der Scharlatan dem die Helden in Beilunk geholfen haben; und Rulat) vorüberfahren. Die Mannschaft erzählt von Piraten auf den Inseln und beobachten den Horizont auf der Suche nach fremden Schiffen.

    Am Abend feiert die Mannschaft den Geburtstag des Kapitäns mit Zwillingsrum und Obstbrand.

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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    An Bord der Nixe von Boran, Vor der Küste Tobriens, Tobrische See

    Die Tobrische Brise frischt wieder auf und die Reise geht beständig weiter gen Norden.

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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    Mendena, Tobrien, Mittelreich

    Bei sehr warmem Wetter und Sonnenschein erreicht die Nixe schließlich Mendena.

    Als sich das Schiff dem Hafen nähert, stellen die Helden schon fest, dass es sich um einen großen und wehrhaften Hochseehafen handelt, obgleich Mendena eigentlich keine so große Stadt ist.

    In der Stadt war eine Illusionsakademie, die jedoch abgebrannt ist.
    Alawin erzählt, dass der finstere Magier Xeraan die Schuld an dem Brand trägt. Dieser war wohl auch der Drahtzieher des Kinderraubes von Ruthor.

    Praiala erfragt beim Kapitän, dass das Schiff mit der Flut (Mitternacht) oder am nächsten Tag zu Mittag wieder aufbrechen wird.

    Die Helden beschließen zuerst Essen zu gehen und sich Mendena anzusehen.
    Nachdem sie das Hafenviertel verlassen haben finden sie im Zentrum der Innenstadt einen Hügel auf dem ein Denkmal zu finden ist. Auf einem großen marmornen Sockel steht eine Bronzestatue eines Jägers der mit einem gewaltigen, stier-großen, Keiler ringt. Auf einer Plakette am Sockel steht: “Jarlak der Waidmann besiegt den Mendenischen Eber”. Unter der Plakette ist in den Marmor das Wappen Mendenas eingelassen und die Helden erkennen, dass das Wappen die Hauer des Ebers beinhaltet.

    Es ist warm und sehr schön, während die Helden zu Mittag die Aussicht genießen.

    Von hier oben haben die Helden einen guten Blick auf die Stadt. Die prächtigen Tempel der Götter Efferd und Praios stechen aus dem Stadtbild hervor. Südwestlich der Stadt gelegen erkennen sie Burg Talbruck über der zwei verschiedene Banner wehen: das von Mendena und das Banner des Herzogtums Tobrien. Nahe des Hauptplatz ein großes, eingestürztes, aber zum Teil wieder neu errichtetes, Gebäude zu sehen.

    Darion spricht einen älteren Herren an um herauszufinden, um welches Gebäude es sich dabei handelt – die Magierakademie von Mendena, die im Jahr 1008 abgebrannt ist (vor fünf Jahren).
    Der Herr von Warunk, ein reicher Händler – finanziert den Wiederaufbau, allerdings wird die Akademie in ein Hotel umgebaut, das “Zum Mendenischen Eber” heißt.
    Der Mann empfiehlt den Schmankerlteller aus der Küche jenes Hotels. Die hungrigen Helden suchen also das Hotel auf, das aus den Teilen der Ruine der Magierakademie errichtet wurde welche den Brand besser überstanden hatte.

    Die Helden lassen sich den Schmankerlteller und das Bier gut schmecken.
    Ein großes Ölgemälde an der Wand zeigt den Mendenischen Eber – und auch das Siegel der ehemaligen Akademie ist noch auf der russgeschwärzten Wand zu sehen.

    Überraschenderweise trifft Pirtho die Helden und erkennt sie, setzt sich zu ihnen. Er trägt eine Adeptenrobe liebfeldischen Schnitts und, nach seiner aktuellen Tätigkeit befragt, erklärt er für einen reichen Händler aus Warunk zu arbeiten. Die Helden wollen genaueres wissen, Pirtho schlägt daher vor dass sie ihn auf sein Zimmer begleiten wo man ungestört sprechen könne. Auf dem Weg in den ersten Stock kommen die Helden durch einen Gang in dem Ölgemälde und Büsten verschiedene Magier darstellen – z.B. Taniya Alhinja die 488 BF die Magierakademie gründete, ein Bild zeigt Rakaton den Älteren – und eine Büste von Gerion Eboreus Eberhelm Rottnagel, der offenbar vor ca 20 Jahren hier Spektabilität war (erstaunt erkennen die Helden den Scharlatan wieder dem sie in Beilunk geholfen haben).

    Pirtho erzählt ihnen, dass Gerion ein Schüler von Rakaton dem Älteren war und als dessen Assistent große Forschungen im Bereich der Illusionsmagie hier an der Akademie geführt hat bis er schließlich zum Akademieleiter berufen wurde. Seine Frau fuhren mit seinen Kindern mit einem Schiff ins Bornland zu ihrem kranken Vater und kamen durch ein Schiffsunglück um. Gerion hatte während seiner Tätigkeit als Spektabilität seiner Familie sehr wenig Zeit gewidmet und beschloss deswegen sich nicht mehr der Magie zu widmen, seine Forschungen aufzugeben, das Haus zu verkaufen und durch die Lande zu ziehen. Danach übernahm Felinda von Mendena die Leitung der Akademie bis diese durch den Brand zerstört wurde.

    Im ersten Stock, in dem früher die Studierzimmer waren, sind nun luxuriöse Hotelzimmer eingerichtet. Pirtho führt die Helden in sein Zimmer und bietet ihnen einen Platz an.

    Er unterhält sich recht erfolgreich mit den Helden und weder Dariyon noch Praiala fühlen sich im Stande ihm nicht auf seine Fragen zu antworten. Erst als Alawin sich in das Gespräch einmischt und selbst Fragen zu Xeraan stellt, scheint Pirtho etwas abgelenkt zu werden. Er erzählt, dass Xeraan Tobrien beherrschen will, seine Pläne aber noch viel größer sind.
    Der finstere Magier bezahlt angeblich die Heiler dafür, dass die Überlebenden des Brandes an der Magierakademie krank bleiben und nach und nach sterben werden.
    Die entführten Kinder sollten sich laut Pirtho in Warunk aufhalten.

    Die Helden verabschieden sich und zahlen ihre Zeche, gehen hinaus – Dariyon kehrt zurück, da er Pirtho nach Büchern fragen will die vielleicht den Brand überstanden haben. Pirtho schlägt vor, dass die Helden zum Abendessen wieder herkommen und danach würde er mit ihnen die Überbleibsel sichten die den Brand überstanden haben.

    Alawin sucht mit Valpo den Rondratempel auf, der auf Burg Talbruck anzufinden ist. Auf der Brücke über die Tobimora sehen die beiden eine Plakette im Angedenken an die Zerstörung der Steinbrücke durch “Efferds Wutgeschrei” – sie wurde aber wieder vollständig aufgebaut.

    Praiala besucht den Praiostempel, Dariyon den Tsatempel – dieser ist eine Mischung aus Kloster und Waisenhaus mit einem schönen großen Garten und Spielgerät für die Kinder, aber wenigen Kindern.

    Am Abend nach dem Abendessen geht Pirtho mit den Helden zu einem Lagerhaus im Hafenviertel. Dort zeigt er ihnen die Bücher – für Dariyon ist leider nichts interessantes dabei – aber auch eine Reisetasche mit dem “Anti-Ungeheuer-Kit” eines “Ludo von Hellsingen” (wie ein graviertes Bronzeemblem verrät). Darin befinden sich verschiedene Waffen und Mittel zum Kampf gegen übernatürlich Kreaturen. Die Helden erwerben die Tasche um 70 Dukaten.

    Die Gruppe verabschiedet sich von Pirtho und übernachtet am Schiff, das um Mitternacht mit der Flut ablegt.

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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    An Bord der Nixe von Boran, Vor der Küste Tobriens, Tobrische See

    Das Wetter ist sonnig. In der leichten, warmen Brise nimmt die Nixe von Boran etwas Fahrt auf.

    Kapitän Turijian sucht die Helden auf und fragt ob sich ein Heiler unter ihnen befindet. Der erste Maat, Torjin, ist erkrankt. Er liegt im Fieber, der Kapitän hat Angst, dass sich – ohne sachgemäße Behandlung – Brabaker Schweiß unter der Mannschaft ausbreiten könnte.

    Praiala und Dariyon nehmen sich der Sache an und untersuchen Torjin, der in einer kleinen Kabine eingesperrt in einer Koje liegt. Er fiebert vor sich hin und scheint unter Wahnvorstellungen und Angstzuständen zu leiden, weswegen der Kapitän ihn einsperren ließ.
    Die Helden kommen zu dem Entschluss, dass er tatsächlich am Brabaker Schweiß erkrankt ist und verabreichen ihm Guldmondtee um sein Fieber zu senken.
    Eine Stunde später ist Torjin’s Fieber deutlich gesunken und er ist ansprechbar. Praiala erfragt ob er sich vorstellen kann wo er sich angesteckt hat worauf Torjin eine Kurtisane im Hafenviertel von Mendena erwähnt.
    Der Maat ist trotz allem noch sehr ermattet und fiebrig, die Helden einigen sich darauf ihm einen eingelegten Donfstengel zu verabreichen, welcher auch die Auswirkungen des Fiebers lindern soll.

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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    An Bord der Nixe von Boran, Vor der Küste Tobriens, Tobrische See

    Ein kühlerer Wind von Norden treibt dichte Bewölkung heran, die Nixe von Boran kreuzt entlang der Küste weiter nordwärts.

    Praiala und Dariyon kümmern sich weiter um den ersten Maat, Torjin, der das Bett hütet und regelmäßig mit Gulmondtee und Donfstengel versorgt wird.

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    1013 BF
    Über Mendena nach Vallusa
    An Bord der Nixe von Boran, In der Mündung der Misa nahe Vallusa, Tobrische See

    Die Wolken sind weiter gezogen und der Nordwind abgeflaut. Nur eine warme, leichte Brise weht von Osten.

    Die Nixe von Boran erreicht noch in der Dämmerung die Mündung der Misa. Die gewaltigen Stadtmauern von Vallusa sind bereits voraus zu erkennen. Die Stadt steht auf einer felsigen Insel in der Mitte der Flussmündung, zwei Brücken verbinden die Stadt mit dem nördlichen und dem südlichen Festland.

    Trotz der schlechten Sicht lenkt der Steuermann die Nixe in die Misa, Richtung Hafen. Plötzlich erbebt das Schiff als es auf Grund läuft. Nachdem sich die erste Panik gelegt hat erklärt der Kapitän, das es keinen Grund zur Besorgnis gibt, die Nixe von Boran ist nicht Leck geschlagen und sitzt nur auf weichem Untergrund auf. Man wird wohl warten müssen bis die Flut das Schiff freispült.

    Im Laufe des Vormittags ist mit der Ebbe zu erkennen, dass die Nixe im Watt festsitzt.
    Kapitän Turijian bittet die Helden durch das Watt nach Vallusa zu wandern um einen Lotsen zu organisieren der das Schiff in den Hafen navigieren soll, da der Steuermann sich die Anfahrt nach dem morgendlichen Ungeschick nicht zutraut.

    Alawin, Dariyon und Valpo werden an der Bordwand abgeseilt und machen sich ohne Rüstungen oder schwere Ausrüstung auf den Weg. Alawin hat als einziger, Aufgrund seiner Herkunft aus Havena, ein wenig über die Gefahren des Watts gehört. Er drängt seine Begleiter zur Eile damit sie nicht von der zurückkehrenden Flut überrascht werden.
    Als besonders gefährlich stellen sich die breiten Priele heraus, Wasserläufe die beim Entwässern durch die beginnende Ebbe entstehen. Durch die ständige Bewegung des Schlicks ist der Untergrund hier trügerisch und meist so weich, dass man schnell komplett darin versinken kann. Um dieser Gefahr zu trotzen legen sich die Helden flach auf den Bauch und robben durch die weichen Schlick um nicht zu versinken.

    Komplett verdreckt und nass erreichen die drei schließlich das tobrische Stadttor von Vallusa. Nach einer Reinigung im Wasser der Misa und einer geringen Zollabgabe betreten die Helden die Stadt.

    Vorbei am Hotel “Tobrischer Hof” geht es den Brückenstieg entlang. Erstaunt stellen die Helden fest, dass die Häuser der Stadt meist sechsstöckig gebaut sind, die engen Gassen dazwischen wirken wie finstere Schluchten. Wegen des beschränkten Platzes auf der Insel sind die Häuser so ungewöhnlich hoch gebaut und sehen fast wie Türme aus.
    Am “Haus der Rahja” wenden sich die Helden nach Osten in die Marktstraße, eine breite Straße, beinahe ein langgezogener Platz, der in verschiedene Segmente unterteilt ist. Es geht vorbei am Krautmarkt (auf dem Obst, Gemüse, Blumen aber auch Heilkräuter angepriesen werden), durch den Holzmarkt (wo neben Brennholz auch Kohle Absatz findet), dem Brotmarkt, dem Eier- und Geflügelmarkt, dem Eisenmarkt (auf dem Werkzeuge aber auch die eine oder andere Waffe angeboten werden), bis zum Fischmarkt.

    Hier halten die Helden nach einer Gasse nach Süden ausschau um zum Hafen zu gelangen. Schließlich durchqueren sie eine große Auktionshalle in der gerade die Ladung der Dhao “Alabastra”, eines maraskanischen Fischkutters, versteigert wird. Durch einen unangenehmen Zufall bietet Dariyon ungewollt 240 Witten für die fünf Quader Langschwanz-Thunfisch aus dem Maraskansund, wird jedoch glücklicherweise gleich wieder von Kaufherren Ouvensen überboten.

    Im Hafenviertel angekommen organisieren die Helden einen Lotsen bei der Hafenmeisterei und setzen mit ihm in einem kleinen Segelboot zur Nixe von Boran über.
    Nachdem das Schiff von der Flut freigespült wurde steuert es der Lotse in den Hafen.
    Die Helden bezahlen den Rest der Überfahrtskosten und verabschieden sich von Kapitän Turijian. Nachdem ihre Pferde und Habseligkeiten abgeladen wurden machen sich die Helden am späten Nachmittag auf den Weg in die Stadt um eine Unterkunft zu suchen.
    Beeindruckt von der gewaltigen, zwanzig Schritt hohen Mauer, mit der Vallusa Efferd’s Zorn trotzt, bummeln die Helden durch die Straßen und bewundern die Bauwerke.

    Am Zwergenplatz sticht das Markgrafenschloss hervor. Bemerkenswert sind jedoch auch das Gerichtsgebäude, der Kontor der Nordlandbank, der von Gärten umgebene Perainetempel, die verwaiste Halle der Rondra welche nur noch als Zeughaus Verwendung findet, sowie der seit langem geschlossene ehemalige Schwertschule des Erm Sen. Vor der Schwertschule bemerken die Helden eine steinerne Statue von vier Wölfen welche einst zum Dank an die Kriegergöttin Rondra errichtet wurde nachdem mittelreichische Ritter einer Wolfsplage im Umland Herr werden konnten.

    Ganz besonders beeindruckend ist jedoch der Feuerturm (das Wahrzeichen der Stadt und auch der Leuchtturn und Ingerimmtempel). Hier steigen die Helden hoch über die Mauern der Stadt empor. Der anstrengende Aufstieg wird durch einen herrlichen Blick über das vallusanische Umland belohnt.

    Einige Meilen südöstlich erkennen die Helden eine Burg. Der Ingerimmpriester erklärt, dass es sich dabei um eine Festung des Ordens der Heiligen Ardare zu Arivor handelt, einem Orden der Rondrakirche.

    Eine zweite Burg lässt sich einige Meilen nördlich von Vallusa erkennen. Auch hier kann der Priester erklären, dass es sich um eine Ordensburg der Grauen Stäbe handelt, der bewaffnete Garde und Inquisition der Große Graue Gilde des Geistes (der grauen Magiergilde).

    Als die Helden nach dem Turm des Magiers Taphîrel ar’Ralahan fragen, zuckt der Geweihte mit den Schultern und verweist auf die Schenke “Schlange und Federkiel” welche sich gegenüber des Hotels “Tobrischer Hof” befinden soll.

    Da es bereits dunkel wird machen sich die Helden auf den Weg durch die Stadt zu besagtem Hotel. Dabei durchqueren sie die Marktstraße in der nun Marktschreier für verschiedene Schenken und Taverne Werbung machen.

    Plötzlich wird Alawin von der Seite angesprochen. Ein Mann, er stellt sich als Hesindion Treufusz, Besitzer von Treufusz’ kuriosem Buchmarkt vor, bittet Alawin ihn bei einem Duell zu vertreten. Wie sich herausstellt hat ein Bornländischer Adeliger seiner bildhübschen Tochter Rahjinna in den Schritt gegriffen, woraufhin diese dem Mann eine saftige Ohrfeige verpasste. Der Bornländer verlangte daraufhin von Hesindion, dass er seine Tochter gefälligst maßregeln sollte, woraufhin er den Mann einen “geilen bornischen Elch” nannte und ihn des Ladens verwies. Daraufhin forderte der Bornländer Hesindion zum Duell aufs erste Blut welches Morgen bei Sonnenaufgang am Zwergenplatz stattfinden sollte.
    Hesindion befürchtet von dem Bornischen Ritter, namens Baumdragoslav Baernsen, im Duell erschlagen zu werden und bittet Alawin innständig für ihn zu kämpfen. Im Gegenzug würde er sich natürlich erkenntlich zeigen.
    Alawin willigt ein und verspricht bei Sonnenaufgang am Zwergenplatz zu sein.

    Die Helden stellen ihre Pferde im Stall des Tobrischen Hofes unter und mieten sich ein Zimmer für eine Nacht. Danach begeben sie sich gegenüber in die Schenke “Schlange und Federkiel” wo sie zu Abend essen.
    Dariyon findet heraus, dass sich allabendlich im ersten Stock der Schenke ein Zirkel Magiekundiger und Hesindegläubiger trifft, um sich über ihre Studien, Forschungen und vielerlei mehr auszutauschen.
    Auch findet sich hier ein kleiner Hesindeschrein, an dem die Mitglieder des Zirkels ihre Gebete halten.

    Als die Helden nach dem Essen ins Obergeschoß hinaufsteigen werden sie von den gebildeten Gästen erkannt und freundlich aufgenommen. Sie werden ordentlich bestaunt und bewundert, man lädt sie zu Bier, Wein und Schnaps ein. Die Helden hatten es bislang nicht für möglich gehalten, dass Magier so ausgelassen feiern können, werden aber fröhlich eines besseren belehrt.

  • Zu Besuch bei Erzmagus Taphirel
    RAH
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    1013 BF
    Zu Besuch bei Erzmagus Taphirel
    Freie Stadt Vallusa

    Alawin, der im Hotelzimmer im Tobrischen Hof übernachtet hat, macht sich im Morgengrauen auf den Weg zum Zwergenplatz.
    Hoch zu Roß reitet er, gefolgt vom Schneidergesellen Valpo, durch die, bereits zu dieser frühen Stunde, wohl gefüllte Marktstraße.
    Am Zwergenplatz erwartet ihn bereits Hesindion Treufusz und seine hübsche Tochter, beide wirken sichtlich erleichtert als sie Alawin erkennen.

    Wenig später trifft auch der bornländische Hühne, der in Rüstung und Felle gehüllte Krieger Baumdragoslav Baernsen, ein. Um die beiden bildet sich ein Kreis von Schaulustigen und Valpo versucht für Alawin Stimmung zu machen.
    Der Bornländer, der über größere Kraft und die schwerere Waffe verfügt, bedrängt Alawin merklich doch durch ein geschicktes Manöver gelingt es Alawin seinen Gegner hart am Bein zu treffen und so das Duell für sich zu entscheiden.

    Der Buchhändler ist überglücklich seine Ehre, und die seiner Tochter, gerettet zu sehen und bittet Alawin und Valpo in sein bescheidenes Heim, das sich über dem Geschäft befindet.
    Nach einem Glas Wein und einem Plausch schenkt Herr Treufusz Alawin ein altes Buch namens Tanz der Klinge, verfasst von dem berühmten Schwertmeister Erm Sen, der einst die Schwertschule hier in Vallusa gründete bevor er nach Ysilia ging um dort zu lehren. Als Alawin mehr über Erm Sen wissen möchte erzählt Hesindion was er über dessen Geschichte gelesen hat.

    Das Leben des Steppenwolfs

    Der nivesische Schwertmeister Erm Sen, genannt Steppenwolf oder Wolfsritter, diente seiner Zeit im ersten Khômkrieg unter Kaiser Eslam IV. (vor ca. 250 Jahren) in der Wüstenlegion. Wegen seines militärischen Talents wurde er bis zum Oberst befördert und gehörte zum Stab Marschall Oswalds von Waldenstein. Bekanntheit erlangte er auch durch die Gründung des Kaiserlichen Kamelkorps. Wegen seiner Verdienste wurde er nach dem Khômkrieg zum Ritter geschlagen. Nach der Militärzeit gründete er in Vallusa eine Fechtschule, verließ die Stadt aber nach wenigen Jahren wieder und unterrichtete danach an der Fechtschule von Ysilia, wo er den Ysilischen Wolfsbiss lehrte. Vier Jahre später verließ er Ysilia wieder, danach verliert sich seine Geschichte in den Schatten der Vergangenheit.

    [collapse]

    Alawin sieht sich danach noch im Buchladen um und findet einige Bücher die vielleicht für Dariyon interessant sein könnten.

    Treufusz kurioser Buchmarkt

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    Schließlich macht er sich auf die Suche nach seinen Kameraden und findet sie in der Taverne Schlange und Federkiel in der die Helden letzten Abend gefeiert hatten.
    Im Schankraum machen gerade die junge Halbelfe Miriedzhel und der junge Tappel sauber. Alawin weckt die schwer verkaterten Helden die noch im Schankraum ihren Rausch ausschlafen. Nach einer Waschung und einem Frühstück fühlen sie sich etwas besser. Dariyon erfragt von Miriedzhel, dass sie den Weg zu Taphîrel kennt und macht mit ihr aus, dass sie sie morgen zu seinem Turm führen soll.

    Schließlich erzählt Alawin von seinem Duell und Treufusz‘ kuriosem Buchmarkt. Da Dariyon sehr interessiert ist die Bücher zu sehen machen sich die Helden auf den Weg dorthin. Hesindion Treufusz freut sich die Helden zu sehen und Dariyon vertieft sich sogleich in den Werken über Magie.
    Als Alawin Rahjinna, Hesindion’s hübsche Tochter, fragt ob sie ihm eine Führung durch die Stadt geben könnte, ist diese sogleich Feuer und Flamme.
    Xolame schließt sich den beiden an und so führt Rahjinna die beiden zuerst über den Markt und zu verschiedenen Spirituosenhändlern. Als Xolame im Getümmel des Marktes den Anschluss verliert zeigt Rahjinna Alawin den Blumengarten des Perainetempels, den Traviatempel und schließlich den Rahjatempel, mit seinen romantischen Lichtern und Liebesliedern.
    Gegen Nachmittag kehren die beiden zurück und die Helden werden bei den Treufusz’s zum Abendessen eingeladen.
    Dariyon kauft einige Bücher, namentlich, das Buch der MachtGeheimnisse des Lebens (in sehr schlechtem Zustand aber dafür zum halben Preis) und Die Bewohner der Anderswelt.
    Für die Gruppe kaufen die Helden noch das Lexikon der tobrischen Kräuterkunde und den Groschenroman Ein Praiosgeweihter und andere Katastrophen.
    Nach dem Abendessen kehren die Helden zum Tobrischen Hof zurück, nur Alawin bleibt noch länger und kommt später nach.

    RAH
    18
    1013 BF
    Zu Besuch bei Erzmagus Taphirel
    Freie Stadt Vallusa

    Die Tobrische Brise weht beständig von Osten und sorgt für einen klaren Himmel als die Helden morgens aus Vallusa aufbrechen.

    Geführt von der Halbelfe Miriedzhel reisen die Helden entlang der Misa flussaufwärts. Nach vier Wegstunden erreichen sie die Misella, einen Bach der in die Misa mündet und folgen diesem entlang der Sümpfe nach Norden. Gegen Mittag erreichen sie den Turm des Erzmagiers.

    Der dunkle, hohe Turm aus großen, öligen, schwarzen Steinblöcken wirkt finster doch die Gruppe wird von den Adepten freundlich eingelassen und in ein bequemes Turmzimmer gebracht wo sie warten bis der Erzmagier sie empfangen kann.

    Taphîrels Adepten Aralea und Damiano

     

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    Taphîrel ar’Ralahan, ein greiser erblindeter Meister der Magie, empfängt die Helden in seinem kuriosen Studierzimmer und beantwortet ihnen einige Fragen.

    Auch er ist, wie der Hochgelehrte Rakorium Muntagonus, der Meinung, daß, aufgrund der Datierung, mit dem Marh der Zwoelfe der Yslisee, ein großer See in Zentraltobrien gemeint ist. Der Erzmagier erzählt, dass es eine Insel im Yslisee gibt, auf welcher der Erdriese Gorbanor lebte. Dieser wurde von den Druiden Tobriens auch der Gewaltge genannt. Gorbanor lehrte dort einst die Druiden welche sich zu besonderen Zeiten auf seiner Insel versammelten doch Gorbanor verschwand irgendwann spurlos.

    Nach dem Verschwinden Gorbanors untersuchten auch verschiedene Gildenmagier dessen Heimstatt und fanden darin einen Zugang zu einem Unterirdischen Komplex von titanischen Proportionen. Auch Taphîrel betrat die Insel seinerzeit und stand vor den gewaltigen, verschlossenen Toren. Aus den uralten Inschriften konnten die Weisen enträtseln dass es sich um ein Bauwerk, genannt Kvalduar handelt.

    Der Erzmagier lehnt sich seufzend zurück und erzählt: “Jahrtausende lang lag Kvalduar in von Sterblichen unberührtem Schlaf, fernab von ihren Sorgen, Nöten und Streitigkeiten.
    Seit jedoch der Komplex entdeckt wurde steht unter den Gelehrten die Frage im Raum, welchem Zwecke er ursprünglich dienen sollte.
    Manche glauben, Kvalduar sei ein unterirdisches Monument, erbaut zum Ruhme seiner Schöpfer, andere wiederum halten es für eine Schatzkammer, in der unzählige Schätze versteckt liegen, vielleicht sogar die Relikte des Erdriesen selbst.

    Sie haben sich geirrt.

    Hinter den Toren liegen keine Ruhmeshallen, keine Schatzkammer und auch nicht die endgültige Antwort auf die Geheimnisse des Gewaltgen.
    Alles, was diejenigen erwartet, die es wagen, einen Fuß nach Kvalduar hineinzusetzen, ist ein Grauen, welches selbst der Gewaltge nicht zu vernichten wagte, etwas Böses, das er lediglich… in Schach hielt.”

    Nachdem die Helden dem Erzmagus über die Anhängerschaft des Namenlosen Gottes berichten und, dass diese bereits erfahren haben, dass die von ihnen gesuchte Waffe sich in der Heimstatt des Gewaltgen befinden könnte drängt der Erzmagier die Helden zur Eile.

    “Wenn die Anhänger der Dreizehnten den Text in die Finger bekommen haben ist es nur eine Frage der Zeit bis sie Kvalduar stürmen werden.
    Ihr müsst vor ihnen dort sein. Und das was Gorbanor zur Obhut übergeben wurde finden.
    Bringt es fort und findet eine neue Ruhestätte wo sie es niemals finden werden.”

    Wie man die Tore Kvalduars öffnen könne weiß Taphîrel leider auch nicht, dennoch scheint es ihm die einzige Möglichkeit zu sein danach zu suchen.

    Während sich die Helden mit dem Erzmagier unterhalten fliegt plötzlich ein Roter Maran den Balkon des Turmzimmers an und landet dort. Der Maran beginnt sich zu verwandeln und schließlich betritt Tejeran, ein maraskanische Magier, und Freund von Alawin und Idra, das Studierzimmer.

    Nach einer herzlichen Begrüßung berichtet Tejeran über eine gewaltige magische Verwüstung in einem tobrischen Dorf. Augenzeugen zufolge erschien ein roter Stern am Firmament und danach stieß eine Feuerlanze aus dem Himmel herab und vernichtete das Dorf in einer plötzlichen Feuersbrunst. Wer sich im Dorf befand und nicht rechtzeitig fliehen konnte wurde bei lebendigem Leibe verbrannt.

    Taphîrel wirkt bestürzt und als die Helden die Verbindung zwischen dem Orden des Ersten und dem Kult des Namenlosen aufklären bietet Tejeran an die Gruppe zu begleiten.

    Der Erzmagier lässt sich von Tejeran die Seltsame Steinkugel mit Drakned-Glyphen aus dem Hort der Riesenlindwürmin Shirchtavanen bringen, aktiviert einige der magischen Zauberglyphen als kenne er das Artefakt genau und erklärt dem maraskanischen Zauberer wie er die Kugel korrekt aktivieren kann.

    “Wenn ihr in ärgster Bedrängnis seid, und die Waffe des Feindes oder euer eigenes Leben retten müsst, benutzt die Kugel und sie wird euch an einen sicheren Ort tragen.”

    Die Magier Dariyon und Tejeran werden von Meister Taphîrel bis spät in die Nacht in dem Zauber Gedankenbilder unterrichtet. Mit dieser Formel sollte es den Helden möglich sein sich gegenseitig telepathische Botschaften zukommen zu lassen.

    Erschöpft fallen die beiden Zauberer schließlich ins Bett.

  • Durch die Misafelder gen Westen
    RAH
    19
    1013 BF
    Durch die Misafelder gen Westen
    Im Mondturm, an der Misella nahe Vallusa

    Die Helden brechen bei gutem Wetter auf um nach Ysilia zu Reisen. Ihr Ziel: Der Yslisee und darauf die Insel des Erdriesen Gorbanor.

    Der Weg führt die Gruppe durch die Schilfbewachsenen Misafelder flussaufwärts. Gegen Mittag treffen sie einen reisenden Angroschim. Andrasch Sohn des Dabrasch ist ein reisender Handwerker und bietet den Helden an ihre Waffen zu schleifen und auszubessern. Die Helden machen Rast und Xolame nimmt das Angebot des Zwerges an und lässt von ihm ihren Felsspalter schleifen.

    Nachmittags können die Helden im Norden die schneebedeckten Gipfel eines großen Gebirges erkennen. Schroff und stark zerklüftet ragen die granitenen Formationen in den Himmel empor. “Die Drachensteine”, erklärt Tejeran, der in den letzten Monate für Meister Taphîrel einen großen Teil Nordtobriens bereist hat.

    Gegen Abend erreichen die Helden die befestigte Zeltstadt Schilfsend. Dieses Lager für Waldarbeiter ist einerseits Umschlagplatz für den Holztransport da das in der Gegend geschlagene Holz hier über die Misa nach Vallusa geflößt wird, aber auch ein Sammelpunkt für Holzfäller, und Jäger.

    Die Helden übernachten in der Taverne “Zum Letzten Sumpfpiraten” vor der an einem schiefen Baum zwei Eisenkäfige baumeln in denen noch die Leichen zweier Sumpfpiraten den Krähen als Mahl dienen.

    RAH
    20
    1013 BF
    Durch die Misafelder gen Westen
    Schilfsend, Tobrien, Mittelreich

    Während der Nacht hat der Wind gedreht. Ein stetiger Nordwind bläst kalte Luft aus den Bergen herab. In den Schilfgürteln um die Misa und den nahegelegen Wäldern hat sich dichter Nebel gebildet.

    Die Helden brechen von Schilfsend aus auf und folgen dem Weg gen Westen in den Hardenwald. Nicht lange nachdem die Gruppe den dichten Forst betreten hat bemerken sie dass sie verfolgt werden.
    Als die Helden stehenbleiben, und sich vor den im Nebel nur schemenhaft erkennbaren Gestalten verstecken, schießt plötzlich etwas auf Tejeran zu. Bellend springt ein großer nivesischer Steppenhund den Magier an und reißt ihn zu Boden. Wie sich herausstellt ist es Tejeran’s Hund Djûaziber den der Zauberer im Turm des Erzmagiers zurückgelassen hatte. Zwei weitere Gestalten die aus dem Nebel kamen sind die Adepten Taphîrels, Aralea und Damiano.
    Nachdem die Gruppe feststellen musste, dass die Adepten mehr oder weniger ohne Einverständnis ihres Meisters losgelaufen sind, sich aber auch nicht wegschicken lassen, nehmen sie den Weg nach Westen wieder auf.

    Gegen Mittag machen die Helden eine Verschnaufpause. Im dichten Hardenwald hat sich der Nebel auch jetzt noch nicht aufgelöst.
    Die Helden bemerken nahe des Rastplatzes eine große Blutulme und wundern sich darüber dass der Baum, der normalerweise nur alleinstehend und nicht in Wäldern zu finden ist, hier im dichten Wald wächst. Als der Schneider Valpo Zwirnlein hört, dass es sich um eine Blutulme handelt für dessen Kernholz Magier viel Geld bezahlen, zückt er das Beil. Dariyon, untersucht gerade die herabhängenden Samen des Baumes als dieser plötzlich mit einem Ast nach ihm ausschlägt. Valpo wird von einer Wurzel zu Boden gezogen und eingequetscht, Tejeran verwandelt erschrocken seinen Stab in ein Flammenschwert und wird ebenfalls von den Wurzeln eingeklemmt.
    Als Dariyon seinen Gefährten befiehlt von weiteren Angriffen abzusehen und den Baum, den er als Waldschrat erkennt, anspricht kann er diesen dazu bewegen mit den Helden zu sprechen.

    “Mandladhah, Nuyanea!”, knarzt der alte Baum als die Menschen sich nicht weiter wehren.
    Aralea, die Adeptin des Erzmagiers, antwortet als erste: “Sanyasala, vilayiama!”.

    Tejeran, der als einziger von den Helden neben Aralea das Isdira beherrscht, versucht dem Baumhirten zu erklären, dass sie keineswegs böse Absichten hegen, auch wenn der Waldschrat natürlich anderes vermuten musste. Da der Baumhirte sehr sehr langsam zu denken scheint kostet es die Helden einige Nerven bis dieser schließlich meint der “große Itzpuck” werde entscheiden ob sie tatsächlich Freunde der Natur seien. Dieser stellt sich dann als ein stattliches sprechendes Eichhörnchen heraus, das schließlich beim Waldschrat ein gutes Wort für die Helden einlegt, woraufhin dieser die unter den Wurzeln eingesperrten Helden freilässt.

    Die Helden reisen schließlich weiter durch den Hardenwald und erreichen Abends die Ortschaft Derdingen wo sie in der Herberge “An der krummen Linde” übernachten.

    RAH
    21
    1013 BF
    Durch die Misafelder gen Westen
    Derdingen, Tobrien, Mittelreich

    Morgens regnet es bereits stark vom wolkenverhangenen Himmel. Die Helden brechen auf und durchreisen die südlichen Ausläufer der Drachensteine weiter nach Westen als ihnen ein Trupp Ordenskrieger des Ordens des Ersten entgegenkommt. Da die Abenteurer sich nicht durch Verstecken verdächtig machen wollen bleiben sie auf dem Weg wo sie schließlich mit den Ordenskriegern zusammentreffen.
    Die Anführerin der Krieger, die Ritterin Leulind von Greifenholz – gutaussehend, langes Haar, geschminkt, etwas einfältig, in ein langes Kettenhemd gekleidet – befragt die Helden nach ihrem woher und wohin, lässt sie jedoch schließlich ziehen.

    Mit dem starken Niederschlag ist eine Mure abgegangen und hat den Weg verschüttet. Die Gruppe entschließt sich den Steilhang großräumig zu umgehen und dringt dabei tiefer in das Gebirge vor. Gegen Mittag suchen die Helden schließlich einen Platz für eine Rast und suchen in einer unbewohnten Höhle Schutz vor dem Regen. Sie entscheiden sich jedoch nicht tief in die Höhle einzudringen sondern direkt im Eingang zu bleiben.
    Während die Meisten sich mit dem Proviant, dem Versorgen der Pferde oder dem Untersuchen der Höhle beschäftigen, hält Alawin Wache.
    Aufgrund des lauten, strömenden Regens kann dieser jedoch kaum etwas hören und so kommt es das plötzlich eine Horde Goblins in den Eingang der Höhle stürmt. Bewaffnet mit Speeren und in dreifacher Überzahl setzen diese den Helden sehr zu und nur unter Aufbietung aller Kräfte können sie zurückgeschlagen werden.

    Beim Durchsuchen der Leichen stolpern die Abenteurer über den Hinterlauf eines Pferdes den die Goblins wohl mitgeschleppt und beim Angriff fallen gelassen haben. Alawin erkennt darauf das Brandzeichen der Amazonenburg Keshal Rondra, eine Festung der Kriegerinnen im Raschtulswall. Als er schließlich auf einen Goblin stößt der noch am Leben ist befragt er diesen auf orkisch und findet heraus, dass die Goblins am nahelgelegenen “Teufelsschlund” ein herrenloses Pferd gefunden haben, welches sie töteten.
    Als der albernische Krieger erkennt, dass die Ledertasche die der Goblin um den Leib geschnallt hat eigentlich eine Satteltasche ist, untersucht er diese und findet einen blutgetränkten Brief mit dem Siegel selbiger Amazonenburg.

    Die Depesche

    Ew. Königin,

    der Feind entsendet einen großen Verband an Truppen von Warunk aus gen Norden.
    Das Ziel der Truppenbewegung scheint Ysilia sein.
    Der Grund für die Truppenbewegung ist unbekannt.

    9. Rahja 598 nach Kurkum: Planmäßige Errichtung des Feldlagers im Nebelwald.

    11. Rahja 598 nach Kurkum: Vertreibung einer Hand Ritter des Ordens des Ersten aus Viereichen.
    Aufnahme der Priester des Rondratempels von Viereichen auf eigenen Wunsch.

    14. Rahja 598 nach Kurkum: Zerstörung der Brücke über den Haudred.
    Sammlung der Rebellen der Baronie Viereichen.

    Derzeitige Truppenstärke:

    • 1 Schwadron Amazonen aus Keshal Rondra
    • 1 Eskadron Amazonen aus Kurkum
    • 1 Hand Diener der Göttin aus Viereichen
    • 2 Halbbanner Freischärler

    15. Rahja 598 nach Kurkum: Anrücken von Truppen des Ersten Ordens aus Warunk.

    Truppenzusammensetzung:

    • 1 Schwadron Tobrische Reiterei
    • 1 Schwadron Tobrische berittene Bogenschützen
    • 2 Banner Wulfengarde (Leibgarderegiment des tobrischen Herzogs)
    • 1 Lanze Magier

    16. Rahja 598 nach Kurkum: Die Truppen des Ersten beginnen mit der Überquerung des Haudred.
    Nach ersten Erfolgen bei der Verteidigung Rückzug in den Nebelwald.

     

    Hochachtungsvoll,
    Ayshal al’Yeshinna

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    Ohne zu zögern lassen sich die Helden von dem schwer verletzten Goblin zum Teufelsschlund führen.
    Ein tiefer Krater in einem Taleinschnitt auf dessen Grund eine graue, schwefelige Brühe brodelt. Ein Pfad führt im Hang in den Krater hinab und etwas tiefer unten erkennt Alawin einen Höhleneingang. Die Helden steigen dorthin hinab und während Alawin, Tejeran und Xolame tiefer in die Höhle vordringen bleibt Dariyon mit den Anderen bei den Pferden.
    Alawin erkennt hier und da Fußspuren wo der Untergrund etwas weicher ist und meint dass die Abdrücke von Sandalen stammen könnten.

    Schwefelige Dämpfe schießen aus Ritzen im Boden und unheimliche Schatten bewegen sich in der Dunkelheit. Plötzlich ist eine warnende Stimme zu hören: “Menschlinge! Seid gewarnt! Diese Berge sind das Reich Apeps des Ewigen! Kehrt um oder es wird euer Ende sein.”
    Unerschrocken setzen die Helden ihren Weg tiefer in die Höhle fort.

    Schließlich erreichen die Helden den Hort eines Höhlendrachen der mit Knochen und den Überresten verschiedenster Kreaturen bedeckt ist.
    Blutüberströmt und schwer verletzt liegt eine junge Amazone in der Mitte der Höhle. Als diese die Helden bemerkt versucht sie sich aufzurichten.
    Ihr Bein ist jedoch mehrfach gebrochen und ihre Augen durch das Feuer des Drachen verbrannt.

    Alawin und Tejeran beginnen sofort damit die Amazone zu verarzten und sich um ihre Wunden zu kümmern. Wie sich herausstellt ist Damaskandra al’Yeshinna – blonde Löwenmähne, breitschultrig, energisches Kinn, blind, in eine klassische Amazonenrüstung gekleidet – eine Amazone der Amazonenburg Yeshinna, welche sich in den Drachensteinen befindet. Sie erzählt, dass sie von einem Höhlendrachen angegriffen wurde den sie jedoch so schwer verletzen konnte, dass er die Flucht ergriff. Leider hat dieser sie aber auch sehr schwer verletzt und ihr mit seinem Feuerordem sogar des Augenlichts beraubt.
    Gemeinsam bringen die Helden die Amazone zum Eingang der Höhle wo Dariyon mit einem Heilzauber ihre Augen wiederherstellen kann.
    Wieder völlig genesen betrachtet die Amazone bewundernd ihre Retter, welche ihr sogar die Depesche übergeben die sie zu ihrer Heimatfestung bringen sollte. “Herr Phex, du zeigst deine Gnade auf seltsame Weise.”

    Die junge Amazone, Damaskandra, ist dank Tejeran und Dariyon schließlich wieder ganz hergestellt, sowohl ihre Augen als auch ihr Bein konnten von der Heilmagie erneuert werden.
    Die Helden beschließen in der Drachenhöhle zu übernachten, da die Alternative – die Goblinhöhle – noch gefährlicher klingt. Immerhin sind einige der Goblins entkommen und einen weiteren Angriff der Goblins wollen die Helden nicht riskieren, wohingegen sie hoffen, dass der verwundete Höhlendrache in dieser Nacht seine Höhle meiden wird.
    Noch während Alawin und Tejeran in der Höhle waren hat Dariyon den Goblin der die Helden geführt hat, umgebracht und die Leiche beseitigt.

  • Nach Ysilia
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    22
    1013 BF
    Nach Ysilia
    In den Ausläufer der Drachensteine, Tobrien, Mittelreich

    Nach einer wenig erholsamen Nacht in der von Schwefeldämpfen durchzogenen Höhle verlassen die Helden den Teufelsschlund. Draussen regnet es immer noch leichte vom wolkenverhangenen Himmel.

    Die Amazone möchte so schnell wie möglich zur Amazonenfestung Yeshinna reisen während die Helden nach Ysilia wollen. Damaskandra rät den Helden sich bis zum Fluss Tizam durchzuschlagen und dann diesem flussabwärts zu folgen bis sie nach Perainefurten kommen. Von dort aus gibt es dann gut bereiste Handelswege.
    Da das Pferd der Amazone von den Goblins getötet wurde bietet Idra an, dass sie mit Damaskandra nach Yeshinna reitet. Auch Tejeran begleitet die beiden zusammen mit seinem Hund. Als Valpo hört, dass sie zu einer der geheimen Amazonenfestungen reisen wo die kriegerischen Frauen zurückgezogen in den Bergen unter Ausschluss jeglicher Männer leben, ist er sofort mit dabei.
    Damaskandra erklärt, dass die Gruppe bis zum Tizam gemeinsam reisen kann da sich erst dort ihre Wege trennen werden.

    So brechen die Helden gemeinsam auf. Das Wetter ist weiterhin bedeckt mit leichtem Niederschlag. Ab und zu sieht man etwas von den Bergen deren Gipfel teils sehr seltsame Formationen sind. Berge die wie Pyramiden oder Tafelberge aussehen, spitze Kegel… das Gebirge, die Drachensteine, wirken als wären sie nicht gänzlich natürlich geformt worden.
    Während des Marsches erklärt Damaskandra, die Amazone, die kuriosen Namen der bedeutendsten Berge die sie erblicken.
    Während des ganzen Vormittags können die Helden keinerlei Anzeichen auf Menschliche Bewohner erblicken, das Gebirge wirkt unheimlich menschenleer.

    Gegen Mittag sind die Helden über ein Hochplateau auf dem Weg und treffen zum ersten Mal einen Menschen – eine hagere Frau mit Eslamszopf und einfacher Reisekleidung, die mit einer art optischem Gerät auf einem Dreibein hantiert – und sich als Landvermesserin herausstellt.

    Die Helden reisen weiter – an seltsamen Formationen aus Granit und über Steinbrücken, die Plateaus verbinden. Als die Helden ein Nachtlager aufschlagen und gerade erst zur Ruhe gekommen sind, ist ein seltsames Jammern zu hören.
    Alawin, Tejeran und Praiala brechen mit einer Sturmlaterne auf um nach der Ursache des Geräusches zu sehen – aber sie kommen gar nicht weit, da das Geräusch von den Steinen widerhallt und die Ursache nicht leicht auszumachen ist.
    Die Helden rufen danach – aber das Jammern wird nur zu einem elendiglichen Winseln  – aber sie können nach wie vor nicht herausfinden woher es stammt.
    Die Helden kehren unverrichteter Dinge wieder um – kurz bevor sie das Lager erreichen wird das Winseln zu einem durchgehenden Kreischen, schriller und lauter, ehe der Ton abfällt und zu einem dumpfen, dröhnenden Brüllen wird.
    Es ist sehr unheimlich und klingt, als würde ein Drache um das Lager wandern – die Tonlage ändert sich, wird brüllender oder auch schriller.
    Die Helden finden diese Nacht nicht wirklich Schlaf und sind von der Reise durch das Gebirge sehr erschöpft.

    RAH
    23
    1013 BF
    Nach Ysilia
    Drachensteine, Tobrien, Mittelreich

    Dariyon und Praiala fühlen sich völlig Erschöpft, Alawin und Xolame sind ebenfalls schon sehr ausgelaugt, halten sich aber vergleichsweise noch gut.
    Da das Wetter gegen Morgen eher schlechter als besser geworden ist brechen die Helden sehr erschöpft auf. Bei starken Sturm und Wolkenbruch versuchen die Helden sich durch das Gebirge zu schlagen.

    Die Amazone gibt den Rat, auf den Drachenthron zuzuhalten – der Berg, dem ein Teil der Bergflanke fehlt womit er so aussieht wie der Thron eines Giganten – falls sich die Reisegruppe durch die Witterung verliert.

    Beim Abstieg vom Plateau kommen die Helden in Täler die, im Gegensatz zu den Granitmassiven der Plateaus aus weichem Kalkgestein bestehen. Immer wieder bemerken sie Kavernen und Höhlensysteme die das Wasser durch den Kalkstein gefressen hat. Die Gegend wird dadurch zu einem unüberschaubaren Labyrinth in dem sich die Amazone, den Göttern sei Dank, auszukennen scheint.

    Die erschöpften Helden halten nach einer Lagermöglichkeit Ausschau und sehen einen Durchgang durch eine Felswand und folgen diesem in ein weiteres Tal – der Wind pfeift unheimlich. Dieses andere Tal ist bewaldet und sieht sehr idyllisch aus.

    Die Helden steigen in das Tal hinab um zu rasten. Praiala fällt beim Abstieg zufälligerweise ein toter (und schon zerlegter) Vogel auf – am Bein ist eine Lederhülse befestigt, es dürfte sich um eine Brieftaube handeln. Sie entfernt die Lederhülse und öffnet sie. Darin findet sie ein kleines Pergament.

    Die Nachricht der Brieftaube

    Meine geliebte Mirianne,

    die Reise war beschwerlich aber ich bin dennoch sicher hier in Baliho angekommen. Mein Dienst für seine Hochgebohren, Baron Avon Nordfalk von Moosgrund, wird Ende Travia abgeschlossen sein. Falls es mir möglich ist werde ich versuchen noch vor dem ersten Schnee den Sichelstieg zu überqueren damit wir den Winter nicht getrennt voneinander verbringen müssen.

    Ich vermisse dich sehr.

    Auf ewig dein,
    Radulf

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    Auf der Lederhülse ist eine Prägung zu erkennen die ein Wappen darstellt. Weder Idra noch Alawin erkennen es, Praiala glaubt aufgrund der verwendeten Symbolik, das das Wappen auf der Hülse wohl ein lokales tobrisches Wappen sei, vielleicht einer Baronie oder Grafschaft.
    Auch auf dem Briefpapier ist ein Emblem zu sehen welches jedoch anders aussieht, Dariyon glaubt, dass es ein Siegel eines Ordens oder einer Akademie der Weißen Gilde sei.

    Auf dem Abstieg erkennen die Helden noch groteske Felsen – wie große Mäuler oder Klauen. Im dicht bewaldeten Talgrund angekommen, finden sie einen weichen Moosboden vor – die Bäume sorgen für ein wenig Schutz vor dem Sturm, es ist aber unter dem dichten Blätterdach stockfinster.
    Im Wald finden die Helden einen sehr klaren und tiefen Bergsee und finden schließlich eine kleine Lichtung als passenden Lagerplatz.

    RAH
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    1013 BF
    Nach Ysilia
    Drachensteine, Tobrien, Mittelreich

    Die Helden schlafen bis zum Morgen. Da der Proviant der Gruppe aufgebraucht ist entschließen sie sich nach Nahrung zu suchen. Erste Versuche der Jagd und die Suche nach Früchte tragenden Pflanzen stellen sich als erfolglos heraus. Schlussendlich schaffen es Alawin und Dariyon in dem Bergsee ein paar Fische zu angeln.
    Gegen Mittag verlässt die Gruppe das seltsame Tal wieder und setzt ihren Weg nach Westen fort. Damaskandra führt die Helden an und erst in der Dämmerung erreichen sie den Tizam.

    Da das schlechte Wetter immer noch nicht nachgelassen hat sind die Helden sehr froh als die Amazone sie zu einer verborgenen Jagdhütte führt die wohl zwei Dutzend Amazonen platz bieten könnte. Hier erholen sich die Helden erst einmal und übernachten um sich dann am nächsten Tag in unterschiedliche Richtungen aufzumachen.
    Die Amazone mit Idra, Tejeran und Valpo nach Norden zur Amazonenfestung Yeshinna,
    Alawin, Dariyon, Praiala, Xolame, Damiano und Aralea nach Süden zur Stadt Ysilia.

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    1013 BF
    Nach Ysilia
    Drachensteine, Tobrien, Mittelreich

    Über die Nacht hat sich das Wetter immer weiter verschlechtert. Draußen wütet ein Sturm wie ihn die Helden noch nicht gesehen haben. Blitze zucken über den Himmel und erhellen die Gipfel der Drachensteine. Donner grollt und der Sturm rollt in heftigen Windböen heran. An einen Ritt ist nicht zu denken.
    Da die Helden es dennoch eilig haben führen sie ihre Pferde an den Zügeln den Pfad entlang des Tizam hinunter.

    Schließlich verengt sich das Tal bis es zu einer steilen Klamm wird. Auf der einen Seite geht es mehrere Meter hinunter in den zu einem wütenden Wildbach angeschwollenen Tizam, auf der anderen Seite steigen die felsigen Hänge fast senkrecht empor.
    Als die Gruppe um eine Biegung kommt sehen sie vor sich einen großen stämmigen Gebirgsbock der erst an den Blättern einiger karger Sträucher rupfte, sich aber dann schnaubend den Helden zuwendet.
    Mit den Hufen scharrend und seine mächtigen Hörner senkend droht er den sich nähernden Helden.
    Schlussendlich erfordert es doch einige Anstrengung das wilde Tier zu erlegen und somit den Weg freizumachen.

    Gegen Abend erreichen die Helden schließlich das Dorf Perainefurten wo sich die Helden im Gasthaus “Gleißender Stahl” ausschlafen.

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    26
    1013 BF
    Nach Ysilia
    Perainefurten, Tobrien, Mittelreich

    Als die Gruppe morgens die Pferde sattelt ist der Himmel immer noch größtenteils Bedeckt, der Sturm is jedoch abgeflaut und der Wolkenbruch von gestern ist zu einem leichten Nieselregen übergegangen.

    Nach einem kurzen Gespräch mit dem Wirt entscheiden sich die Helden nicht die breitere, mehr befahrene aber auch längere Route über Erlschwed, Göttertrutz und Kleinwardstein zu nehmen sondern den kürzeren aber weniger frequentierten Weg den Tizam weiter Flussabwärts nach Ebelried.

    Im laufe des Vormittags geht der Nieselregen immer mehr zurück und ein großer Tsabogen spannt sich über die hügelige Landschaft. Irgendwo viel weiter südlich scheinen sich noch die Sturmwolken zu türmen.

    Als die Gruppe Abends in Ebelried ankommen werden sie von einem einheimischen Ritter, Amelthon von Yslistein, seinem Knappen Goswin und dem Bannerträger Orelan am Dorfplatz angesprochen und freundlich nach ihrem Woher und Wohin befragt. Dabei fällt den Helden ein Kastenwagen auf, der den Schriftzug “Grimows wundervolle Paraphernalien” trägt.
    Begleitet von vier bornischen Waffenknechten machen hier die Geschwister Sanja und Daswladan Grimow ebenfalls halt. Als diese Dariyon, Tejeran, Damiano und Aralea sehen kommt die Bornländerin gleich auf sie zu und bietet ihnen ihre kuriosen Waren an.

    Grimows wundervolle Paraphernalien

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    Alawin kauft vom Geld der Gruppe Sanja’s gänzlichen Vorrat an Chonchinismilch-Salbe, einer vor Feuer schützenden Paste die ihm schon gegen die Riesenlindwürmin Shirchtavanen gute Dienste erwiesen hatte. Außerdem erwirbt er eine Hexensalbe mit der es möglich sei einen Besen oder einen anderen hölzernen Gegenstand in ein Satuarisches Fluggerät zu verwandeln, sofern man es in einer Vollmondnacht antwende.
    Die Helden verkaufen den Grimows außerdem ein Fläschchen Antidot, einen Wachtrunk und zwei Arganwurzeln.
    Dariyon erwirbt zudem noch einen mit Praiosgefälligen Symbolen verzierten Bannstab für Exorzismen.

    Schlussendlich übernachten die Helden dann im Wirtshaus “Zur Fee”.

    RAH
    27
    1013 BF
    Nach Ysilia
    Ebelried, Tobrien, Mittelreich

    Die Reise geht bei klarem Himmel weiter gen Süden. Nach dem stürmischen Wetter begrüßen sie Helden die warmem Sommersonne.
    Als schließlich der Yslisee zu sehen ist erkennen die Helden eine gewaltige finstere Wolkensäule die sich über dem See um ihre eigene Achse dreht. Das Gebilde aus schwarzen Gewitterwolken erinnert die Helden an das finstere Naturschauspiel über Greifenfurt als die Orks, mit Hilfe des Druiden Gamba, Arjunoor, den Meister der Orkane, herbeiriefen.

    Eilends erreicht die Gruppe schließlich die Stadt Ysilia, welche sich am Nordufer des Yslisees befindet.
    Aus Gründen der Vorsicht verkleiden sich die Helden als fahrende Heiler, eine Tarnung die zumindest gegen die Orks der Finstermark funktioniert hatte.

    Die Stadtmauern, welche beim Zug der 1000 Oger vernichtet wurden sind immer noch in einem bemitleidenswerten Zustand und auch vielen Häusern sieht man die Zerstörung durch die Menschenfresser noch an.
    Die Stadt selbst ist gefüllt mit Soldaten, vom einfachen Rekruten bis zu Hauptmännern der Wulfengarde des Herzogs. In den Straßen sieht man sieht Weißmagier der Bannakademie Ysilia – genannt der Lehranstalt wider den magischen Lug, Trug und Falschheit, dem Wahren und Guten und dem Aufbau Ysilias verpflichtet. Aber auch Krieger und Praiosgeweihte mit dem Symbol des Ordens des Ersten und sogar ein Trupp von Magiern des Ordens der Wächter Rohals, einem fanatischer Magierorden, des Bund des Weißen Pentagramms, der sich dem Kampf gegen die gesamte dunkle Zauberei verschrieben hat.

    Inmitten dieser geballten Militärmacht, die wohl am Ende dem unheiligen Grafen von Laescadir folge zu leisten hat, fühlen sich die Helden mehr als nur unwohl.

    Als Alawin die Banner derer von Yslistein über der Feste Yslistein erblickt fällt ihm ein, dass es das selbe Wappen ist das auch auf die Lederhülse der Brieftaube geprägt ist. Eigentlich auch das gleiche wie auf dem Banner des Ritters Amelthon, jedoch hatte er diesem gestern keine Beachtung geschenkt.

    Die Helden mieten sich erst einmal in der Herberge “Zur Eisernen Rittersfrau” ein und beratschlagen.

    Abends steigen Alawin und Dariyon noch den Weg zur Feste Yslistein hinauf und können die Nachricht der Brieftaube an das Burgfräulein Mirianne von Yslistein übergeben. Sie unterhalten sich ein wenig mit ihr und erfahren, dass der Orden des Ersten gegen die Hexen hetzt die angeblich diesen Sturm entfesselt haben der über dem Yslisee wütet. Bereits viele Bauern haben ihre Ernte verloren und der Unmut der Bevölkerung und auch des Adels ist groß.

    Bereits in den letzten Tagen wurden immer wieder Fischerboote enteignet, vom Ruderboot bis zur kleinen Segel-Jolle mit denen die Truppen überzusetzen versuchten. Jedoch kehrte keiner davon wieder zurück. Es sei aber nur eine Frage der Zeit bis die Priester und Magier einen Weg finden würden diesen unheiligen Sturm zu bannen und die Hexen zur Verantwortung zu ziehen.

    RAH
    28
    1013 BF
    Nach Ysilia
    Ysilia, Tobrien, Mittelreich

    Es ist weiterhin heiß und Windstill in Ysilia, abgesehen von dem Tornado über dem südlichen Teil des Yslisees.

    die Helden reiten im Eilritt die Uferstraße entlang des Sees nach Süden und erreichen am Abend das Dorf Viereichen. Hier unterhalten sie sich mit einem Bauern der ihnen aus seiner Sicht erzählt was in dem Dorf passierte. Schlussendlich geben sie ihm fünf blinkende Dukaten wofür der Sohn des Bauern sie in den Nahegelegenen Nebelwald führt. Dort treffen sie auf das Feldlager der Amazonen, welche Alawin, dank Schild ‘Verteidiger der Löwin’ und Amazonenross ‘Fanes’ als den Retter ihrer geliebten Hochkönigin Yppolita von Kurkum wiedererkennen.

    Tatsächlich befinden sich in diesem Lager zwei Dutzend Kriegerinnen aus der Amazonenfestung Keshal Rondra unter der Führung ihrer Königin Ayshal al’Yeshinna sowie ein Dutzend Amazonen aus Kurkum und fünf Rondrageweihte aus dem verlassenen Rondratempel von Viereichen sowie eine große Schar Freischärler die sich den Amazonen in ihrem Kampf gegen den Orden des Ersten angeschlossen haben.

    Nachdem die Helden den Amazonen ausnahmslos alles erzählt haben was die Pläne des Ordens betrifft sichert die Amazonenkönigin Ayshal ihnen ihre volle Unterstützung zu. Am nächsten Morgen werde man gemeinsam zum Ufer des Yslisees reiten, vielleicht können die Helden ein Weg finden schnellstmöglich auf die Insel überzusetzen bevor es den Kriegern des Ordens gelingt.

    RAH
    29
    1013 BF
    Nach Ysilia
    Im Nebelwald, Tobrien, Mittelreich

    Noch im Morgengrauen trifft eine ganze Schwadron Amazonen aus Yeshinna im Lager ein. eine solche Streitmacht hätten die Helden sich letzten Winter in Greifenfurt wahrlich herbeigesehnt.

    Mit den Amazonen sind auch Tejeran, Idra und Valpo angekommen und schliessen sich der Gruppe wieder an.

    Gegen Mittag erreichen die gesammelten Truppen das Ufer des Yslisees.
    Dariyon kann mittels Hellsicht herausfinden, dass der ganze Tornado von gewaltiger elementarer Macht durchzogen ist. Eine dämonische Ursache hält er für ausgeschlossen.

    Mittels Gedankenbilder gelingt es dem zyklopäischen Magier den Erzmagier Taphîrel zu kontaktieren.
    Dieser berichtet, dass sich die Sumupriester auf der Insel im Yslisee versammelt haben und mit einem druidischen Beschwörungsritual ein Elementarwesen herbeigerufen haben das einer Naturgewalt gleicht. Cyclonadés der elementare Prinz der Luft, Sohn des Elementarherren und verwüster ganzer Landstriche.

    Da der Orden des Ersten jegliche Fischerboote im und um den Yslisee enteignet hat schlagen die Amazonen vor einen Trupp von Kriegerinnen den Haudred hinauf zu schicken. Die Bewohner der Dörfer dort befahren den Haudred mit langen, flachen Booten um Fischfang zu betreiben. In der Zwischenzeit sollten die Magier einen Weg finden wie es gelingen sollte unbeschadet durch den Sturm zu kommen.

    Während die Zauberer recht verzweifelt nach einem solchen Weg suchen brechen die Amazonen auf.
    Erst Abends kommt Dariyon schliesslich die Idee einen Geist, der ja körperlos und daher vom Wind unbeeinflusst wäre, zur Insel zu schicken um die Druiden zu bitten ihnen die Überfahrt zu ermöglichen.

    Da eine solche Beschwörung nur Nachts möglich ist warten die Helden noch ein paar Stunden bis Dariyon schließlich mit einer Geisterbeschwörung beginnt. Er sucht dafür die windige Uferstraße aus, in der Hoffnung hier eher auf die Seelen verstorbener zu treffen als im dichten Nebelwald.

    Da der Magier bisher nur wenig praktische Erfahrung mit der Beschwörung von Geistern gesammelt hat ist er sehr verwundert als sich, durch das Ritual herbeigerufen, ganze Mengen von gefesselten Seelen um ihn scharen.
    Wie er feststellt befindet er sich in einem Pferch zusammen mit vielen in Lumpen gehüllten Menschen von denen die meisten schwer verletzt oder verstümmelt sind.
    Das gesamte Gatter scheint sich innerhalb eines geisterhaften übergroßen Feldlagers zu befinden in dem sich bewaffnete Oger für eine Schlacht rüsten.
    Als zwei Oger zu den eingesperrten Menschen kommen versuchen diese den schaufelgroßen Händen der Oger zu entkommen. Dabei werden Dariyon und Alawin, die sich als einzige nicht mit den anderen Rangeln um nicht von den Ogern erwischt zu werden, von diesen gepackt.
    Dariyon wird aus dem Pferch gezogen und durch eine Räucherkammer gezerrt in der ganze Menschenleichen für den Transport hergerichtet werden. Es gelingt ihm schließlich den Geist des Ogers mit seinem Magierstab zu verletzen und kann sich schlussendlich auf der Schlachtbank des Menschenfressers entledigen bevor dieser ihn aufschlitzen kann und ihn zum ausbluten aufhängen will.
    Angewiedert schafft es der Magier zurück zu seinem Kameraden zu gelangen der es ebenfalls mit dem Geist des zweiten Ogers aufgenommen hatte.

    Dariyon schlägt schließlich eine Bresche in die geisterhafte Stachelbarriere die den Pferch umgibt in dem die Menschen eingesperrt sind. Er bittet sie ihm zu helfen und den Menschen auf der Insel im Yslisee zu sagen dass Hilfe unterwegs sei, sie sollten dafür aber Morgen zur Mittagsstunde den Wind bitten die Boote passieren zu lassen.
    Danach schlägt er die Barriere gänzlich entzwei und eine ganze Meute gefesselter Seelen ergießt sich über die Wasser des Sees. Schauderhaft wabernd schweben sie über die Wasser dahin in den Sturm.

    Die Helden ziehen sich sicherheitshalber doch in den Nebelwald zurück und harren dort des Morgengrauens.

  • Kvalduar
    RAH
    30
    1013 BF
    Kvalduar
    Im Nebelwald, Tobrien, Mittelreich

    Mit den ersten Sonnenstrahlen verschwinden auch die Geister des Ogerlagers und wenig später ist auch das Trampeln der Hufe der Amazonenrösser zu vernehmen. Gemeinsam machen sich die Helden und die Amazonen auf den Weg nach Viereichen wo sie auf jene Amazonen treffen die mit den Flussbooten der Dörfler den Haudred hinunterfahren.

    Die Helden lassen einen Teil ihrer Ausrüstung bei den Amazonen zurück, auch Valpo und die beiden Adepten bleiben zurück. Die Helden übernehmen eines der vier Boote während sich Amazonen auf die anderen drei verteilen. Da sich pro Boot nur acht Personen ausgehen bleibt trotzdem eine große Zahl von Amazonen am Ufer zurück, mehr Boote konnten sie nicht auftreiben.

    Als die Helden aufbrechen stellen sie rasch fest, dass das Wasser sehr sehr tief und klar ist. Normalerweise würden diese Boote mit Stangen gestakt werden, aber durch das tiefe Wasser ist es erforderlich zu rudern. Mit einem flauen Gefühl im Magen rudern die Helden dem wütenden Tornado entgegen der ihnen hohe Wellen entgegenschickt und entwurzelte Bäume und ganze Teile von Fischerbooten durch die Luft wirbelt.

    Bereits nach einigen hundert Metern kämpfen die Helden gegen den Seegang. Leider sind weder die Helden noch Amazonen wirklich gut beim Boote fahren und es wird immer schwerer die Boote zu kontrollieren, da auch der Seegang immer stärker wird und es wird immer schwerer das Boot zu beherrschen.
    Das Boot mit den Helden und den beiden Amazonen fällt auch immer mehr hinter die anderen Boote zurück.
    Schließlich gehen in einer ungestümen Welle Dariyon und Praiala im Sturm über Bord.
    Glücklicherweise können die beiden jedoch gut schwimmen und versuchen so zur Insel zu kommen.
    Das Boot wird schwerer zu steuern und voran zu bringen, woraufhin sich Tejeran in einen Hai verwandelt um das Schiff an einem der Ruder mit seinem Maul zu ziehen.
    Alawin sieht schließlich die Insel vor sich – jedoch nur Klippen.
    Eines der Amazonenboote ist gekentert, die anderen beiden sind den Helden weit voraus.
    Tejeran sieht als Hai im klaren Wasser Gebäude – als wäre hier eine versunkene Stadt?
    Auch Alawin stürzt ins Wasser, das Boot kommt jedoch besser voran und überholt sogar die beiden Amazonenboote – und Tejeran steuert es in einem Sicherheitsabstand um die Felsen.
    Praiala gelangt bis ca 500m an die Klippen heran – sie sieht Dariyon hinter sich, aber er ist weit hinter ihr – sie sieht keine gute Möglichkeit, hier an Land zu gehen und beschließt, den Booten um die Insel herum zu folgen.
    Gut 600m vor den Klippen merkt Dariyon, dass ihn bald die Kräfte verlassen werden und er sieht sich nach einer Möglichkeit um, sich festzuhalten – in seiner Nähe ist jedoch nur das gekenterte Amazonenboot, ca 300m entfernt.
    Es gelingt ihm das Boot zu erreichen und schließlich gemeinsam mit den Amazonen das Boot wieder herumzudrehen – aber es ist sehr schwer danach wieder ins Boot zu gelangen – aber schließlich schaffen es alle erschöpft ins Boot.
    Tejeran sieht als Hai schließlich am Ufer der Insel einen kleinen Kiesstrand, auf dem die Boote aber bei der aktuellen Witterung zerschellen würden.
    Er will das Boot ca 100 Schritt an den Strand heranziehen und dann die Insassen dazu bringen, das Seil an dem das Ruder befestigt ist, zu lösen – er hört aber erst nur Geschrei – als er auftaucht sieht er die Amazonen sowie Idra und Xolame im Boot – jedoch ohne jedes Ruder.
    Er sieht auf dem felsigen Kiesstrand ein Flussschiff liegen.
    Tejeran schwimmt mit Schwung auf den Strand zu und dreht 20m davor ab – Xolame kappt das Seil und das Boot kentert, aber sie schaffen es ans Ufer.
    Er schwimmt zurück und an zwei Amazonenbooten vorbei, ehe er zum dritten, dümpelnden Boot gelangt in dem Dariyon die Amazonen anschreit, und kann schließlich auch dieses Boot um die Insel herum ziehen.
    Währenddessen beruhigt sich der Sturm merklich und die anderen Boote können gut an Land gelangen, ebenso wie die beiden noch schwimmenden Helden Alawin und Praiala.

    Am Kiesstrand sammeln sich alle, die das Übersetzen überlebt haben – zwei Amazonen sind leider Opfer des Sturms geworden.
    Zusammen mit den verbliebenen zwei Dutzend Amazonen sehen sich die Helden am Ufer um.
    Die Insel sieht wild überwuchert und unbewohnt aus, die Gruppe steht in der felsigen Bucht, rundherum sind Böschungen und Wildnis zu sehen.
    Alawin macht sich daran nach Spuren Ausschau zu halten und findet sogar eine Stelle, an der sich eine Gruppe ins Gestrüpp geschlagen haben muss.
    Er führt die Gruppe weiter voran und versucht den Spuren zu suchen, verliert sie aber schließlich, was die Amazonen zu subtilen Beleidigungen veranlasst (“das hat man davon, wenn man das einem Mann überlässt”) . Es übernimmt schließlich eine Amazone und sie kann die Spur wiederfinden und ihr weiter folgen. Sie erkennen auch, dass mindestens 4-5mal mehr Menschen hier unterwegs waren als die Gruppe.

    Die Spur führt zu einem Durchgang zwischen Felsen hinein, tiefer hinab in die Felsen der Insel hinein in eine große Höhle – da immer wieder Löcher in der Decke sind, ist auch hier unten alles bewachsen. Die Gruppe gelangt schließlich zu einer Lichtung auf der Insel, ringsherum stark von Bäumen bewachsen – mitten auf der Lichtung ist ein großer Steinkreis (Menhire), auf die das Sonnenlicht hinabstrahlt.
    Die Spuren führen dorthin – als sie dort angelangen, sehen sie, dass die Steine um ein Loch im Boden herum aufgestellt wurden, die Spuren führen in diesen Felsschacht hinein. Ein kleiner Bach fließt auch dort hinein – der Schacht hat eine Wand die durchaus zu beklettern ist.
    Die Helden lassen sich von den Amazonen abseilen und so gelangen alle gut hinunter.
    Die letzte Amazone, die frei hinabklettern muss, stürzt leider ab und überlebt den Sturz nicht.
    Am Fuß des Schachtes stellen die Helden fest, dass sie sich in einer Grotte befinden deren Decke immer wieder durch Risse und Schächte mit der Oberfläche verbunden ist. Der Boden der Grotte ist mit Wasser bedeckt das sich vom Blut einiger Leichen rot verfärbt hat. Den Leichen kann man ansehen, dass sie durch Gewalteinwirkung gestorben sind.
    Der Kleidung nach waren diese auch durchaus wehrhaft und leicht gepanzert… auf den ersten Blick sehen die Helden gut ein Duzend Leichen.
    Die Gruppe folgt den Leichen und gelangt in eine größere Kaverne, die nach oben offen ist – dort sehen sie einen Durchgang, zu dem ein paar Stufen hinaufführen – vor dem Durchgang sind mehrere Leichen die übel verstümmelt wurden und bis auf den letzten Atemzug gekämpft zu haben scheinen – es sind sicher drei duzend Tote zu sehen.

    Dariyon besieht sich die Leichen genauer und sieht ein Zeichen eines Wolfkopfes mit einem Eichelkranz. Eine andere Leiche trägt einen Überwurf mit einem tobrischen Wappen.
    Der Wolfskopf ist recht häufig zu sehen – mehr als die Hälfte der Toten haben jedoch gar kein Abzeichen.
    Als er die Leiche eines jungen Mannes umdreht und nach einem Zeichen sucht, stellt er fest, dass dieser noch leicht atmet. Er ist jedoch bewusstlos.
    Die Helden flößen ihm einen unbestätigten Heiltrank ein, woraufhin er sich stabilisiert und das Bewusstsein wiedererlangt.

    Auf die Frage, wem er dient, erklärt er stolz, Fyrnenbart dem Alten zu dienen.
    Nachdem er schließlich die Helden und Amazonen erkannt hat und diese ihre ehrenhaften Absichten beteuert haben erzählt der Verletzte, dass er Edorian heisse und dass eine Streitmacht Tobrischer Ritter in Begleitung von Bogenschützen und Magiern die Insel gestürmt und seine Freunde niedergemetzelt haben.
    Er habe versucht sie möglichst lange aufzuhalten während Fyrnenbart und seine Getreuen hinabgestiegen sind um den Eingang zu den Hallen Gorbanor’s zu verteidigen.
    “Der Weg ist recht lang den die Angreifer nehmen müssen, aber es gibt eine Abkürzung… sie führt direkt zum Sanktum. Jedoch ist der Weg nicht minder gefährlich.”
    “Wenn ihr auf dem Pfad des Fuchses wohl bewandert seid könnt ihr so vielleicht die Eindringlinge überholen.”
    “Nehmt dieses Amulett. Damit könnt ihr den Geheimgang in der Vorhalle öffnen. Haltet sie auf!”

    Die Helden steigen die Stufen hinauf und finden hinter dem Durchgang eine Eingangshalle. Dort können sie mit dem Amulett einen Geheimgang öffnen der über eine Reihe von Wendeltreppen und verschlossenen Türen in die Tiefe führt. Idra knackt ein Schloss nach dem Anderen während die Helden bemerken wie langsam immer mehr Grubengas durch Ritzen in den Wänden eindringt und ihnen den Atem raubt. Als die Gruppe kurz vor dem Ersticken ist rettet ihnen der Zauberschlüssel des Magiers Yaztromo das Leben und die Helden und die Amazonen stürzen durch den sich öffnenden Geheimgang in eine riesige von Säulen gestützte Halle.

    Aus einem wabernden dunklen Nebel sind Schritte zu hören und plötzlich tauchen Menschen vor den Helden auf. Ein Vorbeieilender ruft dass der Feind bereits kurz davor ist in diese Hallen zu gelangen. Die meisten der Fremden eilen daraufhin zurück in die Dunkelheit nur eine junge Frau stellt sich kurz als Xindra vor und deutet den Helden und Amazonen ihr zu folgen.
    Nachdem die Gruppe die unheimliche Dunkelheit durchquert hat finden sie dahinter etwa zwei Dutzend Menschen die sich gerade daran machen eine Verteidigung zu organisieren.
    Xindra stellt den Helden sehr knapp ihren Meister, Fyrnenbart den Alten vor, der Erzdruide und oberster Sumupriester Tobriens.
    Während die Amazonen hinter der Dunkelheit eine Schildformation bilden neben der sich Alawin, Praiala, Xolame und Idra auf den Angriff des Feindes bereit machen eilen Dariyon und Tejeran zusammen mit Fyrnenbart, Xinadra und ein paar Druiden in eine tiefer liegende Halle.

    Anfangst gelingt es den Verteidigern sehr gut den Ansturm der Gegner aufzuhalten, speziell die Phalanx der Amazonen erweist sich als äußerst widerstandsfähig gegen die Elitekrieger der Wulfengarde des tobrischen Herzogs. Dank der Dunkelheit können auch nur sehr vereinzelt Bogenschützen des Feindes in die Reihen der Verteidiger schießen.
    Als dann jedoch mehrere Ivashim in das Kampfgeschehen eingreifen wendet sich das Blatt. Die Feuerdämonen des Namenlosen, mit denen die Helden in Gareth bereits schlechte Erfahrungen gemacht hatten, scheinen durch die Waffen der Kämpfer nicht verletzt werden zu können und brennen sich ihren Weg durch die Reihen der Amazonen.

    Als Alawin, der sich gerade zurückgezogen hatte um einen Heiltrank einzunehmen, den Kampf überblickt, Ruft er den Verteidigern zu sich zurückzuziehen. Dank seines Rufes bei den Amazonen leisten ihm diese Gehorsam und die gesammelten Verteidiger ziehen sich in die tieferliegenden Hallen zurück.

    Dort haben inzwischen Fyrnenbart und seine Druiden zusammen mit den Magiern Dariyon und Tejeran den gebundenen Wächter der Heimstatt Gorbanor’s erweckt.
    Erst wirkt es wie ein zusammengekauerter Felsbrocken, dann erhebt es sich erst auf vier, gleich darauf auf zwei gewaltige Beine. Es türmt sich auf, sein Rücken wird zu einer ehernen Brünne, an seinen Armen formt sich Fels zu stählernen Klingen.
    “Doryphoros, Wächter der Elemente, Titan aus Stahl und Stein, ich befehle dir, diese dort…”, Fyrnenbart deutet auf den Feind, “AUFZUHALTEN! KEINER… DARF… PASSIEREN!”

    Der Titan erhebt sich und wendet sich den Eindringlingen zu.
    Die heranstürmenden Feinde werden unter seinen Hieben zertrümmert und zerschnitten wie Grashalme. Nichts scheint ihn beugen oder zu Fall bringen zu können. Die Amazonen die an seiner Seite versuchen den Gegner aufzuhalten beginnen sich zurückzuziehen.
    Als die feindlichen Magier und Kultisten des Namenlosen den Titanen mit Schadenszaubern und namenlosem Unheil belegen formt Tejeran eine Schutzkuppel um ihn davor zu beschützen, denn während die Schwerter der Wulfengarde an seinem Leib aus Fels wirkungslos zerbersten scheint er durch die Magie des Feindes großen Schaden zu nehmen.
    Xolame und Dariyon schießen mit Armbrust und Feuerlanzen auf die feindlichen Zauberer.
    Alawin erschlägt mutig einen Namenlosen Kultisten doch gegen die Übermacht muss er sich bald wieder zurückziehen.

    Schließlich bahnt sich eine düstere Gestalt durch die Reihen des Feindes. Graf Isyahadan von Laescadir steuert auf den Titanen zu.
    Die Macht des Marukh Methai anrufend zertrümmert er den Titanen mit einem einzigen Schlag seiner Faust. Die Schlacht ist entschieden.

    Fyrnenbart, der inzwischen den Eingang zu Kvalduar’s innersten Hallen geöffnet hat, gibt seinen Druiden den Befehl den Eingang mit ihrem Leben zu schützen. Auch die Amazonen machen sich bereit diesen Eingang zu verteidigen, doch im Angesicht der Überzahl des Feindes und deren Zauberern und Priestern ist ein Sieg ausgeschlossen. Mit etwas Glück können sie den Helden nur noch etwas Zeit erkaufen.

    Die Helden eilen mit Fyrnenbart, der von Xindra geleitet wird, in die innersten Hallen. Dort versperrt ihnen ein bodenloser Abgrund den Weg. Auf der anderen Seite erkennt man eine mannshohe Kugel aus Finsternis. Plötzlich bildet sich eine Brücke aus Dunkelheit die sich von der Kugel bis zu Dariyon’s Füßen erstreckt.
    Der Magier setzt vorsichtig einen Schritt nach dem Anderen über die Brücke aus purer Dunkelheit. Viel Zeit haben die Helden nicht. Dariyon erreicht die Kugel in der sich ein Eingang öffnet, wie ein gähnender Schlund.
    Kurz wird der Zauberer von der Finsternis verschlungen als er eintritt doch kommt er schon bald wieder draus hervor, ein seltsames Gebilde in den Händen haltend.

    Als er die Brücke zurück überquert hat können auch die anderen Helden es in Augenschein nehmen. Eine Art stachelige, schwarzer Kugel in der Größe eines Kinderkopfes. Aus ihr stehen breite, spitze Stacheln hervor deren Enden von purpurner Farbe sind. Der Körper des Gebildes ist mit einer Art Schleim überzogen und hat verschiedene Löcher in deren Inneren etwas weiches zu pulsieren scheint.

    “Die Waffe ist stark mit dem Leib Sumu verankert. Niemandem ist es bisher gelungen sie in den Limbus oder in die siebte Sphäre zu schleudern.”, warnt Fyrnenbart.
    Er führt die Helden zu einem weiteren Geheimgang der sich in der innersten Halle befindet und drängt die Helden zur Eile.
    Auf dem Weg hinaus erzählt der Erzdruide von einer Vision die ihm zuteil wurde: “Ich hatte ein Gesicht vom Ende der Zeiten. Wie eine dunkle Wand, ein Schatten am Horizont der Zeit. Und diese Wand rückt unaufhaltsam näher. Es gibt kein Entrinnen davor und das lässt mich fast verzweifeln.”
    “Nehmt die Waffe und bringt sie soweit fort wie ihr nur könnt. Verbergt sie vor dem verderbten Gott und seinen verfluchten Dienern.”

  • Flucht aus dem Allerheiligsten

    Die Helden beschließen sich am Kampf vorbei zum Geheimgang zu schleichen und glücklicherweise wird nicht gleich auf das Davonschleichen der Helden durch Schreie aufmerksam gemacht.
    Fyrnenbart öffnet den Geheimgang und die Gruppe betritt einen Schrägstollen und ist schon rasch auf dem Weg nach oben zu Oberfläche. Im Gang sind einige weitere geschlossene Geheimtüren zu sehen, die ebenso in den Stollen munden, ehe sie nach einem Treppenansatz eine Falltüre erreichen, die zu einem Plateau auf dem höchsten Punkt der Insel sehen können – der Wind ist still und auf dem Plateau sind Leichen zu sehen, die nicht wie die Angreifer gekleidet sind.

    Xindra erklärt dem blinden Fyrebart, dass die Sumupriester, die das Ritual durchgeführt haben um den Prinzen der Luft zu beschwören, ermordet wurden – auch die Helden können das deutlich erkennen.

    Eine kurze Untersuchung ergibt, dass die Leichen bereits kalt sind – und sicher länger als eine Stunde tot sind.

    Fyrnenbart empfiehlt, so schnell wie möglich hinabzugehen und von der Insel zu fliehen.

    Die Helden folgen dem Pfad hinab zu der Bucht und setzen sich in eines der Boote und rudern los, um möglichst rasch das Festland zu erreichen  – die Boote und das Schiff lassen sie hinter sich zurück und entscheiden sich dagegen, diese zu beschädigen um keine Zeit zu verlieren. Sie nehmen aber aus den anderen Booten 4 Ersatzruder mit.

    Fyrebart geht bei einem fehlgeschlagenen Rudermanöver fast über Bord, Xelia hält ihn aber zum Glück.

    Die Gruppe kommt leider nicht sehr schnell voran, da nur Idra und Alawin wirklich rudern können.
    Nach einer Stunde erreichen sie das Ufer, von dem aus sie aufgebrochen sind.

    Dariyon transportiert die Waffe mit Praialas Umhängetasche (die den Inhalt vorher entfernt).
    Als die Helden das Ufer hochsteigen werden sie von einer großen Gruppe von Amazonen empfangen, die nach der Waffe fragen. Alawin berichtet, dass die Waffe gefunden wurden und die anderen Amazonen sich für das Wohl geopfert haben.
    Die Amazonen beten für die gefallenen Heldinnen.

    Nachdem die Helden zum Lager zurückgekehrt sind, fragen Fyrebart, welchen Vorschlag er zur Unterbringung der Waffe hat,

    Er schlägt vor, die Waffe nicht dorthin zu bringen wo es nicht erwartet wird – an einen Ort an dem ein Wächter ist.

    Die Helden entschließen sich, mit den Amazonen erst einmal dem Fluss zu folgen – der Plan ist, dass die Amazonen später früher aus dem Fluss herausreiten und die Helden unbemerkt weiter unterwegs sind um sich dann im Nebelwald zu verstecken.
    Auf dem Weg zu dem nächsten Dorf, sieht Dariyon, dass vor ihnen im Dorf nicht nur Bewaffnete sind, sondern auch Bogenschützen  – er ruft “bogenschützen voraus” woraufhin alle abbiegen. Das überfordert aber etwas Xolames Reitkunst, die vom Pferd geworfen wird – ihr treues Zwergenpony bleibt glücklicherweise bei ihr stehen. Dariyon gibt bescheid, dass Xolame aus dem Pferd gefallen ist und die Gruppe wird langsamer.
    Alawin sieht unterdessen zurück um nach den Amazonen zu sehen, während Xolame neuerlich Schwierigkeiten hat mit dem raschen Tempo mitzuhalten und am Pferd zu bleiben und fällt zurück. Als das Zwergenpony eine Böschung hinaufreitet, rutscht sie aus dem Sattel und bleibt mit einem Bein im Bügel hängen. Bei Xolames Schrei bleibt ihr Pony zum Glück stehen und sie kann sich wieder befreien und wieder aufs Pferd steigen.

    Die Helden reiten weiter und erreichen die bewaldete Böschung des Haudred – bereits vom Süden her, am Ufer entlang, sehen sie die Amazonen im gestreckten Galopp heranreiten.

    Die Helden reiten mit den Amazonen weiter und bald erkennt Praiala den Weg, den sie bereits mit einem Teil der Amazonen genommen hat um die Boote zu requirieren, der Weg ist aber noch 2-3h bis zum Dorf.

    Sie halten sich erst noch am Ufer, umreiten das Dorf Kartenberg in einem Bogen – und erst nach dem Dorf als sie zur Furt gelangen, in den Haudred hinein.

    Nach ca 10 minuten durch den Fluss verlassen die Amazonen den Haudred und die Helden reitern weiter geradeaus, keine der AMazonen will sie in Anbetracht der namenlosen Tage begleiten und sich von ihrer Gruppe trennen.

    Nach geraumer Zeit verlassen sie das Bachbett und machen sich auf den Weg durch den Nebelwald.

    Alawin sucht den Weg zu einer von den Amazonen beschriebenen Hütte und findet sie schließlich – es ist jedoch eine Ruine, das Dach zur Hälfte eingestürzt und die Hütte scheint dem Moder anheim gefallen zu sein.

    Das Wetter ist klar, windstill und heiß, sie entschließen sich für die Hütte und halten immer zu zweit Wache, auch wenn sie sehr erschöpft sind.

    Xolame und Dariyon übernehmen die erste Wache.

    Diejenigen die schlafen, verlieren 8 Erschöpfung, die beiden, die Wache halten, haben noch 12 Punkte Erschöpfung.

    Alawin, Idra und Aralea übernehmen die zweite Wache.

    Währenddessen erholen sich Xolame und Dariyon um 8 Punkte Erschöpfung, Praialas Erschöpfung ist weg.

    Alawin sieht beim Wachehalten einen weit entfernten Lichtschein – so ca 5min entfernt, das sich ihnen nähert – es scheint sich um eine Lichtkugel zu handeln, die sich durchs Gebüsch bewegt – ein Irrlicht – oder jemand mit einer Fackel?

    Alawin schickt Aralea um leise die schlafenden zu wecken.

    Er erkennt währenddessen die Reflexion des Lichts auf etwas, das sich hinter dem Licht mitbewegt – wie etwas metallisch Glänzendes, das dem Fackelschein des Lichts folgt.

  • Die Namenlosen Tage (Hüttenwochenende)

    Während der zweiten Nachtwache:

    Alle Helden sind wach, nachdem sie von Alawin geweckt wurden – es nähern sich 2 Duzend Berittene und zu Fuß mit Fackeln. Die Helden beschließen, zu fliehen und packen ihre Sachen und versuchen davonzureiten (auch wenn Tejeran und die Adepten ebenso wie Walpo zu Fuß sind).
    Es gelingt nicht sehr gut zu schleichen, aber die Helden versuchen es dennoch – da sich Dariyons Pferd weigert, sich vom Gras fortziehen zu lassen, spricht Dariyon einen Silentium und treibt es dann mit einem Klaps auf die Flanke an.

    Das Pferd bleibt leider weiter stur und wehrt sich dagegen. Alawin hilft ihm und versucht das Pferd weiterzuziehen – dank Alawins Kraft setzt sich das Pferd schließlich in Bewegung.

    Der Himmel ist zum Glück klar und es ist absolut windstill – die Mada steht voll am Himmel, daher können die Helden tatsächlich etwas sehen und stolpern durch die Wildnis.

    Die Helden fassen den Entschluss, dass Tejeran als Waran mit dem Artefakt (hoffentlich unbemerkt) fortfliegt, während die restlichen Helden fliehen oder versuchen das Drachenartefakt zu verwenden. Die Verwandlung gelingt, währenddessen bereitet Dariyon die Kugel des Drachenartefaktes vor. Der Rest der Gruppe positioniert sich so, dass immer eine Hand Darion berührt oder jemand, der ihn berührt – mit der freien hand werden Hunde/pferde berührt, damit diese auch mitgenommen werden. Praiala packt Tejerans Sachen ein und verstaut sie auf ihrem Pferd.

    Tejeran merkt, dass die Kugel ungewöhnlich schwer ist, obwohl er auf dem Tragebeutel extra ein Zauberzeichen hat, damit der Inhalt nur leicht ist, weshalb es schwer für ihn ist, sich in die Luft zu erheben. Schließlich fühlt er eine unnatürliche Kälte die an seinen Beinen nach oben wandert.

    Er bricht den Startversuch ab und auch Dariyon bricht die Aktivierung des Drachenartefaktes ab.

    Tejeran indes verwandelt sich wieder zurück und erzählt den anderen Helden davon, dass sich die Kugel dem Transport widersetzt und zieht sich wieder an. Anschließend führt Alawin die Gruppe in Richtung Westen. Es fällt ihm aber schwer sich zu orientieren – Praiala versucht ihm mit Sternkunde weiterzuhelfen und glaubt den Nordstern zu erkennen und zeigt Alawin diesen, woraufhin er sich daran weiter orientiert.

    Noch ist nicht gut zu sehen, ob die Gruppe weiter verfolgt wird, aber sie versuchen weiter fortzukommen.

    Kurz vor Mitternacht.

    Praiala sieht am Himmel, dass die Sternenleere am Himmel aufzieht. Dariyon trägt wieder die Kugel.

    Praiala macht die anderen auf das Sternbild aufmerksam und fügt ein inniges Gebet an Praios hinzu.
    Als Xolame die Kugel für eine Weile übernimmt, fühlt sie nach ein paar Schritten auch die Kälte in sich aufsteigen. Dariyon spürt diese Kälte nicht über übernimmt die Kugel wieder.

    Als die anderen Helden deswegen misstrauisch reagieren, antwortet er, dass er bereits einmal die namenlose Kälte gefühlt hat, als er von der namenlosen in Shatodor erwischt wurde. Die Namenlosekälte, der sie auf den Zyklopeninseln ausgesetzt waren, war laut Darioyn viel schwächer.

    Auch als Praiala den Beutel mit der Kugel ergreift, fühlt sie die schreckliche Kälte und glaubt auch, Atem und leises Fauchen zu fühlen. Deswegen nimmt Dariyon den Beutel wieder an sich.

    Tejeran spricht mit Alawin über seine Erfahrungen mit Dariyon.

    Alawin erkennt schließlich, dass in 1-2km Entfernung ein Licht der Gruppe folgt und informiert die anderen. Auch als Alawin die Kugel übernimmt, fühlt er die Kälte und das große Gewicht der Kugel.

    Die Helden beschleunigen ihre Schritte und stolpern weiter gen Westen (so wie sie glauben) durch den Wald.

    Die Helden sind nun schon zwei Stunden im Wald marschiert und damit +2 Punkte Erschöpfung.
    Wenn sie in diesem Eiltempo weiter unterwegs sind, werden sie pro Stunde einen weiteren Punkt Erschöpfung generieren – die Helden beschließen weiterzumarschieren – werden aber weiter verfolgt. Als Dariyon vor Erschöpfung nicht mehr kann, beschließen die Helden im Morgengrauen ein Lager zu suchen. Ihre Verfolger sind weiterhin 1-2km hinter ihnen.
    Xolame reitet ein Stück voraus auf eine Hügelkette um sich umzusehen und nach einem passenden Lagerplatz zu suchen.

    NLT
    1
    1013 BF
    Die Namenlosen Tage (Hüttenwochenende)
    Isyahadin, Schenker des Irsinns, Nebel der Niederhöllen, Verwirrer der Sinne
    Ysilien, Tobrien, Mittelreich

    Der Himmel ist klar und es ist windstill, glühend heiß und drückend schwül.
    In einer Stunde Entfernung sieht Xolame dichter bewaldetes Gebiet und den Nebelwald, die Gruppe scheint am Nebelwald entlang geritten zu sein. Sie kehrt um und berichtet den Helden. Die Helden wenden sich gen Nordwesten und steigen die Hügelkante empor – hinter sich sehen sie so keine Verfolger mehr. Schließlich erreichen die Helden die Ausläufer des Nebelwaldes und die Dunkelheit des Waldes umfängt sie. Im Wald wird es drückend warm – die Witterung ist feucht und schwül und die Helden spüren die Erschöpfung noch stärker.

    Sie suchen sich eine Lagerstelle und Praiala und Tejeran übernehmen die erste Wache. In der ersten halben Stunde sind alle noch wachsam – ehe sich die anderen wirklich hinlegen um sich auszuruhen. Tejeran will um das Lager schleichen um herauszufinden, ob sie beobachtet werden und kehrt schließlich ohne Ergebnis zurück. Dafür sieht sich Tejeran um, ob er in der Nähe des Lagers essbare Pflanzen finden kann. Er findet Nahrung für 2 Rationen – es wird immer heißer und schwüler, so dass die Suche durchaus anstrengend ist.

    Aber immerhin verfügt die Gruppe nun über 5 Rationen.

    Schließlich wecken sie Alawin und Xolame und Tejeran legt sich schlafen – Praiala beschließt erst z beten und klettert den Hügel hinauf, um in der Sonne zu sein. Der Hügel ist wie ein großer Felsen im Wald, der leicht über den Wald darüberragt – und kann so über den Wald hinaussehen. In Richtung Westen sieht sie weit entfernt die Linie eines Gebirges. Es ist klar und windstill und drückend heiß. Nach dem Gebet klettert sie wieder hinunter und legt sich auch schlafen.
    Xolame bleibt im Lager, während sich Alawin an der Pirschjagd versucht, findet jedoch leider nichts und kehrt erfolglos ins Lager zurück, berichtet Xolame und versucht es erneut. Diesmal ist ihm das Glück gewogener und er kehrt mit 1 Rebhuhn, einer Portion Fleisch zurück ins Lager.

    Die Gruppe teilt sich das Essen untereinander auf (pro Person eine halbe Ration) und bricht anschließend auf um sich einen besseren Lagerplatz zu suchen.

    Es ist heiß und schwül und die Helden schlagen sich regelrecht durch den Dschungel des Waldes – es ist sehr anstrengend voran zu kommen. Erst gegen Abend erreichen sie einen lichteren Bereich des Waldes, in dem die Bäume nicht mehr so dicht stehen und dafür mehr Sträucher wachsen.
    Als sie durch die Büsche treten, sehen sie plötzlich kurz vor sich Dächer und nähern sich diesen. Vor sich sehen sie Häuser und Menschen – ein kleines Dorf. Die Menschen reagieren zuerst erschrocken, als sich die Helden nähern und verstecken sich.Es sind so ca 20 Gebäude – alle Menschen sind in den Häusern verschwunden.

    Als die Helden über den Dorfplatz gehen, öffnet sich die Türe des stattlichsten Gebäudes und eine zierliche alte Frau nähert sich mit drei stabbewaffneten Männern – alle in der Tracht der hier ansässigen Bauern – und einer goldenen Kette mit Peraineanhänger, die sie als Dorfälteste ausweist.

    Sie stellt sich als Esla Salwin vor und grüßt die Helden im Namen der Zwölfe – ihre Söhne heißen Nislan, Peron und Asla.

    Sie gewährt im Namen Travia gerne Unterkunft.
    Die Helden bemerken, dass die Türen und Fenster mt Gebinden aus Kräutern und Blüten geschmückt sind. Auf die Nachfrage Dariyons erklärt sie, dass dies ein Schutz vor dem lauernden Bösen ist.

    Sie bringt die Heldengruppe ins Haus und die Pferde können gut im Stall untergebracht werden – mit dem Proviant kann sie den Helden auch weiterhelfen (wir werden uns schon einig).

    Das Haus ist ein zweistöckiges großes Bauernhaus in dem die Familie an den Namenlosen Tagen zusammenkommt.

    Die Helden lernen dabei auch noch die beiden Töchter und deren Gemahle und Kinder, ebenso wie weitere Familienangehörige und Gesinde kennen.

    Die Sippe rückt zusammen und schafft eine Dachkammer frei in der sich die Helden eng zusammengerückt schlafen können – da es schon dunkelt gibt es auch bald eine einfache Mahlzeit.

    Nach dem einfachen Essen wollen die Helden Rationen kaufen, daher gibt es auch einfache Mahlzeiten.

    Nach Überredung können die Helden 3 Rationen erwerben und Praiala bietet an, ihnen ein Objekt zu segnen.

    Nach dem Essen ziehen sich alle zum Schlafen zurück, Praiala und Tejeran sind am wenigsten erschöpft, Praiala übernimmt die erste Wache, Tejeran die zweite und Alawin die dritte. Praiala bittet ihn, sie im Morgengrauen zu wecken.
    Praiala übernimmt die erste Wache und setzt sich vor die Zimmertüre. Als sie gerade wieder zurückkehrt um Tejeran zu wecken, klopft Esla an die Türe und bittet um den Geburtssegen, da die Nachbarsbäurin in den Wehen liegt. Praiala geht hinüber, während Tejeran die Wache hält.

    Esla nimmt Praiala an der Hand und eilt mit ihr zu dem Haus, in dem sie die Frau schon schreien hören.

    Eine Magd, die ihr als Hebamme dient ist bei ihr und unterstützt sie nach Möglichkeiten. Sie spricht einen Schutzsegen auf das Zimmer und spricht der Gebärenden gut zu, während jemand Praiosblumenöl besorgt und alle warten, bis das Kind auf der Welt ist. Als das Kind zur Welt kommt, nimmt die Hebamme es sanft in die Hände und – es ist klar zu sehen, dass das Kind verkrüppelt ist, die Beine aneinandergewachsen und auch am Rücken zwei Wirbelsäulen zu sehen sind.

    Praiala nimmt das Kind in die Hände und malt mit dem Praiosblumenöl eine Sonnenscheibe, während das Kind wie am Spieß schreit – es fällt schwer sich zu konzentrieren – als das Kind schließlich zu lachen beginnt und alle ringsherum voller Schreck das Kind betrachten, als die Hebamme Praiala das Kind entreißt und es der Mutter an die Brust legt.

    Die Leute ringsherum reden davon, dass das Kind verhext wäre und die Wut der Angehörigen richtet sich gegen Praiala.

    Sie kehrt zurück und bittet Esla ins Zimmer der Helden, wo sie vom Geschehenen berichtet.
    Kurz nach Mitternacht sind von draußen gedämpfte Schreie zu hören und roter Lichtschein zu sehen – die Helden sehen einmal nach.

    Von außen schlägt etwas klirrend gegen das Haus.

    Ein Blick aus dem Fenster zeigt eine großen Menschenmenge – das halbe Dorf, beinahe 60 Leute – haben sich mit Sensen und Dreschflegen bewaffnet versammelt.
    Sie schreien, dass sie Praiala aus dem Dorf vertreiben wollen. Als Alawin hinausgehen will um mit dem Mob zu sprechen, hält Esla ihn zurück. Sie will mit den Leuten sprechen und rät den Helden, dass sie das Dorf noch in der Nacht verlassen.

     

    Die Helden verlassen tatsächlich in der Nacht noch das Dorf und suchen sich etwas außerhalb des Dorfes einen Platz um zu übernachten.

    Alawin und Xolame übernehmen die erste Wache, während sich die anderen ausruhen, Tejeran und Praiala übernehmen die letzte Wache.

    Während sie in ihrer Wache herumgeht, stürzt Praiala in eine Felsspalte und ihr wird die Luft abgedrückt, so dass sie nicht einmal um Hilfe rufen kann. Auch ihr Klopfen scheint Daryon nicht zu hören – stattdessen sieht sie ihn ruhig am Lager sitzen – schließlich das namenlose Artefakt hervorholen, ehe sie sieht, wie er die Kugel streichelt und ihr ein Schlaflied sinkt.
    Erst als am Morgen die anderen aufwachen, wird sie von Tejeran und Alawin gerettet – und hat zu den Kratzern des Sturzes auch noch eine ordentliche Wunde am Kopf.

    Alawin kümmert sich um die Wunde, während sie von ihrem Erlebnis erzählt und zum schlafenden Daryion hinsieht, der nachdem er erwacht ist und verblüfft fragt, was mit Praiala passiert ist, nach der Erzählung sagt, dass er nichts davon weiß und während der Wache nur eingeschlafen ist.

    NLT
    2
    1013 BF
    Die Namenlosen Tage (Hüttenwochenende)
    Aphestadil, Vollstreckerin der ertötenden Trägheit, Die den Wachenden den Schlaf bringt
    Ysilien, Tobrien, Mittelreich

    Eine schwere Wolkendecke bedeckt die Sonne.
    In trübem Grau bricht der Morgen an, war der Himmel gestern noch klar, sind über Nacht schwere Wolken aufgezogen und verbirgt die Sonne. Der Tag verspricht wieder unerträglich heiß zu werden und schon früh am Morgen steht den Helden der Schweiß auf der Stirn.

    Die Helden sind nur noch wenig erschöpft (0 oder 1)

    Diejenigen die geschlafen haben, hatten üble Alpträume und konnten sich kaum erholen. Alle erinnern sich daran, von etwas schrecklichem geträumt zu haben, können sich aber nicht daran erinnern, was konkret – nur dass es schrecklich war.

    Die Helden beschließen, die Adepten und Walpo bei den Pferden zu belassen und alle anderen auf Nahrungssuche zu gehen.

    Tejeran findet 2 Tagesrationen, Praiala 3, Dariyon findet eine Ration.
    Xolame und Alawin beschließen jagen zu gehen, Alawin gelingt es ein Reh zu erlegen (11 Rationen), Xolame findet leider nichts.

    Als Alawin das Reh erlegt hat, springt ihm aus dem Buschwer ein großer Körper an. Ein großes pelziges Tier hat sich in seinen Waffenarm verbissen. Nachdem das Tier ihm auch einen Prankenhieb verpasst hat, kann er einen großen Puma, der ihn angegriffen hat.

    Alawin gelingt es schließlich, seinen Dolch linkshändig zu ziehen und den Puma erfolgreich damit anzugreifen.

    Der Pume bleibt in seinen Arm verbissen und greift ihn mit seinen Klauen an.

    Schließlich gelingt es ihm glücklich, sich von dem Puma soweit loszureißen, dass er sich nicht mehr an ihm festbeissen kann und das Tier greift ihn weiterhin an. Alawin gelingt es, seinen Anderthalbhänder zu ziehen und wird dafür vom nächsten Angriff des Pumas getroffen.

    Nach erbittertem Kampf gelingt es Alawin den Berglöwen zu erlegen, der trotz Verletzungen nicht geflohen ist.
    Währenddessen ist Daryon der erste, der zum Lager zurückkehrt und dort ruhelos herumgeht.

    Gefolgt von Tejeran und schließlich Praiala, die zu den Pilzen und Karotten noch Beeren mitbringt. Sie geht schließlich Feuerholz sammeln und kehrt wieder zum Lager zurück, ehe sie zu kochen beginnt und anschließend betet.

    Nach einer weiteren Stunde kommt Alawin mit dem Reh zurück und berichtet von dem Kampf mit dem Berglöwen.

    Die Helden beschließen den Berglöwen nicht zu essen, da er ein Rondragefälliges Tier.

    Dariyon kümmert sich um Alawins Wunde und benutzt die Wirselkrautsalbe und Wundpulver. Praiala und Alawin machen sich anschließend auf die Suche nach Xolame, da diese noch immer nicht zurückgekehrt ist und auch Tejeran schließt sich mit seinem Hund der Suche an, kehren jedoch nach einer Stunde erfolglos zum Lager zurück.

    Da Xolame nicht zurückgekehrt ist, suchen sie mit Tejerans Hund weiter und finden sie schließlich nach einer weiteren Stunde endlich und kehren zum Lager zurück.

    Alawin und Tejeran suchen den Berglöwen – Tejeran skizziert ihn für sein Buch.

    Er betet auch am toten Berglöwen zu Rondra und die beiden kehren schließlich am frühen Nachmittag zum Lager zurück. Praiala ist erschöpft und meditiert und betet in Ruhe. Alawin entfernt sich vom Lager um das Reh auszunehmen und kehrt mit 10 Rationen Fleisch zurück. Tejeran sucht währenddessen Wasser und findet es am Dorfweiler.

    Praiala kocht währenddessen das Fleisch. Dariyon hört im Gebüsch ein Knacken und fühlt schließlich eine kalte Windböe aus der Richtung des Gebüsches. Zuerst sieht er eine Bewegung im Gras, wie von Wind – aber auch Stellen, an denen sich das Gras nicht bewegt.

    Innerhalb einer Sekunde langt diese Bewegung bei ihm an und er kann nur noch reagieren, kurz darauf schreit Walpo und die Pferde wiehern laut – sie greift nach ihrem Sonnenszepter und läuft dorthin.

    Alawin läuft auch in Richtung von Walpos Schreien, während Dariyon einen Gardianum zaubert, die Bewegung wird aber vom Gardianum nicht gebremst und prallt kurz darauf auf ihn auf – es fühlt sich nach Krallen und Knochen an und brennt auf der Haut, er wird drei Schritt weit ins Gebüsch geschleudert.

    Es gelingt ihm zum Glück rasch, aufzustehen.
    Praiala und Alawin gelangen währenddessen bei den Pferden und Walpo an, die dabei sind wild durchzugehen, die sich alle losgerissen haben. Walpo versucht Praialas Pferd zu halten, die anderen Pfere laufen panisch davon. Alawin und Praiala laufen zu Dariyon zurück  – der sich aufgerappelt hat und nichts mehr von dem sehen kann, was ihn angegriffen hat.

    Ein Odem enthüllt Dariyon eine Nebelwolke, die sich aus dem Dickhicht heraus direkt zu ihm erstreckt und sich über das Lager darüberwabert und selbst durch seine Gardianum hindurchwabert. Der Nebel wird durch die Abstrahlung eines grell pulsierenden Lichtes aus dem Beutel beleuchtet. Daraufhin beschließt Dariyon sich das Artefakt näher anzusehen und öffnet den Beutel um einen Odem auf das Artefakt zu zaubern.

    Er sieht, dass die Kugel wie ein pulsierendes Herz im Odem leuchtet und er nimmt Blutmagie und Dämonische Magie.

    Mittels Analys untersucht er es weiter, bittet aber Praiala bei ihm zu bleiben, während die anderen die Pferde suchen.

    So findet Tejeran bei seiner Rückkehr Dariyon mit der Kugel vor – und Praiala die ihm davon erzählt, was passiert ist. Er macht selbst einen Odem und sieht nur noch das pulsierende Licht der Kugel.

    Tejeran sieht trotz der Windstille, wie sich immer wieder im Gebüsch und den Gräsern etwas bewegt.

    Auch Praiala sieht diese Bewegungen in den Gräsern, bleibt aber bei Dariyon, während Tejeran nachsehen geht und noch einen odem macht um sich umzusehen.

    Er sieht etwas, wird schließlich auch getroffen und zurückgeschleudert. Dadurch bricht sein Odem ab, aber er fühlt weiter die Kälte, die auf ihn zukommt. Sein Hund jault im Gebüsch, als würde ihm etwas weh tun.

    Er ruft laut um Hilfe und dass ein unsichtbarer Dämon anwesend ist. Indessen erkennt Dariyon durch den Analys, dass die Schale der stacheligen Kugel wie ein Gefängnis wirkt um das Innere einzusperren. Wie Ketten, die um es herumgewickelt sind und mit der Spährenstruktur selbst verankert sind. Das pulsierende in der Mitte ist eindeutig dämonischen ursprungs, aber worum es sich handelt, kann er nicht sagen. Aber alleine von der Macht die es ausstrahlt, scheint es deutlich mächtiger zu sein als der Dämon, der die Mauer in Greifenfurt eingerissen hat.

    Vielleicht ist es ein Erzdämon, wurde von einem geschaffen oder ist ein Teil eines Erzdämons.

    Tejeran beschleunigt sich mit einem Axxeleratus und eilt zum Hund im Gebüsch, wo er ihn unnatürlich verdreht vorfindet, als hätte er sich etwas gebrochen.

    Ein neuer Odem zeigt Dariyon ein gutes Duzend weitere magische Präsenzen die sich aus den Gebüschen nähern.

    Sie entschließen sich zu fliehen, Tejeran trägt seinen Hund. Auf der Flucht hören sie hinter sich Knarren und Knacken als sie verfolgt werden. Sie haben das Gefühl, dass ihnen die Dämonen direkt auf den Fersen sind. Hinter ihnen bricht ein Baum aus der Mitte auseinander vor ihren Verfolgern – sie werden von ihren unsichtbaren Verfolgern regelrecht getrieben.

    Unterdessen sind Xolame und Alawin auf der Verfolgung der Pferde und gelangen eine Verengung eines Bachlaufes, zwischen den steilen Hügelkanten stehen die Pferde am Wasser an einer Hütte, an der auch einige Boronssteine zu sehen sind. Auch die anderen gelangen schließlich dort an und eilen zum Boronsanger hin.

    Sie sehen Leute die aus dem Wald kommen – bewaffnete, wie soldaten, ungefähr ein Duzend, das auf die Helden zukommt.

    Die Soldaten bedrohen die Helden, dass sie sich ergeben oder sterben – sind jedoch von ihrem Wappen nicht wirklich zuordnenbar.

    Praiala entscheidet sich dafür, sich zu ergeben – lässt aber ihr Sonneszepter nicht fallen und sagt nur, dass sie sich ergibt. Die anderen der Gruppe entscheiden sich dafür, den Kampf zu wagen. Auch wenn Dariyon ohne Astralpunkte ist und sich wie Praiala erst dafür entscheidet sich nur zu verteidigen. Die Gegner scheinen nicht sehr gut ausgebildet zu sein, jedoch sehen die Helden bald hinter den Soldaten eine Frau in einer Purpurnen Kutte stehen – die bald darauf seltsam reagiert und ihren Kopf nach hinten wirft, ihre Hände um ihren Hals, woraufhin sie selbst erstarrt und aus ihrem Mund ein schwarzer Nebel nach oben steigt – baumgroß – in dem sich schließlich dämonische Fratzen bilden die zu zaubern beginnen zu scheinen.
    Praiala hört auf sich nur zu verteidigen und läuft auf die Namenlose Geweihte zu – aber auch ihr Sonnenszepter kann ihr nichts anhaben. Erst als sie damit auf die Nebelwolke schlägt, scheint das Wirkung zu zeigen und ein Teil des Nebels löst sich auf.
    Die anderen konzentrieren sich ebenso auf die Namenlose Geweihte, aber ihre Schläge können ihr nichts anhaben und gehen durch den Nebel durch. Nachdem die Dämonen in dem Nebel mehrere Zauberschläge auf die Helden geschickt haben, atmet die Geweihte ein und der Nebel zieht sich zurück – ehe sie wieder ausatmet und der Nebel von neuem aufsteigt.

    Nachdem dies noch zweimal geschehen ist – und deutlich wird, dass Praiala der Nebelwolke nicht ausreichend Schaden verursachen kann, entscheiden sich die Helden auf genau den Moment zu warten, in dem die Geweihte einatmet und offenbar wieder verwundbar ist und dann alle zur gleichen Zeit auf sie einzuschlagen – diese Taktik zeigt schließlich Erfolg und die restlichen Soldaten fliehen.

    Die Helden haben den Kampf angeschlagen überstanden – aber ohne der Heiltränke in ihren Inventaren wäre es sehr eng geworden.

    Daher teilen die Helden die verbliebenen Heiltränke wieder auf und sammeln sich. Tejeran durchsucht die Leichen der Soldaten und der namenlosen Geweihten – finden aber nichts passendes.

    In der Hütte hören sie stöhnen und entdecken schließlich einen gefesselten Boronspriester, der von den Soldaten und der namenlosen Geweihten gefoltert wurde. Bruder Fulgar berichtet, dass er von der Priesterin ausgefragt wurde und versucht hat herauszubekommen, ob die Helden da war – er hat unter der Folter sein Schweigegelübde gebrochen.

    Sie entfesseln ihn und beginnen dann damit seine Wunden zu versorgen. Da den Helden das nicht so wirklich gut gelingt, versorgt er sich schließlich selbst und spricht einen Heilsegen auf sich – er bietet den Helden auch von seinen Vorräten an, was er vorrätig hat – er wird sie auf Wunsch der Helden begleiten, da es hier zu gefährlich für ihn ist – und meint, dass seine Vorräte ohnehin geplündert werden würden.

    Er spricht auch einen Heilsegen auf Dariyon, der den Heiltrank der Helden verweigert hat.

    Als er die Tasche und deren Auswirkung bemerkt tritt er zurück und fragt besorgt danach – die Helden erklären, dass sie verhindern wollen, dass es in die Hände der Namenlosen fällt.

    Er empfiehlt den Helden, die Kugel so schnell wie möglich nach Warunk zu bringen und reicht Dariyon aus seiner Tasche ein Boronsamulett und bittet darum, dass Boron ihn behüten möge.

    Laut Fulgar wird sich die Kirche in Warunk des Artefaktes annehmen.

    Er mahnt die Helden auch zur Eile, da die Namenlosen viele Untergebene haben und alles daransetzen werden, die Helden aufzuhalten.
    Als Wegbeschreibung rät er gen Süden, aus dem Nebelwald heraus, dann gen Osten zur Reichsstraße und dieser folgend nach Warunk.

    Praiala berichtet auch noch von dem Geschehen im Dorf, ehe er Praiala umarmt und sich von ihnen verabschiedet.

    Der Gefangene erzählt, dass Schwester Islaila die Heilerin ist, die vom Hauptmann mitgeschickt wurde – er erzählt, dass die Helden wegen allen möglichen Verbrechen gesucht werden – unter anderem wegen Ketzerei auch exkommuniziert wurden.

    Die Helden beschließen ihn zurückzulassen und machen sich dann auf den Weg in Richtung Süden.

    Es ist schwül und heiß – nach einer Stunde ziehen sich die Helden zurück um sich auszuruhen und etwas zu essen.

    Nach zwei Stunden brechen sie wieder auf um nach einem besseren Lagerplatz zu suchen und sind so noch zwei Stunden unterwegs. Es ist noch ungefähr eine Stunde bis zum Sonnenuntergang.

    Der Schlaf den die Helden finden ist nur unruhig und sie träumen düster und schlimm, die Nacht vergeht so wenig erholsam.

    Schreckliche Alpträume plagen die Helden, während sie schlafen.

    Während  Xolames Nachtwache fällt ihr auf, dass plötzlich vollkommene Stille herrscht und über ihnen sich ein Schatten vom Himmel nähert und immer größer wird, Dreigehörnt und in der form eines breiten, gedrungenen Drachen. Sie schwebt über den Himmel und verschwindet schließlich wieder am Horizont.

    NLT
    3
    1013 BF
    Die Namenlosen Tage (Hüttenwochenende)
    Rahastes, Der Plagende, Der in dessen Schleppe Hunger nachfolgt, Verderber der Ernten und Früchte
    Ysilien, Tobrien, Mittelreich

    Nach der wenig erholsamen Nacht machen sich die Helden bei kühler und feuchter Luft unausgeschlafen auf den Weg. ein feiner kalter Regen setzt ein und hören hinter sich wieder das Knacken und Rascheln, das sie verfolgt.

    Praiala schätzt, dass die Schwarze Sichel, auf die sie zuhalten (und ein Boronikloster dort) bei dem aktuellen Tempo der Gruppe 5 Tage entfernt ist.

    Die Pferde sind nur schwer unter Kontrolle zu halten und die Helden fühlen sich den Tag über dauernd gehetzt.

    Nach einer Weile wandelt sich die Landschaft von dichtem Gehölz und Unterholz nun hügeliges Heideland. DIe Helden entschließen sich, weiter in Richtung der schwarzen Sichel und des Boroniklosters zu reisen – die Adepten und Walpo sollen sich mit aufs Pferd setzen, damit die Gruppe schneller voran kommt.

    Sie fühlen sich weiter verfolgt und schließlich scheuen die Pferde, als die Bewegungen näher kommen. Es gelingt nur knapp die Pferde ruhig zu halten, die unsichtbaren Kreaturen verängstigen die Pferde immer mehr. Schließlich wird Glanzfell von der Seite getroffen und bricht in eine Seite panisch aus – die anderen Helden folgen ihr – die Pferde wollen ohnehin in diese Richtung – als würden die Helden von den unsichtbaren Verfolgern in diese Richtung getrieben werden.

    Alawin mit Tejeran auf seinem Pferd reitet etwas vor um zu testen ob sich die Verfolger auf die ganze Gruppe konzentrieren – sie können zwar in die Richtung vorausreiten, aber als er von der Richtung abweicht wird das Pferd auch getroffen und nur mit Mühe gelingt es ihm einen Sturz zu verhindern.

    Die Gruppe beschließt daraufhin in die gewünschte Richtung weiter zu reiten.

    Alawin und Tejeran sehen als erste, dass der Weg sie wieder zum Wald führt und sehen einen Feldweg der sich durchs Hügelland erstreckt und durch den Wald gen Westen führt.

    Bald darauf erreicht die Gruppe die Waldgrenze und holen Alawin und Tejeran ein.

    Da sie ohnehin getrieben werden, bleiben sie auf dem Feldweg und versuchen weiter ihr Glück damit.

    Als sie eine Weile im Wald sind, merken sie, dass die Zeichen der Kreaturen schwächer werden und sie schon eine Weile nichts mehr von den Kreaturen gehört haben.

    Auch ringsherum ist es ganz still und sie sehen schließlich nur eine einzelne Krähe die über ihnen fliegt.

    Eine Weile verstreicht ohne ein Anzeichen von Leben, bis plötzlich aus dem Bäumen ein Netz auf das vorderste Reittief fällt und ein Baum umfällt, der den Helden den weiteren Weg versperrt.

    Die Pferde scheuen, und eine erkleckliche Anzahl vermummter Gestalten mit purpurnen Kutten und goldenen Gesichtsmasken drängt aus dem Wald auf die Helden herein. Einer davon hat einen Magierstab, ein anderer eine reich bestickte Kutte.

    Einer der Magier schießt mit einem Ignisphaxius auf Praiala – dank Dariyons Gardianum überlebt sie aber und ist sogar noch kampffähig – auch wenn ihre Rüstung auf der Brust beschädigt wird.

    Nur dank Tejerans Gardianum überlebt Praiala den Ignishäro eines der Magier und nach kurzem heftigen Kampf, in dem die beiden Magier (einer doch ein Geweihter) schließlich fliehen können, siegen die Helden zumindest. Nach dem Kampf sehen sie keine Anzeichen mehr der unsichtbaren Dämonen und reiten die Böschung nach oben, quer durch den Wald nach Süden.

    Nach einer Viertelstunde im Wald erreichen sie eine kleine Lichtung mit Blumen und einem kleinen Bach, an dem sie Rast machen um ihre Wunden zu verbinden. Als eines der Pferde den Kopf nach oben wirft greifen sie nach den Waffen, als ein alter Mensch auf die Lichtung springt, mit wilden Ästen und Blättern in seinem Haar – er ist unbekleidet, die Haut gebräunt und er sieht die Helden wahnsinnig funkelnd an.

    Die Helden stehen auf und greifen nach ihren Waffen, während Praiala beruhigend auf ihn einspricht und ihn versucht zu überreden, dass sie ihm nichts böses wollen.

    Als er sich jedoch Dariyon nähert und dieser ihm den Stab entgegenhält, läuft er panisch davon. Die Helden rasten eine Stunde und brechen dann wieder auf in Richtung Süden. Der Wildwechsel dem sie folgen wird immer breiter und endet schließlich an einem Abhang – der Abstieg scheint schwierig aber nicht unmöglich.

    Sie entscheiden sich gegen den Abstieg und wenden sich nach Westen.

    Die Böschung wird immer steiler und endet schließlich an einer Klippe, ehe sie ihn schließlich aus den Augen verlieren – die Helden beschließen eine Pause zu machen.

    Sie hören schließlich wieder Knacken im Gebüsch und eine Schar Orks bricht aus dem Gebüsch – in guter Rüstung scheinen sie Kriegsveteranen zu sein.

    Sie verlangen die Pferde der Helden um diese zu essen – schließlich kommt es zum Zweikampf zwischen Alawin und einem der jüngeren Orks.

    Der Anführer der Orks beendet den Kampf verärgert, nachdem der Ork ein paar Treffer eingefangen hat und wird von den anderen Orks ausgelacht.

    ALawin versucht weiter zu verhandeln – und schließlich begleiten die Helden die Orks – werden von ihnen flankiert – als Alawin aushandelt, dass die Orks ein Pferd bekommen, wenn sie mit den Frauen schlafen.

    Sie spricht ALawin darauf an, der die Situation verneint.

    Xolame und Tejeran bemerken um die Orks herum die Bewegungen der unsichtbaren Dämonen die sie wieder verfolgen.

     

    Schließlich beginnt es wieder, dass die Orks von unsichtbaren Gegnern angegriffen werden, bis auch die Helden angegriffen werden und Alawins und Tejerans Pferd von der Seite getroffen wird.

    Alawin ruft den anderen zu, dass sie sich wieder in die gleiche Richtung zurückziehen sollen und die Gruppe folgt Alawins Beispiel und lässt die kämpfenden Orks zurück. Dariyon reitet als erster und sein Pferd scheut plötzlich und springt plötzlich die Böschung hoch und in den Wald hinein.

    Endlich hört es auch auf zu regnen, aber die Dämmerung bricht an. Der Wald lichtet sich und die Bäume und Büsche werden niedriger, während Nebel aufzieht und die Helden ein trauriges Singen hören können. Sie erreichen schließlich kaum kniehohe Mauerreste zwischen den verkohlten Baumstümpfen. Den Umrissen nach dürfte es sich um ein großes Anwesen gehandelt haben, als sich vor ihren Augen durchscheinend das Anwesen bildet – ein Kloster vielleicht? Mit durchscheinenden Apfelbäumen darum herum und inmitten der Ruinen ein Reigen aus durchscheinenden jungen Frauen erhebt die sich schneller und schneller drehen.

    Auch ekelerregende Ghule erheben sich aus der Erde und werden von den Mädchen freudig in den Tanz aufgenommen.

    Die Helden steigen von ihren Pferden und nähern sich – als sie sich etwas genähert haben, bemerken die Ghule sie und kommen eilig und blutrünstig auf sie zu, bleiben aber auf dem Hügel des Klosters stehen und verfolgen die Helden nicht weiter.

    Offenbar handelt es sich um ein altes Perainekloster in dem zahlreiche Geweihte gestorben sind und nun an den Grund des Klosters gebunden sind.

    Die Helden gehen durch das sumpfige Gelände weiter und müssen sich schließlich notgedrungen eine Lagerstelle im nebeligen Sumpf suchen, als es dunkel ist.

    Xolame übernimmt die erste Wache, Alawin die zweite und Idra die dritte.

    Die Schlafenden haben wieder Alpträume, besonders schlimm für Praiala – deren Kopf sich immer mehr rötet und die wild zuckt und zu ersticken scheint.  Er weckt schließlich Tejeran und versucht sie mit Wasser zu wecken, auch erfolglos.

    Mit einem Odem sieht er eine Nebellose Gestalt, die mit einem Rüssel in ihrer Brust ihre Lebenskraft auszusaugen scheint und in sich doch viel Magie zu haben scheint. Als er und Alawin versuchen nach der Gestalt zu schlagen, zeigt sich keine Änderung.

    Da sie immer schwächer wird, flößt ihr Alawin einen Heiltrank ein, während Tejeran vergeblich versucht einen Pentagramma auf die Gestalt zu wirken. Als sie Praiala fortziehen wollen, manifestiert sich die schwarze Alpgestalt und greift Tejeran an. Dariyon erkennt einen Nachtalp in der Gestalt und die Helden greifen es an. Der Wurf von Sternenschweif verursacht ein Loch im Nachtalp.

    Dariyon macht sich auf die Suche nach Sternenschweif. Alawin holt vom Packpferd die riesige Rabenfeder aus dem Tempelschatz, woraufhin der Nachtalp einen Satz nach hinten macht um sich aus der Reichweite zu entfernen und es erfolgreich zu vertreiben.

    Praialan wacht schließlich schweißgebadet auf und erholt sich langsam.

  • Die Namenlosen Tage (Fortsetzung)
    NLT
    4
    1013 BF
    Die Namenlosen Tage (Fortsetzung)
    Madaraestra, Schwarzgesichtige Königin der dunklen Schluchten des Yaleth
    Ysilien, Tobrien, Mittelreich

    Während der Nacht ist es immer kälter geworden. Dank ihren guten Schlafsäcken konnten die Helden trotzdem den Rest der Nacht ruhig schlafen. Als der Morgen graut erkennen sie, dass im Sumpf dichter, eiskalter Nebel aufgezogen ist. Es scheint windstill und für die Jahreszeit unnatürlich kalt.

    Die Helden ziehen weiter und erreichen das Ende des Sumpfes. Immer wieder haben sie das Gefühl von der unsichtbaren Meute verfolgt zu werden.

    Im dichten Nebel bemerken die Helden immer wieder schemenhafte Geistergestalten.
    Dariyon aktiviert seine Zauberkugel und schützt die Gruppe vor den Geistern. Diese nehmen immer mehr an Zahl zu und schließlich erkennen die Helden, dass sie inmitten eines Heerzugs von Geistern der Verstorbenen der Ogerschlacht unterwegs sind. In diesen Namenlosen Tagen manifestieren sich diese gefesselten Seelen tatsächlich Tagsüber und ziehen gen Heimat um dem Schrecken der Menschenfresser zu entgehen. Gefesselt an den Ort ihres Todes sind sie jedoch dazu verdammt niemals ihr Zeil zu erreichen.

    Als die Helden den Geistern entkommen werden sie von einem Schwarm Harpyien gejagt und verlieren sich auf der Flucht im Nebel.

    Nachdem sie den Harpyien entkommen sind schaffen es die Helden einander wiederzufinden.

    Erschöpft und abgehetzt erreicht die Gruppe das Lager einer Gauklertruppe die die Helden freundlich aufnimmt.
    Dhislana, die Anführerin der Truppe, erzählt, dass sie in einem kleinen Dorf die Namenlosen Tage verbringen wollten. Als dann ein Kind an Fieber erkrankte hätte man sie der Schwarzen Magie und Hexerei bezichtigt und in Schimpf und Schande davongejagt.
    Bald sind die Pferde versorgt und die Helden werden freundlich in den Kreis der Wagen aufgenommen wo sie sich auf den Sitzkissen etwas von der Erschöpfung erholen können. Wie sich herausstellt besteht die Gauklertruppe aus:

    Dhislana, eine Zauberkundige, Hellseherin und Sterndeuterin,
    Finja, eine Halbelfische Musikantin und Dhislana’s Gehilfin,
    Thora und Taffo, zwei Fjarninger Muskelpakete und Bärenbändiger mit einem tobrischen Schwarzbären,
    Praiodan und Siska, ein Messerwerfer und seine hübsche Gehilfin,
    Lhahaia, eine Akrobatin und Schlangenbeschwörerin mit einer ausgewachsenen Würgeschlange,
    Luthja, einer Possenreißerin.

    Den Helden, die schon seit Salwynsfelden nichts mehr gegessen haben, wird von den Gauklern zuerst ein stärkender Eintopf und dann Würzwein und Honigbrot gereicht während man sie mit Fragen über ihren zerschundenen Zustand bedrängt. Nachdem sie sich gestärkt haben beschließen die Abenteurer sich hier in der Sicherheit des Wagenkreises der Gaukler ein wenig von den Strapazen der letzten Tage zu erholen.
    Dariyon, Idrasmine und Xolame lassen sich von Dhislana ihre Geburtshoroskop deuten und sind erstaunt darüber dass sie dies während der Namenlosen Tage anbietet.
    Da es erst Mittag ist bieten ihnen die Gaukler an, dass sie sich bis zum Abend auf den Betten in den Wagen schlafen legen dürfen. Die Helden nehmen das Angebot dankend an und ziehen sich in die Wagen zurück. Nur Xolame setzt sich mit dem Rücken an ein Wagenrad um Wache zu halten.

    Als die Zwergin im Halbschlaf ein Bewegung erkennt glaubt sie schemenhaft eine Gestalt wahrzunehmen die von dem Wagen in dem Dariyon schläft zu Dhislana’s Wagen huscht. Misstrauisch geworden über die lautlose Gestalt geht sie hinüber und sieht in Luthja’s Wagen nach Dariyon. Erschrocken erkennt sie, dass Dariyon’s Taschen aufgerissen, ausgelehrt und umgedreht wurden. All seine Sachen liegen auf dem Boden des Wagens verstreut. Der Zauberer selbst liegt mit einer blutenden Wunde an der Stirn im Bett der Possenreißerin. Mit ein paar leichten Schlägen ins Gesicht des Magierst gelingt es Xolame Dariyon zu wecken. Nach dieser die Bestürzung überwunden hat sieht er sofort, dass das unheilige Artefakt fehlt.
    Die beiden Helden verlassen den Wagen und während Dariyon zu Dhislana’s Wagen schleicht und sich darunter versteckt, da er von drinnen Stimmen hört, schleicht sich Xolame zum nächsten Wagen um ihre Freunde zu wecken.
    Dariyon kann hören wie Dhislana Praiodan und Siska befielt sicherzustellen dass die Fremden nicht aufwachen. Daraufhin verlassen der Messerwerfer und seine Gehilfin den Wagen. Dariyon schleicht ihnen nach. Als Praiodan bei Finja’s Wagen ankommt, in dem sich Idra schlafen gelegt hat, zieht dieser zwei gefährliche Meuchlerdolche und gibt seiner Gehilfin einen Wink in die Richtung in der sich Dariyon vesteckt hält. Als der Messerwerfer nun in den Wagen steigt und Siska ebenfalls einen Dolch zieht und auf Dariyon’s Versteckt zukommt, erkennt der Magier, dass er Praiodan nicht mehr rechtzeitig aufhalten kann bevor dieser vermutlich Idra im Schlaf die Kehle durchschneidet.
    Daraufhin schreit der Zauberer nach Leibeskräften in der Hoffnung seine Freundin damit nach rechtzeitig zu wecken bevor es um sie geschehen ist.

    Im Nachfolgenden entbrennt ein Kampf zwischen Dariyon und Siska die mit ihrem, mit Halbgift bestrichenen Dolch, auf den Zauberer eindringt.
    Xolame gelingt es Alawin zu wecken bevor sie von der Fjarningerin Thora und ihrem Bären gestellt wird. Die Zwergin schafft es dem Bären zu entfliehen und als sie von der nordländischen Barbarin in einen Zweikampf verwickelt wird ist sie dank ihrer Kampferfahrung der Fjarningerin überlegen.
    Alawin weckt Tejeran und Praiala und läuft dann Idra zu Hilfe, welche, aus einer Schnittwunde am Hals blutend, sich gegen Praiodan zur Wehr setzt. Als Alawin in den Wagen stürmt verschwinden der Messerwerfer durch eine Luke auf das Dach des Wagens hinauf. Alawin prüft zuerst Idra’s Wunde bevor er hinausstürmt um seinen Freunden beizustehen.
    Tejeran verwandelt sich in einen Firunsbären und nimmt es mit dem Schwarzbären auf während Xolame von Lhahaia’s Würgeschlange angegriffen wird.
    Die Adepten kämpfen mit Luthja während Dhislana einen Ivash herbeiruft.
    Alawin schickt die Sterndeuterin mit Sternenschweif zu Boron und der Ivash trifft Tejeran mit einer Stichflamme.
    Dariyon kann Siska mit dem Magierstab außer Gefecht setzt woraufhin Praiodan seine Gehilfin mit einem gezielten Wurf seiner Wurfmesser tötet.

    Schließlich sind die Helden siegreich, die Gegner sind alle tot, bis auf Finja, von der jede Spur fehlt. Ebenso fehlt Valpo Zwirnlein, der Schneider. Alawin versucht sich im Fährtensuchen, findet auch die Spuren eines Mannes, doch diese verläuft sie rasch im Heidegras.
    Dariyon kann die namenlose Artefakt in Dhislana’s Wagen wiederfinden und nachdem die Helden ihre Wunden verarztet haben hören sie Schreie von den Adepten. Es sind die Pferde die sich in Panik aufbäumen und an ihren Zügeln reißen da sie wieder einmal als erstes erkennen, dass das Lager erneut von der unsichtbaren Meute umschlichen wird.
    Es bleibt den Helden nicht viel Zeit im Lager der Gaukler kurz nach Verwendbarem zu suchen, Proviant (22 Rationen), die eine oder andere Wertsache, ein Zugpferd eines der Gauklerwagen zum Reiten für Tejeran. Dann müssen sie bereits fliehen bevor die Dämonen zum Angriff überzugehen drohen.

    Gehetzt stürmen die Helden auf den Pferden weiter durch das wilde Tobrien. Als sich der Nacht über das Land senkt erkennen die Helden im Zwielicht einen allein stehenden großen Baum. In ihm haben sich hunderte und aberhunderte jet-schwarze, schlanke Raubvögel versammelt. Die Helden nähern sich und erkennen dass es sich um einen riesigen Schwarm von Nachtwinden handelt, jenen von allen Zauberkundigen gefürchteten Vögeln die während der Magierkriege erschaffen wurden und in unbändigem Haß all jene verfolgen die mit der arkanen Gabe gesegnet sind. Gerade noch rechtzeitig bevor die Tiere mit ihrem angeborenen Magiegespühr die Gruppe in der Dämmerung erkennen, beginnen sich die Helden zurückzuziehen. Als sie dabei nicht ganz lautlos vorgehen steigen einige der Vögel aufgeschreckt in den Nachthimmel empor. Die Helden rennen auf ein nahe gelegenes Dickicht zu und suchen dort Schutz.
    Im Schutz des Gestrüpps hören sie plötzlich lautes Kreischen und schrilles Fauchen. Als die Helden sich nähern, sehen sie eine Braune Waldeule im erbitterten Kampf gegen einen Nachtwind im Unterholz. Alawin greift in den Kampf ein und lenkt die Aggression des Nachtwindes damit auf sich selbst und verwundet ihn tödlich. Alawin beendet sein Leben, während die Eule versucht davonzukriechen. Praiala ist in Bezug auf die Eule misstrauisch und Tejeran sieht sie sich genauer an und untersucht sie mit einem Odem. Er erkennt, dass sie magisch ist – aber nicht wieviel oder warum.
    Alawin untersucht erst einmal die Verletzungen um herauszufinden wie schwer verwundet sie ist – sie hat viel Blut verloren und wurde von zahlreichen Schnabelhieben verwundet – die Eule ist am Verbluten. Tejeran heilt die Eule mit seiner Magie.

    Plötzlich hören sie aus dem Buschwerk heraus Stöhnen und finden eine alte, gebeugte Frau mit einem großen Buckel, die blicklos in die Dunkelheit starrt – sie hat flammend rote Male auf den Händen und im Gesicht.
    Alawin spricht sie an – sie wirkt erschrocken und versucht eine Abwehrgeste in die Luft zu zeichnen und versucht ins Gebüsch hinein auszuweichen. Tejeran bringt die Eule zu ihr und sie weicht nicht weiter zurück, stammelt einen Dank, ignoriert die weiteren Fragen der Helden und versucht stattdessen die Eule zu übernehmen und tastet sie mit den Fingern ab.
    Die Eule gurrt und die Frau versucht sie zu beruhigen und scheint auch zu verstehen, was die Eule gurrt. Sie legt den Arm auf Tejerans Schulter und ihre Stirn an seine Brust und bedankt sich mit schwacher Stimme.
    Sie stellt sich schließlich als Hekestas vor, Praiala versucht sie vor den dämonischen Wesen die ihnen folgen zu warnen. Der Praiotin fällt auf, dass die Male dort auf der Haut der Frau sind, wo die Eule verletzt ist.
    Während des Gespräches wirkt die Eule unruhig, ebenso wie die Pferde – Hekestas warnt die Helden davor, dass sie von etwas bösem verfolgt werden. Sie erkennt auch dass die Helden böse dunkle Magie mit sich tragen, die ihnen nicht gehört, dass diese Magie einem Gehörnten gehört und diese ihn zu sich lockt. Sie rät, den Satuariensbusch zu suchen, in dessen Schatten nichts böses bestehen kann. Den Helden sagt der Satuariensbusch etwas und sie glauben auch, die Pflanze erkennen zu können, wenn sie sie sehen sollten. Dicke dunkelgrüne Blätter, fingerlange Dornen und weiße eiförmige Beeren kennzeichnen den Saturariensbusch.

    Die Helden wollen Hekestas nicht in Gefahr bringen und verabschieden sich von ihr um durch die Nacht davon zu eilen.
    Sie kommen noch etwa zwei Stunden weiter bevor sie es aufgeben weiter durch die Finsternis zu irren und ein Lager aufschlagen.
    Dariyon und Tejeran trinken den Argansud (3w6+3), während die anderen Helden das Lager errichten – es ist alles nass und kalt vom eisigen Nebel.
    Praiala übernimmt die erste Wache, Alawin die zweite. Bis auf die Alpträume der Helden passiert in der Nacht glücklicherweise nichts.

  • Final Countdown
    NLT
    5
    1013 BF
    Final Countdown
    Shihayazad, Der dessen Namen man nicht rufen soll, der unbesiegbare Sphärenspalter, der den keine Waffe zu überwinden vermag
    Ysilien, Tobrien, Mittelreich

    Der Nebel von gestern ist verschwunden, der Himmel ist hellblau und klar, die Sonne geht auf.

    Und der Himmel verdunkelt sich…

    Die Ruhe währt nicht lange, nach einer Wegstunde brausen dunkle schwarze Wolken aus dem Western herbei und es wird binnen weniger Augenblicke dunkel wie in der finstersten Nacht – winzige eisige Regentropfen prasseln stechend auf die Helden ein, ehe aus dem Regen Hagel wird und auf die Helden herabprasselt.
    Es riecht nach Schwefel und Blitze erhellen immer wieder den Himmel – auch wenn kein Donner zu hören ist. In den Wolken zeichnet sich groß wie ein Titan ein dämonisches Antlitz ab.
    Ringsherum sind Dämonenfratzen zu sehen und alptraumhaftes Kreischen zu hören. Mehr als eine Stunde kämpfen sich die Helden durch das Unwetter vorwärts – schließlich lässt der Sturm unvermittelt wieder nach und der Wind schweigt, die Wolken verziehen sich  – nur der Gestank nach Schwefel bleibt in der Luft hängen.

    Die Helden rappeln sich wieder auf und sehen sich um – und als sie Bestand aufnehmen stellen sie fest, dass die beiden Adepten verschwunden sind.
    Die Helden rufen nach ihnen und suchen sie – Alawin sucht nach Spuren, Dariyon sucht sie – aber sie können keine finden, der Sturm hat alle Spuren zerstört. Tejeran verwandelt sich in den roten Maran und sucht die beiden fliegend.

    Dariyon erkennt ringsumher auf den Hügelkämmen die Umrisse der dämonischen Kreaturen, die die Gruppe verfolgt haben und an diesem Tag bereits mit freiem Auge sehr deutlich zu erkennen sind – erst wenn sie fixiert werden, beginnen sie sich aufzulösen.
    Drei böse leuchtende Augen, am Rücken drei Hörner – Zauberkundige erkennen einen tief purpurnen Schimmer, der sie umgibt.
    Die Helden beschließen aufzusteigen und wieder loszureiten – die dämonischen Kreaturen lassen den Helden nur den Weg nach Osten und sie beschließen sich in diese Richtung zu wenden.
    Tejeran findet schließlich wieder zur Gruppe, nachdem er die beiden Adepten nicht gefunden hat und schließt sich der Gruppe wieder an.

    Wenig später – es ist immer noch Morgen – hören die Helden das Dröhnen vieler Hufe die sich ihnen von Westen her nähern. Am Horizont erkennen sie einen Pulk Reiter, die sich den Helden nähern. Sie können wehende Banner erkennen. Als sich die Reiter nähern, geht mit der dämonischen Meute eine seltsame Wandlung vor, sie verharren wie versteinert und fliehen schließlich panisch. Praiala erkennt das Banner des Ordens vom Bannstrahl Praios’ als erste.

    Die Reiter bringen die Pferde knapp vor den Helden zu stehen – die sechs Anführer der Reiterschar stehen direkt vor den Helden.
    Einer der Anführer konfrontiert die Helden. Er hinterfragt ihre Beweggründe während der Namenlosen Tage durchs Land zu reisen und macht keinen Hehl daraus sie verdächtig zu finden. Die Bannstrahler behandeln die Helden herablassend aus ihrer militärisch überlegenen Lage, aufgrund ihrer Überzahl. Sie erklären, dass Rapherian von Eslamshagen, Ordensmeister des Bannstrahlklosters zu Eslamshagen, eine arkane Erschütterung zu Beginn der Namenlosen Tage spürte, was den Orden in Aufruhr versetzte. Nun sind sie, und viele andere Brüder vom Orden auf der Suche nach dem Ursprung dieses unheiligen Zeichens.
    Einer der Bannstrahler fixiert die Helden mit finsterer Miene, zeigt dann mit dem Finger auf Dariyon und sagt: “Bei Praios, dem allmächtigen Herren aller Sphären. Ich erkenne ihn, ich erkenne ihn deutlich. Der Göttliche hat mir seine Erleuchtung zuteil werden lassen. Dort ist der Frevler, dort, er trägt das unheilige Artefakt des verderbten Gottes. Bringt mit das verfluchte, auf dass wir es Ihm zu Ehren vor seinem Altar darbringen mögen. Ergreift ihn!”

    Die Helden wollen sich bereitwillig fügen, auch wenn sie sich bereits ausmalen können wie wenig man ihnen Glauben schenken wird. Dann ertönt plötzlich ein Horn und eine Schwadron Krieger des Ordens des Ersten donnert heran. Es kommt zu einem schweren Gefecht bei dem die Helden nur versuchen möglichst unversehrt zu entkommen. Alawin schätzt, dass die Angreifer taktisch überlegen sind. Im Kampfgetümmel gefangen scheint es keinen Ausweg zu geben als plötzlich ein Wagen heranrast und dabei zwei Ritter aus dem Weg räumt. Auf dem Kutschbock sitzt Valpo, der Schneider, den die Helden am Vortag verloren geglaubt hatten und signalisiert ihnen ihm zu folgen.
    Der Wagen ist rasch als einer der Gauklerwagen wiedererkannt und als er die Helden passiert nimmt Alawin die Zügel der Pferde und bindet sie mit einem Seil hinten am Wagen an bevor er sich auf das Dach des Gefährts rettet. Die Anderen springen schnell ins Innere des Wagens und schon donnert das Fahrzeug durch die Reihen der Kämpfenden davon.

    Alawin erkennt dass sie verfolgt werden und sieht sich zwei Kämpfern gegenüber die auf das Dach des Wagens klettern. Die Fahrt geht gefährlich schnell ein Gefälle hinab entlang einer Klippe. Steine fallen in den Abgrund als der Wagen in rasender Fahrt an der Felswand entlangjagt. Alawin kann sich der beiden Angreifer entledigen während Xolame mehrere Verfolger mit der Windenarmbrust vom Pferd schießt. Tejeran schützt den Wagen gerade noch rechtzeitig mit einem Gardianum gegen den Feuerzauber eines Feindes bevor auch dieser von Xolame getroffen vom Pferd stürzt.

    Erst als der Wagen einen Wald erreicht und dort einem Weg folgenden einige Zeit unterwegs ist, ohne dass den Helden weitere Verfolger aufgefallen wären, zügelt Valpo die Pferde.

    Einige Zeit später passiert eine adelige Jagdgesellschaft die Helden. Xolame legt auf eine der Adeligen an, eine bildhübsche junge Frau, grünäugig mit flammendroter Lockenpracht, wohl das Ebenbild dessen was sich der einfache Aventurier unter einer schönen Hexe vorstellt. An ihrer Seite reitet ein etwa siebenjähriger Knabe mit auffallend hellem Haar, ein Albino, so möchte man vermuten, doch hat er, wie sie, smaragdgrüne Augen. Der Knabe ist in schneeweiße, golddurchwirkte Gewänder gekleidet, ein goldener Reif mit einem Jettstein ziert sein Haupt.
    Zwischen den Helden entbrennt eine Diskussion ob sie einfach so auf die Fremden schießen sollte. Schließlich ruft die Zwergin der Jagdgesellschaft eine Warnung entgegen. Daraufhin zweigen diese schnell ins Unterholz ab und umgehen die Kutsche querfeldein im Schutz des Dickichts. Den Helden fällt dabei die seltsame Beute der Jagdgesellschaft auf, allesamt den Zwölfen geweihte Tiere.

    Als die Helden ihren Weg fortsetzen erreichen sie schließlich eine Weggabelung. Einer der Wege führt durch allmählich steiler werdende Hügel bergauf während der Andere rechts ab durch ein düsteres Gehölz führt.
    Die Helden entscheiden sich mit dem Wagen durch das finstere Dickicht zu fahren. Bald sind die Bäume und Büsche entlang des Pfades wie zu einem Tunnel verwachsen, kaum ein Lichtstrahl vermag das Dickicht zu durchdringen. Der Boden ist morastig und von grünlich schimmernden Pfützen bedeckt. Die Stämme der Bäume sind dicht mit Pilzgeflechten überzogen. Ein fauliger Geruch liegt in der Luft und Praiala erkennt allerorts wuchernden Bewuchs mit Rattenpilzen.
    Der Hohlweg fällt immer weiter ab und führt schließlich in ein Tal das ringsum von schroffen Felsen umgeben ist. Bizarre, dunkle Formationen ragen in den von schwarzen Gewitterwolken verfinsterten Himmel.

    Als die Helden mehrere Dutzend Anbeter des dunklen Gottes erkennen können die mit allerlei Verrichtungen an einer Opferstätte beschäftigt sind, wollen sie gleich den Wagen wenden doch hören sie auch von hinter sich die Hufe von sich nähernden Pferden. Versteckt im Inneren des Gauklerwagens setzen sie möglichst unauffällig ihren Weg fort und fahren ihn schließlich hinter einige große Felsbrocken.
    Entlang der Seitenhänge des Tales finden die Helden dichtes Gestrüpp in dem sie sich verstecken und sogar eine vom Unterholz verborgene Felsspalte. Von hier aus beobachten die Helden das Geschehen als immer mehr und mehr Anhänger des Namenlosen in das Tal hinabsteigen und schließlich eine unbemerkte Flucht sehr wenig erfolgversprechend erscheint.

    In der Mitte der Opferstätte erkennen die Helden ein fünf Schritt hohes Gebilde, wohl eine Statue, doch ist es gänzlich mit purpurnen Stoffbahnen verhüllt. Zu Füßen des Gebildes findet sich ein rechteckig behauener Felsblock aus schwarz glänzendem, poliertem Gestein, unzweifelhaft ein Altar oder Opferstein.

    Als eine Zahl von Kultisten mit der Suche nach trockenem Holz beschäftigt sind kommt eine der Gestalten völlig arglos genau auf das Versteck der Helden zu. Gerade noch rechtzeitig bevor sie die Helden bemerkt wirkt Tejeran einen Paralüsezauber und die Helden können die versteinerte Kultistin in das Gebüsch ziehen.
    Nachdem sie sichergestellt haben, dass sie keinen Hilferuf von sich geben kann, hebt er den Zauber wieder auf und gibt der augenscheinlich jungen Kultistin zu verstehen dass sie sofort getötet werden wird wenn sie einen solchen Versuch unternimmt.
    Danach gelingt es den Helden das fünfzehnjährige Mädchen zu verhören.
    Eingeschüchtert erklärt sie ihr Name sei Lirinda und sie stamme aus einem Dorf hier aus der Grafschaft Laescadir. Aus Neugier sei sie dem Kult des Namenlosen beigetreten und wohne zum ersten Mal einer Versammlung bei.
    Die Helden erfahren, dass der Kult des Namenlosen hier eine große Zeremonie vorbereitet die sie diese Nacht, am höchsten Feiertag ihres Gottes, zelebrieren werden. Aus vielen Teilen des Reiches kommen Gläubige um dem Wunder beizuwohnen. Auf die Frage nach der Art der Zeremonie erklärt das Mädchen, dass es sich um ein Ritual handeln soll bei dem die Priester Shihayazad herbeirufen wollen, einen mächtigen Diener ihres Gottes.
    Diese Anrufung sei jedoch sehr schwierig und benötige einen heiligen Talisman des Dreizehnten. Obwohl der Hohen Priester, Graf Sephirim Isyahadan von Laescadir, diesen Talisman (nach dem seine Männer im ganze Land suchen) nicht auftreiben konnte, werden sie es dennoch versuchen. Debhra ni Taina, Isyahadan’s Gemahlin und eine mächtige Hexe, hat nun eine ähnliche Figur aus schwarzem Wachs geformt und mit Magie erfüllt – auch mit dieser wird die Beschwörung dank der Hilfe des elfischen Dämonenbeschwörers, Beryllis Eldarin nai Aphail, gelingen.
    Sie ist überzeugt vom Erfolg der göttlichen Anrufung, schließlich hätte der Erste der Götter seinen Sohn, Tionnin Madaraestadin, als Kind Isyahadan’s und Debhra’s auf Dere gesandt.
    Als die Helden nach eventuellen Opfern für die Zeremonie fragen bestätigt die Kultistin ihren Verdacht, dass die beiden Adepten den Namenlosen in die Hände geraten sind und im Laufe des Rituals geopfert werden sollen.

    Als die Helden aus ihrem Versteck heraus die Ritualstätte weiter beobachten erkennen sie feine Linien im entfernten Steinboden, wahrscheinlich ein Heptagramm, um das die Kultisten mit genauester Kalligraphie verschiedenste arkane Zeichen anbringen.
    Selbst jetzt im dämmrigen Tageslicht ist der Stätte etwas Unheimliches zu eigen, das den Helden eine Gänsehaut verursacht.
    In den nächsten Stunden beobachten die Helden wie die Kultisten die Opferstätte für das große Ritual vorbereiten. Zwölf hohe Scheiterhaufen werden errichtet, aus einer Höhle schaffen Kultisten große Ölschalen herbei, dazu Bündel und stoffverhüllte Gerätschaften, über deren Inhalt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren lässt.
    Die Helden überlegen dass sie, um das Ritual zu vereiteln, das Versteck verlassen müssen. Die Robe Lirinda’s gibt eine gute Verkleidung ab. Idra schleicht zum nahen Gauklerwagen und holt die Vorhänge aus denen Valpo, der sich als sehr geübt im Schneidern herausstellt, eine weitere Kultistenrobe improvisiert.

    Mit dem Kommen des Abends und der herannahenden Dämmerung treffen immer mehr Anhänger des Namenlosen ein und langsam füllt sich das Tal. Wie flammendes Feuer scheinen die Strahlen der untergehenden Praiosscheibe über die zackigen Felshöhen, tauchen das Land in unheilverkündendes Rot.
    Schritte verkünden das Kommen einer großen Schar von Leuten. Es ist ein gespenstischer Zug, der im blutigen Schein der untergehenden Sonne umittelbar an den Helden vorüberzieht. Eine schier endlose Reihe dunkel gekleideter Jünger des verfluchten Gottes. Paarweise gehen sie den Weg zur Kultstätte entlang, schweigend, die Kapuzen tief in die Gesichter gezogen, dass man ihre Züge nicht einmal zu erahnen vermag. Einige tragen Fackeln und bronzene Gefäße mit sich, aus denen ein schwerer, süßlicher Rauch emporsteigt. Auch die Helden verspüren die berauschende Wirkung der Essenz, als die Kultisten dicht an ihnen vorüberziehen. Andere halten Zweige von Ilmenblatt, Wolfswurz, Drachenschlund und Sapphirnsbeere in den Händen.
    Schließlich ertönt Hufschlag, einer der Diener führt ein nervös tänzelndes Pferd am Zügel. Eine milchweiße, schöne Stute ist es, die angstvoll die Nüstern bläht. In gemessenem Abstand folgen weitere Anhänger des Namenlosen, sie tragen in weihevoller Stille jene Tiere, die die Helden schon zuvor als Jagdbeute der Adeligen gesehen haben: einen Fuchs, einen Raben, eine Wildgans, einen Storch, eine Berglöwin, einen jungen Bären, eine Smaragdnatter, eine Juweleneidechse. Von mehreren Kultisten getragen einen magisch versteinerter Delphin, an langen Stangen geführt ein metallener Kessel, dem Rauch entströmt und schließlich auf einem schwarz samtenen Kissen eine große, goldrote Schwungfeder.
    Dann nähert sich eine eindrucksvolle Gestalt in weiter, schwarzseidener, gold- und purpurbestickter Robe unter einem von vier Kultisten getragenen Baldachin: unzweifelhaft Graf Sephirim Isyahadan zu Laescadir, offenbar Hohepriester der lästerlichen Sekte. Als einziger des Zuges hat dieser seine Kapuze zurückgeschlagen, sein Gesicht wird von einer goldenen Maske, die keinerlei Züge trägt, verdeckt.
    In seinen Händen hält der Priester eine goldgetriebene Kugel von der Größe eines Kopfes. aus Dutzenden von Öffnungen in der Kugel quillt ein öliger, violetter Dunst hervor.
    Unter dem Baldachin schreiten noch zwei weitere Diener des Namenlosen: eine schmale Person in purpurnem Gewand, unter deren Kapuze sich verräterisch rote Locken hervorringeln, und eine kleine Gestalt in schneeweißer Kutte, die auf einem Kissen äußerst behutsam eine purpurne und eine schwarze Lotosblüte trägt.
    Dichtauf folgen den Geweihten zwei weitere Gestalten, in weite, weiße Opfergewänder gehüllt, barfuß, die Hände mit groben Stricken gefesselt. Obwohl ihre Häupter von schwarzen Kapuzen verhüllt sind erkennen die Helden sie sofort: die Adepten Damiano und Aralea. Mit unsicheren Schritten folgen sie dem Hohen Geweihten, weitere Kultisten dichtauf.

    Mittlerweile ist der letzte Strahl der Sonne verloschen. Lediglich der flackernde Schein der Fackeln durchbricht die tiefe Dunkelheit. Nah der Opferstätte beginnt eine Gruppe von Musikanten mit einer Trance-verursachenden Musik. Xolame erkennt den zwergischen Sänger Grobul Sohn des Xagul wieder bei dessen Auftritt in den Luminiszenten Tanzhallen der Jungzwerge in Schatodor sie fast ums Leben gekommen wären.
    Erschrocken stellen die Helden fest, dass die modernen Rhythmen unglaublich gut sind und so sehr ins Ohr gehen, dass sie sich trotz aller aufgebrachter Selbstbeherrschung nicht dagegen erwehren können mit Enthusiasmus der Musik zu lauschen, die getragen durch die Akustik der Schlucht gefühlt wohl bis zum Himmel erschallt.
    In der tanzenden Menge erkennen die Helden verschiedenste beeindruckend gekleidete Adelige, ekstatische Jungfrauen in aufreizenden Gewändern und sogar Vampire deren bleiche Gesichter und Reißzähne diese hier nicht verbergen.
    Angezogen von der Darbietung können sich die Helden kaum konzentrieren und Tejeran verstopft sich besorgt die Ohren um der Musik nicht zu verfallen.

    Auf ein Mal verstummt die Musik, rings um die Opferstätte züngeln wilde Flammen empor und durchfluten das Tal mit grellrotem Schein. Im gleichen Moment fällt das Tuch, das bisher die große Statue verhüllte: Zum Vorschein kommt das überlebensgroße Abbild eines unbekleideten, gesichtslosen Mannes, des Namenlosen. Doch im Gegensatz zu den Darstellungen die die Helden bisher gesehen hatten, zeigt diese Statue den verfluchten Gott aufrecht stehend, die Hände wie in einer Beschwörung zum Himmel erhoben. Jenes Abbild des Namenlosen muss demnach noch aus einem Zeitalter stammen, da es noch nicht üblich war, den Widersacher der Zwölfe geschlagen, bzw. sich von seiner Niederlage zu neuem Triumphe erhebend, darzustellen.

    Laute Rufe erschallen, als das schwere Tuch zu Boden gleitet, im selben Moment erhebt sich Trommelschlag, in den nach einigen Takten Flötenklang einstimmt. Der Hohepriester beginnt eine Gesang in einer fremdartigen Zunge die sich harmonisch in den Klang der Instrumente einfügt.

    Auffordernd und Mut spendend klingt sein Gesang und die Menge antwortet mit an- und abschwellendem Gesang. Vor den Scheiterhaufen erheben sich nun zwölf Kultisten. Die Erste antwortet dem Hohepriester mit einem verzweifelt, weinendem Gesang. Dieser Antwortet tröstend, versprechend und sanft auffordernd. Mit Tränen auf den Wangen umfasst die Kultistin einen Opferdolch , mit der anderen Hand greift sie in einen Bastkorb aus dem sie die schillernde Juweleneidechse holt, und von der Kehle bis zum Schwanzende aufschlitzt. Langsam lässt sie ihre purpurne Robe von den Schultern fallen unter der das Ornat einer Tsa-Priesterin zum Vorschein kommt. Danach übergibt sie sowohl die Eidechse wie auch ihr Geweihtenornat den Flammen. Gleichsam zum Zeichen, dass der Namenlose das Opfer angenommen hat, lodert das Feuer mit einem Mal auf und übergießt die nun nackt davorstehende Priesterin mit grellweißen Funken. Ergeben wirft diese sich, unter dem triumphierenden Gesang des Hohepriesters, vor der Statue des Namenlosen auf den Felsboden.
    Nach und nach wiederholt sich das Schauspiel vor jedem der zwölf Scheiterhaufen. Während der namenlose Efferdpriester den, als er entsteinert wird panisch zappelnden, Delphin entleibt, schüttet der namenlose Ingerimmpriester einen Kessel eines flüssigen Metalls ins Feuer des Scheiterhaufens. Schlussendlich wird die Greifenfeder symbolisch geopfert.

    Mit einem Mal ist ein Echo einer unirdischen Macht im ganzen Tal spürbar. Aus undenklicher Ferne antwortend.
    Mit festem Schritt begibt sich der Hohepriester nun zurück zum Altar, ein Wink, und seine Diener bringen die unglücklichen Adepten herbei. Unter dem dumpfen Klang der Trommeln werden ihnen Kapuzen und Fesseln abgenommen. Man bindet sie auf den düsteren Altar zu Füßen der Statue. Der Junge legt ihnen die Lotosblüten auf die Brust. Ölschalen rings um den Altar werden entzündet, sieben an der Zahl, sie bilden die Spitzen eines großen Heptagramms.
    Ein Fingerschnippen der rothaarigen Hexe: Violette Flämmchen züngeln empor, markieren die Linien des machtvollen, magischen Zeichens, dessen Linien aus Arkaniumadern berstehen die durch den Fels verlaufen.
    Außer den Adepten befindet sich nun nur der weißhaarige Knabe inmitten des Heptagramms, er hat die Kapuze seiner Kutte zurückgeschlagen und hockt mit geschlossenen Augen vor dem Altar, einen Obsidiandolch umklammernd.

    “Halte dich bereit!” weist der Hohepriester den Knaben an. “Doch durchbohre diese Herzen erst dann, wenn ER erschienen ist und das Opfer erblicket und geprüfet hat, damit ER Zeuge sein kann, wenn das Leben dem Tode weichet!”

    Die Helden beschließen die Gelegenheit zu nutzen. Dariyon und Tejeran verkleiden sich mit den Kultistenroben und mischen sich unter die Menge. Im Falle einer notwendigen Flucht wolle man sich beim Gauklerwagen treffen und mit der drachischen Kugel entfliehen.

    Minutenlang kniet der Geweihte vor der Statue seines Gottes, betet innig um Beistand. Die übrigen Kultisten tun es ihm gleich, schweigend werfen sie sich dem Abbild ihres Herrn zu Füßen. Einzig der Knabe bleibt aufrecht vor dem Altar sitzen, die bleichen Züge wie aus Marmor gemeißelt.
    Doch plötzlich erhebt sich die Menge mit einem Schrei des Triumphes: Ihr Gott hat sie erhört. In rasender Schnelle beginnen sich die dunkle Wolken am Himmel zu drehen, bilden über dem Tal einen Wirbel. Wie ein gewaltiges Himmelsauge scheint das Gebilde auf die nächtliche Szenerie herniederzustarren. Ein Auge in dessen Innerem die absolute Schwärze der namenlosen Sternenleere auf das Tal blickt.

    Nun tritt ein Elf aus dem Kreis der Gläubigen und hält einen Gegenstand unter einem Tuch empor.
    Eine gespannte, erwartungsvolle Unruhe breitet sich aus. Der Elf beginnt mit einer leisen Inkantation, konzentriert zieht er in etwa einem Schritt Abstand von dem Heptagramm mit einem dunklen, metallberingtem Stab einen Kreis in den Erdboden, darin einen weiteren und teilt diesen noch einmal in sieben Abschnitte. In die Mitte stellt er den mitgebrachten Gegenstand. An allen Scheitelpunkten der Linien leuchten Runen, magische Zeichen, auf – den beiden Zauberern ist sofort bewusst: der Elf fertigt einen Schutzkreis an.

    Schließlich treten die grünäugige Hexe und der Hohepriester, Graf Isyahadan, neben den Elf, bevor dieser den Schutzkreis um sie schließt.
    Die drei ergreifen einander bei den Händen, verfallen für einen Augenblick in tiefes Schweigen, in dem sich ihre Geister miteinander verbinden.
    Leise beginnt der Elf mit der großen Inkantation, seine beiden Mitbeschwörer fallen mit ein. Der Knabe hingegen, der sich immer noch inmitten des Heptagramms bei den Opfern befindet, bleibt weiter in seiner tiefen Trance, ohne sich zu rühren.

    Die Stimmen der Beschwörer durchdringen das Tal: “Shihayazad na’astiphel, nai hal arad, ai la a hel.”
    Deutlich vermögen die Helden die unheiligen Silben zu vernehmen, unwillkürlich laufen ihnen Schauder über den Rücken. Angespannt mustern sie die erwartungsvollen Mienen der lästerlichen Anbeter des Namenlosen, den bedrohlichen Wirbel über ihren Köpfen. Was mag nun nur geschehen?

    Da erheben sich die Arme des Hohen Priesters, er reckt den Kopf gen Himmel, wie die Statue seines Herren steht er da, bereit, sein Antlitz zu enthüllen, ebenso wie sein Herr es eines Tages tun wird.

    Ein tiefes, gewaltiges Grollen erklingt und schwillt an. In den Klang mischt sich ein rauhes Geheul, doch keiner Kehle eines lebenden Wesens könnte sich ein solch grausiges Geräusch entringen… Plötzlich fällt euch auf, dass es schlagartig kälter geworden ist.
    Der Klang kommt aus inmitten des Wirbels am Himmel aus der Finsternis jenseits der Sternenleere, es scheint als blicke man in das Nichts am Rande der Welt. Allmählich ist eine Form zu erkennen, aus dem Nichts formt sich eine Wolke, umgeben von einer rötlichen Aura, so als brenne ein überirdisches Feuer hinter der Gestalt.

    In weniger als einem Liedschlag stürzt die Wolke als brennender Komet hinab in das Tal und schlägt inmitten des Heptagramms ein, just da wo vor kurzem noch der Knabe stand. Ein Schauer aus Gesteinssplittern regnet, durch den Einschlag durch die Luft geschleudert, auf die Menge nieder, welche sich zu Boden wirft.

    Während sich langsam der Staub legt erhebt sich inmitten des Heptagramms ein übermenschlich großes Wesen. Als es sich aufrichtet und die gewaltigen Fledermausschwingen die es wie zum Schutz um seinen Körper gelegt hat ausbreitet überragt es die Menge wohl um gute zwei Schritt. Sein unbekleideter Körper sieht aus wie der einer riesigen Frau doch hat es knöcherne Klauen statt Füßen, mit den Sprunggelenken eines Raubtiers. Das verzerrte humanoide Gesicht wirkt wie eine Maske unter der man eine, noch grauenerregendere, Dämonenfratze vermutet.
    Als es die Schwingen hinter dem Körper faltet kommen dahinter eine Reihe von sieben Schwänzen zum Vorschein, knochig und gelenk wie Wirbelsäulen, ölig schimmernd und in lanzenartigen, messerscharf-spitzen Hörnern auslaufend. Ständig in Bewegung tanzen sie gefährlich wie Schlangen durch die Luft, jederzeit bereit vorzuschnellen.

    Die Mienen der Beschwörer sind bleich wie Schnee geworden, als habe alles Blut sie verlassen, und es ist ihnen anzumerken, wieviel Kraft es kostet, den Dämon zu halten.
    Dann ertönt aufs neue Geheul, diesmal von den Klippen die das Tal begrenzen. Die Helden erkennt den Laut sofort: Es ist die Meute, die sie so lange schon verfolgt. Doch nicht nur die Helden sind vom Schrecken gebannt. Das Lärmen der Meute, vor allem aber der Anblick des Dämons, ist mehr als viele der Kultisten ertragen können. Wimmernd werfen sich viele zu Boden und versuchen das Bild, die Präsenz der bösen Wesenheit, aus ihren Gedanken zu verbannen. Aber der Dämon scheint allgegenwärtig, seine Zorn- und Haßgedanken drängen sich in das Bewusstsein eines jeden, der des Anblicks teilhaftig geworden ist.

    Plötzlich, mit all seinem Mut, zieht der Elf im Schutzkreis das Tuch über dem von ihm mitgebrachten Gegenstand zur Seite. Mit bebenden Fingern greift er danach und die Helden erkennen ein perfektes Replikat des Namenlosen Artefakts.

    Während sich die in ihrem Versteck verbliebenen Helden ob des angsteinflößenden Anblicks des Dämons abgewendet haben können sie nun deutlich hören wie im inneren des echten Artefakts etwas pulsiert. Wie das schlagen eines gewaltigen Herzens, langsam und lauernd zugleich.

    Tejeran sieht seinen Augenblick gekommen, jetzt oder nie, während der Dämon vom Heptagramm aus zu den Beschwörern hinüberblickt schießt eine Flammenlanze aus Tejerans ausgestreckter Hand unter seiner Kultistenrobe. Mit einem Aufschrei der Kultisten schmilzt das magische Feuer das aus Wachs nachgeahmte Artefakt.

    Plötzlich dreht der Dämon den massigen Körper in die Richtung der versteckten Helden, Schwingen, Klauen und Schwänze recken sich wie zum Angriff nach vorne. Gleißende Blitze knistern durch die Nacht, als die Gliedmaßen des Ungeheuers an den Bannkreis stoßen, der es umgibt. Mit einem bestialischen Heulen zieht sich Shihayazad in die Mitte des Heptagramms zurück, nur um sich sofort wieder zum Rand in Bewegung zu setzen.

    Die Beschwörer zittern wie Espenlaub, wie lange mag es ihnen noch gelingen, den Dämon im Bannkreis zu halten?
    Dariyon, der sich erinnert dass das Daimonicon über Shihayazad schrieb: “…nicht eher wird der Daimon nachlassen in seiner Raserei, als bis er den Beschwörer in seinen Klauen zerfetzen kann…” intoniert einen Reversalis und wandelt einen gefächerten Feuerstrahl in eine Wasserexplosion um die die Linien des Schutzkreises in dem sich die Beschwörer befinden hinweg reißt.

    Inzwischen haben sich viele Köpfe in die Richtung der verborgenen Helden gewendet, in die auch Shihayazad blickt. Wilde Schreie springen auf, als man sie entdeckt. Schon hetzen die ersten Kultisten quer durch den Talkessel auf sie zu.

    Dariyon und Tejeran nutzen den Tumult um in der Menge unterzutauchen und vor allem aus dem Weg zu gehen.
    Inzwischen verteidigen sich Alawin, Xolame, Praiala, Idra und Valpo gegen die anstürmende Übermacht von Kultisten.
    Namenlose Liturgien werden gewirkt, Zauber geschleudert, Waffen klirren aufeinander. Lange kann dieser Kampf nicht bestanden werden.

    Dann passiert es. Mit wütendem Geheul durchbricht der Dämon die bannenden Linien des Heptagramms, stürzt sich wahllos auf die, die ihm zufällig in den Weg geraten. Sein Wüten ist wie das eines Wirbelsturmes, ungeziehlt und schrecklich in seiner Gewalt. Mit allen sieben seiner mörderischen Hornstachel durchbohrt er Fliehende wie Kämpfende die zappelnd an seinen Fängen hängen ehe sie durchtrennt zu Boden fallen.
    Fassungslos vor Entsetzen versuchen die Kultisten, ihm zu entkommen, hasten in alle Richtungen davon. Nur fort von hier! Vergessen ist die Treue zu ihrem Gott. Wenige harren aus, ob nun starr vor Schrecken oder still auf den Namenlosen und seinen Schutz vertrauend, man weiß es nicht. Viele bezahlen dies mit ihrem Leben, zerschmettert und zerrissen von den gewaltigen Klauen und Stacheln des entfesselten Giganten. Und auch die Meute, das Gefolge des Shihayazads beteiligt sich an der Rache ihres Herren, wütend stürzen sie sich auf die Fliehenden. So bricht sich die Ausgeburt der schwärzesten Sphären eine blutige Bahn durch die Kultisten, so strebt Shiahayazad auf die Helden zu…

    Dariyon erkennt den Moment und begibt sich in das nun leere Heptagramm wo auf dem Altar noch immer die beiden Adepten liegen, neben ihnen der Knabe. Wie durch ein Wunder ist ihnen beim Einschlag des Dämonen nichts passiert, geschützt durch die Macht des Namenlosen.
    Während der Zauberer Damiano und Aralea befreit steht der Knabe regungslos wie in Trance daneben, dem Shihayazad nachblickend.
    Etwas unheiliges scheint den Knaben zu umgeben der dem Dämon ungeschützt im Heptagramm entgegengetreten ist. Eine überirdische Aura scheint ihn zu umgeben und Dariyon fröstelt es beim Anblick des Kindes, unklar ob der entfesselte Dämon oder das Kind die größere Bestie ist.

    Alawin, der erkennt dass ein Kampf aussichtslos ist, versucht Richtung Talausgang zu fliehen, als ihm von dort die Meute entgegenkommt, macht er kehrt nur um sich Shihayazad gegenüber zu sehen. Haß lodert in den glühenden Augen des Dämons und kurz bevor er den Krieger erreicht wirft Alawin in letzter Verzweiflung das Namenlose Artefakt zu Boden, dem Shihayazad zu Füßen.

    Dieser bleibt stehen, packt das stachelige Gebilde mit seiner Klaue, reißt sich mit der anderen das Fleisch zur Seite das die dämonische Brust verdeckt. In den darunter liegenden schwarzen Körper steckt er das namenlose Gebilde in seine Brust und verharrt für einen Augenblick wie versteinert.

    Alawin nutzt den Moment zur Flucht zurück zu seinen Gefährten, diese erreichen gesammelt den Wagen der Gaukler.

    Der Shihayazad beginnt mit einer wirbelnden Bewegung seines Körpers während die unsichtbare Meute sich um ihn versammelt. Mit einem grässlichen Geräusch zerreisst das Sphärengefüge um ihn herum als der Dämon sich seinen Weg zurück in die siebte Sphäre schneidet.

    Dariyon blickt durch das Getümmel in Richtung des Heptagramms, von den Beschwörern ist keiner mehr zu sehen, vielleicht liegen die zusammen mit all den anderen verstümmelten Leichen in ihrem Blut über den Talkessel verstreut, vielleicht konnten sie entkommen, einzig der Knabe steht weiterhin regungslos im Heptagramm. Tejeran aktiviert die drachische Kugel und während weiterhin Kultisten auf sie einstürmen, beginnt die Magie zu fließen.

    Als die Helden von der Zauberkraft der Kugel in die grauen formlosen  Weiten des Limbus entrückt werden, reißt diese nicht nur die Pferde sondern auch einige Kultisten mit sich. Während die Kämpfer, verwirrt durch die Orientierungslosigkeit, gegen die Kultisten kämpfen, bemerkt Dariyon die Spur des Shihayazad der sich durch den Limbus rasch entfernt. Die Fahrt durch den Limbus wird immer schneller und während keiner der Helden das Artefakt zu lenken vermag zieht es die panischen Pferde wie die in der Schwerelosigkeit treibenden Abenteurer auf einen größer werdenden Punkt im endlosen Grau zu.

    Schließlich können die Helden einen gigantischen grauen Felsblock erkennen auf dem eine Zitadelle von titanischen Ausmaßen erbaut ist die langsam durch den Limbus treibt. Umgeben ist die Festung von sechs Mauern auf sechs Höhenebenen. Geschützt wird sie durch eine globulenartige Schutzkuppel, einem so machtvollen magischen Schild dass er selbst für das gewöhnliche Auge als rötlicher Schimmer in der Farblosigkeit des Aethers wahrzunehmen ist.

    Als die Kugel die Helden im Haupthof der Zitadelle absetzt, scheinbar dem von Meister Taphîrel eingestellten Zielort, werden sie von einer Schar von Magiern umringt. Alle Tragen sie graue Roben auf deren Schultern ein Symbol zu sehen ist: sechs Schwingen, kreisförmig zum Flügelrad angeordnet. Es sind großteils Menschen jedoch sind auch Elfen, Echsen und sogar Drachen an diesem Ort versammelt. “Asdramur” murmelt Dariyon, der sich an die Legende des “Ordens der sechs Flügel Menacors” erinnert. “Das Bollwerk der Menacoriten, jener verschworenen Gemeinschaft von Erzmagiern, die über den Limbus wachen.” Seine Augen weiten sich als er daran denkt, dass der Hohe Drache Menacor selbst hier residieren soll.
    Auch Meister Taphîrel ar’Ralahan ist unter ihnen und dankt den Helden für die Rettung seiner unfolgsamen Adepten.

    Es bleibt den Helden jedoch nicht viel Zeit denn bereits bei ihrer Ankunft wird die Zitadelle in Alarmbereitschaft versetzt als eine Wolke aus Schatten und Feuer sich aus der Großen Bresche in den Limbus ergießt. Während die Helden den Limbus nicht gewohnt sind und nur wenig zur Verteidigung der Festung beitragen können, eilen die Magier um taktisch Stellung zu beziehen und bemannen die Wehranlagen und magischen Verteidigungsstellungen.
    Als sich die Wolke aus Feuer und Finsternis nähert erkennen die Helden, dass sie aus einer Unzahl von Ivashim, Feuerteufeln, und Grakvalothim, schwarzgeflügelten Löwen mit einer Mähne aus namenloser Finsternis, besteht.
    Wird sich die Zitadelle gegen diese Übermacht behaupten können? Noch bevor es zum Aufeinandertreffen der Dämonen mit dem Schutzschild kommt beginnt Damiano an der drachischen Kugel Einstellungen vorzunehmen. “Die letzten Runen… sie waren… diese… diese…”
    Mit donnerndem Getöse treffen die Ausgeburten der Niederhöllen auf den Schild der die Festung umgibt als die Helden von der Zauberkraft Shirchtavanen’s Steinkugel davongetragen werden. So schnell, dass es ihnen schwarz vor Augen wird.

    Als die Helden sich langsam wieder erholen, spüren sie kalten felsigen Steinboden unter sich. Aus der Entfernung dringt schwaches Licht an ihre Augen. Langsam rappeln sie sich auf und folgen dem Lichtschein. Als sie aus der Dunkelheit der Höhle treten in der sie sich befunden hatten erstreckt sich vor den Helden ein beeindruckender Anblick.
    Ihr Blick schweift über den Ozean im Westen, wandert nach Süden über die schroffen Berggipfel eines Kalksteinmassivs und schließlich nach Osten ins Landesinnere wo am fernen Horizont, über grünen Wäldern und weiten Ebenen, durch die sich glitzernd ein großer Strom schlängelt, langsam eine goldene Sonne aufgeht.

    (+1 Schicksalspunkt)